Ich hab die ganze Zeit Tränen in den Augen und fühle mich dem heilen nah kann aber nicht woran liegt das?

8 Antworten

Dein Vater mag zwar nicht gerade erfreut sein dass Deine Mutter sich lange Zeit nicht um Dich gekümmert hat. 

Ob Du nun weißt welche Gründe Deine Mutter für ihre Abwesenheit hatte oder nicht mag dahin gestellt sein. Einen Elternteil lange nicht kontaktieren zu können ist immer eine schlimme Sache. 

Nun hast Du Deine Mutter also gesehen. Vielleicht kommt jetzt so langsam der erlebte Schmerz auf der durch das Vermissen entstand.

Und dann bietet Dir Dein Vater an selbst zu entscheiden wo Du in Zukunft wohnen möchtest. Gerade geschickt hat er Dir diese Möglichkeit aber wirklich nicht angeboten. 

Wie auch immer:

Wenn ich Dich recht verstehe beginnt nun für Dich wieder Zeit mit Deiner Mutter. Die Möglichkeit besteht wieder. 

Du brauchst sie also nicht mehr so lange vermissen. 

Ich lese aus Deinen Zeilen dass Dich Deine beide Eltern sehr lieb haben. Weil sie Dich sehr lieb haben möchten sie Dir nicht weh tun. Sie möchten Dich nicht zwischen sich hin- und herschieben. Und sie möchten nicht über Deinen Kopf hinweg entscheiden für Dich. 

Das ist schon ein sehr großes Geschenk welches Eltern ihren Kindern machen können. 

Nun nimm Dir die Zeit die Du brauchst um mit den neuen Lebensumständen umgehen zu können. 

Ob Du dann eine Entscheidung triffst oder nicht mag erst mal egal sein. Ich jedenfalls lese dass Deine Eltern in jedem Fall für Dich das Beste wollen. 

Wenn bei uns Menschen Gefühle so stark berührt werden wie es bei Dir jetzt sicherlich der Fall war dann tut es uns gut weinen zu können. Und zwar egal ob aus Freude oder einfach so als Erleichterung oder aus Schmerz. Tränen reinigen die Seele. Tränen sind eine gesunde Weise starke Gefühle auszuleben. 

Denke also jetzt nicht mehr so viel nach und entspanne Dich. Wenn dann Tränen kommen lasse sie einfach laufen. 

den Kontakt hab ich ja wieder gesucht. sie war heute auch sehr " geschockt" als mein Vater ihr das gesagt hat das hab ich gemerkt. und als ich dann zuhause war hab ich sie gefragt ob alles in Ordnung ist. sie meinte es ist alles in Ordnung, was ich ihr nicht glaube😪. sie meinte ich soll mir keine sorgen machen. aber ich kann nicht anders😓

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Deinen früheren Fragen nach zu schließen, ist das heute Abend nicht das erste Mal, dass Deine Gefühle so intensiv traurig sind. Vermutlich ist es auch nur natürlich, dass es Dir so geht, denn Deine familiäre Situation scheint weit entfernt zu sein von einem glücklichen, geborgenen Familienleben mit Papa, Mama und Geschwistern. Grob geschätzt, liegt es also nicht etwa an Dir, dass Du seit zwei Stunden kurz vor dem Heulen bist und doch nicht losheulen kannst, sondern an Deiner Situation. Wahrscheinlich würde es den allermeisten Mädchen in Deinem Alter genauso gehen, wenn es bei ihnen daheim so wäre wie bei Dir.

Nach allem, was ich Deinen bisherigen Fragen habe entnehmen können, hast Du allerdings nicht allzu viele Möglichkeiten, an der belastenden Situation etwas zu ändern. Dein Vater, Deine Mutter könnten viel leichter etwas verändern als Du, aber sie haben es bisher nicht getan und daher ist es unwahrscheinlich, dass sie die Notwendigkeit dazu jetzt plötzlich so klar erkennen, dass sie sich endlich dazu aufraffen.

Es wird Dir nichts anderes übrig bleiben, als selbst aktiv zu werden. Indem Du Dich selbst verletzt oder sogar darüber nachdenkst, ob bzw. wie Du Dich umbringen könntest, bist Du bereits aktiv geworden. Doch das ist eine destruktive, selbstzerstörerische Aktivität, die ich nicht meine, weil sie Dir nicht hilft, sondern Dich im Gegenteil in immer noch mehr Leid hineinmanövriert.

Deshalb solltest Du zunächst einmal versuchen, immer klarer zu beurteilen, was eine destruktive Aktivität ist, die Deine Probleme langfristig nur verstärkt, und was eine positive Aktivität ist, die Dich möglicherweise ein Stück weit zu einem frohen Leben zurückführen kann.

Nimm dazu ein großes Blatt Papier nehmen, male in die Mitte einen dicken schwarzen Strich nach unten, und wenn Du das Gefühl hast, etwas bestimmtes gerne tun zu wollen, schreibst Du es mit rotem Filzstift in die linke Hälfte von den Blatt Papier, wenn es sich um eine zerstörerische Aktivität handelt - und lässt es dann sein! - oder, wenn es sich um eine möglicherweise heilsame Aktivität handelt, schreibst Du es mit grünem Filzstift in die rechte Hälfte von dem Blatt Papier - und das kannst Du dann tun!

Je mehr von den Sachen aus der grünen Hälfte Du tust, desto mehr Ideen, die wieder in die grüne Hälfte passen, wirst Du haben. (Bei der roten Hälfte ist das natürlich genauso.) Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mir demnächst hier in einem Kommentar schreibst, dass Du ein neues, zweites Blatt Papier nehmen musstest, weil die grüne Hälfte zuerst voll war!

Ich wünsche Dir alles Gute - auch wenn Du im Moment vielleicht nicht daran glaubst, dass das Leben für Dich noch einmal etwas Gutes parat hat. Du bist noch jung und hast den größten Teil Deines Lebens noch vor Dir - den wahrscheinlich schwierigsten Teil Deines Lebens aber hast Du jetzt!

Deshalb ist jetzt alles erlaubt: Traurigsein, Tränen-in-den Augen-haben, heulen müssen genauso wie nicht-heulen-können usw. Schwierige Phasen im Leben werden so viel eher gemeistert als mit einem total unechten "Poker-face". Es gehört einfach dazu.

Das Hauptaugenmerk gebührt daher nicht so sehr der Frage, warum einem nach Heulen zumute ist oder ob es normal ist, dass man heulen möchte aber nicht heulen kann, sondern dem Streben danach, aus der gegenwärtigen, belastenden Lebenssituation in eine neue, selbstbestimmte Phase des Lebens hinüberzugehen.

Dabei kann Dir jede "grüne" Aktivität, die Du getan hast und die dazu beigetragen hat, dass Du Dich ein kleines bisschen besser fühlst, ein Wegweiser sein zu Deiner zukünftigen, selbstbestimmten und glücklichen Lebensphase.

Was meinst Du dazu?

ich gewöhn mir das ritzen grad ab weil meine Cousine die Narben gesehen hat und sie da meinte wenn sie mich noch einmal mit neuen Schnittverletzungen sieht erzählt sie es meinem Vater.und da ich das nicht wollte hab ich diese Gegenstände dafür entsorgt.

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@Thaddeus99

Heißt das, Du hast Narben an den Armen vom Ritzen, und Dein Vater weiß nichts davon? Was glaubst Du, wie Dein Vater reagieren würde, wenn er davon erführe? Wie lange ist das letzte Ritzen denn jetzt her? Glaubst Du, Du bist damit "überm Berg"?

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seid c.a. Ende Februar. deswegen will ich mir das ja ab gewöhnen grade damit er es nicht erfährt

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@Thaddeus99

Dann hast Du es ja schon ca. drei Wochen geschafft - das ist sehr gut! - Was tust Du jetzt, wenn Dein innerer Druck so steigt, dass Du Dich früher geritzt hättest, um Dir Erleichterung zu verschaffen?

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keine Ahnung .ich hab aber schon wieder Suizid Gedanken..

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naja manchmal wünschte ich mir erschossen zu werden und ab und zu überfahren bzw über rollt zu werden

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@Thaddeus99

Du möchtest also einfach gemacht kriegen, dass alles aufhört. - - -  Das ist ein Zeichen dafür, dass es in Deinem Leben einige Dinge gibt, die dringend aufhören müssen. Dass Du Dir dabei vorstellst, erschossen zu werden (nicht, Dich selbst zu erschießen), bedeutet, dass Du es Leid bist, die Dinge selbst in die Hand nehmen zu müssen, für die Du eigentlich noch viel zu jung bist. - Ich kann nur erahnen, was Deine Eltern in den Jahren Deiner Kindheit alles versäumt haben, dass es Dir jetzt so geht. - Überlege einmal: Wo bzw. bei wem könntest Du noch einmal so richtig Kind-sein und auf- bzw. nachholen, was Dir an Umsorgt-werden und Alles-gemacht-kriegen schon früh gefehlt hat? -

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bei meiner Mutter aber ich darf ja nicht mal da schlafen

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@Thaddeus99

Sagte Dein Vater nicht, Du dürftest zu deiner Mutter zurückziehen, wenn Du wolltest? - Oben hast Du geschrieben, dass Du das gar nicht willst. - - - Kann es sein, dass Du einfach (D)eine Mutter vermisst, aber irgendwo tief innen auch weißt, dass Deine Mutter Dir nicht geben kann, was Mütter sonst normalerweise ihren Kindern geben - Nähe, Vertrautheit, unbedingtes Für-einander-dasein, eben das alles? - - - Wer von Deinen Eltern hat denn das Sorgerecht für Dich? Beide? - - - Und die Tante, die sich offenbar Sorgen um Dich macht und schon mehrmals angesprochen hat, dass Du wohl am besten in eine Klinik gingest, könnte die Dich nicht eine Zeit lang zu sich nehmen und sich um Dich kümmern? - - -

Übrigens, falls Du gerne liest, empfehle ich Dir dieses Buch: "Der Schlunz" von Harry Voß. Ich glaube, diese Geschichte ist wie für Dich gemacht!

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ich will ja zurück zu meiner mitter ziehen aber ich will auch bei meinem Vater bleiben😕.ich vermisse sie ja auch .auch wenn ich gestern erst da war .sie konnte mir Vertrautheit ind das alles geben. beide haben das Sorgerecht. mit meiner Tante will ich eigentlich so gut wie gar nichts mehr zu tun haben weil die einfach nur nervt. hab auch das Problem gehabt , dass ich bis 4 Uhr nicht einschlafen konnte😕

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@Thaddeus99

Das Problem, das Du hast, haben viele Kinder, deren Eltern getrennt sind. Ein Kind braucht eben beide Eltern, es braucht den mütterlichen und den väterlichen Teil. Auch wenn eine Scheidung und Patchwork-Familien usw. heute nicht mehr gesellschaftlich geächtet sind - was gut ist - ist es nach meiner Auffasung eher die Ausnahme, dass Scheidungskinder von der Trennung ihrer Eltern profitieren.

Immerhin verwehren Dir Deine beiden Eltern nicht den Kontakt - nicht zu sich selbst und nicht zum jeweils anderen Elternteil. Trotzdem lastet offenbar zuviel Eigenverantwortung auf Deinen Schultern, was ich daraus entnehme, dass Du den erneuten Kontakt zu Deiner Mutter selbst suchen musstest, während sie ihn über die Jahre nicht von ihrer Seite aus lückenlos aufrechterhalten hat.

Deine verständliche und nachvollziehbare Reaktion, immer weniger zu sprechen, führt dabei allerdings zu immer noch weniger echtem Kontakt mit Deinen Eltern. Es wäre daher gut, wenn es Dir gelingen würde, immer wieder das intensive Gespräch zu suchen, und zwar sowohl mit Deinem Vater als auch mit Deiner Mutter. Du darfst ruhig hartnäckig dabei sein, ihnen zu sagen, was Du all die Jahre schmerzich vermisst hast und was Du Dir ab jetzt wünschen würdest. Auch, wenn sie nicht darauf eingehen und nicht bereit sind, das so umzusetzen, können viele intensive Gespräche Euch wieder einander näher bringen.

Die Geborgenheit, die Du in Deiner Kindheit und mit 8, mit 10, mit 12 Jahren hättest haben sollen und nicht hattest, kannst Du - im Idealfall wenigstens - jetzt noch mit Hilfe Deiner beiden Eltern nachholen. Andernfalls wird sie Dir wahrscheinlich Dein Leben lang fehlen.

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sie meinte sie hat si h gemeldet aber ich hatte sie gesperrt. aber ich hatte dafür einen grund : ich bin damals zu ihr gefahren und da meinte sie zu mir dass ich nur wegen Geld komme. ich hatte noch nicht mal einen Satz gesagt. seid dem hatten wir keinen Kontakt. und als ich den Kontakt wieder aufgenommen haben habe ich ihr auch gesagt dass ich sie nicht wegen dem Geld sehen wollte sondern einfach nur so😪

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@Thaddeus99

Meine Güte, das ist sooo traurig!!! - - - Aber vielleicht könnt Ihr die Vergangenheit mit alle ihren Kränkungen und Missverständnissen als vergangen beiseite legen und noch einmal von vorne anfangen...

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ich Versuchs mal danke

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Du hast ein Gefühlschaos in Dir. Einerseits bist Du enttäuscht, dass Dein Papa so hartherzig zu Deiner Mama war und Dir gesagt hat, dass sie sich nicht um Dich gekümmert hat. Und Du bist traurig, weil Dein Papa Dich nach Deinem Gefühl "loswerden" will, weil er mehrmals gesagt hat, Du könntest auch zu Deiner Mum zurück. Dein Papa, bei dem Du lebst, war hartherzig zu Deiner Mum und dann auch nicht wirklich lieb zu Dir. Deshalb fühlst Du Dich von ihm etwas im Stich gelassen und bist enttäuscht. Und insgesamt stehst Du in der Mitte, weil Du sicher beide Elternteile liebst. Es sind schließlich Deine Eltern.

Kopf hoch, die Eltern haben ein Problem MITeinander, nicht mit Dir. Leider sind die Kinder in den meisten Fällen die Leidtragenden. Halt die Ohren steif und genieße es, mit beiden Kontakt zu haben. Fühl Dich gedrückt

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