Ich habe mit 19 mehr erlebt als andere im leben und bin psychisch am ende. Was soll ich tun?

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Support

Liebe/r Datboiiii,

Deine Situation klingt sehr besorgniserregend. Sprich bitte unbedingt mit einem Menschen darüber, dem Du vertraust. Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder auch eine Vertrauensperson aus der Schule sein. Du kannst Dich zudem jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Dort ist rund um die Uhr jemand erreichbar und Du hast die Möglichkeit, ein anonymes und vertrauliches Gespräch zu führen. Telefon: 0800/1110111 oder 0800/1110222 (gebührenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz). Zögere im Notfall bitte nicht, den Notruf 112 zu wählen!

Herzliche Grüße

Renee vom gutefrage-Support

11 Antworten

Das ist natürlich eine Menge Belastung!


Ich würde aber trotzdem weiter nach der richtigen Therapie suchen!

Ich habe hier schon öfter geschrieben, dass bei mir mehrere Therapieansätze nichts gebracht haben (waren allerdings auch nicht so tragische Probleme). Kürzlich hatte ich unverhofft ein Gespräch mit einer Therapeutin, der ich von meinen Erfahrungen und Schlussfolgerungen, dass Therapie bei mir nicht greifen würde, erzählte und die mir eine ganz andere Sichtweise vermittelte und erklärte, wo es da gehapert hatte (ich war zu autoritätsgläubig und habe es nicht geschafft, den Therapeuten meine Vorstellungen und Empfindungen bei ihrem Vorgehen zu vermitteln).

In dem ganzen Text fällt mir die Sache mit der Ausbildung auf. Wie ist denn euer Familienverhältnis, wenn deine Mutter meint, dass du deine Ausbildung abbrechen musst, um einen Welpen zu betreuen?! Da hätte man keine andere Lösung gefunden wie Hundebetreuer, Nachbar, der in Rente ist oder so?

Du schreibst dann in deinen Lebenslauf "erste Ausbildung abgebrochen wegen Welpenbetreuung"?! Und deine Mutter kam nicht auf die Idee, dass diese Forderung ihrerseits vielleicht etwas überzogen wäre?

Wenn ich das lese, frage ich mich halt, wie die restliche Beziehung zu ihr verläuft!

Mir scheint, dass deine Mutter selbst massive Probleme hat. 


So, jetzt der unprofessionelle Rat: 

Suche dir eine WG!

Ich hatte selbst immer Probleme mit der Familie, wurde dort klein gehalten und in Angst, in der Welt zu versagen und dann "rausgeworfen". Ich bin dann sehr spontan in eine WG gezogen, was ich mir überhaupt nicht zugetraut hätte und war begeistert, dass ich auch "alleine" und selbstständig leben konnte, keine Probleme mit den Mitbewohnern hatte (kannte auch von früher Mobbing und das Gefühl, mit Gleichaltrigen nie klarzukommen), dass die ganzen Ängste, die mir eingeredet worden waren, gar nicht begründet gewesen waren.

Die Zeit in der ersten WG hat mir unheimlich viel Auftrieb gegeben und mir gezeigt, dass mir Ängste massiv eingeredet worden waren (ich musste z.B. jeden Tag zu Hause anrufen, wenn ich nach 21 Uhr einkaufen war, hatten meine Eltern Angst um mein Leben usw.). Ich war in einer WG mit völlig fremden (zusammengewürfelt vom Studentenwerk) und bis auf eine Mitbewohnerin sind alle 9 Mitbewohner (nicht auf einmal)  gut miteinander ausgekommen und waren tolerant anderen gegenüber (die Ausnahme schloss sich selbst mit Freunden in ihrem Zimmer ein, keine Ahnung, warum).

Insbesondere merkte ich halt auch, dass es gut tat, mal von meinen Eltern weg zu sein aus unterschiedlichen Gründen. Interessanteweise war mir vorher immer eingeredet worden, dass ich eher störe und nun wollten sie, dass ich unter einem Vorwand jedes WE nach Hause komme, eben jeden Tag anrufe usw.

Außerdem: Suche dir in deiner Gegend und online JEDEN denkbaren Ansprechpartner, bis du einen gefunden hast, mit dem du gut klarkommst. Also Psychotherapieforen und ähnliche Seiten, Sorgentelefon, Beratungsstellen, Ärzte etc. Ich hatte zweimal ein sehr gutes Gespräch mit der Uni-Psychologin, die also eigentlich nur Ansprechpartner für Prüfungsängste etc. war und keine Therapie durchführte, mir aber wirklich sinnvolle und praktische Tipps mitgab. Manchmal reicht auch erst mal ein kurzes Gespräch als Anstoß für Veränderungen und veränderte Wahrnehmungen. Informiere dich auch, ob du für betreutes Wohnen in Frage kommst. Dort hättest du ausdrückliche Unterstützung sowohl im Alltag (Haushalt etc.) als auch psychisch und immer einen Ansprechpartner.

Am Schluss noch ein seltsam klingender Rat: Versuche mal, mehr Sport zu machen und vielleicht einer Hobbygruppe (Kurs, Forentreffen etc.) beizutreten. Sport entspannt. Hobbys lenken ab und bringen Leute zusammen. Man hat dann gleich ein Gesprächsthema. Die meisten Menschen ohne entsprechende Ausbildung oder Vorerfahrung sind mit Gesprächen über Biografien wie deine überfordert. Evtl. hat auch deine Freundin deshalb so reagiert. In einer Hobbygruppe kann man ein bisschen abschalten und muss nicht über Privates reden und bekommt halt den Kopf etwas frei.

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Kommentar von Datboiiii
10.08.2017, 22:57

naja meine mutter schnauzt mich nur wegen allen voll. Ihr ist es gleichgültig was aus mir wird. ich könnte einfach tot umfallen und es würde sie nicht interessieren und das hat sie mir oft genug gesagt. hobbys sind oft mit freunden was machen. bin auch bei der freiwilligen feuerwehr aber das alles ist auch schön aber nicht wenn man jeden abend immer in den selben terror und den ganzen müll zuhause wieder zurückkehren muss. das zieht die laune egal wie gut sie ist oft sehr schnell sehr runter. In der Bewerbung ist das Jahr dann ein jahr als ausbidungssuchend gemeldet. hatte danach auch nochmal eine ausbildung aber wollte was anderes machen. das ding ist das meine Mutter mir sagte das wenn ich in meiner Ausbildung bin sie mir 200€ wohn und verpflegungskosten berrechnet.. was einerseits ja ertragbar klingt. ich das aber gleichzeitig echt fies finde.

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Was Du durchmachen musstest bisher ist wirklich schlimm und daß das nicht einfach zu verarbeiten ist, kann man sich vorstellen.

Vielleicht würde es Dir helfen, Stück für Stück ein neues Leben zu beginnen. Da Du offensichtlich noch bei Deiner Mutter wohnst, wäre das schon eine Sache, die Du selber in die Hand nehmen könntest. Sie tut Dir nicht gut, somit würde ich einen Auszug in Betracht ziehen. In eine WG oder zu Deinem Vater, mit dem Du ja ein gutes Verhältnis hast. Zudem würde ich das Thema Lehre wieder aufgreifen. Sollte sich nicht so rasch etwas ergeben, ist ein Job eine Möglichkeit, um überhaupt erst einmal Fuß zu fassen.

Was all die anderen Dinge angeht könnte Dir vielleicht eine aktive Gegenarbeit helfen. Mithilfe in einem Tierheim, um anderen Tieren zu helfen. Teilnahme in einem Verein gegen Gewalt. Aufgaben, die im Zusammenhang mit Deinen Erlebnissen stehen, um diese durch positive Erlebnisse leichter ertragbar zu machen.

Du kommst da wieder raus. Und ich wünsche Dir dafür viel Kraft!

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Selbstmord ist eines der behindertsten Dinge auf der Welt auch wenn es oft als einziger Ausweg erscheint...aber wenn du selbstmord begehst  dann überträgst du den Schmerz nur einer anderen Person in diesem Fall deinem Vater...hat er den ganzen scheiß nur überlebt damit er sich anhören darf das sein Sohn selbstmord begangen hat? Nein...du bist  19 und hast verdammt  viele Optionen ok...du hattest Pech in der Liebe...passiert jedem mal...du hattest einen scheiß Stiefvater aber hast ihn überstanden...deiner Mutter ist es egal wenn du Stirbst? Ist sie dann wirklich deine Mutter? Du könntest einfach wieder eine Ausbildung machen...da du im Moment glaub ich bei deiner Mutter wohnst könntest du ja zu anderen Verwandten ziehen z.B Oma/Opa. Dann machst du deine Ausbildung, hilfst deinem Vater...wenn du deine Ausbildung fertig hast suchst du dir einen Job...dann stehst du in 2-3 Jahren auf eigenen Beinen. Du wirst auch schon noch eine Freundin finden die dich liebt :) Ich weiß aus Erfahrung das das alles schwer zu verkraften ist aber gib niemals auf :) Das leben ist das wertvollste was es gibt

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bitte, tu dir den Gefallen und schmeiß dein Leben nicht weg!

und danach tu dir den gefallen und hau ab von deiner Mutter!!! Geh weg von diesem belastenden Umfeld, nur dann kannst du mit allem irgendwann, ich sage nicht das es schnell geht, abschließen und glücklich werden. du wirst im Leben noch die richtigen Menschen treffen.

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Dann tu etwas! Nichts ändert sich, wenn man nix anderes tut als jammern. Ich wurde auch geschlagen als Kind, in ein Heim für Schwererziehbare gesteckt, etc. etc. Heute hab ich alles was ich mir nur wünschen kann, und glaub mir, es wurde mir nicht einfach geschenkt. 

„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“
(Albert Einstein, 1879–1955)

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Eigentlich schimpfe ich gerne gegen Egoisten, aber du solltest endlich mal an dich denken.

Du musst nicht für die Probleme deiner Mutter gerade stehen. Wenn sie Hunde will, dann sind es ihre und nicht deine. Mach eine Lehre, am Besten weit weg. Du bist volljährig, also kannst du frei in die Welt gehen.

Schreiner und Tischler gehen auf Wanderschaft. Ein soziales Jahr im Ausland, oder schlicht die Bundeswehr.

Nimm dein Schicksal selber in die Hand. Wenn du Tiere willst, dann erst, wenn du ihnen auch ein gutes zu Hause geben kannst.

Also los, hoch den Arsch und schmiede dein Schicksal.

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Kommentar von Datboiiii
10.08.2017, 22:45

danke dir. ich bin lange am überlegen unzuziehen. mein vater allerdings hat nicht genug platz und selber in eine wohnung ist ein großer schritt.. ich hab davon keine ahnung, kein geld außer das was mir mein Vater immer mal gibt damit ich mir selber sowas wie Klamotten oder Fahrkarte kaufen kann. bafög meinte auch nö da ich bei meiner mutter lebe und somit eigentlich für mich gesorgt ist.

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Kommentar von Datboiiii
10.08.2017, 22:47

bin dazu seit nem Jahr ausbildungssuchend. aber es ist schwer da meine mutter mir immer das internet auschaltet wenn sie pissig ist.

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Wenn du ne Wohnung hast dann lad mal nen Kumpel ein oder treff dich mit ihm und rede mit ihm über alles... das hilft mehr als du denkst...

Treff dich dann weiterhin mit ihm und laber einfach nur mit ihm... besuch vllt. deinen dad noch ab und zu mal im krankenhaus und such am besten auch ne arbeit :)

Arbeit ist wirklich die beste ablenkung!

Viel Glück und Mfg :)

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Jammern ändert nichts. Das du mit 19 Jahren schon wirklich mal eine Therapie gemacht hast, bezweifel ich.

Mir ist auch nicht klar, warum du wegen einem Welpen deine Ausbildung abgebrochen hast, das ergibt keinen Sinn.

Such dir eine neue, zieh aus und krieg dein Leben auf die Reihe. Keiner hat das perfekte Leben, jeder muss mit Leid klar kommen, aber es ändert sich nichts, wenn man einfach abwartet und sein Leben beklagt.

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Kommentar von Datboiiii
10.08.2017, 22:31

ich wurde dazu gezwungen zuhause zu bleiben. Meine mutter meinte sie tut so viel für mich da kann ich auch mal was für sie tun und andernfalls würde sie auch nichtsmehr für mich tun. Und nein eine Therapie hatte ich noch nicht aber der Vater einer Freundin ist Therapeut und ich durfte mich wann ich wollte mit ihm unterhalten.

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Kommentar von Datboiiii
10.08.2017, 22:37

hab auch gesagt das es keine therapie war. aber ein mensch der sich auskannte. und ein mensch dem ich vertraute.

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Gut dann sage ich dir mal was! Entweder du gehst in die Therapie oder du bringst dich um... nur ein wahrer Mann steht nach einem Schlag in die Fresse wieder auf und nur ein Opfer bringt sich selbst um weil es "nicht viel mehr aushält" mir ist es ebenfalls egal ob du stirbst oder nicht die Therapie könnte DIR helfen niemanden sonst nur DIR. Mach es oder stirb deine Entscheidung aber etwas wertvolleres als das Leben gibt es nicht ich hoffe du weißt das...

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