Ich fühle mich so ausgegrenzt und bin mittlerweile so unsozial geworden?

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5 Antworten

Mach dich nicht fertig! Dass du Schwierigkeiten damit hast (und schon immer gehabt hast), Kontakt mit Anderen aufzubauen, ist kein Grund, sich als "unnormal" anzusehen. Dabei stellt sich die Frage: Was ist schon normal? Ist es das, nicht aufzufallen und mit dem Mainstream zu gehen? Das zu erfüllen, was die Gesellschaft vorgibt? Extrovertiert und aktiv zu sein?

Und dann stellt sich die Frage: willst du das erfüllen? Ist es tatsächlich so erstrebenswert?

Meiner Meinung nach "verstecken" sich Viele (natürlich nicht alle) hinter einer Fassade. Viele tun so, als ob ihre Entscheidungen mit ihrer Persönlichkeit übereinstimmen würden, um vor sich selbst als 'normal' da zu stehen und nicht ausgeschlossen zu sein. Dass man nicht allein sein will und sich zugehörig/ geliebt fühlen will, ist ein ganz normales, menschliches Bedürfnis.
Ich verstehe es auch, dass du dich danach sehnst.

Doch sehe ich es so: Jeder schenkt der Welt etwas einzigartiges und man wird genau dann geliebt, wenn man genau das in die Welt hinausträgt. Wenn man zu sich steht, sich akzeptiert. Das strahlt so eine Ruhe aus und Menschen, die sich selbst annehmen, können auch Andere besser annehmen.

Dabei wird es immer Menschen geben, die dich mögen und nicht mögen, egal, was du auch anstellst. Man wird nie allen gerecht (auch wenn ich mir das manchmal selbst sagen muss). Und wenn du hochsensibel bist - dann ist das so! Es ist doch auch nicht nur Fluch, sonern auch Segen, zb hast du bestimmt ein gutes Gespür für Menschen und ihre Stimmungen. Diese Eigenschaft werden bestimmt Viele an dir schätzen, wenn du sie zeigst. Also traue dich, und zeige das, was du bist.

Das Wichtigste ist, dass du anfängst, dich selbst zu lieben. Akzeptiere all das, was dich ausmacht, egal, ob Stärken oder Schwächen. Auch wenn du nicht perfekt bist - es gibt dich nur einmal.

Hier noch ein paar Video Tipps für dich (Selbstbewusstsein):

- Wahre Schönheit??! Attraktivität, Selbstbewusstsein, Ausstrahlung

-Du bist schön (beides von misstipsforyou)

oder (falls du mit Meditationen etwas anfangen kannst):

-Mojo Di: innere Ruhe oder Selbstliebe/ Liebe zulassen

Ich wünsche dir alles Gute!

Ich denke, Du solltest Dir auf www.jameda.de einen gut bewerteten Psychologen in Deiner Nähe suchen und mal "auf die Couch" gehen. Du bist nicht bekloppt, aber offenbar haben sich bei Dir Gedankenströme entwickelt, die Du nicht mehr zu Deinen Gunsten steuern kannst. Und das muss ja nicht sein. Ich denke, ein guter Psychologe kann Dir Techniken an die Hand geben, wie Du wieder auf den richtigen Pfad des Denkens kommst, Dich weder sofort angegriffen fühlst, Selbstwertgefühl aufbaust (das fehlt offenbar völlig, sonst würdest Du Dich nicht so verhalten). 

Meiner Meinung nach ist es nicht schlimm, "Außenseiter" zu sein. Ich bin selbst einer und war es mein Leben lang (anfangs auch ungewollt). Aber es hat viele Vorteile, weil man speziell ist und sein darf. Mir ist das ja sowas von egal, was andere Menschen von mir denken oder über mich sagen - wenn man einmal an diesem Punkt angelangt ist, lebt es sich ganz entspannt.

Ich bin auch hochsensibel. Wir haben sowieso unsere Schwierigkeiten im Leben, dass uns überhaupt jemand versteht - und meistens sieht man es uns auch nicht an (ich bin z.B. relativ kräftig gebaut, schon immer, deshalb dachte jeder "ach, die hält schon was aus, da kannste draufhauen" ... und die Dürre im Büro, die mich gemoppt hat, da hat jeder gedacht "ach die arme kleine Maus, die tut ja niemandem was zuleide, die muss geschützt werden".) Ja und so haben wir Hochsensiblen schon sehr schwer, weil die Menschen es oft nicht (an-)erkennen und gar nicht damit umgehen können.

Deshalb ist es wichtig, dass Du selbst über Dich ein gutes Gefühl hast, in Dir ruhst, Dir selbst vertraust, Dich selbst magst. Dafür muss Dein Selbstbewusstsein gestärkt werden. Alles andere findet sich dann von allein. Auch Spaß mit anderen Menschen zu haben. 

Ich wünsche Dir alles Gute!

Ich wage es mal zu behaupten, dass ich genau weiß, wie du fühlst. Habe nämlich genau die selben Probleme seit einigen Jahren und habe jetzt seit ein paar Monaten angefangen etwas dagegen zu tun. 

Ich würde die auf jedenfall raten dir einen Psychologen zu suchen. Er wird dir weiterhelfen können. Mir hat er erklärt, dass ich eine soziale Phobie habe und jetzt ergibt es auch alles Sinn und ich verstehe mich selbst so viel besser, als zuvor. 

Gestern zB hat er mir erklärt, dass ich ein komplett negatives Selbstbild von mir entwickelt habe, dass ich schon selbst von mir denke, dass ich nicht normal sei und damit nicht mehr realistisch und optimistisch denken kann. Denke, das könnte auch gut auf dich zutreffen. 

Ich kann es dir also nur von Herzen empfehlen! :) 

Alles Gute LG :) 

Dein Problem ist nicht,  dass du "unnormal" bist,  dein Problem ist,  dass du normal sein willst.  

Sei lieber froh dass du dich nicht anpassen kannst. Glaub mir, das zeugt nicht daher,  dass du schlecht bist,  eher daher dass die Gesellschaft schlecht ist.  Warum willst du dich an diese Gesellschaft anpassen?  Die anderen sind nicht anders als du, sie können nur die Fassade aufrecht halten. Die gesamte Gesellschaft lebt nur von Fassaden und Illusionen,  sei froh wenigstens nicht ganz so benebelt zu sein.  

Du willst auch nicht wie die sein,  wenn du ganz ehrlich bist,  merkst du, dass du du sein willst, aber Angst vor Zurückweisung hast.

Du bist auch nicht unsozial,  eher schüchtern. Schüchternheit lässt sich überwinden. Geh deiner Krankheit auf den Grund, Depressionen lassen sich überwinden. Akzeptier dich so wie du bist, dann wirst du auch Freunde finden,  und zwar vernünftige Freunde, keine die du nur hast,  weil du Angst hast allein zu sein.  

Das klingt doch stark nach einer Depression. Hast du dir schonmal überlegt einen Psychologen aufzusuchen? Oder den Vertrauenslehrer/person deiner Wahl? Vertrauch dich definitiv jemandem an, du musst da nicht alleine durch!

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