ich hab mal ne dämliche frage... darf ich auf privaten grund nen privaten schießstand fürs bogenschießem aufbauen?

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6 Antworten

Hallo breitio0,

es ist erlaubt, mit dem Bogen auf dem eigenen Grundstück zu schießen. Das niemand ins Schussfeld laufen kann, wird deine kleinste Sorge sein. Es gilt nämlich, dass kein Pfeil das eigene Grundstück verlassen darf. Also auch kein fehlgeschossener Pfeil, was die Sache extrem schwierig macht. Abpraller und vor allem Streifschüsse können den Pfeil fast bis zu 90 Grad seitlich weggehen lassen, das wird dann unberechenbar. Jeder Schütze haftet zu 100% für jeden Schuss.

Am besten lässt sich eine Scheibe mit einem hochwertigem Pfeilfangnetz sichern (evtl. auch in U-Form um das Ziel), hinter diesem noch ein geschlossener Holzzaun. Wenn das eigene Grundstück z.B. 50m ab Schussposition lang ist, kann gut auf 30m geschossen werden. Ich würde die Scheibe nie direkt auf die Grundstücksgrenze stellen.
Prima ist z.B. ein angrenzendes Feld, ohne Straße oder Wege.
Das Netz sollte wenigstens 2,50m hoch sein und locker hängen. 

Beim Schießen ohne jede Sicherung hinter dem Ziel ist ein Sicherheitsbereich von mindest. 150m gefordert, ohne jede Straße, Wege oder anderes.

Ansonsten gilt es, wie so oft beim Schießen, den gesunden Menschenverstand einzusetzen. Beim Ausziehen des Bogens ist der Pfeil auf das Ziel zu richten, nie schräg nach oben. Auf jeden Fall bedarf das Bogenschießen keiner behördlichen Genehmigung. Wenn es sich um ein fremdes Grundstück handelt, ist die Genehmigung des Eigentümers notwendig.  Ich hoffe, ich konnte dir einige Fragen beantworten.

breitio0 26.12.2016, 22:51

dass der pfeil das grundstück verlassen könnte ist kein problem... 

ich hab nen ca 200 m langes stück wovon 70m wiese und der rest wald ist(hinter dem wald ist ne ecke wiese... ich denk das sollte schon passen)... die wiese ist relativ wellig... ich hab auf die länge nen höhenunterschied von ca 1m, was ich planieren will... unabhängig davon ob es zum bogenschießen genutzt wird oder nicht... das abgezogene material würd ich jedenfalls zu nem kleinen ca 1,50m hohen wall aufschütten... 

ich hab aber seitlich nur ca 10m zu einem weg, der die grundstücksgrenze bildet

meine sorge ist, dass jemand seitlich reinlaufen könnte, da es auch etwas schlecht einsehbar ist

edit: vllt bin ich auch zu übervorsichtig... aber man sollte die frage vorher halt mal gestellt haben

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Bogenfreund 27.12.2016, 16:11
@breitio0

Solange dieser Weg z.B. rechts seitlich zu deinem Grundstück verläuft (sozusagen parallel zur Schießrichtung), wäre das ja nicht so dramatisch, evtl. kann das Ziel etwas versetzt werden (auf mein Beispiel bezogen nach links). 

Führt dieser Weg jedoch in deine Schussbahn, ob vor oder erst hinter dem Ziel, dann musst du ihn absperren, solange du schießt. Am besten mit einem Hinweis auf einer Tafel. Problematisch nur, wenn es ein öffentlicher Weg ist.

Es ist schwierig, dass ohne eine Skizze zu beurteilen. Aber wer sich (lobenswerterweise) solche Gedanken macht wie du, der wird das passende schon finden ;-)

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Bögen fallen aufgrund diverser Fakten nicht unter das Waffengesetz.

1. Verlässt kein Projektil einen Lauf. 2. Wird die benötigte Energie nicht gespeichert sondern muss dauerhaft vom Schützen aufgebracht werden.

Somit ist keine Genehmigung erforderlich wenn du auf deinem eigenen Grundstück damit hantieren willst. Du musst lediglich für deine Pfeile haften. 

Je nach Bogen kann ein Fehlschuss mehrere hundert Meter weit fliegen. Wenn ich an meinen Compound mit 65lbs Zugkraft denke wirds mit deinem Grundstück schwer.

Pfeilfangnetze sind lachhaft, da die nur in den wenigsten Fällen nen Pfeil erwischen. Ein Schussfang aus Erde ist diesbezüglich sinnvoller. Keine Steine, da diese zu Abprallern führen die den Pfeil unkontrollierbar machen. Bei deinen Voraussetzungen sollte der Pfeilfang höher (würde zu 2 Metern) und umfassend (also U-Form) sein.

Rechtlich hast du keine Vorschriften aber das sagt der gesunde Menschenverstand.

Bei der Gefahr von Menschen die das Grundstück betreten rate ich zu Flatterband und evtl. einer Begleitung für ein zweites Paar Augen.

Ich schiesse seit gefühlten Ewigkeiten bei uns im Park. Weit einsehbare Fläche und eine 2,5 Meter dicke Eiche hinter meinem Ziel.

Sobald sich jemand nähert wird das schiessen eingestellt und erst wieder aufgenommen wenn klar ist dass kein Risiko besteht.

Bisher gabs noch nie eine Beschwerde.

Darfst Du (man), sofern man sich an die Sicherheitsvorschriften hält.

Dazu gehört unter anderem, dass ein ausreichender Abstand zur Grundstücksgrenze eingehalten wird.

Sofern das Grundstück gesichert ist (umzäunt) bedarf es meines Wissens auch keiner Genehmigung.

Ich würde sagen, Nein. Es wirkt harmlos, aber da man sich ernsthaft verletzen kann, braucht man vermutlich eine Genehmigung. Hoffe, ich konnte helfen :)

breitio0 25.12.2016, 03:39

witzig. aber überhaupt nicht, da du genau die zweifel meiner fragen aufgegriffen und erneut wiedergegeben hast

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Anonymonusus 25.12.2016, 03:40
@breitio0

Zumindest ist es zu erwarten, dass es ohne Genehmigung illegal ist. Noch dazu, wenn mehrere Personen beteiligt sind. 

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Hallo Breitio,

Auf deinem Privatgrund kannst Du natürlich mit Pfeil und Bogen schießen.
Am Privatgrund wird dir ja schließlich nicht plötzlich wer ins Schussfeld laufen. 
Was jedoch wichtig ist, du musst gewährleisten, dass der Pfeil dein Grundstück nicht verlässt. Und solange das nicht der Fall ist, wird sich auch keiner darum kümmern. Denn du haftest natürlich dafür, wenn ein Pfeil versehentlich dein Grundstück verlässt und z.B. Schaden anrichtet.
Daher sollst du Maßnahmen ergreifen, um dies zu verhindern.

Lg Albert

Der Bogen ist in Deutschland ein reines Sportgerät und unterliegt nicht dem Waffengesetz.

Es darf also im Prinzip überall damit geschossen werden.

Allerdings muß gewährleistet sein, das niemand außenstehender gefährdet werden kann.

Anonymonusus 25.12.2016, 03:54

Ich rate zur Meldung, lebe aber nicht in Deutschland ubd kann daher eenig über die Gesetze sagen. 

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windydogs 25.12.2016, 04:17
@Anonymonusus

Eine " Meldung " bringt einem hierzulande gar nix, außer vielleicht das verstört-fragende Gesicht eines kommunalen Sachbearbeiters oder Polizisten.

Vor allen Dingen schützt so eine " Meldung " nicht im geringsten davor, daß einem eine hysterische Nachbarin die Polizei auf den Hals hetzt.

Aktuell werden hier regelmäßig SEK´s in Marsch gesetzt, weil jemand hinter der Gardine mit einem Akkubohrer hantiert ( ...." da fuchtelt einer mit ner´ Waffe rum...), weil im Wald "  Männer mit Gewehren herumlaufen und schießen...." ( Jäger in orangefarbenen Warnwesten ), oder weil Kinder im klar erkennbaren Alter von maximal zwölf auf der Wiese mit " Maschinengewehren " ( Softairspielzeug ) herumlaufen.

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