Ich fuehre in Gedanken ein anderes Leben / lebe eine andere Geschichte -> normal?

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3 Antworten

Meiner persönlichen Meinung nach ist es vollkommen normal und in Ordnung sich von Zeit zu Zeit in irgendwelche Fantasie-Welten zu begeben und zwar egal wie alt du bist.

Solange es dir Freude bereitet, ist alles in Ordnung. Lebe deine Fantasien ruhig aus.

Ich bin 33 und mache dies bereits mein ganzes Leben lang.

Klar solltest du die Realität dabei nicht aus den Augen verlieren. Aber solange diese Träumereien keine negativen Effekte auf dein reales Leben haben, sehe ich keinen Grund damit aufzuhören.

Manche Menschen schauen Filme, lesen Bücher um sich zu entspannen/abzulenken. Du träumst halt lieber. Ist doch toll.

Vor allem zeugt dies von einer sehr ausgeprägten Fantasie und Vorstellungskraft, das ich persönlich für sehr sehr positiv halte. Leider sind die meisten Menschen viel zu sehr in der Realität verhaftet und verlieren so all ihre Kreativität.

Wenn du vielleicht auch noch einigermaßen schreiben kannst, kannst du aus deinen Träumereien vielleicht auch einen Job machen, in dem du Romane schreibst.

Jeder Mensch, der in irgendeiner Weise kreativ arbeitet, dürfte viel träumen. Stell dir doch mal, wie man solche umfangreichen Bücher wie Harry Potter schreibt. Bevor auch nur das erste Wort zu Papier gebracht wird, hat der Autor sich die Welt in seinem Geiste ausgedacht.

Von daher mach dir über deine Träumereien keine Sorge sondern lebe sie in vollen Zügen aus.

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Hmmm... soweit ich mich zurückerinnere, habe ich das als 14-jährige auch noch getan.

In meiner Vorstellung war ich eine grosse Tänzerin und Sängerin und habe dieses Szenario auch alleine in meinem Zimmer gespielt.

Es ist eine Kompensation der Realität.

Solange du dadurch die Realität Deines Lebens nicht aus den Augen verlierst und dich auch ansonsten in Deinem Leben wohlfühlst,darf das noch sein.

Es wird nur schwierig,wenn du dadurch in der Wirklichkeit nicht mehr klarkommen solltest oder NUR noch in diese Scheinwelt flüchtest.

Dann wird es nämlich Zeit, zu schauen,WAS genau an Deinem realen Leben nicht schön und lebenswert für Dich erscheinen mag und was DU daran verändern musst, damit du Dich auch in der Realität wohl fühlst.

Alles Liebe Dir!

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ich glaube sowohl als auch. also ich kenne das von mir. in der schule waren auch ein paar Schülerinnen gemein zu mir und da bin ich in Gedanken die Situationen immer wieder durchgegangen. ich denke auch heute ab und zu noch darüber nach, wie ich wohl als erwachsene reagiert hätte zb.

es ist nichts schlimmes dran, wenn du das weiterhin tust. du darfst dich nur nicht in dieser welt verlieren und den bezug zu den realen Situationen nicht verlieren.

ich denke das kann dir bei der Persönlichkeitsentwicklung und bei der Verarbeitung also wirklich helfen. wenn es überhand nimmt, ist das ein zeichen, dass du es selbst nicht so gut verarbeiten kannst und evtl. hilfe brauchst.

sich in Situationen rein zu versetzen, erzeugt auch Gefühle...also is es nicht wunderlich, wenn du dieses gefühl auch aus diesen "träumen" mitnimmst. welche körperlichen Beschwerden hast du denn? du meintest du würdest dich manchmal auch schlecht fühlen danach?

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Kommentar von p0o9i8u7
17.07.2017, 16:42

Wenn ich zb bewusstlos im "Traum" bin, fuehle ich mich den ganzen Tag ueber so schwach als waere ich tatsaechlich bewusstlos, wuerde am liebsten nur im bett liegen. Wenn mein Arm gebrochen ist, benehme ich mich so als wuerde er wirklich wehtun, was natuerlich nicht der Fall ist. Das alles einfach nur, weil ich zu jeder Sekunde in der ich alleine bin daran denke. Das verhindert mir auch teils ein langes Gespaech in einer grossen runde zu fuehre, weil ich bei gespraechspausen abschweifen kann und dem Gespraech nicht mehr folge

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Kommentar von K0ll3kt1v
17.07.2017, 17:11

Hi.

Grundsätzlich spricht da nichts gegen. Ich selbst mache das auch hin und wieder. Es befreit und lässt die Gedankenwelt blühen.

Pass aber immer auf, wie intensiv du dich darin verlierst bzw. reinversetzt. So wie du das schreibst, visualisierst du deine fiktive Welt schon wirklich extrem intensiv. Das Gehirn unterscheidet nicht zwischen realen und fiktiven Erinnerungen. So kannst du Todesangst real nachempfinden, wenn du dir einen solchen Gedanken nur stark genug ausgeprägt vorstellst. Genau wie dein Arm! 

Wenn du das nicht kontrollieren kannst, ist es nur das beste und richtigste, wenn du eine Person deines Vertrauens darüber ansprichst und es erläuterst. Vielleicht sogar psychologische Hilfestellung, um das kontrollieren zu können.

Verstehe mich nicht falsch. Das ist eine wunderbare Gabe und Kraft. Falsch angewendet, kann sie jedoch auch dich komplett blockieren oder schlimmeres.

LG

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