Ich habe für einen Kunden eine Homepage gemacht, und dieser möchte nicht bezahlen. Ist es legal ein Popup zu platzieren das auf die offene rechnung hinweisst?

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4 Antworten

Hallo,

wenn du ein Popup platzieren willst, dann hast du doch auch noch Zugang zur Internetseite und zum Server.

Warum nimmst du sie nicht einfach ganz vom Netz und löscht die Daten auf dem Server?

Erst dann, wenn er bezahlt hat, stellst du sie wieder online.

Dieser Rat natürlich vor dem Hintergrund, dass du alles zu seiner Zufriedenheit erledigt hast, ihm nicht mehr als vereinbart in Rechnung gestellt hast, usw.

Viele Grüße

Michael

Nur vom Netz nehmen würde darin resultieren, dass er sich einen anderen sucht der ihm seine Seite auf einer anderen Domain einrichtet. Siehe kommentare unten.

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@loggableim

Machst du das Ganze neben- oder hauptberuflich?

Ich habe mich vor 2 Jahren selbständig gemacht und renne auch der ein oder anderen Rechnung hinterher. Das ist leider fast normal geworden.

Ihn öffentlich auf seiner eigenen Seite anprangern halte ich für fragwürdig. Der Schuss könnte nach hinten losgehen.

Und was würde ihn davon abhalten, wenn du ihn mit Anprangern verärgerst sich auch jemand anderen zu suchen?

Wenn ihm am dem jetzigen Domain-Namen so wenig liegt, dann hat er Sinn und Zweck des Onlinemarketings eh nicht verstanden.

Versuch einfach nochmal mit ihm zu reden und herauszufinden, warum er nicht bezahlt. Vielleicht ist er ja wirklich mit etwas unzufrieden und das kann in dem Gespräch geklärt werden.

Wenn das auch nichts hilft, musst du wohl den offiziellen Weg bestreiten und einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragen.

Oder geh ihm mit E-Mails und Anrufen auf den Nerv bis er zahlt. Keiner kann dir verbieten anzurufen und zu fragen, wann deine Rechnung bezahlt wird.

Viele Grüße

Michael

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@19Michael69

Aktuell noch nebenberuflich, bin am Sprung zur selbstständigkeit.

Dabei handelt es sich um eine lächerlich geringe Summe, unter 500 Euro.

Und das bei einem Unternehmen mit einem Umsatz von geschätzt 15.000 Euro monatlich.

Ich will eigentlich nur meinen rechtlichen Spielraum auslotsen. Nachdem ich registrar der domain, besitzer des server, und vermieter der website bin. Ausserdem besitze ich jegliches geistiges Eigentum an der Website, da ich sowohl Texte als auch Bilder selbst geschrieben/fotografiert, bzw. die Lizenzen für die Bilder besitze.

Vermutlich werde ich folgend vorgehen:

  1. Mahnung, 2. Mahnung,

Die Domain lasse ich weiterlaufen bis ich einen Käufer gefunden habe. Sie hat (dank mir) super rankings, und jeder in der direkten Konkurrenz meines Kunden würde sich über die Website freuen. Es handelt sich um eine Keyword Domain, ohne Markenbezug, so dass diese von jedem anderen Unternehmer in der selben Branche direkt übernommen werden kann.

nicht die feine englische, aber mein kunde versucht mich zu erpressen indem er meint entweder billiger oder er bezahlt garnicht. Vielleicht ist es etwas kindisch von mir, und vmtl auch etwas unreif, aber diese Genugtuung, sollte er nicht zahlen, lasse ich mir nicht nehmen^^ Ich glaube mein Kunde ist sich nicht bewusst dass ich am längeren ast sitze...

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@loggableim

Das ist ja echt eine Lachnummer. Die wenigsten wissen den Aufwand eine ordentliche und gut strukturierte Internetseite zu erstellen zu schätzen.

Zeige ihm auf, wie viele Stunden du daran gearbeitet hast und werfe ihm den (wohl niedrigen) Stundenlohn um die Ohren. Frage ihn, ob er dafür arbeiten würde.

Das alles am besten persönlich und in dem Gespräch übergibst du ihm auch gleich die Zahlungserinnerung / Mahnung.

Eine 2. Mahnung würde ich nicht senden. Das ist nicht erforderlich. Dann gleich der nächste Schritt: entweder Mahnverfahren oder alles vom Netz nehmen.

Welchen Schritt du gehst, musst du entscheiden. Bedenke aber, dass er bei Miete ja in absehbarer Zeit von dir wieder eine Rechnung bekommt. Dann fängt der ganze Ärger von vorne an.

Auch ob sich bei einem Mahnverfahren der Aufwand und die Gefahr, dass das Ganze als Klage vor Gericht landet oder du auf den Kosten des Mahnverfahrens sitzen bleibst, für dich lohnt, musst du für dich prüfen.

Erst einmal musst du mit den Gerichtskosten in Vorkasse gehen.

Auch musst du unter Umständen die Rechtmäßigkeit der Forderung nachweisen.

Der Schuldner hat das Recht dem Mahnbescheid zu widersprechen. Erst wenn er das nicht macht, kannst du einen Vollstreckungsbescheid beantragen.

Falls du dich wirklich selbständig machen willst, gebe ich dir den Tipp, zukünftig alles was ums Geld geht ganz klar vorab mit dem Kunden zu besprechen und schriftlich festzuhalten (Vertrag).

Ich habe anfangs auch den Fehler gemacht und nachher gingen die Diskussionen los.

Wenn du noch Fragen hast, gerne melden oder eine Nachricht schicken.

Viele Grüße

Michael


Hier noch ein paar nützliche Links:

https://www.online-mahnantrag.de
akademie.de/wissen/richtig-mahnen
inkassoportal.de/lexikon/mahnbescheid
inkassoportal.de/lexikon/mahnbescheid-kosten

(leider geht nur ein "echter Link")

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Du willst also das JEDER der die Seite deines Kunden besucht weiß, das er seine Rechnung nicht bezahlt hat? Hast du mal die Tragweite dieser Entscheidung bedacht? Denk einfach mal drüber nach wie viele Gesetze du damit brechen würdest, mal ganz vom Datenschutz abgesehen... ohne würdest du es mögen wenn dein Telefonanbieter ein Schild an dein Haus hängt das du mit deiner Rechnung 3 Tage überfällig bist?

Du hast, wie in einem Kommentar geschrieben, einen Vertrag mit diesem Kunden. Wenn er seinen Teil des Vertrages nicht einhält, dann hast du rechtliche Schritte die du einleiten kannst und du kannst deinen Teil des Vertrages kündigen. Das war es aber auch schon.

Es ist nicht so, das ich nicht auf deiner Seite wäre, denn ich vermiete ebenfalls Webseiten und könnte mir spontan nen neues Auto kaufen wenn plötzlich alle Kunden ihre Rechnungen bezahlen würden, aber so läuft der Hase nun mal nicht.

In diesem Sinne... MfG

Ja, stimmt schon. Mir geht es halt auf die Nerven, dass ich wegen Geld das mir zusteht für Leistungen die ich erbracht habe, hinterherrennen muss.

Nachdem die Seite in meinem Besitz ist, dürfte es doch durchaus legal sein einen redirect auf die direkte Konkurrenz zu schalten?

Das ist zwar auch nicht die feine englische, sollte aber rechtlich gesehen legal sein, oder?

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Klar , du darfst nicht öffentlich mahnen

ergo ist es verboten

du musst schon legal bleiben

was ich nicht sagen kann ist wie genau der Vertrag zwischen euch lautet

lg alex

Es handelt sich um einen Wartungsvertrag, die Seite gehört rein rechtlich betrachtet mir, genauso wie der Server auf der Sie gehostet ist. Sie kommentar oben...

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@loggableim

trotzdem geht das nicht

maximal eine Sicherheit damit eine Kopie nicht möglich ist

Mahnbescheid und dann abwarten

leider

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Der Jurist würde sagen, das hängt davon ab ;) – wenn euer Vertrag vorsieht, dass das Eigentum an der Webseite erst mit Zahlung an den Kunden übergeht und die Seite auf deinem Server liegt und die Domain dir gehört, ist die Seite dein Eigentum und du kannst machen was du willst. Ist sie aber auf dem Server des Kunden, ist das eine andere Sache, das wäre dann praktisch digitaler Hausfriedensbruch – davon abgesehen, dass er dich wegen Rufschädigung vielleicht sogar anzeigen könnte.

Ich würde ganz normal den Weg über Mahnung & Mahnverfahren gehen (onlinemahnverfahren.de) ist deutlich weniger Risikoreich für dich und bringt  sicherlich das gewünschte Ergebnis...

Der Kunde hat die Seite in Form eines Wartungsvertrags von mir gemietet. Die Domain und der Server sind mein Eigentum. 
Ich möchte mir diesen Schritt als letzte Möglichkeit offen halten, und vorher alles versuchen um seine Zahlungsmoral zu fördern, aber es sieht so aus als wird das eher nichts. 
Darum eben die Frage der Legalität. Die Homepage ist für Ihn sein Aushängeschild. Sie nur offline zu nehmen würde darin resultieren dass er sich jemand anderes sucht, der ihm eine Seite auf einer anderen Domain einrichtet. 
Wenn die Mahnung jedoch öffentlich auf der Seite steht, bin ich sicher dass der offene Schuldenstand binnen wenigen Tagen beglichen sein wird. 
Ich sehe dies als letzten Ausweg, und finde es eigentlich ziemlich mies so vorzugehen, aber ich sehe sonst keinen Weg mehr.

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