Ich glaube nicht an Gott und mag meine Religion nicht! Was tun?

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18 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Deine Situation ist verzwickt aber nicht unmöglich. Früher oder später wird sich deine mit dem Gedanken arrangieren müssen. Eltern sind ganz gern rechthaberisch und versuchen ihre Dominanz und Kontrollsucht anderweitig zu erklären und würden dies nie eingestehen.

Was du machen kannst, ist dich weiterhin von deiner und jeglicher Religion zu distanzieren und auf keine Gespräche einlassen.

Ich habe eine ähnliche Situation gehabt. Ich stamme aus einer christlichen formen Familie und es war lange Zeit undenkbar, dass ich nicht Tel ihrer Region sein möchte. Ich habe die Religion kategorisch abgelehnt und mich auf keine religiöse Diskussionen eingelassen. Heute ist das Verhältnis in Ordnung.

Damals habe ich meine Eltern am Kopf geworfen: Es gibt keine religiöse Kinder sondern Kinder religiöse Eltern.

Du hast dein Recht auf deine Meinung un deine Ansichten.

Du machst es dir sicher nicht leichter, wenn du Religionen als "Schwachsinn" bezeichnest" und behauptest, sie seien im Mittelalter erfunden worden. Sorry, erste Aussage ist beleidigend, die zweite ist falsch.

Auch in anderen Bereichen haben Jugendliche oft andere Ansichten als ihre Eltern. Sieh das entsannt! Das war immer so und in ein paar Jahren wirst du dich um die Einstellung deiner Mutter nicht mehr besonders kümmern müssen.

Da du völlig frei bist, dir das auszusuchen, muss deine Mutter das eigentlich akzeptieren. Andererseits muss man diesen Konflikt nicht unbedingt an die große Glocke hängen. Z.B. könntest du einfach aufhören, darüber zu diskutieren, deinen Teil denken und halt dein Ding machen. Was würde dann z.B. passieren? Oder zwingt sie dich, an religiösen Ritualen teilzunehmen? Wenn nein, ist der Konflikt eigentlich kein Konflikt, wenn man den nicht anspricht ist der Konflikt damit erledigt. Wenn ja, dann muss sie das wohl oder übel akzeptieren. Dann kannst Du ihr vielleicht Atheismus ein bisschen erklären (fehlende Beweise als Grund, dass man als Atheist trotzdem Moral hat und ein guter Mensch sein kann usw.).

Nein, wir waren nie religiös oder so. Aber manchmal möchte sie irgendwie dass wir einen fest feiern der viel mit der Religion zu tun hat und ich sag ihr jedes mal, ich werde weder beten, noch am Fest dabei seien. Kerzen anzünden werd ich auch nicht und das gab dann letztes Jahr auch  einen Streit, vor Freunden und Familie. Die einzige die mich versteht ist meine Oma, da sie selbst auch aus jeglicher Religion ausgetreten ist. Ich brauche keinen Gott und keine Religion, das ist für mich Schwachsinn 

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@catgirl3000

Was spricht dagegen, dabei zu sein? Gerade wenn das Fest eher den Charakter einer Familienfeier haben sollte. Wenn die anderen beten, kannst Du halt meditieren.

Ich feiere z.B. auch Weihnachten mit der Familie. Nicht weil ich Jesu Geburt feiere, sondern weil es eine nette Tradition ist.

"Ich brauche keinen Gott und keine Religion, das ist für mich Schwachsinn" 

Ja normal, für viele andere Menschen auch ;).

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@blechkuebel

Wäre meine Mom normal geblieben, wär ich auch bei der Feier und würde nicht in mein Zimmer gehen. Da aber meine Mutter mich praktisch 'gezwungen' hat vor anderen zu beten, bin ich nach oben in mein Zimmer gerannt. 

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@catgirl3000

Ok, kann ich gut nachvollziehen. Da müsst ihr irgendwie ausmachen, dass du nicht beten musst vor den anderen. Wie gesagt, versuche es mit erklären. Wenn du sagst "das ist Schwachsinn", dann provozierst du vielleicht eher einen Konflikt als wenn du z.B. sagst "ich glaube da nicht daran, weil es für mich einfach nicht genug Beweise gibt". Wenn sie es trotzdem nicht akzeptiert, wäre ich auch erstmal mit dem Latein am Ende.. :D Vllt hast du jemanden in der Familie, der dein "Verbündeter" in dieser Hinsicht sein kann.

Versuch auch herauszufinden, warum das so schlimm ist, dass du Atheistin bist. Welche Ängste stehen dahinter? Vielleicht irgendetwas mit Hölle usw.? Wenn du das weißt, kannst du vielleicht darauf eingehen. Z.B. könnte man sagen, dass für Gott (wenn es ihn gäbe) vielleicht die guten Taten wichtiger wären als die Religionszugehörigkeit, die ja ziemlich zufällig ist (jemand woanders geboren ist, hätte nicht die Religion deiner Mutter und das allein aus dem Grund, woanders geboren zu sein).

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