Ich fühle mich beobachtet weiss nicht mehr was ich machen soll!

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Je nachdem, wie schwer Dich dieses Gefühl belastet, solltest Du meines Erachtens aktiv werden. Das "Ausprobieren" von Medikamenten ist nach meiner Erfahrung ein ganz normaler Weg. Ein Medikament, das dem einen hilft, hat bei mir vielleicht gar keine Wirkung. Das ist wohl auch ein Grund, dass Psychiatrie-Aufenthalte häufiger sehr lange dauern.

Die passenden Medikamente in der richtigen Dosierung und Zusammenstellung zu finden, dauert einfach. Das ist natürlich nicht der einzige Grund für die Dauer eines Aufenthaltes.

Ich hatte mal als Diagnose "soziale Phobie" und auch mal "paranoide Schizophrenie". Das Gefühl beobachtet zu werden und auch Verfolgungsgedanken kenne ich. Die Idee mit der (verspiegelten) Sonnenbrille geht in die Richtung, wie ich damals mit mir umgegangen bin.

Ich bin mit schwarzem Ledermantel, schwarzem Basecap, schwarzen Stiefeln mit Stahlkappe, schwarzen Jeans, schwarzem T-Shirt und Sonnenbrille vor die Tür gegangen. Ich fand es besser, wenn ich einen bedrohlichen Eindruck vermittelte. Es hat mir geholfen. Und ich machte wohl tatsächlich einen bedrohlichen Eindruck. :-)

Ein Krankenpfleger in der Psychiatrie sagte mir vor zwei Jahren, dass er, als ich auf einer Station auf ihn zuschritt, er damals (einige Jahre her), sich sehr unwohl und beklommen fühlte. Das war eine geschlossene Station, wo ich jemanden besuchte, der betreffende Pfleger hat viele Jahre Berufserfahrung und auf einer geschlossenen Station gibt es einen "Panikknopf", den er locker hätte betätigen können und dann wären so 30 Pfleger und Pflegerinnen zur Hilfe gekommen aus dem ganuzen Haus. Aber er hatte troztdem Angst, als ich auf ihn zukam.

Mir hat das Wissen, dass ich diese "Aura" verbreite, damals ganz gut geholfen, so dass ich mich wenigstens hin und wieder vor die Tür getraut habe.

Mangelndes Selbstbewusstsein war es bei mir vermutlich nicht. Mangelndes Selstsbewusstsein bei mir halte ich für unwahrscheinlich, weil ich beispielsweise ohne Probleme vor wildfremden Menschen aus dem Stehgreif einen Vortrag halten kann.Ich war damals angstkrank.

Mir haben Medikamente und (viel) Therapie geholfen, so dass ich heute ziemlich normal leben kann.

Ich wünsch Dir alles Gute.

vllt. solltest du einfach auch den psychologen wechseln....

nicht jeder psychologe passt zu jedem patienten.... und bei der therapieart ist das genauso.

Ich denke, dass das auf mangelndes Selbstbewusstsein zurückzuführen ist. Bist du in richtiger psychologischer Behandlung? Ich glaube kaum, dass ein vernünftiger Therapeut bzw Psychiater dir einfach nur Medikamente verschreibt und gut ist. Sie müssen dem "Grund auf den Grund gehen".

Versuche es mit einer richtigen Therapie. Bevor es schlimmer wird.

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Deuten diese Symptome auf eine psychische Krankheit?

Hey,

ich hab da eine Frage die mich eigentlich schon länger belastet und ich wollte mal um Rat bitten, also bitte keine blöden Kommentare oder so hineinwerfen.

Und zwar fühle ich mich seit meinem 8 oder 9 Lebensjahr dauerhaft beobachtet. Sei es in meinem Zimmer, im Bad, auf dem Weg nach Hause oder an der Bushaltestelle. Immer, wenn ich schlafen gehe, lasse ich ein Nachtlicht an, da ich sonst die Angst davor habe, etwas würde mich jeden Moment umbringen. Und ich mache dann immer wieder das Normale Licht an, um mich zu vergewissern, dass nichts im Dunkeln steht und mich beobachtet. Es klingt ziemlich lächerlich, ist aber etwas, was ich jeden Tag durchlebe. Auch auf dem Weg nach Hause, wenn ich Musik höre oder nicht, habe ich das Gefühl verfolgt und beobachtet zu werden, drehe mich oft um und bilde mir manchmal ein etwas zu hören, woraufhin ich in Panik gerate und losrenne, wo mich das Gefühl nicht loslässt, etwas würde mir beim Rennen folgen und mich jeden Moment einholen.

Es ist schlimm, dieses Gefühl, und ich weiß echt nicht mehr, wie ich mit meinen fast 18 Jahren damit umgehen soll.

Ich habe Angst alleine ins Bad zu gehen, da ich, wenn ich dem Spiegel oder der Tür den Rücken zu wende, dass Gefühl habe, beobachtet zu werden. Auch habe Ich Angst meine Haare zu föhnen oder zu staubsaugen, da ich ebenfalls das Gefühl habe, nicht alleine zu sein und irgendjemand würde mich währenddessen von hinten packen, da ich durch den Lärm ja nichts höre. Zudem habe ich Angst, mich vors Fenster zu stellen, da ich das Gefühl habe, da würde gleich etwas vor meinem Fenster sein und mich anschauen, obwohl mein Zimmer ziemlich weit oben im ersten Stock eines Hauses ist, somit gar keine Möglichkeit besteht, dass da etwas ist. Auch bilde ich mir auch ein, dass Dort am Fenster etwas ist, wenn ich doch hinschaue. Auch ist die Bettdecke für mich kein Schutz wie sonst für manch andere. Denn für mich ist das verkriechen unter meine Decke alles andere als Schutz. Denn wenn ich keine Sicht über mein Umfeld habe, habe ich nur mehr das Gefühl, jeden Moment angegriffen oder erschreckt zu werden, so auch als Gefühl, dass jemand vor meinem Bett steht und mir jeden Momentdie Decke entreißt und mich anstarrt.

In meinem Alter ist sowas doch nicht mehr normal, oder?

Ich bitte wirklich um Rat, ob es sich hierbei um eine psychische Krankheit handelt oder nicht, da es wirklich durchgängig der Fall ist und es keinen Tag gibt, an dem ich die eben genannten Aspekte nicht so empfinde.

Ich hoffe jemand weiß eine Antwort auf meine Schilderung.

Mit freundlichen Grüßen

Traveller20

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