Ich habe im öffenl.dienst 5 Jahre eine sogar vom Arbeitgeber bescheinigte höherwertige Tätigkeit ausgeübt.Bezahlung wurde aber abgelehnt,da kein Studium?

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5 Antworten

Hallo luckylookfun,

ich vermute mal, dass der Tarifvertrag TVÖD oder TVL zutrifft.

Im öffentlichen Dienst, gibt es für jede Entgeltgruppe eine Übersicht der jeweiligen Tätigkeitsmerkmale.

Da kannst du nachlesen, wann eine Höhergruppierung möglich ist. Wenn alle Voraussetzungen zutreffen, hast du einen Rechtsanspruch darauf.

Wenn nicht - kannst du lediglich um eine Zulage bitten.

Daher empfehle ich allen ÖD-Angestellten sich den entsprechenden Tarifvertrag + Übersicht der Tätigkeitsmerkmale zu kaufen, damit sie sich die entsprechenden Vorschriften  ansehen können.

https://www.walhalla.de/%C3%B6ffentlicher-dienst-&-verwaltung/tv%C3%B6d-jahrbuch-kommunen-2016.produkt.html

Und eine Ausgabe von 28,00 € sollte man sich leisten können.

Ja, nennt sich fehlen der subjektiven Voraussetzung. Da es dein Vorgänger war, hast du noch nicht mal Anspruch auf die Zulage, die sich aus der Vertretung ergibt. Rückwirkend wird da sowieso nichts mehr gehen, du hättest vielleicht eine Chance gehabt, wenn du nach 5 Monaten Antrag auf tarifgerechte Eingruppierung gestellt hättest. Im Fall der Ablehnung zu diesem Zeitpunkt hättest du dir überlegen können, ob du klagst oder die Tätigkeit wieder abgibst. :-(

Hallo!

Der § 14 Abs.1 sagt dazu folgendes:

"Wird Beschäftigten vorübergehend eine andere Tätigkeit übertragen, die den  Tätigkeitsmerkmalen einer höheren Entgeltgruppe entspricht, und wurde diese  Tätigkeit mindestens einen Monat ausgeübt, erhalten sie für die Dauer der Ausübung eine persönliche Zulage rückwirkend ab dem ersten Tag der Übertragung  der Tätigkeit."

Und da hier von "rückwirkend" die Rede ist, ist der Fall für mich klar.

Ich drücke dir die Daumen, dass du noch was rausholen kannst.

Lg

Ja, das ist so. Geld hast Du ja bekommen, also nicht umsonst gearbeitet. Ist doch bei den Kommunen gang und gäbe: Da muss man z.B. einen Job wie Amtsleiter kommissarisch über Jahre ausführen, weil der Amtsinhaber gegangen ist, bekommt aber nie das volle Gehalt und dann wird der Job neu ausgeschrieben und jemand Externes, der angeblich besser qualifiziert ist, kriegt ihn. Alte Geschichte.  

Du hättest mal gleich deine Stelle neu bewerten lassen sollen.

Im Nachhinein Ansprüche geltend zu machen ist immer schwierig.

Lass dich von einem Anwalt für Arbeitsrecht beraten.

Apolon 24.02.2017, 18:25

Du hättest mal gleich deine Stelle neu bewerten lassen sollen.

Weshalb? - Da sollte man schon die Tätigkeitsmerkmale nachlesen und dann kann man auch selbst erkennen, was notwendig ist.

Lass dich von einem Anwalt für Arbeitsrecht beraten.

Der kann auch nicht mehr wie im TVÖD oder TVL nachlesen.

Nur kostet er zusätzlich Geld das man nicht ausgeben muss.

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