Ich habe Angst vor dem Ende?

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9 Antworten

Die Trauer um einen geliebten Menschen, der von uns gegangen ist, ist ganz natürlich und normal. Es gibt leider keine Antwort auf die Frage, warum wir uns diesen Schmerz antun müssen. Das Leben ist vergänglich und wir kommen nicht um den Schmerz herum (es sei denn, wir waren unser ganzes Leben lang allein).

ABER:

Denke daran, wenn du in der Lage bist, großen Schmerz für jemanden zu empfinden, der aus deinem Leben geschieden ist, dann hat dieser Mensch dir sehr viel bedeutet. Erinnere dich an die schönen Zeiten und was ihr gemeinsam aus eurem Leben gemacht habt.

Außerdem wirst du nach deinem Tod nicht einfach verschwunden sein. In der Firma mag dein Namensschild ausgetauscht werden, aber wenn du gute Beziehungen zu deinen Kollegen hattest, dann wirst du in deren Gedanken bleiben, auch wenn dein Namensschild weg ist.
Es ist auch nicht wichtig, in irgendwelchen Büchern als Präsident oder Nobelpresiträger aufzutauchen. So erinnert man sich an deinen Namen und evtl die ein oder andere "große Tat". Aber der Mensch an sich wird auch in den Büchern nicht verewigt. Was für ein Mensch war George Washington? Wer war Marie Curie privat und was mochte sie gerne? Das sind alles leere Worte in den Büchern. Viel wichtiger ist es, was man in seinem Leben für andere Menschen bedeutet und wie man deren Leben beeinflusst hat.
Dein Nachlass nach deinem Tod, werden deine Kinder, deine Familie und deine Freunde sein, die sich deiner erinnern und evtl. ohne dich nicht existieren würden.
Mache aus deinem Leben das beste und wenn zum Zeitpunkt deines Todes jemand um dich trauert, so wie du um deinen Liebsten trauern wirst, dann hast du alles richtig gemacht und mehr kann man der Welt nicht hinterlassen.

Danke... einfach Danke...♡

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Guten Tag Curepie,

mit dem Geburtsjahr 1937 bin ich sicher ein paar Tage älter als du - das ist am Ton deiner Frage zu spüren. Folglich verschwinde ich gewiß eher als du aus dieser Welt. Die mir im Wesentlichen gefällt. Abgesehen von ihren unschönen Seiten.

Als ich erstmalig las, wie winzig und unbedeutend ich bin im Vergleich mit den Ausmaßen von Erde oder gar Weltall, habe ich heftig geschluckt. Der Wissenschaftler, welcher den Vergleich angestellt hat, wollte das sicherlich nicht, dass ich mich persönlich gering zu schätzen begann. Aber er hat mich "auf die Erde zurück geholt", wie der Volksmund sagt.

Dehalb versuche ich Ähnliches mit dir. Denn du hast etwas ganz Unsachliches behauptet.

"Wieso müssen wir uns diesen Schmerz nur antun?" heißt für mich dein unfertig gedachter bzw. hier geschriebener Satz. Wie kannst du so etwas behaupten? Dass "wir" uns das antun. Es - das - geschieht ganz natürlich mit uns!

Alles organische Leben kommt und vergeht - seit Millionen von Jahren. Mit seiner Geburt haben weder Apfelbaum noch Tiger oder Mensch direkt etwas zu tun. Sie sind Produkt ihrer Vorgänger. Auch ich und du!

Seit eben so vielen Millionen Jahren vergehen Apfelbaum, Tiger und Mensch. Zu unterschiedlichen Zeiten und aus unterschiedlichen Anlässen. Nur der denkende Mensch macht sich deswegen so unsinnige Gedanken wie du.

Nebenbei: die uns umgebende Welt kannst du gern kritisieren. Es kümmert sie nicht. Sie wird sich nicht an deine Wünsche anpassen.

Unser genialer Dichter Johann Wolfgang von Goethe hat das mit dem LEBEN glänzend formuliert: "Die Natur: ihr Schauspiel ist immer neu, weil sie immer neue Zuschauer schafft. Leben ist ihre schönste Erfindung und der Tod ist ihr Kunstgriff, viel Leben zu haben."

Wenn du dir zu gut dafür bist, im Theater des Lebens zeitweilig dabei zu sein, solltest du aber die folgende Weisheit vielleicht doch verinnerlichen: "Die Angst vor dem Tod hält uns nicht vom Sterben, sondern vom Leben ab."

Hier werde ich nciht aufzählen, wer alles aus meinen Verwandten, Freunden und Bekannten in der Ewigkeit Vergangenheit verschwunden ist. Es sind viele. An einige denke ich deswegen gerne zurück, weil mir ihr Tod gezeigt hat, wie gut es mir geht. Dass ich leben und lieben kann, Gutes tun, helfen. Wie sie. Damit andere nach meinem Vergehen ein wenig an mich denken.

Bleibe recht gesund!

Siegfried




Meine Mutter ist vor 2 Monaten plötzlich durch einen Unfall gestorben. Ich war dabei und es hat hat mich völlig umgehauen. Sie war zwar schon 76 J. alt und auch pflegebedürftig und dennoch war es schlimm und es ist für uns alle ein großer Verlust.

Die ersten Tage steht man so sehr neben sich, es ist fast surreal und man kann kaum klar denken. Die Beerdigung war ebenfalls hart aber ein wichtiger Tag zum Abschied nehmen und sich wirklich bewußt machen, dass sie unwiderruflich weg ist.

Mittlerweile hat der Alltag mich wieder fest im Griff. Aber immer wieder gibt es so Flashbacks, in denen heftig bewußt wird, wie sehr sie fehlt. Wir reden viel über sie.

Außerdem - hätte ich niiie gedacht - tut es unheimlich gut, am Grab einen Ort zu haben, zu dem man gehen kann. Ich puzzle da ganz gerne herum und habe das Gefühl, ihr nahe zu sein.

Langer Rede Sinn: Das Leben ist mit dem Verlust eines geliebten Menschen nicht vorbei. Es schmerzt hart aber man kann und lernt auch damit leben. Man verändert sich und man wächst daran. Und das ist nicht nur negativ. So mein Eindruck nach der noch recht kurzen Zeit der ersten Trauer.

Ich bin mir viel bewußter wie endlich das Leben ist, schätze und liebe meine Familie und Freunde noch mehr als vorher. Aber ich weiß auch, dass man mit so einem Verlust leben kann.

Mein Beileid und ein großes Dankeschön für deine nette antwort, du hast mich wirklich zum nachdenken gebracht.

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Hey:) mach dir keine Sorgen. Genieße dein Leben. Du und dein Partner, ihr könnt noch ein wunderschönes Leben haben! Kinder bekommen, Heiraten, alles Mögliche. Es ist der Kreislauf der Natur, zu sterben. Aber das ist doch vollkommen normal! Mach dir da keine Gedanken drüber, denn Sterben ist wirklich nichts Schlimmes! Stell es dir als etwas Schönes vor, und dass dein Partner immer bei dir sein wird.
Wirklich! Denk nicht so viel darüber nach :)
Und jetzt noch einen guten Abend :)
Deine Sarah😊

Danke Sarah!

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Warum sehen wir den Tod den als etwas schlimmes an? Und woher nimmst du die Sicherheit, dass der Tod endgültig ist? Ich meine, es besteht ja immer noch eine geringe Chance dass es nach dem Tod noch irgendwie für uns weiter geht, auch wenn ich nicht daran glaube. 

Jedenfalls solltest du dich nicht verrückt machen wegen Dingen die du sowieso nicht ändern kannst, und nie ändern können wirst. Ich mache mich da gar nicht verrückt. Jeder Mensch muss irgendwann mal seine letzte Ruhe finden und dass ist eben ein biologischer Fakt. 

Auch wenn du berühmt wärst und in tausend Büchern stehen würdest, wäre dass dann was anderes, wenn du tot bist? Ja, die Leute erinnern sich an dich, aber lebendig wirst du davon auch nicht mehr... 

Hm, ja da hast du recht. Ich wollte einfach mal die meining anderer Menschen hören ob es noch andere gibt die damit ein problem haben und es nicht ganz akzeptieren wollen.

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@Curepie

Vor allem unter jungen Leuten gibt es eine ganze Menge Menschen die Angst vor dem Tod haben, dass ergibt sich wahrscheinlich aus der Angst vor dem Unbekannten generell. 

Ich habe mir zwar schon oft darüber Gedanken gemacht, aber Angst hatte ich noch nie davor. Ganz einfach weil nichts auf dieser Welt für die Ewigkeit ist und ein ewiges Leben wäre ja auch nichts schönes, selbst wenn Freunde und Familie auch ewig leben. Ich finde dass nicht reizvoll..

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Da hast du recht, ich werde versuchen mein Leben zu genießen und das Beste darraus zu machen den ändern kann ich leider sowieso nichts.

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@Curepie

Vielleicht ist es auch ganz gut so wie es ist, dass wir nichts daran ändern können... 

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Diese Gedanken kenne ich sehr gut.

Umso wichtiger ist es dein Leben zu genießen, und nicht wie die Masse 40 - 50 Jahre für eine geringe Rente zu arbeiten, also dich ausbeuten zu lassen.

Das habe ich mir auch schon gedacht, jedoch geht die Tatsache das wir alle in 100 Jahrem nicht mehr hier sein werden nicht mehr aus meinem Kopf ich habe es Akzeptiert hedoch verstehe ich nicht wieso es so sein muss und was danach passiert weiss keiner, was wenn das alles nur geschichten sind das es ein leben danach gibt oder den Himmel.. was wenn danach nichts kommt, ein Ende, ein Punkt, NICHTS.

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@Curepie

Übertreib bitte nicht.

Auch ich kann und möchte mir nicht vorstellen, irgendwann nicht mehr zu sein. Der Gedanke daran ist unerträglich, ja nicht greifbar.

Daran zu denken, dass es definitiv mal vorbei sein wird, ist so unwirklich das man ihm nur mit Galgenhumor begegnen kann.

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Ich übertreibe nicht.

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@Curepie

Doch, tust du. Bevor es soweit ist, sollte man sein Leben so gut es geht genießen.

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Mich machen die Gedanken auch verückt. Eine Bekannte von mir ist gestorben und Seibt dem habe ich vermehrt verlustängste. Und ich habe einfach Angst vor der Zukunft.

Bei mir ist es genauso, ich habe jeden Tag Angst vor dem nächsten Tag nicht weil ich Arm bin ider Krank, eig. geht es mir ziemlich gut ich habe angst davor Menschen zu verlieren und Dinge zu erleben die ich nicht erwarte (Im negativen sinne)..

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Ich bin Christ, ich glaube an ein Leben nach dem Tod. Ich habe keine große Angst vor dem Tod.

Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott und
ein Leben nach dem Tod gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf
mein Profil gehen.

Danke, jedoch glaube ich an keinen außer an mich selber.

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Ich bin Christ

Ojee!

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Ich bin stolzer Moslem und ich glaube daran das es ein Leben nach dem Tod geben wird. Entweder das im Paradies, oder das in der Hölle. Und das zählt für die ganze Menschheit. Wenn du das nicht glaubst, dann geh ins Internet und suche nach Beweisen.

Bitte denkt nichts falsches, der Islam ist eine friedliche Religion und diese Untermenschen (Terroristen) haben rein GARNICHTS mit uns zu tun. Sie denken sie wären Muslime, sind sie aber nicht. Sie ziehen den Islam in den Dreck und machen uns damit schlecht. Jemand der ständig Menschen tötet, versklavt oder was auch immer: IST KEIN MOSLEM!

Keine Sorge, sowass denke ich nicht. Danke für deine Antwort mich interessiert jede Meinung ob Moslem, Christ oder Atheist etc.

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