Ich gern im Wald unterwegs und hab eine leicht hypochondrische Angst vor Echinokokkose. Gibt es eine Möglichkeit sich ohne klinische Symptome testen zu lassen?

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5 Antworten

Wenn Du Dich für gefährdet hältst, dann kann eine Blutuntersuchung Auskunft geben, ob im Blut Antikörper gegen die Zwischenstadien des kleinen Fuchsbandwurms vorhanden sind. Allerdings bedeutet ein positiver Befund nicht zwangsläufig auf eine Erkrankung hin. In über 90% aller Fälle, in denen es zu einer Infektion kam, wurde der Organismus mit dem Eindringling fertig. Bei einem positiven Befund kann eine sonographische Untersuchung weiteren Aufschluss darüber geben, ob eine Erkrankung vorliegt. Bei einem Forschungsprojekt der Europäischen Union wurden in den 90er Jahren fast alle Einwohner einer Gemeinde auf der Schwäbischen Alb auf einen möglichen Befall mit den Zwischenstadien des kleinen Fuchsbandwurms untersucht. Obwohl die Gemeinde in einem Hochendemiegebiet liegt, wo fast alle Füchse Träger des kleinen Fuchsbandwurms sind, wurden bei 2562 untersuchten Probanden nur bei rund 60 Menschen Antikörper im Blut entdeckt und bei lediglich 4 Probanden konnte eine Erkrankung entdeckt werden. Solltest Du nicht gerade Jäger, Gärtner oder Landwirt sein und außerdem ein Mindestmaß an Hygiene beachten, so ist die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung äußerst gering, vor allem wenn Du nicht gerade in einem Hochendemiegebiet lebst.  

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Einen Infektion ist nur möglich, wenn man vom Fuchsbandwurm befallene Beeren, Strauchobst usw. isst und nicht dadurch, dass man sich einfach nur im Wald aufhält - das solltest Du aber wissen, wenn Du Dich schon so für diese Krankheit interessierst.

http://www.netdoktor.de/krankheiten/echinokokkose/

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Du meinst eine Infizierung mit dem Fuchsbandwurm.

Natürlich muss man um eine Infektion zu vermeiden den Kontakt zu den Eiern des Wurmes meiden. Also keinen lebenden oder toten Fuchs oder Marder anfassen, nicht mit deren Kot in Berührung kommen und man sollte keine Beeren essen, die auf Höhe dieser Tiere wachsen. Nach dem Spaziergang die Hände gründlich waschen.

Eine Infektion kann serologisch festgestellt werden. Dazu kann dir dein Arzt mehr sagen.

Ich bin schon immer sehr häufig mit meinen Kindern und Enkeln im Wald gewesen, noch nie hat sich jemand mit dem Bandwurm infiziert. Von daher solltest du dich nicht all zu verrückt machen.

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Wenn Du die Kosten selber trägst ist das möglich !

Der bessere Weg wäre Deine Hypochondrie behandeln zu lassen !

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Kommentar von Referendarwin
10.05.2016, 10:45

Wie gehe ich vor, wenn ich bereit bin, die Kosten selbst zu tragen?

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Kommentar von Luftkutscher
12.05.2016, 04:08

Ultraschall und MRT werden erst nötig wenn die serologische Untersuchung einen Nachweis von Antikörpern ergibt. Die weiteren Untersuchungen würden dann von der Krankenkasse übernommen.

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Echinokokkose (Hundebandwurm gehört mit in diese Kategorie) wird auch durch Hunde übertragen, vor allem dann wenn der Hund nicht entwurmt worden ist. Wenn der infizierte Hund einen "abschleckt" dann kann man sich so etwas auch leicht einfangen.

LA

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Kommentar von Luftkutscher
12.05.2016, 04:04

Der dreigliedrige Hundebandwurm ist bei uns nicht endemisch. Insofern besteht bei uns keine Gefahr der Infektion.

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