Ich fühle mich sehr orientierungslos und verwirrt?

14 Antworten

Hallo Solnnis,

Ich glaube irgendwie nichts und niemandem mehr, der rationale
menschliche Verstand hat einfach irgendwo seine Grenzen und ist nichts
wunderbares oder allmächtiges wie es manche Wissenschaftler und
intelligente Köpfe so darstellen.

Hm. Eigentlich ist die Idee, die hinter der Wissenschaft steckt, sogar die Erkenntnis, dass wir die Möglichkeit eines Irrtums nie, nie los werden.

Was "Wissen" ist, wie der Mensch zu neuen Erkenntnissen kommt und ob solches Wissen dann "sicher" ist, das ist schon immer ein Thema der Philosophie.

Und leider sagen uns die Philosophen, dass der Mensch weder alle Fragen klären kann, noch dass unser Wissen sicher richtig ist.

Absolute Sicherheit unseres Wissens ist eine Illusion. Das ist leider die ernüchternde Botschaft der Philosophen, nachdem sie nun 2000 Jahre über dieses Problem nachgedacht haben.

Wissenschaft ist nun die Methode, die die Menschheit entwickelt hat, mit diesem Problem umzugehen: Wissenschaft ist die Idee des Zweifels an der Korrektheit einer Aussage. Wissenschaft fragt immer: Woran würde ich merken, dass diese Behauptung falsch ist?

Die Philosophen sagen uns letztlich eigentlich nur: Zweifeln ist vernünftig. Eine Aussage blind zu glauben, ist es nicht.

Aber: Das gilt eben für alle Aussagen - die, die uns nicht behagen genauso wie für die, die uns  "einfach" oder willkommen erscheinen.

diese NWO Verschwörungstheorien, wie die, dass wir in Wahrheit von
Aliens/Reptilien kontrolliert werden oder, dass der Teufel/Satan hinter
allem steckt klingen einfach so toll und erklären alles so einfach.

Dass etwas toll klingt oder dass etwas eine "einfache" Erklärung bietet, das ist aber leider kein Kriterium dafür, dass etwas richtig ist.

Im Gegenteil: Wir sind psychologisch darauf geprägt, es positiv zu sehen, wenn wir etwas durchschauen. "Einfache" Erklärungen bieten schnelle Erfolgserlebnisse. Unser Gehirn neigt ganz unbewusst dazu, einfache Erklärungen schneller zu akzeptieren als komplizierte. Das Gehirn kommt einfach unbewusst gerne schnell zu dem Erfolgsgefühl, etwas zu durchschauen.

Wir gesagt: Das ist ein evolutionär bedingter unbewusster Prozess. So, wie unser Gehirn bei einer optischen Täuschung reinfällt, fällt es auch nur allzu leicht auf etwas herein, was "gut klingt".

"Gut klingt" alles, was in unsere eigenen Überzeugungen oder zu unseren Wünschen oder Ängsten passt oder eben so einfach ist, dass man nicht viel Aufwand betreiben muss, um es zu tun oder zu verstehen.

Wir müssen uns aber klar machen, dass gerade diese unbewusste Vorliebe unseres Gehirns für einfache und zu unseren Überzeugung passenden Erklärungen uns manipulierbar macht: Wer immer eine Botschaft unter die Leute bringen will, der wird sich bemühen, diese unbewussten Effekte zu benutzen.

Was tun?

Hinterfragen. Immer. Auch dann, wenn etwas gut klingt.

Woher weißt Du das? Welche Fakten sprechend denn für diesen Standpunkt? Welche Fakten sprechen gegen diesen Standpunkt? Woran würde man bemerken, dass dieser Standpunkt falsch ist? Wie gehen die Vertreter dieses Standpunktes mit meinen kritischen Fragen um? Bekomme ich Erklärungen und Belege - oder ausweichende Scheinargumente als Antwort?
Wie hoch ist eigentlich der Erklärwert der Antworten?

Wenn man etwas darüber nachdenkt, dann erklärt nämlich "Sie haben das gemacht"" oder "der Satan hat das gemacht" gar nichts: Das ist eine Scheinerklärung, die man einfach immer sagen kann. Genauso wie "weil es so ist". Solche Scheinerklärungen verschleiern mehr als sie erklären: es wird das weitere Fragen abgewürgt, aber keine überprüfbare oder problemspezifische  Erklärung abgeliefert.

Das Erkennen von Scheinargumenten kann man üben. Es gibt gute Listen der gröbsten rhetorischen Tricks im Web, zum Beispiel hier:

http://www.ratioblog.de/archive/Fehlschl%C3%BCsse

Das hilft im Alltag sehr.

Grüße

Nebenbei noch interessant:

Selbst mit Hilfe mathematischer Logik -- der einzigen, die garantiert fehlerfrei zu funktionieren scheint -- lassen sich stets nur bedingte Aussagen als WAHR beweisen, genauer: Aussagen der Form

aus { D, P } folgt A

wobei P eine Menge als WAHR angenommener Aussagen ist und D die Definition sämtlicher Objekte, über die P und A sprechen.

Bewiesen wird also stets nur die Aussage: Wenn alle durch D definierten Objekte tatsächlich existieren können und alle Aussagen aus P wahr sind, dann ist auch Aussage A wahr.

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rein logischen und rationalem Blickwinkel betrachtet, dann ist der Atheismus und Nihilismus wohl die Wahrheit.

Das ist mit Sicherheit nicht richtig. Der Nihilismus ist nicht logisch, geschweige den rational. Er ist eher die Ablehnung des Rationalen. Lies den Roman "Väter und Söhne" von Turgenew sowie den düsteren Roman "die Dämonen" von Dostojewski, beide thematisieren den Nihilismus, wie er in Russland vor der kommunistischen Wende sich herausbildete. Auch der Atheismus ist weder logischer noch rationaler als der Gottesglaube, er ist nur reduzierender.

 Ich möchte an keine Verschwörungen glauben, gehe zur Zeit auch davon aus, dass die Bankereliten alleine aus purem Egoismus zu so viel Macht über uns gekommen sind

Das ist jetzt keine Verschwörungstheorie, sondern ein ethisches Problem der Bankbranche sowie ein politisch-strukturelles Problem, welches inzwischen kaum noch jemand leugnet. Deswegen gibt es ja Basel III, die EBA und die EZB.

Ich will einfach nicht glauben, dass die Welt und das Universum alles ist. Wir Menschen werden wohl nie alle Fragen beantworten können.

Korrekt, unser Wissen und Denken bleibt Stückwerk.

Ich glaube irgendwie nichts und niemandem mehr, der rationale menschliche Verstand hat einfach irgendwo seine Grenzen und ist nichts wunderbares oder allmächtiges wie es manche Wissenschaftler und intelligente Köpfe so darstellen.

Unterscheide Modelle von bewiesenen Realitäten. Die Wissenschaft erstellt Modelle, die an der Realität geprüft werden, also validiert, um sie zu kalibrieren. Es sind Modelle und bleiben Modelle. Insbesondere die Relativitätstheorie sowie die Quantenphysik - die zwei großen grundlegenden Theorien der Physik - sind nachgewiesen unvollständig.

Wie kriege ich wieder einen klaren Kopf?

Ganz simpel: Werde Dir bewusst, dass Du nie alles wissen wirst, dass Du aber dazu aufgerufen bist, die Wahrheit soweit zu erkennen, wie Du dazu momentan imstande bist. Das ist schon sehr viel! Und tue das Gute, das Du als solches erkannt hast. Die Wissenschaft ist ein Instrument auf Deinem Weg, mehr nicht. Ebenso sind Moral und Ethik Bausteine, die Du in Dein Leben integrieren musst. Folge immer dem Verstand und dem Gewissen, ohne Dich zu verkrampfen, dann erhält Du einen klaren Kopf.

Diese Verwirrung kann ich durchaus nachvollziehen. Die Antworten auf die Fragen nach unserer Herkunft, dem Sinn unserer Existenz und dem, was nach dem Tod sein wird, habe ich persönlich in der Bibel gefunden.

Mit Religion und Kirche hat das im Prinzip nichts zu tun, es geht darum, dass es für mich für die Wahrheit der Aussage, dass die Bibel Gottes Wort ist (was sie von sich selbst behauptet, zu sein; vgl. 2. Timotheus 3,16; 2. Petrus 1,21). viele Gründe gibt, z. B. ihre Argumentation, ihre Logik und ihr Aufbau, die Einzigartigkeit ihrer Entstehung und Überlieferung, der Bereich "erfüllte Prophetie" usw.

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