Ich habe meinen Hund eingeschläfert?

10 Antworten

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Hallo KoM0004

Ich kann deine Empfindungen gut nachvollziehen. Ich habe nacheinander 2 Labrador-Hündinnen gehabt. Die erste hatte bereits mit 9 Jahren Nierenversagen und litt unter der immer höheren Harnstoffkonzentration im Blut. Ich habe sie möglicherweise etwas zu spät einschläfern lassen. Die zweite Hündin wurde von meiner Frau viel zu oft mit Leckerlis belohnt, hatte Übergewicht und hatte mit gut 11 Jahren einen Schlaganfall, war dadurch gelähmt. Sie war vorher schon taub geworden. Nach dem Schlaganfall habe ich auch diese Hündin einschläfern lassen.
Ich war beim Einschläfern jeweils dabei und habe die Hündinnen bis zum Eintritt des Todes gestreichelt. Sie hatten keine Schmerzen und sind ganz ruhig eingeschlafen. Das hat mich ein wenig getröstet. Dennoch habe ich mich nicht wohl gefühlt, habe mir aber gesagt, dass es für sie die beste Lösung war.

Wie mir meine Mutter erzählt hat, hat ein Pfarrer einmal bei einer Beerdigung gesagt: "Wenn wir um einen Verstorbenen trauern, dann bedauern wir nicht ihn, er hat alle Leiden überstanden, sondern uns selbst, weil wir ihn verloren haben." So ist das auch bei Haustieren.

Auf Sterbebildchen liest man oft den klugen Spruch: "Schöne leuchtende Tage! Nicht weinen, dass sie vergangen, sich freuen, dass sie gewesen!"

Das Beste, was man tun kann, ist, sich an die schönen Tage und Erlebnisse mit dem Hund zu erinnern. So lebt er in unseren Gedanken noch weiter fort und ist so (für unser Empfinden) immer noch bei seinem geliebten "Herrli".

Vor jetzt genau 8 Jahren habe ich auch meine Frau verloren, vor 2 Jahren meinen besten Freund und seine Frau. So ist das Leben. Wenn man alt wird, muss man an einer langen Reihe von Gräbern von Verwandten, Bekannten, Freunden und von Haustieren entlang gehen. Es ist ein fortwährender Verlust, ein laufendes Abschied-nehmen, das uns bis zum eigenen Tod begleitet. Dennoch sollten wir die Tage, die uns noch geschenkt werden, dankbar und mit Freude annehmen.

Es grüßt HEWKLDOe.

Ich war beim einschläfern auch dabei. Sonst kriegt der Hund nur unnötig Panik.

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@KoM0004

Herzlichen Dank für den Stern ("Hilfreichste Antwort"). Gruß HEWKLDOe

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@HEWKLDOe

Gerne. Deine Antwort hat mich viel fröhlicher gemacht und eigentlich auch dazu gebracht mich damit abzufinden. Mein Hund ist zwar nicht mehr als Lebewesen da jedoch in meinen Gedanken mit vielen schönen Erinnerungen und Erlebnissen. Danke HEWKLDOe.

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Bin ich dereinst gebrechlich und schwach

und quälende Pein hält ständig mich wach -

was Du dann tun musst - tu es allein.

Die letzte Schlacht wird verloren sein.



Dass du sehr traurig, verstehe ich wohl.

Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.

An diesem Tag - mehr als jemals geschehen -

muss Deine Freundschaft das Schwerste bestehen.



Wir lebten zusammen in Jahren voll Glück.

Furcht vor dem Muss? Es gibt kein Zurück.

Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei.

Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei.



Begleite mich dahin, wohin ich gehen muss.

Nur - bitte bleibe bei mir bis zum Schluss.

Und halte mich fest und red' mir gut zu,

bis meine Augen kommen zur Ruh.



Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst Du es wissen,

es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.

Vertrautes Wedeln ein letztes Mal -

Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual.



Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist,

der Herr dieser schweren Entscheidung ist.

Wir waren beide so innig vereint.

Es darf nicht sein, dass Dein Herz um mich weint.

https://www.hundeblicke.net/regenbogenbr%C3%BCcke/

Die Regenbogenbrücke

 

          Eine Brücke verbindet Himmel und Erde. Wegen der vielen Farben nennt man sie

“Brücke des Regenbogens”.

Auf dieser Seite des Regenbogens liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem, grünen Gras.

Wenn ein geliebtes Tier auf Erden für immer eingeschlafen ist, geht es zu diesem schönen Ort.

Dort gibt es immer zu fressen, zu trinken und es ist warm - es ist schönes Frühlingswetter.

Die alten und kranken Tiere sind hier wieder jung und gesund. Sie spielen den ganzen Tag

zusammen. Es gibt nur eins, was sie vermissen: 

Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf Erden so geliebt haben.

So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen, bis eines Tages plötzlich eines innehält und aufsieht:

die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf und die Augen werden ganz groß!!!

Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt förmlich über die grüne Wiese. Die Pfoten

tragen es schneller und immer schneller. Es hat Dich gesehen!!!

Und wenn Du und Dein Freund einander treffen, nimmst Du ihn in Deine Arme und hälst ihn fest.

Dein Gesicht wird wieder und wieder geküsst, und Du schaust in die Augen Deines geliebten

Tieres, das solange aus Deinem Leben verschwunden war, aber nie aus Deinem Herzen.

Dann überschreitet Ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens, um nie wieder getrennt zu sein.

Sehr treffend!

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