ich hab vom Arbeitgeber mein Arbeitszeugnis erhalten und überlege schon die ganze Zeit,ob Sie in der Bewerbungsmappe entnehmen soll.Ich bitte um euren Rat?

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8 Antworten

Man kann ein Zeugnis nur dann richtig beurteilen, wenn man es vollständig liest, also von der Überschrift bis zum Ausstellungsdatum und der Unterschrift. Überall können Informationen enthalten sein, die für die Einschätzung des Zeugnisses wichtig sind.

Zu dem Auszug aus deinem Zeugnis kann man folgendes sagen:

Die Leistungsbeurteilung entspricht einem befriedigend, auch die Zusammenfassung "zu unserer vollen Zufriedenheit" passt dazu.

Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten , Kollegen und Kunden war einwandfrei.

Auch das ist befriedigend.

Herr... hat das Arbeitsverhältnis zum 24.Juli 2015 gekündigt.

Das ist etwas ungewöhnlich formuliert. Du hast wohl in der Probezeit gekündigt.

Wir wünschen ihm für die Zukunft weiterhin viel Erfolg und alles Gute.

Autsch, diese Schlussformel ist alles andere als optimal. Kein Dank für deine Arbeit, kein Bedauern über dein Weggang. Und "weiterhin viel Erfolg" widerspricht dem doch sehr durchschnittlichen Zeugnis.

By the way: wie ist das Ausstellungsdatum?

Aber wie schon gesagt: Wenn du eine halbwegs seriöse Analyse deines Zeugnisses haben willst, musst du es vollständig (natürlich anonymisiert) hier einstellen.

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Kommentar von isoiso2
23.12.2015, 13:59

Ich hab in dieser AG 3 Monat lang gearbeitet und gekündigt,weil ich eine bessere Stelle erhalten habe.

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Auch wenn das Arbeitszeugnis offensichtlich nicht komplett ist und demnach keine abschließende Wertung vorgenommen werden kann, bleibt festzuhalten, dass das Zeugnis anscheinend durchschnittlich ist.

Die Gründe hierfür hat DarthMario72 schon umfassend beschrieben, so dass ich hier gar nichts wiederholen möchte.

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Ich sehe das durchaus positiv, dass das Zeugnis nicht nur den standardisierten Einheitsbrei enthält. Immerhin hat man sich hingesetzt und sich Gedanken über ein maßgeschneidertes Zeugnis gemacht. Das ist eine Fleißaufgabe und ergibt für mich Pluspunkte.

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Kommentar von ChristianLE
23.12.2015, 08:17

Für mich ist das durchaus der übliche Einheitsbrei. Was ist denn hier deiner Meinung nach "maßgeschneidert"?

Unabhängig davon: Wenn ein Arbeitgeber tatsächlich nicht die standardisierten Formulierungen verwendet, bedeutet das, dass ein künftiger Arbeitgeber mit dem Zeugnis gar nichts anfangen kann. Aufgrund des Fehlens dieser Standardformulierungen kann hier keine einwandfreie Wertung vorgenommen werden.

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Kommentar von DarthMario72
23.12.2015, 09:23

Ich sehe das durchaus positiv, dass das Zeugnis nicht nur den standardisierten Einheitsbrei enthält.

Bist du sicher, dass du dieses Zeugnis meinst? Ich finde da sehr viel an "standardisiertem Einheitsbrei!"

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Huhu,

leider wurde sich bei den Formulierungen nicht immer an die Standards gehalten, wodurch eine richtige Übersetzung in Noten nicht so einfach ist. Hast du ein gutes Verhältnis zu deinem AG? Kann das nicht noch mal umgeschrieben werden mithilfe von Anleitungen, in denen genau steht, welche Aussage was bedeutet? 

Einiges wie die Umsicht beispielsweise ist sicher gut gemeint - aber die Formulierung so ist keine 1 oder 2 :/

Liebe Grüße,

Annabelle

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Kommentar von DarthMario72
23.12.2015, 09:25


leider wurde sich bei den Formulierungen nicht immer an die Standards gehalten, 

Reden wir über dasselbe Zeugnis? Ich finde da sehr viele Standards wieder.


wodurch eine richtige Übersetzung in Noten nicht so einfach ist.

Merkwürdig, ich fand es sehr leicht, dass in ein befriedigend zu "übersetzen".


aber die Formulierung so ist keine 1 oder 2 :/

Da stimme ich dir mal absolut zu!

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Ohje, ich glaube da ist etwas beim Zensieren des Nachnamens schief gegangen? Jedenfalls sind da einige Stellen, die man noch lesen kann. Sollte falls es geht entfernt werden, da Arbeitgeber ja gerne nach ihren Arbeitern im Internet suchen.

Verstehe aber nicht, wieso du es der Bewerbungsmappe entnehmen solltest. Steht ja ausschließlich positives drin und die Punkte wie Zuverlässigkeit und Engagement sind sehr wichtige Dinge, die immer gut ankommen wenn sie von anderen bezeugt werden.

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Kommentar von isoiso2
23.12.2015, 05:02

von welche Stelle ist Rede?

Wenn ich mir dein ersten Absatz mit dem zweiten Absatz vergleiche ,wiedersprechen Sie sich.

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Kommentar von ChristianLE
23.12.2015, 08:28

Steht ja ausschließlich positives drin

Wie überraschend....

Arbeitgeber in Deutschland sind faktisch verpflichtet, nur positive Dinge in ein Arbeitszeugnis zu schreiben. Es ist demnach eine "Kunst", negative Arbeitsleistungen positiv zu umschreiben.

Ein klassisches Beispiel ist die Aussage: "Er war stets pünktlich". Dieser Satz impliziert, dass er jeden Morgen pünktlich (und keine Minute eher) zum Dienstbeginn am Schreibtisch (oder wo auch immer) saß, ansonsten aber nichts geleistet hat.

Zuverlässigkeit und Engagement sind sehr wichtige Dinge

Aber nicht unbedingt in einem Arbeitszeugnis. Ein hohes Engagement lässt nämlich keine Rückschlüsse auf das eigentliche Arbeitsergebnis zu.

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Bedanke mich hier bei allen.
Nach 3 Monaten im Betrieb, hab ich einen neuen Job erhalten,und meine alte Stelle gekündigt.

Jetzt frag ich mich, auch wenn mein Arbeitszeugnis zwischen gut bis mittelmäßig ist,ob ich Sie dennoch erwähnen soll.

Einerseits, war ich ein Mitarbeiter, der die Aufgabe im Betrieb in (2-3) Bereich erledigt hat.

Andererseits,frag ich mich was der Arbeitgeber von mir halten soll,wenn ich nur 3 Monat beschäftigt war.

mfg

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Ich würde das mit 2+ beurteilen und sehe keinen Grund, warum Du es aus Deiner Bewerbungsmappe entfernen solltest.

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Kommentar von DarthMario72
23.12.2015, 07:45

Ich würde das mit 2+ beurteilen

Wie kommst du zu dieser Einschätzung?

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Was mir auffällt sind diese Angaben...

erledigte die ihm obliegenden Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit.

Eine "vollste" Zufriedenheit wäre etwas besser gewesen.

Und auch bei....

Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten , Kollegen und Kunden war einwandfrei.

hätte "stets einwandfrei" besser geklungen. Dennoch finde ich das du ein befriedigendes Zeugnis erhalten hast.

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Kommentar von macqueline
23.12.2015, 06:13

Ich habe mal bei einem Zeugnis darum gebeten, dass "vollste" ersetzt wird durch "volle", weil es eine Steigerung von "voll" nicht gibt.

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