Ich glaube, dass "meine" Therapeutin denkt Homosexualität ist eine psychische Störung?

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17 Antworten

Kann es sein, dass die Kollegin das alles ganz bewusst und in bester Absicht gemacht hat? Kann es sein, dass sie testen wollte, wie klar Du zu Deiner Homosexualität stehst? Kann es sein, dass sie die versteckten Konfliktpotentiale aufdecken wollte?

Ich war nicht dabei und ich kenne die Kollegin höchstwahrscheinlich nicht. Zumindest aber ist das eine Option.

Die Alternative wäre in der Tat höchst unprofessionell, aber auch absolut menschlich. Es hört sich so an, als wäre die Dame persönlich "beleidigt", dass ein Mann sich dem Einfluss der Frauen so entziehen will. Damit wäre sie nicht alleine; so manche Frau wähnt sich selbst als so unwiderstehlich, dass sie glaubt, sie könne einen schwulen Mann "umdrehen". In dem Fall sollte sie tatsächlich durch einen Kollegen ersetzt werden.

Ich denke, Du solltest nochmal hingehen und sie Deinen von ihr gewonnenen Eindruck wissen lassen. Dann hätte sie die Chance sich zu offenbaren, nämlich dass das therapeutisches Kalkül war, oder aber sie hat zumindest die Gelegenheit zu lernen, dass das so nicht geht, und sich ggfls. bei Dir dafür zu entschuldigen. Dann kannst und solltest Du immer noch wechseln.

Einfach nur irgendwo anprangern .... das ist doch Kinderkram.

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Kommentar von don2016
18.07.2016, 17:35

@DottorePsycho..( auch für MateFlash13).so weit so gut...hast du deinen, auch m.E. hilfreichen... Kommentar abgegen; aber dein letzter Satz, lieber Fachmann...ist aus meiner Sicht ..iwo anprangern.. Kinderkram, absolut falsch oder falsch formuliert: denn woher soll denn ein Homosexueller wissen, daß diese Psychologin, diese Behandlungsmethode verwendet, wie ???

...ich wäre genauso ennttäuscht von dieser Psychologin, ganz sicher...; wenn der FS es für nötig hält, das zu klären, dann  reicht evtl. vorher ein Anruf bei der Psych.; denn wenn sie so, wie sie sich äußerte wirklich tendiert, ist eine Meldung an zuständiger Stelle auf jeden Fall angebracht und zwar an die : Psychotherapeutenkammer , wenn es z.B. in NRW ist in Düsseldorf...liebe Grüße

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Deine Schlussfolgerung ist zu voreilig. Es könnte sein, dass deine Therapeutin denkt, dass deine Homosexualität zu familiären und gesellschaftlichen Problemen geführt hat, welche Gründe für eine psychische Störung sein können.

Bist du zum Beispiel depressiv, dann sicher nicht, weil du homosexuell bist. Bist du allerdings homosexuell und wird das von deiner Umgebung nicht akzeptiert, kann das Verhalten deiner Mitmenschen dazu führen, dass deine Depressionen verstärkt werden.

Meiner Ansicht nach reitet sie aber zuviel auf dem Schwulsein herum. Da gebe ich dir recht. Sie sollte es als gegeben hinnehmen. Das einzige, was man optimieren könnte, ist der Umgang damit.

Ich habe noch nicht von einem Ex-Schwulen gehört, der durch eine Therapie vom Schwulsein abgelassen hat.
Mir fällt es schwer, zu glauben, mich als Heterosexuellen könnte man durch eine "Therapie" schwul machen.

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Kommentar von delarashafii
24.10.2016, 17:22

Ich kenne leider jemanden der durch eine Therapie nun meint er seie 100% Hetero, welches er vorher nicht mal angedeutet hat. Ich finde dies sehr traurig und sie meinte anscheinend, dass sein Leben besser sein würde wenn er Hetero wäre und hat dann auf ihn eingeredet.

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Sie hat ja nicht direkt schwulenfeindliche Aussagen gemacht, von daher bewegt sie sich - zumindest in Sachen Diskriminierung - auf sicherem Terrain. Dass sie bei dir ihre therapeutische Wirkung verfehlt hat, steht natürlich ganz außer Frage. Aber es wird dir womöglich noch öfter passieren, dass du mit deinem Therapeuten nicht klar kommst. Das menschliche Gehirn ist viel zu wenig untersucht und leider ist bei der Psychologie auch immer viel Rätselraten dabei.

Ich denke daher nicht, dass es ratsam ist, sie irgendwo zu melden. Eine gewisse Freiheit in der Art, wie sie mit ihren Patienten umgeht, wird man ihr diesbezüglich vermutlich einräumen. Und auch eine persönliche Meinung dazu kann man ihr nicht verbieten.

Richtig war aber auf jeden Fall, dass du wechselst, wenn du kein Vertrauen zu ihr aufbauen kannst. Einen Brief würde ich nicht schreiben - hätte überhaupt keine Wirkung und würde sie vermutlich nur in den Dingen bestätigen, die sie eh denkt ("aha, er verdrängt es").

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Kommentar von don2016
22.07.2016, 00:26

@offeltoffel...die Psychologen und deren Behandlungsmethoden sind Kapitel für sich; es ist nur beschämend, wenn sie junge Menschen wie hier vor, in die Irre führen, das war m.E. dummes Geschwätz einer Psychologin und keine Methode, diesem jungen Mann, behilflich zu sein, s.a. mein Kommentar (vom RA, auch), ähnliche Verhaltensmuster kenne ich auch von Verkehrspsychologen...

...wenn du nach Alkoholverzicht jetzt vermehrt Kaffe trinkst, hast du deine Sucht nur verlagert...der gesunde Menschenverstand kann nicht alles verstehen, was diese Geistheiler für Therapien anwenden; ich sage nix generell Negatives gegen diese Gilde, aber da gibt es mehr komische Aspiranten, als es so manch einer glaubt...liebe Grüße

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Wen dem so wäre....wäre das im höchsten Maße beschämend und unprofessionell.

Bevor du aber Aktionen planst gehe bitte noch einmal mit ihr ins Gespräch. Psychotherapie sind oft anstrengend, hier kann es sehr schnell zu Missverständnissen kommen. 

Mache das Problem deutlich zum Thema.....

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Kommentar von user8787
06.07.2016, 13:52

Wen = Wenn....sry

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Schöne Nummer... klingt mir methodisch schwer nach dem psychoanalytischen Ansatz nach Freud, der ja durchaus mittlerweile nicht mehr uptodate gilt. Unabhängig von der Methode kann sie natürlich ihre Meinung haben, aber wenn diese Meinung so stark in die Behandlung übergreift, ist das in der Tat nicht professionell. Es gibt in jedem Bundesland eine Psychotherapeutenkammer, da kannst Du sicher mal anrufen und nachhaken, inwiefern sowas zulässig ist etc. Davon abgesehen: die Chemie und das Vertrauen zwischen Euch stimmt gar nicht - insofern ist es richtig, die Therapie nicht bei Ihr zu beginnen.

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hallo MateFlash13...dem DottorPsycho habe ich einen Kommentar zukommen lassen, bitte schau da mal rein; er hat m.E. etwas nicht gut und richtig an dich kommentiert (der letzte Satz); ansonsten...wenn es stimmt, was du vermutest, daß die Psychologin ernsthaft meint, Homosexualität ist eine psychische Störung muß sie an den Pranger; ansonsten suche nochmal das Gespräch mit ihr, evtl. vorab per fon, aber egal wie sie sich äußert, sie hat sich dir gegenüber nicht richtig verhalten...

...- wir kennen die Sprache bzw. Behandlungsmethode derer doch nicht - also hätte sie mit dir mehr Klartext reden müssen (wenn es eine Behandlungsmethode war), falls du mit ihr Probleme hast, würde mich das echt interessieren, ich wäre gern behilflich, auch würde ich bei der Psychothrapeutenkammer anrufen...liebe Grüße

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Ich habe schon ähnliche Erfahrungen mit meiner Psychologin gemacht. Nachdem ich hab durchblicken lassen, dass ich lesbisch bin, hat sie sich ganz in die Beziehung zu meinem Vater verbissen und dort nach dem ''Auslöser'' gesucht. Sie scheint das eher als pubertäre Phase wahrzunehmen (wohlgemerkt, ich bin schon 20) und wenn es um meine Zukunft geht, redet sie in letzter Zeit ständig von einem netten Freund/Mann, was mich jedesmal wütend macht. Seit mir das ganze bewusst geworden ist, möchte ich die Therapie nun nach zwei Jahren auch beenden, weil ich mich nicht ernst genommen fühle.

Also nein, ich denke du solltest ganz auf dein Gefühl hören und dir einen anderen Therapeuten suchen. Damit das ganze gelingt, musst du Vertrauen fassen und dich öffnen können, ansonsten ist das Zeitverschwendung.

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Kommentar von don2016
22.07.2016, 00:00

@sacredrain...dein letzter Absatz is sehr treffend formuliert, diese Meinung vertrete ich auch; ebenso meine Anmerkung mit der Psychotherapeutenkammer; dieser "Experte" hier muß ja seine "Kollegin" in Schutz nehmen..., aber ich stimme nicht mit dem Handeln dieser Psychologin überein...

...ich kenne ne Meinung von meinem RA über Psychologen, u.ä., als er anfing Jura zu studieren, haben das Fach Psychologie meistens diejenigen Studenten gewählt, die Probleme mit ihren Eltern hatten...:-))) hohoho...das sagte er mir wahrhaftig, an vielen Gerüchten is was dran...liebe Grüße

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Du übertreibst nicht, und du hast vollkommen richtig gehandelt. So ein Verhalten seitens einer Therapeutin kann wirklich ernsthaften Schaden anrichten… (vor allem bei Leuten, die nicht so Willensstark sind wie du)

Wenn man bei einem Therapeuten das Gefühl hat, dass er einen nicht versteht, dann sollte man diese Person schnellstens hinter sich lassen. Wobei dein Problem eigentlich über das "nicht verstehen" hinausgeht.

Rein theoretisch könntest du ihr zumindest auf Telefonbuchseiten und Ärztelisten ein schlechtes Feedback mit deinem Problem hinterlassen – damit zumindest ein paar Leute gewarnt sind.

Was es rechtlich betrifft, weiß ich nicht genau, wo anfangen. Ich würde es stark in Richtung Diskriminierung schieben. Aber wie und wo du dich da genau beschweren musst, kannst du eventuell bei LGBT-Vereinigungen oder expliziteren Seiten erfragen – die kennen sich damit meistens sehr gut aus.

Das Problem ist bei einem 1:1 Gespräch in einem vertraulichen Rahmen und mit Schweigepflicht ja auch immer das Nachweisen…

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Zunächst mal Glückwunsch zu der Entscheidung, zu einem anderen Therapeuten zu wechseln.

Du könntest Dich bei der Psychotherapeutenkammer Deines Bundeslandes über sie beschweren.

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Für solche Fälle ist die Psychotherapeutenkammer zuständig.

Dort gibt es auch einen Ombudsmann, der solche Fälle - falls Vorwürfe schwerwiegend genug sind - klärt. Ohne Gericht oä.

Ansonsten bleibt dir nur der Weg, in Foren oder Bewertungsportalen von deiner Erfahrung zu erzählen. Allerdings: bleib bei der Wahrheit! Sonst hast du schnell ne Verleumdungsklage am Hals.

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Ich hatte mehrere Therapeuten ( psychologen unf pyschiater ) und ich hatte immer den eindruck, dass sie es mir ausreden wollten.

- " du bist zu jung "
- " du hattest nich nie was mit einen jungen "
- " die homosexualität ist nur ein mode trend "
- usw...

Ich ignorier es meinstens, aber bei einem habe ich gesagt, dass ich nicht wegen meiner homosexualität hier bin, sondern um ein trauma zu überwieden, dass ich als kind hatte. Seit dem ist das Thema vom Tisch.

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Ich finde ebenfalls nicht, dass du übertreibst. Kein bißchen. 

Bin selbst hetero, aber sexuelle Vorliebe ist keine Wahl.

Glaube allerdings eher nicht, dass du Konsequenzen für sie herbeiführen kannst. Letzten Endes arbeitet jeder Psychologe dogmatisch, da Psychologie nicht wirklich eine Wissenschaft ist (keiner kann zweifelsfrei belegen was im Kopf anderer Menschen vorgeht). Ihr Dogma passt nicht zu dir, offensichtlich.

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Ich finde nicht dass du übertreibst. Sprich sie doch einmal direkt darauf an. Ganz höflich und sachlich.

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Du hast gut gehandelt,ich finde es gut das du dich nicht beeinflussen gelassen hast! Leider weis ich nciht wo man das melden kann...

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Da Du nicht schreibst, welche Art Therapeutin, kann man hier auch nicht wissen, ob es einen Berufsverband gibt.

Mach Dich schlau, ob es so etwas gibt, und dann melde Deinen Fall dort.

Oder frage bei Deiner KK nach.

Du hast richtig gehandelt, die weiteren Termine dort abzusagen.

Solch ein Verhalten geht gar nicht und ist diskriminierend.

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Wenn ein Therapeut oder Psychologe von "schwul werden" und "Schiene des schwul-seins" spricht, hat er absolut keine Ahnung worums geht.

Niemand sucht sich seine Sexualtät aus, nichts kann sie beeinflussen..


Viel Glück, dass du schnell einen guten Therapeuten findest!
Lg

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Ich finde nicht das du übertreibst.

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