Ich habe gelesen, dass Erzieher auch nebenberuflich in die Rentenversicherung einzahlen müssen. Gilt das nur für Tagesmütter oder auch für selbstst. Babysitter?

4 Antworten

Grundsätzlich sind auch selbstständige Erzieherinnen, zu denen auch die Tagesmütter gehören, rentenversicherungspflichtig. Dies gilt nur dann nicht, wenn man mindestens einen sozialversicherungspflichtigen Angestellten hat. Es ist dabei egal, ob es ein Nebenberuf oder ein Hauptberuf ist, die Rentenversicherungspflicht kennt hier grundsätzlich keine Unterscheidung.

Aber:

Beträgt der Jahresgewinn aus dieser Tätigkeit maximal 5.400 €, ist diese Tätigkeit versicherungsfrei (heißt: Keine Beitragszahlpflicht), da geringfügig. Sobald der Gewinn aber vorausschauend auf über 5.400 € je Jahr steigt, entfällt die Versicherungsfreiheit und Sie müssten tatsächlich Rentenpflichtbeiträge zahlen.

Besonderheiten gelten auch, wenn bereits ein "klassicher" Mini-Job ausgeübt wird.

Das Thema ist recht komplex, es gibt im Einzelfall viele Gestaltungsmöglichkeiten und Dinge, die man beachten kann/muss. Ich möchte dazu raten, dass Sie sich unabhängig (also nicht von der Deutschen Rentenversicherung) beraten lassen, zum Beispiel von einem unabhängigen Rentenberater. Das kostet zwar eine Beratungsgebühr, jedoch wird es noch viel teurer, wenn im Zweifel die Deutsche Rentenversicherung irgendwann einmal die Rentenbeiträge nachfordert.

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Nachtrag:

Wenn man nur als Babysitter tätig ist, könnte es möglich sein,
dass keine Rentenpflicht besteht, da ein Babysitter kein Erzieher in
diesem Sinne ist sondern "nur" Aufsichtsperson (Babys können noch nicht in dem Maße "erzogen" werden).


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Nein das musst du nicht! Ich hatte oft ( Erzieherin) freiberufliche Nebentätigkeiten! Du musst nur beim Finanzamt melden und zahlen, alles andere ist freiwillig

übst du das als Minijob nebenher aus ?

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Nein, selbstständig nebenberuflich.

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@Kerstinx

dann kann ich es dir leider nicht sagen. aber ruf doch einfach mal bei deinem RV Träger an und frag die Fachleute :)

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Selbstständig bleiben und schulische Ausbildung anfangen

Hallo,

Ich habe zu meiner Frage leider noch keine befriedigende Antwort gefunden. Ich bin hauptberuflich selbstständig und möchte nächstes Jahr eine schulische Ausbildung anfangen. Da ich von zuhause aus arbeite, plane ich dann nach der Schule 5-6 Stunden und dann noch am Wochenende zu arbeiten in meiner jetzigen Tätigkeit.

Staatliche Leistungen (Kindergeld etc) fallen bei mir weg, da ich bereits 25 bin. Meine selbstständige Tätigkeit will ich nicht aufgeben, da ich ja davon meinen Lebensunterhalt bestreiten muss, mit allen Kosten, die eben anfallen. Für Bafög und andere Zuschüsse verdiene ich zu viel.

Da ich erst im Oktober 2014 die Ausbildung plane habe ich mich noch nicht weiter an dieser Schule erkundigt.

Was gilt denn dann als Haupttätigkeit? Die Ausbildung oder mein Gewerbe? Wahrscheinlich das, womit man am meisten Zeit in der Woche verbringt. Als Nebengewerbe kann ich es nicht eintragen lassen, da ich in der Woche mehr als 15 Stunden weiterarbeiten werde in meiner jetzigen Beschäftigung. Oder ist die Stundenanzahl nicht relevant? Ich meine, wer soll das schon überprüfen, wenn ich immer noch mehr Zeit mit der Ausbildung verbringe. Dann könnte man das Hauptgewerbe ja trotzdem als Nebengewerbe runterstufen lassen, falls das ginge. Wenn die Ausbildung als Hauptbeschäftigung gilt, muss ich mich dann weiterhin selbst Renten- und Krankenversichern oder geht das von der Schule aus? Ich weiß nicht, wie die Versicherungslage bei schulischen Ausbildungen ist, denn in betrieblichen wird das ja vom Arbeitgeber übernommen. Als Selbstständige zahle ich im Moment ca 343 € in meine gesetzliche Kasse und habe eine private Rentenversicherung. Wäre schon gut für mich, wenn das dann wegfallen würde.

Geht das überhaupt? Weil ich kann mir schwer vorstellen, dass man gleichzeitig ein Vollzeitgewerbe und eine Ausbildung betreiben kann. Ich kenne die Rechtslage nicht.

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Hallo! Mein Sohn (4 1/2) ist seit 1 1/2 Jahren bei der Logopädie. In letzter Zeit mit sehr geringen Erfolg, was auch seine soziale Kompetenz sehr beeinträchtigt.

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Details:

  • habe im September 14 Tage zu je 8 Std. zu je 8.50€ gearbeitet
  • derzeit einzige Beschäftigung
  • habe im Juni schon mal 4 Tage dort gearbeitet, damals wurde mir gar nichts abgezogen
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