Ich habe panische Angst um mein Leben?

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7 Antworten

Panikattacken sind die Hölle. Oft kommen sie aus dem Nichts wie unaufhaltsame Wellen, seltener durch definierte Umstände (wie z.B. soziale Phobie oder Agoraphobie). Doch auch andere Angststörungen sind nicht ohne und müssen behandelt werden. Eine Übersicht über Angststörungen findest du hier: http://deprimed.de/angststoerungen/

Panikattacken gehören wie bereits erwähnt zu den Angststörungen. Die Angst vor dem Sterben ohne Panikattacken nennt man Thanatophobie (auch eine Angststörung). Ich werde mich in meiner Antwort jedoch auf Panikattacken beschränken, da ich -soweit ich gelesen habe- das dein Problem ist.

Panikattacken müssen unbedingt behandelt werden. Je früher sie erkannt und therapiert werden desto besser sind die Chancen, dass sie sich nicht chronifizieren.

Als erstes würde ich mich in eine ambulante Therapie begeben, bevor eine Klinik Platz hat. Auch ambulant kann es Wartezeiten geben, doch auch wenn du dort erst nach deinem Klinikbesucht hinkannst biste schon auf der Warteliste und musst nicht nochmals warten.

Panikstörungen werden vor allem mittels Psychotherapie und Medikamente behandelt. Elementar dabei ist eine Psychotherapie. Mit einer Psychotherapie meine ich eine richtige Psychotherapie und nicht das Gespräch beim Arzt, der einfach Medikamente verordnet. Auch ein oberflächliches Gespräch bei einem Psychologen bringt nicht viel. Zu bevorzugen ist eine Psychotherapie mit einem Konzept (z.B. Verhaltenstherapie). Dort lernst du dich in geschützem Rahmen langsam deinen Ängsten zu stellen und diese nach und nach zu Überwinden.

Bei schwereren Panikstörungen werden auch Medikamente eingesetzt. Dabei gibt es vor allem zwei Medikamentengruppen:

  • Benzodiazepine wie z.B. Lorazepam (Tavor/Temesta) und Alprazolam (Xanax/Xanor) sind Notfallmedikamente. Sie können einfach bei Bedarf bei Panikattacken genommen werden und wirken bereits 20-30 Minuten nach der Einnahme. Es gibt keine angstlösenderen Mittel als Benzodiazepine. Zudem sind Benzodiazepine kaum mit Nebenwirkungen verbunden (ausg. Müdigkeit). Das Ganze hat jedoch einen Haken. Benzodiazepine machen bei längerer und regelmässiger Einnahme (nach ca. 4-8 Wochen) schwer abhängig. Als Notfallmedikament sind sie also ein Segen, doch man muss aufpassen, dass der Segen nicht zum Fluch wird. Zudem ergibt sich bei längerer und regelmässiger Einnahme eine Toleranzentwicklung (man braucht immer mehr davon). Mehr zu Benzodiazepinen hier: http://deprimed.de/benzodiazepine-z-drugs/
  • Als Langzeittherapie werden vor allem Antidepressiva der SSRI und SSNRI-Klasse verwendet. Diese wirken gegen Angstzustände ironischerweise besser als gegen Depressionen. Antidepressiva machen nicht abhängig und es ergibt sich auch keine Toleranzentwicklung. Doch das Ganze hat ebenfalls einen Haken. Antidepressiva müssen täglich eingenommen werden und wirken erst nach 3-5 Wochen angstlösend. Zudem haben sie vor allem zu Beginn der Therapie viele Nebenwirkungen. Mehr zu Antidepressiva (SSRI/SSNRI) hier: http://deprimed.de/ssri-ssnri-sndri-nari/

Wenns ohne Medikamente geht umso besser, wenn nur mit dann ist es auch kein Weltuntergang.

Hoffe konnte dir ein bisschen weiterhelfen.

PS: Bin selbst betroffen.

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Bzgl. des Gewichtes würde ich empfehlen, diese Shakes aus der Apotheke zu kaufen und ggf. in etwas zu rühren, das du magst (Bananenmilch oder so) und täglich mindestens ein bis zwei davon zu trinken zusätzlich zum normalen Essen. Bzgl. Herzrasen etc.: Ist organisch wirklich alles okay oder könnest du noch mal zum Kardiologen gehen?

Meine Großmutter wurde mal in ins Krankenhaus eingewiesen, weil der Hausarzt bei einem Besuch feststellte, sie sei "verhungert und verdurstet" (seine Worte), weil sie sich das Essen nach eigenen Angaben "abgewöhnt" hatte. Ich denke, bei einem Notfall sollte es in den umliegenden Kliniken einen Platz geben. Ich würde da noch mal nachhaken!

Ein Bekannter von mir hatte letztes Jahr Krebs (wurde inzwischen wohl erfolgreich operiert) und kam im Herbst einfach so mit Überweisung vom Hausarzt in die Klinik. Der musste eine Nacht auf einem Stuhl verbringend warten (in einem Sammelzimmer für solche Patienten, nicht im Wartezimmer) mit der Aussicht, dass ein Bett auf dem Flur frei würde. Betten waren knapp, aber trotzdem hat man ihn nicht abgewiesen, obwohl zu dem Zeitpunkt noch gar keine Diagnose feststand.

Wie gesagt, ich würde noch mal nachhaken beim Hausarzt, ob es noch andere Kliniken oder wenigstens schon mal andere ambulante Untersuchungen für dich gibt!

Notfalls "einfach" in die Notaufnahme der Klinik mit stiefeln, wenn die Symptome akut sind, aber ein gutes Buch und ggf. Sitzkissen mitnehmen, weil es da leider auch mal länger dauern kann (besonders jetzt zum WE). Aber dann bist du schon mal im Krankenhaus und evtl. finden sie dann eher ein Bett für dich!

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Kommentar von Fabi1718
03.03.2017, 06:38

bei panikattaken sind Herzrasen normal und bei mir wurde ein EKG gemacht alles in Ordnung.Ich esse und trinke und habe es mir nicht abgewöhnt.Ich hatte vor kurzem einen Aufenthalt im Krankenhaus und wie du ja siehst bin ich wieder Zuhause

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Kommentar von Fabi1718
03.03.2017, 07:44

Ja aber ist das richtig einfach zu lügen mit das man sich umbringen möchte

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Ich glaube an dich , und daran dass du nicht sterben wirst, am besten du versuchst mehr zu essen/trinken und du bist ja schon auf dem richtigen weg , viel glück!❤️

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Kommentar von Fabi1718
03.03.2017, 06:09

Meine Ärzte sagen das ich nicht sterben werde weil meine Werte gut sind und ich ja esse und trinke.Danke für deinen Lieben Worte,ich fühle mich sehr gestärkt von euren liebe Tipps und Worte.❤❤❤

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Wenn es ein Notfall ist, dann müssen dir die Ärzte Helfen, sonst ist das unterlassene Hilfeleistung.

Geh zu deinem Hausarzt und dieser soll in einer entsprechenden Klinik oder einen Speziallisten, der dafür zuständig ist anrufen, und einen Termin für dich ausmachen. Das geht meistens innerhalb von 1-3 Tagen.

Alles Gute.

PS: Wie groß und wie schwer bist du ?

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Kommentar von Fabi1718
03.03.2017, 05:24

Habe ich ja auch in der Klinik ist es drei Wochen Wartezeit.Ich habe Angst jede Sekunde zu sterben. Ich schäme mich übertrieben für mein Gewicht 1m 68 und 41 KG.Bitte beschimpf mich nicht .Ich finde es selber Grenzwertig

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Kommentar von Fabi1718
03.03.2017, 05:31

Ja also sie sagt das es kritisch ist.Sie meint das ich mindestens das mit ixh aus der Lebensgefahr raus wäre ich 47 KG wiegen sollte.Ja ich War bei der Ernährungsberatung aber das was sie sagte ist eine ungesunde Art um zuzunehmen ich sollte mich von Sneackers ernähren.Ja ich probiere schon mehr zu essen nur leider durch die Panikattaken ist es schwer.

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lass dir leichte schlaftabletten verschreiben und nimm die um 21 uhr, glaub mir deine augen fangen an zu brennen und schläfst gut :)

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Kommentar von danitom
03.03.2017, 05:28

Damit werde die Probleme aber nicht behoben, im Ernstfall vielleicht sogar noch verschlechtert.

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Kommentar von Fabi1718
03.03.2017, 05:33

antidepressiva sofort am Anfang ist bedenklich ??

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Kommentar von Fabi1718
03.03.2017, 05:42

Ok Danke ich werde mich mal erkundigen. Wird man davon abhängig?

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Kommentar von Fabi1718
03.03.2017, 06:06

Ok dann werde ich mal bei meinem Arzt fragen ☺☺

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Glaubt ihr denn ich werde sterben habe auch so Herzstechen und mir ist andauernd schwindelig als würde ich umkippen 😢.

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Kommentar von schmambo
03.03.2017, 06:44

an junges das ist alles einbildung hab ich alles schon selber durchgemacht bleib mal locker und sterben wirst du auf keinen fall sonst wäre ich schon längst tot!

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Dann sterbe in der Angst. Nein ganz ehrlich, klingt doof aber das wird dir wahrscheinlich am meisten helfen. Denn wenn deine Gefühle dir schon so auf die Pelle rücken, dann wird es wohl nicht vermeidbar sein als in ihnen einzutauchen.


Nun, wie sonst willst du dich mit ihnen auseinander setzen. Etwas will gesehen werden, also wird es gesehen werden. Etwas will dich verschlingen, also wird es dich verschlingen. Aber da es sich um dich handelt wirst du es wohl sein, der dann festlich sich verspeist hat.


Ich persönlich sehe es gern immer so. Deine Angst tötet dich, damit für etwas neues Platz gemacht werden kann. Und natürlich wird es sich wie sterben anfühlen, weil es etwas in dir ist für was du dich hältst.


Aber dieses Etwas, für was du dich hältst und als jene Person du dich siehst ist wohl... paradox im angesichts dessen, was du wirklich möchtest. Denn wenn du es nicht wirklich wollen würdest, würdest du nicht an den Bedenken leiden dies nicht zu sein...


Ach ja, bei Panikattacken ist wohl dein verstand ziemlich dicke, und schon so dick, das er keinen Plan mehr hat was er falsch macht. Aber du hast ja deine Angst, die wird es schon hinkriegen.


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Kommentar von Fabi1718
03.03.2017, 06:05

Was hast du den für ein Problem so Ratschläge wie deinen braucht keiner ganz ehrlich. Weiss du eigentlich was du da schreibst.Weisst du wirklich wie sich Panikattaken anfühlen Nein.Also wieso schreibst du dann sowas

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Kommentar von Fabi1718
03.03.2017, 06:21

Ja und das soll helfen was du da schreibst

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Kommentar von Fabi1718
03.03.2017, 06:33

Danke kurze Frage noch hattest du auch so eine enge Gefühl in der brust und so dermaßene herzstechen.

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Kommentar von Fabi1718
03.03.2017, 07:44

Ok das beruhigt mich Danke ☺

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