Ich habe Depressionen ich kann nicht mehr, was kann ich machen?

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7 Antworten

Dein Hausarzt war wohl die falsche Adresse. Du solltest Dir unter www.jameda.de in Deiner Nähe eine gut bewertete Psychiaterin suchen und einen Termin verabreden. Zum Psychiater gehen heißt nicht, dass man bekloppt ist. Das heißt, dass man mit der derzeitigen (und offenbar schon länger und noch länger andauernden) Situation nicht so umgehen kann, dass das Leben lebenswert ist oder bleibt oder wieder wird.

Die Psychiaterin analysiert Deine Situation mit Dir zusammen und gibt Dir hilfreiche Tipps und Ratschläge, wie Du mit diversen Dingen besser umgehen kannst, ohne Dich und Deine Existenz selbst in Frage zu stellen. Auf betäubende Tabletten würde ich verzichten, so lange es geht. Man wird abhängig davon und hat gleich das nächste Problem an der Backe - und die eigentlich gefragte Lösung der Situation gerät immer weiter in den Hintergrund.

Es tut mir leid, dass Du offenbar in Deiner näheren Umgebung niemanden hast, der Dir etwas bedeutet bzw. der Dir klar macht, dass DU ihm etwas bedeutest. Wenn Du noch nicht volljährig bist, kann Dich Deine Mum nicht so einfach rauswerfen. Wenn Du allerdings ständig aggro bist, dann würde ich Dich auch nicht zu Hause haben wollen.

Es wäre zunächst für ein friedliches Zusammenleben (Du willst es ja auch lieber friedlich, schreibst Du ja selbst "friedlich im Grab") gehören erstmal Deine Aggressionen beseitigt. Warum bist Du aggressiv, was ist mit Dir los, warum bist Du mit Deinem Leben und sonst was unzufrieden?

Gibst Du Dein Bestes, machst Du mit in der Gemeinschaft oder willst Du Dich nicht anpassen (ja, das muss man leider, so lange man zu Hause lebt) und willst Deine Art durchdrücken? Ich kann es nicht beurteilen. Aber sich selbst zu lieben ist der Schlüssel. Das scheinst Du nicht zu tun. Du scheinst auch nicht 100% zu wissen, was überhaupt Dein Problem ist. Ich kann es so auch nicht sagen.

Auf jeden Fall ist es so - solltest Du körperlich gesund sein, geht es Dir tausendmal besser, als vielen anderen Menschen auf der Welt. Vielleicht wurdest Du zu viel verwöhnt als Kind, vielleicht wurde Dir aber auch zu wenig Aufmerksamkeit entgegen gebracht in Deinem bisherigen Leben. Alles kann Auslöser für das spätere Verhalten sein und für Depressionen deshalb.

WER bitte sagt Dir ins Gesicht, dass Du Dich umbringen sollst? Sorry, wer sowas sagt, ist entweder total hohl oder er ist so unterbelichtet, dass es mir leid tut sagen zu müssen, dass Du dieser Person aus dem Weg gehen solltest in der Zukunft. Und dabei ist es egal, ob es jemand Fremder ist oder ein Familienmitglied. Wer solche Leute um sich hat, braucht wahrlich keine Feinde.

Geh zur Psychiaterin, stellt einen Plan auf, was und wie sich etwas in Deinem Leben ändern soll, damit es auf eine geordnete Bahn gelangt. Dies scheint hier nämlich zu fehlen. Und dann schreibt die vielen kleinen Schritte auf, die Du gehen musst, um Dein Leben zu einem schönen lebenswerten Leben zu machen. Du hast es in DEINER Hand. Andere können versuchen, Dein Leben zu erschweren. Du hast es immer selbst in der Hand, ob es ihnen gelingt oder nicht. Alles Gute für Dich

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Kommentar von 10201019
17.03.2016, 21:11

Meine Schwester sagt es mir öfters. ,,Bring dich bitte um tu es für die Welt" sowas

bis ich ein termin bekomme bin ich schon längst tod glaub mal

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Hallo 10201019,

Du hast auf jeden Fall etwas Wichtiges erkannt: Bei einer Depression braucht man ärztliche Hilfe. Wenn Dein Hausarzt der Meinung ist, die bräuchtest kein Antidepressivum, so könntest Du Dich entweder an einen Facharzt überweisen lassen oder (falls dies zu lange dauert) Dich in eine psychiatrische Klinik einweisen lassen, wo man Dich auf ein passende Medikament einstellt.

Allerdings ist es mit Medikamenten allein nicht getan. Einer der wichtigsten Schritte im Kampf gegen Depressionen ist, dass Du mit jemandem darüber sprichst. Warum ist das so wichtig? Nun, niemand kann wissen, wie es in Deinem Herzen aussieht, wenn Du nicht aus Dir herausgehst und Dich jemandem mitteilst. Außerdem ist es ein Heilungsprozess, Gefühle in Worte zu kleiden, denn allein über Deine schmerzlichen Erfahrungen zu reden, kann Deinem Herzen Erleichterung bringen. Wenn Du jedoch Deine Gefühle in Dich einschließt und unterdrückst, dann leistest Du Deinen Depressionen nur Vorschub. Doch ist hier auch ein Wort zu Vorsicht angebracht: Überlege Dir ganz genau, wem gegenüber Du Dich öffnen willst. Es sollte sich auf jeden Fall um eine vertrauenswürdige, mitfühlende und verständnisvolle Person handeln, die selbst stark genug ist, Dir wirklich beizustehen.

Ein weiterer Schritt ist, dass Du Deinen eigenen Wert erkennst. Mangelndes Selbstwertgefühl spielt bei Depressionen eine entscheidende Rolle. Oft ist dieses aufgrund von körperlicher oder psychischer Misshandlung in der Kindheit entstanden. Auch wenn frühere negative Erlebnisse bei Dir emotionelle Narben hinterlassen haben, solltest Du daran denken, dass dies nichts an Deinem Wert als Mensch ändert. Daher solltest Du Dich um eine ausgeglichene Ansicht über Deinen wahren Wert als Person bemühen.

Der Feind eines gesunden Selbstvertrauens ist in uns selbst: Unsere innere Stimme, die uns ständig verurteilt und kritisiert. Wir müssen begreifen, dass dieser innere Kritiker uns eigentlich keinen Gefallen tut, im Gegenteil: Er ist die Ursache dafür, dass wir uns selbst ablehnen und er beraubt uns unserer Selbstachtung. Ein wichtiger Schritt ist es, nicht diesen Kritiker über unseren Selbstwert bestimmen zu lassen, sondern wieder selbst die Regie zu übernehmen. Das ist sicher leichter gesagt als getan. Wie kann das gelingen?

Wenn uns wieder einmal unsere innere Stimme verurteilt, warum dies widerstandslos annehmen, ohne es erst einmal zu hinterfragen und infrage zu stellen? Statt sich also selber zu sagen: "Ich mache immer alles falsch", oder "das schaffe ich nie", könnten wir uns klar machen, dass Fehler und Schwächen kein Grund sind, uns zu schämen oder uns zu verurteilen. Besser ist es, für die eigenen Fehler und Schwächen Verständnis aufzubringen und sich selbst anzunehmen.

Es ist auch ein schöner Gedanke, dass Gott Dich persönlich für wichtig hält. Ein Bibelschreiber, der berühmte König David von Israel, brachte das einmal wie folgt zum Ausdruck:" Du selbst hast mein Sitzen und mein Aufstehen erkannt. Du hast meine Gedanken von fern bemerkt.  Mein Wandern und mein Liegen hast du ermessen, Und du bist ja mit all meinen Wegen vertraut geworden." (Psalm Kapitel 139:2,3). Gott hatte sich also mit den Einzelheiten im Leben Davids befasst. Sein Interesse ging sogar so weit, dass er sich mit den innersten Gedanken Davids beschäftigte. Ein solches persönliches Interesse hat Gott auch heute an jedem einzelnen von uns. Wie bei David, so blickt er auch auf Dein Leben und hat persönliches Interesse an Dir.

Willst Du Deine Selbstachtung aufbauen, dann lerne es, gut zu Dir selbst zu sein und zeige Verständnis für Deine Fehler und Schwächen. Versuche Dich selbst immer so zu behandeln, wie Du einen Dir sympathischen Menschen behandeln würdest: Liebevoll, geduldig und verständnisvoll. Wenn Du Dir jedoch immer wieder Selbstvorwürfe machst und Selbstkritik übst, streust Du in gewisser Weise Salz in Deine Wunden. Sei Dir darüber im Klaren, dass Du Dich und Dein Leben nicht verbesserst, wenn Du Sich selbst ablehnst oder Dein eigenes Ich hasst. Halte Deinen inneren Kritiker möglichst klein, in dem Du Dich nicht immer wieder von Deiner unerbittlichen Selbstkritik herunterziehen lässt. Und lass Dir vor allem von anderen nicht einreden, Du seist nichts wert! Wehr Dich innerlich mit allen Mitteln dagegen, da jeder Mensch wertvoll ist und das Recht hat zu leben!

Ich wünsche Dir, dass Du wieder neuen Mut fassen kannst und vor allem, dass Du Hilfe und Unterstützung von außen bekommst! Und denke daran: Deine Situation ist nicht aussichtslos, auch wenn sich das im Moment so anfühlt! Alles Gute!

LG Philipp

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Ich will dich nicht auch noch angreifen, sicher hast du es im Moment nicht leicht. Und egal, wie du dich verhältst, das man dir sagt du sollst dich umbringen ist einfach nur niederträchtig und gemein.

Aber so ganz einfach kannst du es dir nicht machen.

Klar das dir dein Hausarzt nicht einfach so Antidepresiva verschreibt. Das sind ziemliche Hämmer. Und es muss auch erst mal eine Depression festgestellt werden - wenn du denn überhaupt eine hast. Längst nicht jeder dem es mies geht, der traurig ist und fertig mit der Welt hat eine Depression.

Klar auch das deine Mutter wütend über deine Aggressionen ist. Erzähl ihr doch einfach mal was mit dir los ist.

Wahrscheinlich wäre es auch gut wenn du mal zu einem Psychololgen gehen würdest. Der kann dir noch am ehesten helfen-

Jedenfalls ist auch dein Leben lebenswert. Auch dann, wenn du das im Moment anderes siehst.

Es werden auch wieder bessere Zeiten kommen, glaube mir.

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Es gibt leider viele Leute, die nicht verstehen können oder wollen, dass es Leute mit Problemen gibt und diese die Probleme nicht einfach runterschlucken können. Das heißt aber nicht, dass sie mit allem, was sie sagen, auch recht haben.

Dass deine Eltern deine Aggressionsausbrüche nicht schön finden, ist klar. Aber gerade weil sie deine Eltern sind, sollten sie dir helfen! Was sie aber machen ist feige..

Lass dir durch solche Leute nicht dein Leben noch mehr vermiesen. Ich würde dir spontan die Nummer gegen Kummer empfehlen, eine Selbsthilfegruppe oder etwas ähnliches, bei dem du Leute kennenlernst, die vielleicht ebenfalls Authisten sind.

Soweit ich weiß, sind Authisten in der Regel sehr intelligent und Intelligenz erschwert das Leben zusätzlich. Aber lass dich nicht entmutigen und zeig den anderen, dass du stärker bist als sie!

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Kommentar von 10201019
17.03.2016, 21:02

Ich kann einfach nicht mehr. Meine eltern sind vollkommen überfordert mit mir. Ich sage das nur ungern, aber sie können mit meiner Intelligenz nicht mithalten. Sie sagen ich wäre nicht ihr kind, meine schwester sagt ich wäre ein satan weil ich so bin wie ich bin ich soll mich doch bitte umbringen dann geht es allen besser. ich tue zwar auf stark, aber innerlich zerbreche ich immer mehr. keiner hört mir zu keiner respektiert mich. Ich hatte nie Freunde geschweige denn eine Familie der ich mein Herz öffnen konnte. Ich bin immer nur der der was machen soll wenn ich mal gebraucht werde.

Ich will einfach nicht mehr leben mir ist egal wie ich sterbe zur not schlucke ich  medikamente 

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Ich erzähle Dir nun mal meine Geschichte. Ich bin seit über einem Jahr krank. Von heute auf morgen wachte ich mit einer Dauerbenommenheit auf. Es folgten Klinikaufenthalte, Therapien, Untersuchungen und vieles mehr. Dennoch kämpfe ich jeden Tag weiter dafür, dass ich vielleicht irgendwann wieder ein glückliches Leben führen kann. Und das solltest Du auch. Hör nicht auf die dummen Leute. Geh zu einem Psychiater, der kann Dir helfen und auch die richtigen Medikamente verschreiben. Vielleicht bist Du depressiv, vielleicht hast Du eine Bipolare Störung. Er wird es rausfinden. Glaub an Dich. Sei Stark. Und gib niemals auf. Es lohnt sich immer zu kämpfen.

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Es ist natürlich keine angenehme Situation, aber bevor du dir von deinem Hausarzt Tabletten verschreiben lässt, gehe lieber zu einem Therapeuten 

In vielen Krankenhäusern gibt es Psychiatrische Einrichtungen, dort gibt es Menschen die dir helfen können

Als ich von meinem Einsatz aus Afghanistan wieder kam musste ich mir mit der Zeit auch eingestehen das ich Hilfe benötige, natürlich fällt es einem nicht leicht mit jemand über so private Dinge zu sprechen, aber mir wurde dadurch sehr geholfen

Ich war auch am Ende und es hatte nicht mehr viel gefehlt, doch sie konnten mit dort helfen und nun geht es mir wieder gut


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Kommentar von 10201019
17.03.2016, 20:56

da geh ich niemals hin. er soll mir einfach diese medikamente verschreiben

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Such dir am besten Hilfe bei einem Psychologen. Der Arzt kann dir dafür meistens ein Rezept geben, wenn es ernst ist. 

Außerdem gibt es diverse Beratungseinrichtungen. Das hilft meistens weiter.

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Kommentar von 10201019
17.03.2016, 20:53

Ich kann mit niemandem sprechen. ich traue mich das nicht.

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