Ich habe einen Fetisch, keinen schlimmen wie Sadomaso o.a., wird es an der Zeit es meiner Freundin zu erzählen und wenn ja wie?

12 Antworten

Bei einem Fetisch, einer sexuellen Neigung etc. ist es gut, wenn der Partner so früh wie möglich davon erfährt. Vor allem, wenn man diesen Fetisch auch ausleben möchte. Man muss aber damit rechnen, dass der andere mit dem Fetisch nichts anfangen kann. Falls dem so ist, musst du dir selber überlegen, ob du ihr zuliebe darauf verzichten willst.

Das schlimmste Szenario ist natürlich, dass sie es abstoßend findet und dich evtl. sogar deswegen verlässt. Deswegen solltest du die behutsam an das Thema ranführen.

Windeln sind - leider - für viele abschreckend. SM ist durch 50SoG inzwischen halbwegs bei der Gesellschaft angekommen. Fetischisten haben es da vermutlich häufig schwieriger.

Du musst bedenken, dass Windeln im Normalfall von Kleinkindern getragen werden, sie stehen also irgendwie für Kindlichkeit. Das ist eigentlich nicht schlimm, wird aber von vielen auch missverstanden.

Was verbindest du denn mit den Windeln? Kind-sein? Abgabe von Kontrolle? Das Gefühl? ...? - Die Fragen solltest du dir stellen (ich will hier gar keine Antwort von dir). Dann könntest du da nämlich ansetzen.

Mit der Tür ins Haus zu fallen geht meistens schief. Schon alleine, weil sie dich möglicherweise nicht versteht. Deswegen würde ich bei den Gefühlen anfangen.

Ansonsten kannst du das Thema auch einfach mal ganz allgemein ansprechen. Ohne es auf dich zu beziehen. Dann kannst du sehen, wie sie darauf reagiert ohne selbst in Schusslinie zu geraten. Ihr könnt z.B. mal ganz allgemein über Vorlieben und Fetische reden - also was es so alles gibt. 

Und wenn sie dann mit Abweisung und Vorurteilen ankommt, kannst du die ein bisschen aus dem Weg räumen. Bspw. "Bei vielen ist das aber so-und-so" und da dann beschreiben, wie es bei dir ist.

Denke man sollte hier auch nicht sagen das sadomaso krank ist oder extrem. Habe bisher aber mehr Männer kennengelernt ( so als Frau) die eher das sadistische sowieso interessant finden.

Aber zu deiner eigentlichen Frage: Ja klar, so ne Aussage kann schwer zu schlucken sein. Ist wenn es keine Anzeichen dafür gab auch vielleicht n bisschen ein Schock. Wieso willst du es ihr denn vor dem Urlaub sagen?

Ich würde dir eher anraten, das Thema nach dem Urlaub aufzunehmen. Ganz nach dem Motto "Nach dem Urlaub trau ich dir nun was zu verraten von mir,..." oder "jetzt vertrau ich dir noch n bisschen mehr". 

Wikipedia

"Einvernehmlich gelebte oder auch heimliche sexuelle Vorlieben für sadomasochistische Praktiken erfüllen in aller Regel die Kriterien für die Diagnosestellung des Sadomasochismus im heutigen medizinischen Sinne nicht und sind eine soziologisch andersartige, aber nicht seltene Ausprägung der individuellen Sexualität."

Ja. Kann sein, dass sie dies tut, dass solltest du aber sehr gut einschätzen können. Denke daran, wenn dir jemand etwas erzählt, gesteht, dann erwartet er von dir, dass du darauf Bezug nimmst oder in Zukunft ein darauf bezogenes Handeln erfüllst. Leichter; Sie mag denken, du würdest sie evtl. unbedingt da miteinbeziehen wollen. 

Wenn es für dich wichtig ist, da/und der Feticsh deine Sexualität zu einem großen/grundlegenden Teil ausmacht - solltest du ihr es sagen und eine Trennung von ihr ausgehend in Kauf nehmem... 

Ich persönlich könnte keine (geschlossene) Beziehung führen, in der ich meine grundlegenden Sexellen Präferenzen unterdrücken müsste - wenn, dann würde ich schlicht und ergreifend "fremd gehen". O,o

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