Ich habe nicht das Recht, traurig zu sein?

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9 Antworten

An sich ein logischer Gedanke. Aber leider funktioniert das so nicht. Gegen Gefühle kann man nicht viel machen, würde ich sagen, wenn ich es nicht besser wüsste. Depressionen generell sind schon eine Last, aber dennoch kann man die Stimmung durch positive Gedanken beeinflussen. Versuch es mal. Immerhin klappt es mit den negativen Gedanken ja auch so gut, dass man sofort paranoid und traurig wird. Wieso sollte es dann nicht auch mit positiven Gedanken klappen? Versuch es mal. Vielleicht hilft das. LG

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Kommentar von TheKn0wledge
10.11.2015, 22:14

Einfach positiv denken funktioniert nicht, das ist ja das Problem mit Depressionen.

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Hi TheKn0wledge,

Wenn du schreibst: "Ich habe das Gefühl, dass ich nicht das Recht habe, depressiv zu sein, und fühle mich schuldig, da ich es doch bin." dann klingt das erst mal für mich etwas erstaunlich, weil es sich (auf den ersten Blick) so anört, als ob du traurig sein möchtest und dir nicht sicher wärest, ob du das Recht dazu hättest:

"Darf ich traurig sein? Oder ist das unfair gegenüber denen, die es schlechter haben und trotzdem ihr Leben auf die Reihe kriegen?"

Icvh würde sagen, dass dir niemand verbiten kann/darf, dass du traurig bist. Aber wiillst du traurig sein? Möchtest du nicht lieber fröhlich und optimistisch sein?

Wenn du nun traurig bist, dann brauchst du dich nicht dafür noch zusätzlich mit der Frage belasten, ob dieses Traurigsein unfair gegenüber Menschen wäre, die es schlechter als du haben und trotzdem ihr Leben auf die Reihe kriegen.

a) es nutzt niemanden  was, wenn du dir das traurigsein untersagt bzw. aus den oben genannten Gründen zu unterdrücken versuchst

b) Gefühle von Trauer oder Depressionen kann man nicht so einfach nach Bleieben abstellen, auch unter Druck geht das nicht

c) wenn du etwas dagegen unternehmen möchtest, ganz einfach weil du wieder fröhlicher leben möchtest, dann geht das vermutlich am besten, wenn du ohne Zwang und moralischen Druck versuchst, den Gründen für deine Traurigkeit auf die Spur zu kommen und da dann mit evtl Verhaltensveränderungen versuchst etwas zu machen.

Schuldgefühle sind für depressive Menschen nicht untyypisch. deswegen könnten deine Selbstvorwürfe vielleicht aich Teil deiner Probleme sein. Durch diese Vorwürfe wirst du vermutlich nicht deine Trasurigkeit überwinden, das geht anders.

Ich wünsche  dir viel Kraft und Mut zur Besserung, liebe Grüße, Thomas

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Es gibt kein Recht traurig sein zu dürfen und keine Pflicht, fröhlich sein zu müssen.

Wir sind einfach traurig oder fröhlich, mal so mal so. Wenn du aber depressiv bist und deshalb meistens traurig, so kommt das möglicherweise daher, dass du dir verbietest traurig zu sein.

Lass deine Traurigkeit zu. Indem du dich dagegen wehrst, hältst du sie nur umso mehr fest.

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Es bestimmt keiner darüber, welche Gefühle man haben darf. Und nur weil es anderen auch schlecht geht, muss man seine eigenen Gefühle nicht unterdrücken.

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Depressionen fragen nicht nach Recht oder Unrecht. Sie treten einfach auf. Egal, ob man es will oder nicht. (Die genauen Ursachen sind noch nicht ergründet. Sonst wäre man mit der Heilung ein gutes Stück weiter.)

Sicher hast du keinen Grund, traurig zu sein. Allerdings wenn du depressiv bist, hast du ein Recht dazu, dich deiner Stimmung hinzugen. Aber dir auch vor Augen zu halten, dass es andere Menschen gibt, denen es viel schlechter geht. So wurde ich aus einer tiefen Depression geholt.

Ich hatte einen Nachbarn/Freund, der körperlich sehr krank war. Und der hatte einen Optimismus und Lebensmut, dass ich vor "Neid" erblasste. Ich war körperlich gesund und hatte "nur" Depressionen. Und wollte mein Leben wegwerfen? Nein. Ich nahm ihn mir zum Vorbild. Und mein Lebensmut kam wieder.

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Wenn du den Grund für deine Traurigkeit findest dann geht es dir auch wieder besser. Dann sind die Menschen verschieden. Der eine steckt das weg der andere kann das nicht. Natürlich hast du auch das Recht traurig zu sein. Schuldig fühlen brauchst du dich auch nicht. Vielleicht solltest du eine Therapie machen damit es dir wieder besser geht.

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Das ist eine psychische Krankheit,dafür braucht man sich nicht rechtfertigen oder entschuldigen. :-) Dafür gibt es Lösungsmöglichkeiten. Therapie usw

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ich hab auch ganz lange so gedacht, aber es stimmt nicht
und ich glaub ich schreib jetzt gar keinen großen text, aber schau dir mal das bild an, das zeigt das, was ich sonst schreiben würde

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Das ist hier die falsche Community für solche Fragen. Rede mit Vertrauten oder ggf. mit einem Psychologen etc.

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Kommentar von TheKn0wledge
09.11.2015, 19:02

Gibt da keinen wirklich.

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