Ich habe bei der Bundeswahl die SPD gewählt, weil ich wollte, dass Schulz Kanzler wird. War das richtig?

20 Antworten

Was man wählt, muss jeder für sich wissen.

Ich halte aber generell nicht viel von dieser ''eine der beiden Großen, weil die Kleinen ja eh keine Chance haben''-Einstellung.

Zum einen verhindert eben gerade diese Denkweise, das die Kleinen die Großen ablösen - zum anderen spielen sie dennoch eine Rolle in der Opposition.

Gäbe es eine große Koalition (CDU und SPD), wäre jetzt z.b. die AfD die stärkste Oppositionspartei.

Die Tatsache das gerade die AfD so viele Stimmen bekam um die Stärkste der ''kleinen'' Parteien zu werden, dürfte durchaus mit ein entscheidender Grund dafür sein, das die SPD mit größter Wahrscheinlichkeit lieber selbst in die Opposition geht, statt mit der CDU zu koalieren.

Wenn man tatsächlich taktisch entscheiden will, sollte man sich schon ein wenig besser auskennen. Natürlich bleibt es darüber hinaus dennoch Lotto, wenngleich es natürlich gewisse vorhersehbare Wahrscheinlichkeiten gibt.

Ich für meinen Teil kümmere mich wenig um taktische Wahl und wähle ganz banal die Partei deren Programm mir am ehesten zusagt.

Die Hoffnung, das eine der kleinen Parteien den Großen irgendwann mal gefährlich wird, wächst angesichts des letzten Ergebnisses, das doch sehr deutlich zeigt, das die Großen mehr und mehr an Wählern verlieren.

Offensichtlich konnte Martin Schulz das Vertrauen bei der breiten Mehrheit nicht gewinnen.

Ich fand, dass er in den letzten zwei Wochen bei mir immer mehr an Vertrauen bzw. an Glaubwürdigkeit verlor, weil er sich förmlich bei den Wählern anbiederte. Ständig macht er diesen sympathischen Azubi zum Krankenpfleger, Alexander Jorde, zu seinem "Gehstock" im Wahlkampf und entdeckte auf einmal die Pflege als neues Thema und versprach dann auch noch Gehaltserhöhungen von 30 %, obwohl er die Gehälter in den Alten- und Pflegeheimen gar nicht zu bestimmen hat.

Hätte er das aber gewollt, hätten ihm die Krankenkassen sehr schnell klar gemacht, was das die Wähler durch eine Erhöhung des Krankenkassenbeitrags gekostet hätte. Damit wären die Lohnnebenkosten unter Schulz extrem gestiegen. Auch die der Verkäuferin, der Lagerarbeiter, Kurierfahrer usw.

Das alles fand ich die letzten zwei bis drei Wochen vor der Wahl sehr erbärmlich und man bekam mit ihm mehr und mehr Mitleid. Immer mehr wünschte man ihm, dass er bald wieder Zuhause bei seiner Frau ist, um sich trösten zu lassen.

Als er dann am Wahlabend den schlechten Verlierer und "trotzigen Bub" gegenüber Frau Merkel gab, war ich froh, ihn nicht gewählt zu haben, weil ich mir dann vorgestellt habe, wie er sich bei Verhandlungen aufgeführt hätte, wenn er seinen Willen nicht bekommen hätte. Das ist für mich kein Staatsmann für Deutschland von dem ich vertreten werden möchte.

Abgesehen davon, war der Wahlkampf der SPD in sich irgendwie unglaubwürdig, weil die SPD seit 1998, bis auf vier Jahre, im Bund mit/regierte und nun zu dem Ergebnis kam, dass sie in all den Jahren wohl für soziale Ungerechtigkeit gesorgt hat. Das schrie förmlich nach "Bestraft uns dafür!". Tatsächlich bekam die SPD dann ihre Strafe mit dem schlechtesten Wahlergebnis der SPD-Geschichte.

Dann warte einfach mal die nächste Zeit ab. Im Moment sind CDU/CSU dabei, sich gegenseitig zu zerlegen und dabei haben die Koalitionsverhandlungen mit Grünen und FDP noch gar nicht begonnen.

Eventuell gibt es daher Anfang nächsten Jahres Neuwahlen, weil keine Koalition zu Stande kommt und dann werden die Karten nochmal völlig neu gemischt.

Die Wähler werden dann die Koalitionsverhandler, allen voran CDU/CSU abstrafen und dann kommt evtl. eine neue Chance auf rot-rot-grün mit Schulz als Kanzler.

Nur zur Erinnerung: Kohl musste, bevor er Kanzler wurde, auch erstmal mehrere Niederlagen hinnehmen, aber er hat durchgehalten, bis seine Stunde kam.

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