Ich habe meine BU, die ich derzeit aufgrund eines Wechsels zu einer anderen beitragsfrei gestellt habe. Muss ich die BU jetzt noch kündigen?

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4 Antworten

und ich bekomme dann den Versicherungswert ausgezahlt

Es sollte eigentlich keinen geben, es sei denn du hast als Überschussverwendung verzinsliche Ansammlung oder Anlage im Fonds gewählt.

Kann ich mich jetzt einfach 3 Jahre lang nicht melden und dann erlischt die BU oder sollte ich lieber kündigen?

Ich habe deine Frage so verstanden, dass du bereits eine andere BUV hast. Wenn dies der Fall ist und diese ist bedarfsgerecht, kannst du die andere kündigen.

Gar keine BUV zu haben ist allerdings riskant. Es sei denn du bist nicht auf Arbeitseinkommen angwiesen für deinen aktuellen Lebenstandard, dann kann sie weg.

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Hallo Morofino,

um deine Frage vorab zu beantworten:
Nein, es besteht keine Verpflichtung, deine bisherige Berufsunfähigkeitsvorsorge sofort zu kündigen.

Viele Versicherungsgesellschaften informieren Ihre Kunden rechtzeitig vor dem Termin, zu dem die Beitragszahlung spätestens wieder aufgenommen werden kann. Wenn du dich nun 3 Jahre nicht bei deinem Versicherer meldest, würde deine Versicherung für diese Zeit beitragsfrei laufen. Nach Ablauf der 3 Jahre erlischt dann deine Versicherung und der gegebenenfalls vorhandene Rückkaufswert wird an dich ausbezahlt. Ob bei der Kündigung ein Rückkaufswert fällig wird, ist in erster Linie von der Vertragsart abhängig. Handelt es sich bei deiner Versicherung um eine reine Risiko-Berufsunfähigkeitsversicherung, wird zum Kündigungstermin wahrscheinlich kein oder nur ein sehr geringer Rückkaufswert ausbezahlt. Bei einer Berufsunfähigkeitsvorsorge, in der zusätzlich Geld angespart wird, wie zum Beispiel bei einer Lebensversicherung mit kombinierter Berufsunfähigkeitsvorsorge, kann durch die Kündigung ein Rückkaufswert fällig werden. Die Art deines Versicherungsvertrages ist auf der Versicherungspolice für dich ersichtlich. Wie sich dein Rückkaufswert ganz genau zusammensetzt erklärt dir auch gern deine Versicherung.

Die Beitragsfreistellung kann einige Vorteile gegenüber der Kündigung für dich haben. Ich habe dazu einmal ein Beispiel für dich:
Stell dir vor, du hast dir beim Sport das Kreuzband gerissen. Da du deine bisherige Berufsunfähigkeitsversicherung bereits vor dem Unfall abgeschlossen hast, hat dieser Unfall keinen Einfluss auf die Absicherung deines bestehenden Vertrages. Diese Verletzung kann allerdings bei einem Neuabschluss zu Problemen führen. Deine neue Versicherungsgesellschaft fordert bei einem Neuabschluss der Berufsunfähigkeitsvorsorge bekanntlich Angaben zu deinem Gesundheitszustand an. Dabei werden auch Verletzungen und Unfälle abgefragt, die Einfluss auf den Beitrag und den gebotenen Versicherungsschutz haben. Deshalb kann der Kreuzbandriss aus unserem Beispiel zu einem erhöhten Beitrag oder sogar zu einem Ausschluss vom Versicherungsschutz führen.

Zusätzlich spielt das Alter beim Neuabschluss einer Berufsunfähigkeitsvorsorge eine Rolle. So kann es sein, dass deine bestehende Berufsunfähigkeitsvorsorge im Vergleich zu deiner neuen Versicherung aufgrund deines heutigen Alters einen günstigeren Beitrag für dich hatte. Selbst in der Zeit der Beitragsfreistellung würde dir die Versicherung bei einer Berufsunfähigkeit die zu diesem Zeitpunkt versicherte Rente auszahlen.

Folgendes solltest du beachten, wenn du dich zwischen der Kündigung oder der beitragsfreien Fortführung deines Vertrages entscheidest:
Erkundige dich bei deiner neuen Versicherungsgesellschaft, in welcher Höhe die Berufsunfähigkeitsversicherung maximal erfolgen darf. Bei vielen Versicherern liegt die maximale Berufsunfähigkeitsrente (den Betrag, welchen du im Falle einer Berufsunfähigkeit vom Versicherer erhältst) bei 60% - 80% des Nettoeinkommens. Wurde deine bereits bestehende Versicherung beim Neuabschluss mit eingerechnet, solltest du diese nicht kündigen, um im Falle der Berufsunfähigkeit die maximal mögliche Leistung von 60-80% des Nettoeinkommens abgesichert zu haben. Ist deine insgesamt versicherte Berufsunfähigkeitsrente aufgrund deines beitragsfreien Vertrages über der zulässigen Höhe, kann es im Falle einer Berufsunfähigkeit zu einer Leistungskürzung kommen.

Viele Grüße,
Florian vom Allianz Hilft Team

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Wenn die Überschüsse gleich zur Beitragssenkung verwendet wurden, bekommst du nichts wieder. Jedoch gibt es auch Kunden, welche die andere Art gewählt haben. Du zahlst den vollen Beitrag und bekommst die Überschüsse gut geschrieben.

Ich würde die alte BU kündigen, dann bist du mit durch.

Bei jedem Wechsel wirst du schlechter gestellt, auch wenn du denkst, daß du nun besser versichert bist. Man wechselt eine BU nicht. Denn der Beitrag berechnet sich nach dem Eintrittsalter. Mit jedem Jahr wird er höher. Du merkst es als Kunde nicht, weil dein Vermittler die Leistungen reduziert. Mach das bitte nie wieder!

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Wenn diese 3 Jahre ein Risiko getragen wird, kostet das natürlich auch Geld. Das vermindert dann die mögliche Auszahlung.

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Kommentar von Morofino
18.07.2016, 19:36

Was heißt das genau? Ich habe bereits meine neue BU, die ich auch bezahle. Im Brief stand drin, dass ich mich bis Ende des Jahres melden kann, dann kann ich ohne erneute Gesundheitsprüfung die BU wieder aufnehmen, für die Zwischenzeit besteht aber auch kein Versicherungsschutz.

Was bekommt man denn für eine Auszahlung?

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