Ich habe Lohnsteuerklasse 1 und die 6 dazugefügt und bekomme weniger Geld zurück?

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4 Antworten

Es ist richtig, beide Lohnsteuerkarten werden zusammengeworfen. Für beide zusammen gilt dann der gleiche Steuersatz, der vom Gesamteinkommen abhängt. Nehmen wir mal an, auf dein Einkommen aus Kl.1 werden 15% Lohnsteuer fällig. Was darüber hinaus ist, bekommst du zurück. (Dieser Prozentsatz ist ein Beispiel, bei dir wird das ein anderer sein). Zu dem Einkommen auf Kl.1 wird nun das aus Kl.6 hinzugezählt und auf alles wird 15% fällig. Solltest du auf Kl.6 nur eine minimale geringe Steuer bezahlt haben (weniger als 15%), dann bekommst du insgesamt etwas weniger heraus. Du bekommst quasi das, was bei Kl.1 über die 15% hinausgeht und zahlst das nach, was bei Kl.6 an den 15% fehlt. Das passiert immer dann, wenn auf Kl.6 nicht die richtige Lohnsteuer abgeführt wird sondern nur eine Pauschalsteuer bei geringfügiger Beschäftigung wie die 400€ Jobs.
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Das zweite, was sein kann ....
Anhand der Kl.1 müßtest du 15% Steuern zahlen. Du bist aber kurz vor der Grenze zur nächsten Stufe. D.h. durch die 580€ auf Kl.6 übersteigt dein Gesamteinkommen die Grenze zur nächsten Stufe, du kommst in die Progression, der Prozentsatz steigt an, - und werden dadurch plotzlich 16% Steuern fällig, und zwar auf ALLES. Und dadurch bekommst du nun nur noch das heraus, was diese 16% übersteigt, also insgesamt weniger.
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Das ist der Grund, warum man bei solchen kleinen Jobs auf Steuerklasse 6 vorher überlegen soll, ob sich das lohnt. Geht es um sog. geringfügige Beschäftigung mit einer kleinen pauschalen Lohnsteuer, dann lohnt sich das oft nicht.

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meines erachtens müsstest du auf jeden fall etwas herausbekommen, wenn du zwei einkommen hattest und das zweite mit stkl. 6 versteuert wurde. da wird in dem taxman wohl ein fehler sein. ich würde das in der steuererklärung auf jeden fall richtig angeben! zum einen bekommst du wieder was raus; zum zweiten bist du sowieso zu wahrheitsgemässen angaben verpflichtet und zum dritten ist die wahrscheinlichkeit gross, dass das finanzamt das sowieso merkt, da die von den arbeitgebern auch unterrichtet werden.

zur antwort von amiria noch ergänzend: allein durch die steuer verringert sich dein nettoeinkommen nie, wenn du brutto mehr erhältst! der höchststeuersatz liegt bei etwa 50 % - das heisst: du bekommst netto mindestens 50 % des mehrbruttos! sieht allerdings mit den sonstigen sozialabgaben ggf. dann wieder anders aus!

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Kommentar von amiria71
28.01.2009, 10:00

Zum letzten Satz: Ich meinte das so: wenn man ohne die zweite Steuerkarte auf einem niedrigeren Steuersatz eingeordnet würde und durch das zweite Einkommen in die nächste Stufe springt und sich dadurch der Steuersastz von z.b. 43 % auf 50 % erhöht.

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hm, meine erste Idee wäre, dass Du durch das Zusatzeinkommen in 6 über eine Progressionsstufe gesprungen bist und Dein Steuersatz sich erhöht hat. Das passiert manchmal, darum sind Lohnerhöhungen teilweise sogar mit einem geringeren Nettoverdienst verbunden.

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Kommentar von gromollrene
28.01.2009, 09:37

ja klingt einleuchtend, kann ich die 6 er weglassen oder merkt das Finanzamt das ?

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Deine Darstellung ist nicht ganz eindeutig.

Du würdest mehr zurückbekommen, wenn Du die zweite Lohnsteuerkarte gar nicht mit angibst? Das ist auch mit einem Sprung in die nächste Progressionsstufe nicht zu erklären, da der Steuersatz ziemlich linear und nicht sprunghaft ansteigt.

Ich würde mal auf einen Eingabefehler tippen.

Nimm Dir mal eine Steuertabelle zur Hand und schau mal nach, was bei Deinem zu versteuernden Einkommen als zu zahlende Steuer rauskommt - und vergleiche die Zahlen genau mit denen aus Taxman.

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Kommentar von Franticek
28.01.2009, 09:53

Das könnte durchaus mit einem Sprung in die nächste Progressionsstufe zusammenhängen. Auch wenn die Progression linear ist, der durch das höhere Gesamteinkommen bewirkte höhere Steuersatz geht immer auf das Gesamteinkommen. D.h. die fällige Gesamtsteuer kann sich u.U. um mehr erhöhen, als sich das Gesamteinkommen brutto erhöht.

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