Ich habe 3 Baumäste abgeschnitten passiert mir was?

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5 Antworten

Ganz allgemein: Weil der Baum nicht dir gehört, mußt du in einem solchen Fall erst mal den Eigentümer verständigen. Auch wenn es die Gemeinde ist. Schließlich kommt es auch darauf an, um welche Art von Baum es sich handelt und in welcher Umgebung er steht. Falls es nur eine große Weide oder Erle war, kräht wahrscheinlich kein Hahn danach. Bei einem Baum im Park kann es schon Ärger geben. Ich hatte vor Jahren selber so einen Fall. Ich habe eine Baumwiese außerhalb der Ortschaft und am östlichen Rand fließt ein Bach vorbei mit vielerlei auch großen Bäumen am Ufer. Die ersten Sonnenstrahlen erreichten meine Obstbäume erst am frühen Nachmittag. Das hatte zur Folge, dass meine Bäume ganz schief wuchsen - eben dem Licht entgegen. Ich fragte bei der Gemeindeverwaltung nach, ob ich dort etwas auslichten dürfte und erhielt "grünes Licht". Ich durfte sogar das Holz für eigene Zwecke behalten. Natürlich hatte ich mich an die einschlägigen Vorschriften zu halten, d.h. kein Kahlschlag und die Bäume durften nicht während der Brutzeit der Vögel gefällt werden (1.3. - 30.9.). Wenn du wieder mal so etwas vorhast, dann vorher fragen und dann handeln - nicht umgekehrt.

Grundsätzlich hast Du das recht, äste die auf Dein Grundstück hineinreichen zu kappen. Hierbei sollte die Grundstücksgrenze als "Kappungsgrenze" dienen. Wenn mehr gekappt werden soll ist Rücksprache mit dem Eigentümer erforderlich.

Wenn ich deine Frage richtig gelesen habe, haben die Äste die Grenze nicht überschritten. Also kann Dir ein Bußgeld drohen, wenn`s jemand merkt / gesehen hat/ meldet.

Ich drück die Damen.

"Ich drück die Daumen" von potatopete,

finde ich unpassend, weil solch Aktionismus aus Eigeninteresse nicht akzeptabel ist. Wir leben in einer Gemeinschaft und in einem Rechtsstaat, der unsere gemeinsamen Rechte vertritt (vertreten soll). Einfach einen Straßenbaum oder Grünanlagenbaum (what ever) zu beschneiden ist schon ganz schön egoistisch und "dreist", finde ich jedenfalls. Wenn hier gefragt worden wäre: Ich habe Äste vom Baum meines Nachbarn abgeschnitten, wäre hier schiere Empörung ausgebrochen: Du kannst doch nicht rüber zum Nachbarn und dort Äste abschneiden! ...

Ich habe keine Lust darauf, laienhaft beschnittene Bäume am Straßenrand zu sehen und die Folgekosten zu tragen, genausowenig wie abgestellte Sofas, Fernseher oder Schlimmeres in den Büschen. Oder an der roten Ampel stehend zu erleben wie noch 1 -2 Autos neben mir mit "Schwung" rüberfahren.

Ich habe auch keinen Heiligenschein, wie auch alle anderen nicht. Trotzdem verlange ich von mir und meinen Mitbürgern Respekt. Respekt gegenüber der Natur, den Mitbürgern, der Gesellschaft und dem Eigentum der Gesellschaft, sowie den Gesetzen der Gesellschaft.

gerd47 23.08.2012, 16:58

Wie dein Name schon sagt: eine mimosenhafte Antwort.

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Mimosa 24.08.2012, 12:04
@gerd47

Ist ok Dein Kommentar, aber mir war es irgendwie wichtig, dazu meine Meinung zu sagen; auch wenn sie sich mimosenhaft anhört. Das Timbre war mir vorher schon klar! Ich bin mir eben meiner selbst bewusst ;) Mimosa

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Das ist schon eine seltsame Reihenfolge: Erst abschneiden und danach fragen...

Grundsätzlich dürfen Bäume und Hecken nach dem Bundesnaturschutzgesetz während der Brutzeit vom 1.3. bis 30.9. nur mit Genehmigung beschnitten werden. Es sei denn, es ist ein öffentlicher Wald, dann unterliegt er dem Waldgesetz mit extra Regeln.

Aber vor allem sollte man immer erst den Eigentümer fragen.

Wecke keine schlafende Hunde

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