Ich glaube nicht,dass meine Emotion nicht etwas ist,was nicht überwunden werden kann?

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5 Antworten

Dass Emotionen für unsere Vorfahren einen Überlebensvorteil boten impliziert nicht, dass Emotionen unüberwindbar sind und es impliziert auch keine einfache kausale Verbindung zwischen Emotionen und Verhalten. Beispielsweise kann es gut sein, dass sich Angst evolutionär entwickelte, weil sie Fluchtverhalten fördert. Das bedeutet aber nicht, dass jeder Mensch, der Angst empfindet, flieht.

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Emotionen sind einiges mehr als nur reine Pegelanzeigen unserer Persönlichkeit.

Positive Emotionen fördern uns, und negative Emotionen belasten uns, aber beide sind gleichzeitig auch Steuerinstrumente, die bei richtigem Umgang damit alternative Wege zum Wohlfühlen anzeigen können.

Daneben sind Emotionen auch mit körperlichen Ereignissen verbunden, indem z. B. über Hormone das Gesamtgefüge der Körperfunktionen gesteuert wird. Auch dabei kommt es darauf an, daß alles im Gleichgewicht bleibt.

Dank unserer Intelligenz haben wir obendrein die Möglichkeit, unsere Emotionen so zu nutzen, daß einerseits kein übertriebenes Verhalten die Folge ist, und daß andererseit sogar negative Emotionen (angemessen) positive Erfolge bringen können.

Ekel kann uns davor schützen, schädliche Nahrung aufzunehmen, Abscheu müssen wir nicht zwangsläufig gegen Personen richten, sondern wir können eine solche Emotion auch allgemein gegen bestimmtes Verhalten richten (z. B. Unaufrichtigkeit), mit der Nebenwirkung, daß es dann auch selbsterziehend wirkt, usw.

Ich meine, daß auch Emotionen in gewisser Weise so etwas wie Körperteile sind, die man zum Benutzen hat und nicht, um sie verkümmern zu lassen. Und ebenso, wie man Arme oder Beine überstrapazieren kann oder auch sinnvoll und ausgewogen einsetzen kann, so ist es wohl auch mit den Emotionen.

Es kommt nur darauf an, für welchen Zweck und in welchem Umfang man das benutzt, was man hat, und darüber kann jeder bewußt selbst entscheiden.

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Die Evolution der Emotionen ist keine Ausrede und kein Märchen, es ist eine Tatsache.

Wer sich jedoch etwas genauer mit Emotionen beschäftigt, lernt dass sie reine Kopfsache sind und daher auch mittels Gedanken gesteuert werden können.

Die meisten Menschen tun das nur einfach nicht. Sie lassen ihre Gedanken von ihren Emotionen beeinflussen, anstatt umgekehrt mit ihren Gedanken ihre Emotionen zu steuern.

Mit etwas Übung kann man lernen seine Emotionen zu kontrollieren, das widerspricht jedoch in keinster Weise der Evolution.

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Natürlich haben wir Triebe und Emotionen, die uns beeinflussen. Das heißt aber nicht, dass wir keine Kontrolle darüber hätten. Wir sind keine  hormongesteuerten  Tiere, die der sogenannten "Natur" nichts entgegenzusetzen hätten.

Natürlich haben wir die Fähigkeit, uns zu kontrollieren und Entscheidungen zu treffen und dabei alles mögliche berücksichtigen, wie materielle Vorteile, ethische Erwägungen und vieles mehr.

Wäre es nicht so, würde jeder Mann, der gerade "Stimmung" ist, über jede Frau herfallen und sie vergewaltigen. Wenn wir Durst haben, beugen wir uns nicht über die nächste Pfütze, um daraus zu schlüfen. Wenn wir Hunger haben, aber gerade nichts zu essen, schnappen wir nicht dem nächsten das Steak vom Teller.

Wenn wir Druck auf dem Enddarm haben, hocken wir uns trotzdem nicht in die Fußgängerzone um dort einen Haufen hinzusetzen.

Natürlich haben wir die Fähigkeit, unsere Triebe und Emotionen zu kontrollieren und Entscheidungen über unser Verhalten zu treffen.

Diese Erkenntnis finde ich jetzt weder neu noch überraschend.

"Ich kann nicht" heißt im Normalfall "ich will nicht".

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Auch wenn ich Deinen Text so nicht Unterschreiben würde. Steckt wohl ein wenig Wahrheit darin.

"Die Frage ist,falls ich daran nicht glaube,meinen Emotionen nichtfolgen,und meine Emotionen als völlig überwindbar betrachte,kann
ich ganz anders aussehen und mich ganz anders verhalten."


Wenn man Emotionen überwindet / verhindert, handelt man definitiv anders. Das sieht man bei Mördern wie auch bei Mönchen.

Wenn man seine Emotionen überwindet wird man mit Nichten anderes aussehen. Es sei denn Du meinst die Kleidung welche man trägt.

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