Ich habe keine Angst vor dem Tod, ist das normal?

27 Antworten

Meinst du jetzt den Tod im allgemeinen, oder deinen eigenen?

Also vor meinem eigenen Tod habe ich auch absolut keine Angst, warum auch? Ich merke wenn ich Tod bin ja nix mehr. Ein bisschen Angst habe ich davor zu sterben, weil die meisten Todesarten nicht gerade angenehm sind... (das glück einfach Einzuschlafen haben wohl die wenigsten)

Eine unglaubliche Angst habe ich allerdings vor dem Tod von Menschen die mir wichtig sind...

Ich denke ob man Angst vor seinem eigen Tod hat. hängt auch immer mit der Lebenssituation zusammen. Ich bin z.B. ein ungebundener Single, und habe weder Kinder, noch will ich das jemals. Ich habe also nur für mich (und meine Frettchen) die Verantwortung.

Was anderes ist z.B. jemand der kleine Kinder hat, die ihre Eltern brauchen, ich denke da hat man dann schon mehr Angst, und wenn man der Versorger der Familie ist, und nebenbei noch das Eigenheim abbezahlt, wird es nochmal härter...

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ich habe manchmal Angst um mein Leben, da ich gerne lebe. Das bewahrt mich davor, mein Leben auf's Spiel zu setzen.

Aber ich habe keine Angst vor dem Tod, denn vom Totsein werde ich nichts merken.

"Ferner gewöhne Dich an den Gedanken, dass der Tod für uns ein Nichts ist. Beruht doch alles Gute und alles Üble nur aufEmpfindung, der Tod aber ist Aufhebung der Empfindung. Darum macht die Erkenntnis, dass der Tod ein Nichts ist, uns das vergängliche Leben erst köstlich. Dieses Wissen hebt natürlich die zeitliche Grenze unseres Daseins nicht auf, aber es nimmt uns das Verlangen, unsterblich zu sein,denn wer eingesehen hat, dass am Nichtleben gar nichts Schreckliches ist, den kann auch am Leben nichts schrecken. Sagt aber einer, er fürchte den Tod ja nicht deshalb, weil er Leid bringt, wenn er da ist, sondern weil sein Bevorstehen schon schmerzlich sei, der ist ein Tor; denn es ist doch Unsinn, dass etwas, dessen Vorhandensein uns nicht beunruhigen kann, uns dennoch Leid bereiten soll, weil und solange es nur erwartet wird!

So ist also der Tod, das schrecklichste der Übel, für uns ein Nichts: Solange wir da sind, ist er nicht da, und wenn er da ist, sind wir nicht mehr. Folglich betrifft er weder die Lebenden noch die Gestorbenen, denn wo jene sind, ist er nicht, und diese sind ja überhaupt nicht mehr da."

Epikur: Brief an Menoikeus

Ich glaube daran, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. In der Bibel steht: "Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird." Jesaja 65,17

Über Gottes Neue Welt finden sich einige Aussagen in der Offenbarung (Kapitel 21 und 22): http://www.bibleserver.com/text/SLT/Offenbarung21

Man muss nur an Gott glauben und auf Ihn vertrauen, um an diesem wunderbaren ewigen Leben in der Herrlichkeit Gottes teilnehmen zu dürfen.

Das ist der Grund dafür, dass ich keine Angst vor dem Tod habe...

Ja, es ist normal, keine Angst vor dem Tod zu haben. Vor allem, wenn man denkt, er wäre weit entfernt und nichts, was einem heute oder morgen blüht. Alle Menschen wissen, dass sie sterben müssen und trotzdem wird gelacht und gelebt. Natürlich behaupten nicht alle, dass sie keine Angst vor dem Tod haben, entweder haben sie ab und zu mal einen Moment, in dem sie vor der Vorstellung erschaudern, oder sie verdrängen es meistens. Angst hat verschiedene Facetten, Angst vor Verlassenwerden ist etwas, das jedes Kind schon unmittelbar nach der Geburt zeigt, es ist ein überlebenswichtiger Instinkt und er hat nichts mit dem Verstand zu tun. Sobald man sich alleine gelassen fühlt, reagiert man panisch und schreit mit der ganzen Kraft und Ausdauer, zu der man in der Lage ist. Später tritt eine solche instinktive Angst mehr oder weniger in den Hintergrund und macht einer rationalen Betrachtung Platz. Welche Anteile jeweils überwiegen, hängt von der Persönlichkeit aber auch von der Situation ab.

Ich habe Angst vor dem Tod.

Ich denke, ein bisschen Angst ist nicht schlecht und gehört auch zu den Dingen, die uns die Evolution mit auf dem Weg gegeben hat. Die (meisten), die keine Angst hatten, waren risikobereiter / waghalsiger und müssten sich dementsprechend eher ausgesiebt haben.

Wenn du keine Angst vor dem Tod hast, hat das allerdings den unmittelbar ersichtlichen Vorteil, dass du eine Angst weniger hast als die anderen und dass du zum Beispiel viel mehr erleben könntest, eben weil du bereit bist, gewisse Risiken einzugehen, eben weil es dir egal ist, ob du dabei drauf gehen würdest. Es gibt eine Angst weniger, die dich theoretisch davon abhalten könnte, etwas zu tun, wozu du Lust hast, es zu tun.

Keine Angst vor dem Tod bedeutet nicht gleichzeitig keine Angst vor dem Sterben zu haben ;)

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@Deamonia

Das ist richtig und weise. Dem eigenen Tod wird man nie begegnen.

Dennoch fallen Ängste Weg. Es gibt Wege, zu sterben, bei denen es ganz schnell geht. Wer davor Angst hat, dessen Angst kann sich nicht auf den Sterbeprozess beziehen.

Wenn nur die Angst vor dem Sterben vorhanden ist, aber nicht vor dem Tod, dann wird man dennoch mit einigen Dingen weniger Probleme haben als die, die sowohl vor dem Sterben als auch vor dem Tod Angst haben.

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@Suboptimierer

Das stimmt auch wieder, Fallschirmspringen ist dann z.B. kein Problem mehr (leider noch nicht gemacht, aber fest vorgenommen ^^)

Wollte das auch einfach nur mal gesagt haben, weil Sterben und Tod oft gleichgesetzt werden, genauso wie der Wunsch nie geboren worden zu sein mit dem Wunsch zu sterben gleichgesetzt wird (letzteres ist nur ein Beispiel, trifft nicht auf mich zu)

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@Deamonia

Höhenangst ist zum Beispiel eine dieser Urängste, auch wenn viele keine Höhenangst haben. Wer im Traum fällt, hat vor dem Fallen Angst und vor der Machtlosigkeit. Den Aufschlag bekommt kein Träumender mit. Vorher wacht er auf.

So wird es auch beim Fallschirmspringen sein. Wenn man aber bedenkt, wie viele Menschen jedes Jahr in den Flieger steigen, dann zeigt es, dass man Menschen über Ängste hinweg bringen kann. Zu fliegen ist normal. Falschirmspringen? Was ist wenn sich der Fallschirm nicht öffnet? Was ist, wenn dies? Was ist, wenn das?

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