Ich hab grad angefangen die Bibel zu lesen. Hab eine Frage?

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18 Antworten

In der Bibel lässt sich relativ gut nachvollziehen, dass das israelitische Gottesbild starken Entwicklungen unterworfen war. So einheitlich, wie uns das heute weisgemacht werden soll, ist die Beschreibung von Gott in der Bibel nicht.

Der biblische Gott JHWH wurde erst während der babylonischen Gefangenschaft im 6. Jhdt. v.Chr. zum alleinigen und allmächtigen Gott befördert.

Zuvor, in der Genesis und auch noch bei Mose und bis zu David, war Gott nicht der einzige seiner Gattung. Er war nur der Gott der Israeliten neben vielen anderen Göttern der Nachbravölker.

Ursprünglich hatte er noch eine Gattin, die Aschera, von der er aber auch während der babylonischen Gefangenschaft "geschieden" wurde. Die Verehrung der Aschera als Gottes Gattin lässt sich auch archäologisch sehr gut nachweisen.

Apologeten versuchen heute, derartige "Widersprüche" im Gottesbild wegzudiskutieren. Hier kam auch schon das Argument, der Plural wäre gar nicht so gemeint. Das ist aber defintiv falsch, sogar in der Bibel lässt sich nachlesen, dass JHWH ursprünglich nur einer von vielen Göttern war.

Psalm 82:
"Ein Psalm. Von Asaf. Gott steht auf in der Götterversammlung, / im Kreis der Götter hält er Gericht..."

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Kommentar von Viktor1
03.02.2016, 17:06
Das ist aber defintiv falsch, sogar in der Bibel
lässt sich nachlesen, dass JHWH ursprünglich nur
einer von vielen Göttern war.

Psalm 82

Nun, wenn du dich schon so gut auskennst, dann lies mal Ps.58,1-12

Dort sind mit "Götter" eindeutig ungerechte Richter gemeinst, welche dort furchtbar verflucht werden. Psalm 82 knüpft daran an. Gott hält unter ihnen gegen sie Gericht.

Also: Nicht überall wo "Götter" drauf steht ist auch Götter drin, schon garnicht in den Schriften der Bibel.

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Ich kenne den Vers auch ganz gut und wenn da steht, lasst uns Menschen machen, als unser Abbild uns ähnlich, dann ist dies ein ganz eindeutiges Zeichen, dass dass die Person, die das sagt, mit mindestens einer weiteren Person spricht, wahrscheinlich aber mit mehr als einer weiteren Person, da ansonsten stehen würde: Lass uns Menschen machen... 

Alles andere wäre reine Interpretation dieser klaren Aussage. Es geht dabei eindeutig um einem Mehrzahl an Personen, zu denen gesprochen wird bzw. wurde.

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Kommentar von Viktor1
03.02.2016, 16:40

Gott könnte (nach den Vorstellungen der Autoren der Schrift, darüber reden wie doch - oder ?) auch mit sich selbst gesprochen haben und sehr wohl auch im Plural wie es von "Herrschern" oft üblich war - bis heute .
Tatsache ist,  daß immer nur von Gott als einer Person gesprochen wird, welche handelt, befiehlt, ruht. Wäre die "Schöpfung" (immer noch nach der Vorstellung der Autoren) ein Gemeinschaftsunternehmen, wäre dies irgendwo mal ersichtlich - aber nix.
Außerdem waren da ja schon Tiere, mit denen Gott gesprochen hat, welche er gerade  "beauftragt" hatte. In diesem Umfeld könnten die Autoren der Bibel Gott wohl weiter zu ihnen sprechen lassen.
Außerdem wird in 1.Mos.2,7 der Mensch nochmals gemacht , ohne "Rücksprache".

eindeutig um einem Mehrzahl an Personen, zu 
denen gesprochen wird

Wieso gibt  für dich die Bibel plötzlich so  eindeutige Aussagen her ?
Gehörst du jetzt zu den streng Bibelgläubigen ? Oder passt es gerade mal ?

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Toll, dass du die Bibel liest und dir Gedanken darüber machst! Lass dich durch unsinnige Kommentare auf Gute Frage nicht ärgern...

In der Bibel gibt es verschiedene Gottesnamen, die im Deutschen schwer wiederzugeben sind. In der hebräischen Bibel steht hier "elohim" die weibliche Mehrzahlform von "El". (Also wörtlich etwa "Göttinnen", es ist aber inhaltlich nur ein, nämlich Gott gemeint). Die meisten Bibelübersetzungen geben "elohim" mit "Gott" wieder lassen die Mehrzahlform sonst im Ausspruch. so wie auch ein König von sich selbst im Plural spricht.

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Kommentar von Hamburger02
03.02.2016, 14:49

Das ist die "moderne" Erklärung, gibt aber nicht das damalige Götterbild wieder. Tatsächlich wurde bis zur babylonischen Gefangenschaft von mehreren Göttern und Göttinnen ausgegangen, unter denen JHWH von den Israeliten allerdings als der mächtigste angesehen wurde.

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Kommentar von Eselspur
03.02.2016, 22:59

und wenn es so gewesen ist / gewesen sein sollte....: na und?

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Als Gott seinem „Werkmeister“ seinen Vorsatz, den Menschen zu erschaffen, kundtat, sagte er: „Laßt uns Menschen [ʼa·dhám] machen in unserem Bilde, gemäß unserem Gleichnis“ (1Mo 1:26, 27; Spr 8:30, 31; vgl. Joh 1:1-3; Kol 1:15-17). Da Gott aber ein Geist ist, können wir ihm äußerlich nicht gleichen, sondern in seinen Eigenschaften, nämlich Liebe und Gerechtigkeit. (Vgl. Kol 3:10.)

Einhornname, lies doch noch die nachfolgenden Bibelverse, denn weißt du, zu wem Gott sprach. Am Ende der Schöpfung jauchzten auch alle Engel vor Freude über die Schöpfung, an der sie bestimmt beteiligt gewesen waren, zumindest als Zuschauer.

Sprüche 8:30 "da wurde ich neben ihm zum Werkmeister, und ich wurde der, den er Tag für Tag besonders liebhatte, während ich allezeit vor ihm fröhlich war,"

„Wer stieg zum Himmel empor und fuhr herab? Wer fasste den Wind in Seine Fäuste? Wer band die Wasser in ein Kleid? Wer richtete alle Enden der Erde auf? Was ist Sein Name und was ist der Name Seines Sohnes? Weißt du das?“ (Sprüche 30:4)

„Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist. Denn in Ihm ist alles erschaffen
worden,  (Kolosser 1:15)

Normalerweise würde ich jetzt nicht so viele Bibelverse benennen. Aber du scheinst die Schriften zu  prüfen. Für dich gilt das gleiche Lob, wie für die.............( Apostelgeschichte 17:11)

Mach weiter so!

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Kommentar von Hamburger02
03.02.2016, 17:31

"Da Gott aber ein Geist ist, können wir ihm äußerlich nicht gleichen, ...."

Ach, da erzählst du aber wieder etwas von einem selbstgebastelten Gott, der mit dem Gott der Bibel nichts zu tun hat und für den du mit Sichehrheit keinerlei Beleg hast außer deiner blühenden Fantasie.

In der Bibel ist Gott einem Mann so ähnlich, dass Abraham ihn sogar erst auf Nachfrage als Gott erkannte, bevor er ihn zu Kalbsbraten und Kuchen in sein Zelt einlud. Welcher Geist isst denn Kalbsbraten und Kuchen und sieht einem menschlichen Mann zum Verwechseln ähnlich? 

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Wieso nicht? Was Gott ist, weiss ja niemand, deshalb kann es Einzahl oder Mehrzahl sein, wir wissen es nicht und es spielt keine Rolle.

Gott als Einzahl abzugrenzen macht nur dort sind, wo es mit anderen Gottheiten, die aber nicht das gleiche bedeuten, verwechselt werden könnte.

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Die Präastronautik geht davon aus, dass wir von Wesen erschaffen wurden, die nicht auf unserem Planeten heimisch sind oder sich vor uns verbergen

Es gibt auch weitere Hinweise in der Bibel, die für diese These sprechen, aber damit solltest du dich nur beschäftigen wenn du nicht zu tief im Glauben verwurzelt bist, für die echten (150%) Gläubigen ist das alles Blasphemie.

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Kommentar von DerBuddha
04.02.2016, 00:20

eine interessante theorie, die zudem den vorteil hat, viele zu erklären, z.b. die ganzen funde im bereich der "verbotenen archäologie"........das die menscheit viel älter ist, dass es hochkulturen gab, die wir nicht erklären können, dass ufo-sichtungen bis tausende jahre vor unserer zeitrechnung beschrieben werden kann man eigentlich nicht abstreiten, die frage ist dann nur, wie weit man mit den möglichen erklärungen gehen möchte...............

denn möglich wäre auch, dass wir nicht von ausserirdischen wesen erschaffen wurden, sondern dass vor uns andere menschliche wesen diesen planeten bewohnten und wir nur die "nachkommen" von ihnen sind, das sie sich durch irgendein ereignis selbst "zerstört" wurden oder in ihrer entwicklung wieder in die sogenannte "steinzeit" zurück gefallen sind und von vorne beginnen mussten............

fakt ist jedenfalls, dass es archäologische funde gibt, die nicht in unsere zeitspanne passen und die mehr fragen aufwerfen, als uns lieb wäre...........z.b. hunderte millionen jahre alter menschlicher fußabdruck, der in einer gesteinsschicht die ersten meerestiere zerdrückt hat............oder 20.000 jahre alte riesige bauwerke, die unter meerwasser liegen, hochtechnisch gebaut wurden, aber zu einer zeit, als diese baufläche noch über dem meeresspiegel lag......selbst die sphinx hat im sockel riesige wasserschäden, und dass, obwohl sie nie im wasser lag, ausser vor mehr als 12.000 jahren, denn zu diesem zeitpunkt war dort alles überflutet und das würde dann auch zu der legende passen, die besagt, dass die cheops-pyramide und die sphinx schon lange existierten, bevor die ersten menschen in diese gegend kamen..........

wie geschrieben, es gibt viele denwkeisen, aber die märchen von einem gott sind da echt nicht haltbar..............:)

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Hallo Einhornname!

Der Schlüssel zu diesem Vers aus Genesis 1,26 liegt bei Kol 1,15, .16 (ELB)denn dort lesen wir über Jesus:

15 Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung. 16 Denn in ihm15 ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare,

Als Gott das materielle Universum erschuf, mit allen Galaxien, einschließlich unserer Sonne und unserer Erde, existierte der Erstgeborene und die Engelsöhne Gottes schon sehr lange im geistigen Himmel.

Als er dann seine Menschenkinder, Adam und Eva erschuf, tat er das nicht im Verborgenen. Jesus war dabei und freute sich, genau so die Engel laut Hiob 40

„Wo warst du, als ich das Fundament der Erde legte? Sag es doch, wenn du so viel weißt! 5 Wer hat ihre Maße festgelegt und wer die Messschnur über sie gespannt? Du weißt es doch, oder etwa nicht? 6 Worin sind die Pfeiler der Erde eingesenkt, und wer hat ihren Grundstein gelegt? 7 Damals sangen alle Morgensterne, und die Engel jubelten vor Freude.“

Gott spricht also wahrscheinlich mit Jesus oder auch mit den Engeln.

Grüße, kdd

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die bibel ist voller widersprüche und vor allem, dort wird ein gott beschrieben, der alle eigenschaften besitzt, die man dem teufel immer zuschreibt...........

selbst hochstudierte theologen streiten sich seit jahrhunderten über diese widersprüche und können sie nicht erklären..............

mach dir mal gedanken, warum der gott dumme und ungebildete menschen wollte und sie dann dafür bestrafte, dass sie wissen erlangen wollten.........das märchen von dem rauswurf aus dem paradies zeigt nämlich genau dass, denn als der mensch erkenntnis erlangte, also als er erst erkennen konnte, dass er z.b. nackt war, wurde er dafür bestraft..........

würde dass ein gott machen, der alle menschen liebt?............oder warum konnte der mensch vom baum der erkenntnis naschen, wenn doch gott angeblich allwissend sein soll? wusste gott doch nicht alles oder wenn doch, warum hat er dann trotzdem alles "zugelassen"?.......wenn angeblich alles gut war, was er erschaffen hat, warum sind dann aus einer einzigen landmasse unzählige kontinente und inseln entstanden, die zu allen zeiten alle dort lebenen wesen durch vulkanausbrüche, erdbeben und tsunamis durch natürliche gesetzmäßgkeiten töten?.......sind naturgesetze stärker als gott oder ist er doch nicht allwissend und allmächtig?............wenn also alles gut war, was er erschaffen hat, wie kann es dann sein, das sich engel gegen ihn stellen?.......wusste er es nicht vorher oder sind diese wesen doch nicht perfekt oder sogar stärker als sein wille?........denk mal drüber nach, es gibt unzählige widersprüche in diesem märchenbuch............:)

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Ich finde es toll, dass du die Bibel lesen möchtest und wünsche dir viel Spaß und Gottes Segen dabei.

Zur Unterstützung können gute Bibelkommentare wie die von Walvoord, MacArthur, Ryrie oder MacDonald hilfreich sein. Die MacArthur-Studienbibel (mit Bibelkommentar) gibt es auch kostenlos auf Sermon-online: http://www.sermon-online.de/search.pl?lang=de&id=2173&title=&biblevers=&searchstring=&author=0&language=0&category=0&play=0&tm=2

Deine Frage beantwortet die MacArthur-Studienbibel m. E. recht gut. Dort steht zu 1. Mose 1,26: " 1,26 uns ... uns. Der erste klare Hinweis auf die Dreieinigkeit Gottes (vgl. 3,22; 11,7). Der Name Gottes, Elohim (1,1), ist allerdings ebenfalls ein Plural des hebr. Wortes El. Die Krönung der Schöpfung, der lebendige Mensch, wurde im Bild Gottes geschaffen, um über die Schöpfung zu herrschen. Damit ist die Bestimmung und einzigartige Beziehung des Menschen zu Gott definiert. Der Mensch ist ein lebendiges Wesen, das imstande ist, Gottes übertragbare Eigenschaften zu verkörpern (vgl. ). Mit seinem Verstand war er in dem Sinne wie Gott, dass er Vernunft und Intelligenz besaß sowie einen Willen und Emotionen. Im moralischen Sinne war er wie Gott, weil er gut und sündlos war."

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Weil sich Gott für so großartig hält, dass er sich selbst in der Mehrzahl ansprechen muss.

Toll dass du die Bibel liest, vielleicht öffnet sie dir auch die Augen was für ein Psychopath der darin beschriebene Gott ist :)

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Kann man die Bibel verstehen? Die Bibel ist immer wieder als ein Instrument benutzt worden, mit dem man fast jede Melodie spielen kann. Und wie viele falsche, ja teuflische Töne hat man diesem Instrument entlockt! Sie ist missbraucht worden, um böse Absichten zu „begründen“, sie wurde verwendet, um eigene Meinung zu stützen, sie ist verwendet worden, um Menschen irrezuführen und Macht über sie zu gewinnen. Und die Bibel hat sich nicht dagegen gewehrt! Warum ist das so? Es sollte doch nur eine Wahrheit geben, die überall und zu jeder Zeit gilt. Aber mit der Bibel ist es anders! Sie ist ein Buch, das erst in Verbindung mit dem heiligen Geist lebendig wird. Erst die Kombination aus der Mitwirkung Gottes und dem Geist seines Wortes lässt die Wahrheit der Bibel erkennen. 1. Kor. 2:10: „Uns aber hat Gott es offenbart durch seinen Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die tiefen [Dinge] Gottes.“ Am Volk Israel haben wir ein passendes Beispiel, das uns zeigt, wie wichtig Gottes Hilfe zum Verstehen der Bibel ist: „Aber Gott sorgte dafür, dass ihre Sinne verschlossen blieben. Denn bis zum heutigen Tag liegt derselbe Schleier über den Lesungen des alten Bundes. Dieser Schleier wird nicht weggenommen, weil er nur durch die Verbundenheit mit Christus gelüftet werden kann.“ (2. Kor. 3:14) Das heiß doch nicht mehr und nicht weniger, als dass ein Verständnis der Heiligen Schrift nur in der Verbundenheit mit Jesus Christus möglich ist. Es ist in der Bibel enthalten: Verständnis und Einsichten in den Geist der Bibel sind untrennbar mit dem Willen und Wollen Gottes verbunden (1. Kor. 2:10). Wenn Gott nicht will, dann geschieht nichts, was zur Erkenntnis einer biblischen Wahrheit führt. Und das bedeutet, dass nur bestimmte Menschen befähigt werden, den Sinn des Wortes Gottes zu erfassen. Und hier geht es wieder einmal um die innere Wahrhaftigkeit eines Menschen. Denn ein unehrlicher Mensch bekommt die nötigen Einsichten nicht, weil Gott mit einem solchen Menschen nichts zu tun hat! (Psalm 15) Ein Psalm bringt es zum Ausdruck: „Ich werde dir Einsicht verleihen und dich unterweisen in dem Weg, den du gehen solltest.“ (Ps. 32:8) Einsicht ist das Verstehen von Zusammenhängen, das Erfassen und Durchblicken des Wesentlichen. Es geht bei Einsicht nicht zuerst um Kopferkenntnis, sondern um Einsichten des Herzens, des inneren Menschen. Es geht auch nicht um spitzfindige Theologie oder darum, jeden Text aus der Bibel zu verstehen. Das kann man einfach nicht erwarten, wenn man an 1. Kor. 13:12, 13 denkt, wo erwähnt wird, dass ‚wir in verschwommenen Umrissen sehen und nur teilweise erkennen’. Und es geht auch nicht um Wortklauberei, indem man sich ein einziges Wort aus einer Übersetzung (und wir haben nur Übersetzungen der Bibel) herauspickt und darauf ein ganzes Gedankengebäude errichtet. Es gibt kaum ein Wort, das nur eine einzige Bedeutung oder Schattierung hat. Sprache ist ein unscharfes Werkzeug! Und es gibt viele Exegeten, die sich an ein einziges Wort klammern und meinen, dass es an jeder Stelle, wo es erscheint, dieselbe Bedeutung haben muss. Das ist ein fundamentaler Irrtum! Erst der Zusammenhang entscheidet über die Bedeutung! Und welch ein Unsinn ist dabei herausgekommen! Die ganze Winkelzieherei gehört in das Tätigkeitsgebiet der Scharlatane. Nein! Die Bibel ist anders! Sie verlangt, dass man sich ihr ausliefert und unterwirft, dass man grundehrlich mit ihr umgeht. Es geht immer um den Geist des Wortes Gottes und der ist eigentlich LIEBE! Diesen großen Rahmen hat Jesus Christus nie verlassen. Von ihm sagte man, dass er völlig anders lehrte, als die Pharisäer und Schriftgelehrten. Wenn er aus der Bibel zitierte, dann konnte man nicht widersprechen, so eindeutig, klar, rechtschaffen und grundehrlich hat er argumentiert. Er wollte wirklich nur einen Zweck verfolgen: dass Menschen zu Gott finden. Er hatte einen hohen Respekt vor dem Wort Gottes! Dieser Respekt bewahrte ihn davor, über das hinauszugehen, was geschrieben steht’. Das hängt auch damit zusammen, dass es Menschen, die es nicht gelernt haben, eigene Entscheidungen durch Gedankenarbeit und Einsicht herbei zu führen. Sie finden es bequem, sich anderen anzupassen und für sich entscheiden zu lassen. Eine gewisse Denkfaulheit mag da mitspielen oder die Furcht vor Menschen oder ein Mangel an Glauben. Solche Menschen vertrauen anderen Menschen mehr, als gut ist. Aber mit der Aufgabe des eigenen Denkens delegiert man auch die Verantwortung! Wir dürfen uns aber die eigene Verantwortung nicht abnehmen lassen, weil es nicht geht. Wer es trotzdem zulässt, wird immer den Lehren anderer Menschen folgen, egal wie gut oder schlecht sie biblisch begründet werden. Ja, er wird sogar der Lüge folgen, weil die Liebe zur Wahrheit nicht in ihm ist (2. Thes. 2:9,10, 11). Bei diesen Menschen geht es nicht um die Frage, ob sie einen bestimmten Tatbestand nicht erkennen können; sie wollen es eigentlich nicht. Ist das ein zu harter Vorwurf? Wer schon über gewisse Ungereimtheiten mit guten Argumenten diskutiert hat, wird die Erfahrung gemacht haben, dass mancher sagt: Ich glaube nur, was der Pfarrer sagt! Und damit ist das Ende des Gesprächs erreicht. Wer die Bibel verstehen möchte, darf sein Gewissen nicht ausschalten! Gerade unser Gewissen ist ein feines Korrektiv, das uns vor manchen Irrlehren bewahren kann. Das Gewissen ist eine Gabe Gottes an den Menschen, damit er Entscheidungen im Einklang mit Gottes Willen treffen kann. Die Pharisäer (die großen Meister der Indoktrination) machten es vor: Bei der Auslegung des Sabbatgebotes waren sie so kleinlich streng und unbarmherzig, dass sie den Boden der Bibel verließen. Wenn Jesus am Sabbat heilte, dann sprach er bei seiner Rechtfertigung das Gewissen seiner Zuhörer an (Math. 12:11, 12). Überhaupt bemerken wir an Jesus, dass er Gebote brach, wenn sie in einer bestimmten Situation der Liebe widersprachen. Somit muss auch immer die Liebe im Spiel sein, wenn man die Bibel verstehen möchte oder interpretiert. Hätten wir es erkennen können, ob man uns anschwindelt? Ja und nein, denn wie ich deutlich zu machen suchte, sind für das Erkennen der Wahrheit ein paar Grundvoraussetzungen nötig. Auf keinen Fall ist es eine ausschließliche Angelegenheit des eigenen Verstandes. Gott verleiht Einsicht und Verständnis, und der einzelne Mensch muss sich dem öffnen und in einem gottgefälligem Zustand sein. Wohlgemerkt: Der einzelne Mensch, denn jeder steht in dieser Hinsicht für sich allein (Apg. 16:14; Mat. 16:17). Natürlich ist auch noch das menschliche Element zu berücksichtigen, denn Menschen können Mitarbeiter Gottes sein, aber niemals ist der andere Mensch im Erkenntnisprozess die entscheidende Größe. Ohne Gott geht in dieser Hinsicht nichts! (Psalm 127: 1,2)

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Kommentar von 666Phoenix
07.02.2016, 09:03

Ich empfehle, nach "Markieren-Kopieren-Einsetzen" dann die Funktion für den Satzumbruch entweder zu aktivieren oder händisch vorzunehmen. 

Dann fällt es nicht so auf, wenn man irgendwo abkupfert!

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Das ist das überhebliche "Wir", in dem alle Fürsten und Könige/Kaiser zu ihren Untertanen gesprochen haben. 

Aber sicher gibt es hierbei Übersetzungsnuancen, das sollte man nicht so sehr ernst nehmen. In der Bibel stehen Dinge, die sind bedeutend "katastrophaler"!

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normal spricht man in früheren texten zwar oft von sich in der mehrzahl, dass das aber auch in der bibel so gehandhabt wird wusst ich noch garnicht o.O jedenfalls redeten so nur herrscher oder adelige von sich selbst, irgendwie klingt es halt adeliger, warum genau das ganze kann ich nicht so wirklich erklären^^

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Der Grund dafür ist einfach und simpel. Die Bibelübersetzungen erfolgten im Zeitalter des Hochadels. Da sprach man des öfteres in Form einer Ehrenbezeichnung im Plural.

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Kommentar von gamine
04.02.2016, 11:27

Dann wäre ja überall in der Mehrzahl übersetzt worden und nicht nur an einzelnen Stellen...

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Hallo Einhornname,

Auch wenn im Hebräischen Elohim steht, so bedeutet das Götter.
Dort steht also Der Götter, DER (Einzahl) GÖTTER (Mehrzahl).

Christen betrachten das als einen Hinweis auf die Dreifaltigkeit
Juden glauben das durch die Formulierung die Erhabenheit Gottes unterstrichen wird.

Ich hoffe ich konnte dir helfen
Liebe Grüße, Klaus.

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Im Christentum gibt es einen dreieinigen Gott.

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Auch ein Fantasy-Roman darf Fehler aufweisen.

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Kommentar von comhb3mpqy
03.02.2016, 14:49

du kannst dich ja mal mit den erfüllten Prophezeiungen der Bibel beschäftigen. Oder such im Internet mal nach "Mensch Gott".

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