Ich habe gekündigt...und nun ein großes Problem...?

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7 Antworten

Du forderst Deine Chef jetzt schriftlich auf den Dir zustehenden Lohn vom Juni bis zum......(Frist von ca. 7-10 Tagen setzen) zu bezahlen.

Dann schreibst Du dazu, dass Du davon ausgehst dass sowohl Dein Lohn vom Juli wie auch die Urlaubsabgeltung für die nicht genommenen Urlaubstage pünktlich bezahlt werden.

Schreib ihm dass Du, sollte bis zum angegebenen Termin kein Zahlungseingang zu verzeichnen sein, Klage beim Arbeitsgericht einreichst. Oft reicht das um einen zahlungsunwilligen AG umzustimmen.

Falls nicht, Klage kannst Du bei der Rechtsantragstelle des Arbeitsgerichts einreichen. Bei der Klageformulierung hilft man Dir und das ist kostenlos. Du solltest aber beachten, dass es keine Rechtsberatung gibt. Ein Anwalt ist für die erste Instanz nicht vorgeschrieben.

Die Kosten für den Rechtsanwalt, falls Du einen beauftragst, trägt übrigens jede Partei für sich, egal wie es ausgeht.

Außerdem solltest Du jetzt mal darüber nachdenken für die Zukunft eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen und/oder Gewerkschaftsmitglied zu werden. Die Gewerkschaft hilft Dir auch, berät Dich und stellt Dir bei Bedarf juristische Hilfe an die Seite.

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Kommentar von Hexle2
02.09.2016, 22:47

Danke fürs Sternchen

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Schreibe Deinem ehemaligen Chef einen Brief (am besten per Einschreiben), in dem Du auf Deine rechtlichen Ansprüche aufmerksam machst und im Notfall juristische Konsequenzen ziehst, wenn er innerhalb einer gegebenen Frist nicht Deine berechtigten Forderungen begleicht. Übrigens gibt es durchaus  Rechtsanwälte, die für Dich die Sache lösen, wenn Aussicht auf Erfolg besteht. Und dann gibt es auch noch die Waage e. V. - Zentrum für Konfliktschlichtung. Habe leider nur den Link für Hannover gefunden:

http://waage-hannover.de/waage/

Vielleicht gibt es solche Möglichkeiten auch in Deiner Wohngegend.

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Den zustehenden Lohn vor dem Arbeitsgericht einklagen. Dazu ist auch kein Anwalt nötig, denn vor dem AG gibt es (genau aus diesem Grund) keinen Anwaltszwang (auch wenn ein Fachanwalt sicher die beste Option wäre). Du kannst die Klage bei der Rechtsantragsstelle des zuständigen Arbeitsgerichts kostenlos formulieren und einreichen lassen.

Allerdings: KG ist keine Leistung des Arbeitgebers - sofern also die Kündigung zum 30.6. erfolgte, bestünde der Anspruch auf KG gegen die Krankenkasse, nicht gegen den AG. Und KG muss immer beantragt werden, das gibt es nicht automatisch.

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Kommentar von Dunkerjinn
28.07.2016, 13:02

Mit "Krankengeld" - so vermute ich mal - ist hier die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gemeint!

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Geh zum Arbeitsgericht.Die schreiben Deinem Arbeitgeber einen Brief.Dafür und für die 1.Instanz brauchst Du keinen Anwalt und es entstehen Dir keine Kosten.Ebenso steht Dir ein Arbeitszeugnis zu, achte auf die Formulierung-auch die kannst Du ggf. einklagen. Lass Dir nichts gefallen. Beim Arbeitsgericht kenne sie diese Geschichten zur genüge.Viel Erfolg.

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"..bin seit dem 22.6. krankgeschrieben... fange am 1.8. bei einer neuen Firma an.."

Das klingt nicht so gut und auch wenn Du wirklich krank bist, werden das trotzdem viele sicher anzweifeln, ggfs. auch dein (Ex)Chef!

Ich bin ja immer dafür ein Arbeitsverhältnis korrekt zu beenden, soll heißen bis zum letzten Tag nach besten Wissen und Gewissen (wie man so schön sagt) am Arbeitsplatz zu erscheinen und zu agieren.

(Man sagt auch "man trifft sich im Leben immer zweimal" und ob Du es glaubst oder nicht, ich habe das schon erlebt und meine Frau auch und in allen Fällen hat es sich ausgezahlt. Aber das nur am Rande!)

Du hast natürlich deine Ansprüche und im Zweifel wirst Du sie durchfechten müssen. Die Kostenverteilung bei arbeitsrechtlichen Streitigkeiten sind anders als bei anderen Gerichtssachen, in vielen Fällen muss in der ersten Instanz jeder seine Kosten tragen.

In deinem Fall, da es um ausstehende Forderungen geht, wird wohl der "Verlierer" die Kosten tragen  müssen!


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Kommentar von Maximilian112
28.07.2016, 13:37

Kostenübernahme durch den Verlierer gibt es beim Arbeitsrecht in der 1. Instanz nicht. Ansonsten müßten AN die teuersten Anwälte zahlen die sich der AG nimmt.

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Es ist zwar Schlimm aber du bist erst berechtigt die Arbeit nieder zu legen wenn du 4 Wochen nach der Letzten Gehaltsauszahlung immer noch kein Geld bekommen hast. Also ist dein Chef im recht traurig aber wahr also kannst du dir den Anwalt sparen. Willst du aber immernoch einen Anwalt einschalten versuch es mit Gerichtskostenbeihilfe, dazu musst du auf die Stadtverwaltung und dort einen Antrag holen dann musst du noch einen Anwalt finden der damit einverstanden ist. 

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Kommentar von FordPrefect
28.07.2016, 13:18

Wo bitte steht da im OP irgendwas von "Arbeitsniederlegung"?

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Krankengeld wird erst ab der 8ten Krankheitswoche gezahlt!

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