Ich habe heute einen Verrechnungsscheck bekommen?

6 Antworten

schau mal zunächst was auf dem Scheck steht. Zahlen sie an oder Überbringer heißt das es ein Inhaberscheck ist. Der kann von jedem vorgelegt werden. Dennoch kann es sein das auf der Rückseite die Unterschrift Deiner Partnerin verlangt wird. Das hat rechtlich keine Bedeutung, erleichtert der Bank aber die Rückbelastung, falls keine Einlösung erfolgen sollte. Sie sollte besser in der Mitte hinten unterschreiben, falls die Bank doch noch Deine Unterschrift haben will, die sollte dann über ihrer Unterschrift sein. Dies ist aber rechtlich nicht notwendig. Dennoch verhalten sich viele Bankleute so, als wäre ein Inhaberscheck ein Orderscheck. Bei Orderscheck gehören hinten ohnehin beide Unterschriften drauf. Erst Deine und dann die der Einlöserin.

Ich empfehle Euch den Scheck n i c h t bei der Bank einzulösen, die Dein Konto abgelehnt hat. Es könnte sonst der Eindruck entstehen, Deine Freundin macht Geldgeschäfte für Andere und das ist verboten. Die Bank weiß ja, das Du dort abgelehnt wurdest. Besser woanders und Deine Freundin sagt, falls Nachfrage kommt, sie hat den Scheck von Dir bekommen, weil sie Deine Einkäufe bezahlt hatte. Dann ist es ihr Scheck und daher legal.

Du musst nur den Verrechnungsscheck indossieren.

Auf die Rückseite schreiben:

Weitergegeben an Frau Anja Mustermann.

Datum Unterschrift, dann kann sie ihn gutschreiben lassen, außer es wäre ein Orderscheck (mit Roter Linie an der Seite).

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung

Huch?

Meine Erfahrung sagt, dass ein Inhaberscheck (Orderschecks haben die meisten wohl noch nie zu Gesicht bekommen) ohne Indossament von jedem eingelöst werden kann. Und mein angelesenes Wissen sagt, dass mit Indossament auch ein Orderscheck von jemand anderem eingelöst werden kann.

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@TomRichter

Du hast Recht, der normale Scheck ist das Überbringerpapier "an ......, oder Überbringer als Text."

Der normale Orderscheck ist "an , oder eigene Order."

Ich meinte den Scheck ohne Orderklausel. Der ist extrem selten, ist aber früher gebräuchlich gewesen, um Mißbräuche zu verhindern, wenn die Schecks versandt wurden.

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Der Betrag auf einem Verrechnungsscheck wird auf einem Konto gutgeschrieben, du bekommst es nicht sofort.

Nach einer Frist von ein paar Tagen (falls der Scheck zurückgezogen wird oder keine Deckung auf dem bezogenen Konto ist) kann deine Partnerin das Geld holen.

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