Ich fühle mich, als wäre ich kaputt gegangen. Was stimmt nicht mit mir?

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16 Antworten

vorab: sorry @ Roman!

Hallo Rentier

Ich bin zwar zugegebenermaßen eher unbedarft, wenn es um Fernbeziehungen geht, kann deine Ansichten, Gefühle und auch das "nu komm ma zu Potte"-Kribbeln gut nachvollziehen.

Du trägst den klassischen Kampf "Bauch VS Kopf" aus, denn bestimmt schwirren dir Fragen im Kopf rum wie "meint er es ernst?" oder "wenn es eh schon alle wissen, kann dann nicht auch der Vater einfach die Info kriegen und damit machen, was er denkt - denn das macht er früher genauso, als wenn er es erst später erfahren würde... wozu also die Sache unnötig raus schieben und die Bez. gefährden?".

Dem entgegen steht halt dein Bauchgefühl, das ihn einfach so mag, wie er ist und für das liebt, was er ist und auch nicht.

Es wäre töricht, diese Argumente (Bauch / Kopf) gegeneinander zu setzen und "mathe-like" nach X aufzulösen. Das klappt bestenfalls in der Schule, eher weniger im Leben und schon gar nicht in der Liebe. :)

Du musst also Kompromisse eingehen und einen Mittelweg für dich (euch!) finden, mit dem sich beide arrangieren können. Ein Ultimatum zu setzen wie "bis Ende 2013 hast du dich geoutet oder es ist Pause/Schluss" zeugt deinerseits ehrlich gesagt weniger von Empathie und wirklichem Verständnis, was ja Grundlage einer Bez. ist (IMHO zumindest "sein sollte"). Vielmehr solltest du ihn - wenn dir was... oder "genug" an ihm liegt, versuchen zu unterstützen, brauchbare Tipps und Infos zu geben (wie er, wann er sich outen könnte). Je mehr Druck in dieser Sache erzeugt wird, desto schwerer fällt es ihm vermutlich - wobei ich natürlich auch kein Hellseher bin.

Und dass er an Weihnachten nun mal bei seiner Familie sein will, kann man auch verstehen. OK, du möchtest quasi ein Teil davon sein, aber das kannst du eben erst in Anspruch nehmen, wenn ihr offiziell und fest zusammen seid. Ich kenne eure Vorgeschichten nicht und weiß auch nicht, ob er da vlt. aus vergangenen Bez. eher zurückhaltender und vorsichtiger (unverbindlicher) ist als du.

Interessant wäre natürlich, seine Argumente und Sichtweise zu erfahren. Wovor hat er wirklich so ne Angst? Mit 28 halte ich das Argument "Vater" alleine für nicht wirklich glaubhaft - zumindest nicht auf Dauer. Da muss es also schon mehr geben (...???...)

Ihm deine Gefühlswelt mitzuteilen und auch Konsequenz zu zeigen, ist durchaus legitim, weil ehrlich. Dass du Weihnachten nicht alleine verbringen möchtest, ist - wenn du ihn liebst - wohl logisch! Einfach hinfahren und bei ihm auf der Matte stehen ist natürlich keine gute Idee, da diese Situation eher blöd und unangenehm für alle Beteiligten ist.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich an deiner Stelle tun würde. Die "Pause" zögert das Problem an sich ja nur hinaus und ob er aufgrund deiner Ansage "in die Gänge" kommt, wage ich zu bezweifeln. Es wird ihn evtl. eher noch mehr (oder wieder) verunsichern, anstatt ihm Rückhalt und Vorschub zu geben.

Auf der anderen Seite musst du dich natürlich zu recht fragen, ob es - bei allen derzeitigen Gefühlen deinerseits - auf Dauer ausreicht, um seine "lethargische Art" zu verkraften. Wenn sich bei dir das Gefühl verstärkt, davon eher runter gezogen als "inspiriert" und "zum Helfen und gemeinsamen Durchstehen solcher Täler animiert", ist vlt. tatsächlich eine Trennung angesagt.

Auch wenn ich viel brabbel und dir vermutlich nicht wirklich damit helfen konnte... viel Erfolg und ordne deine Bedürfnisse nicht bedingungslos unter bzw. verlange das auch nicht von ihm - nur der Mittelweg kann (IMHO) in eine dauerhafte und glückliche Bez. führen! :-)

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Kommentar von DasRentier
05.12.2013, 12:11

Danke - dem habe ich nichts hinzu zu fügen. 1A Antwort!

Aber auch die anderen haben mir großartige Antworten gepostet. Vielen Dank an alle hier! Frohe Feiertage^^

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Erst einmal: das ist wirklich ein Problem, das Dein Freund für sich alleine lösen muss, egal, ob Ihr weiterhin ein Paar bleibt oder nicht. Er könnte sich zunächst einmal gedanklich durchspielen, was das Schlimmste ist, das passieren könnte, wenn er sich vor Papa outet. Das Schlimmste ist doch (in meiner Vorstellung), dass Papa brüllt, vielleicht sogar schlägt, den Sohn verachtet und nicht mehr mit ihm spricht. Mit diesem schlimmsten Szenario könnte Dein Freund einige Tage oder sogar Wochen gedanklich spielen: würde ich das aushalten, würde dies mein Leben total zerstören oder könnte es der Start für ein autonomes Leben sein? Er muss sich mit dem Gedanken auseinandersetzen, warum ihm die Meinung seines Vaters so wichtig ist. Welche Rolle erwartet der Vater, welche Rolle ist ihm (dem Sohn) in seinem Leben wichtig. Kann er eine Position finden, die seine - und nicht die des Vaters - Bedürfnisse in den Mittelpunkt rückt? All das sollte erst einmal gründlich überdacht werden, bevor Dein Freund handelt. Darüber hinaus ist eine Konfrontation mit dem Vater - egal, wie sie ausgeht - wesentlich einfacher, wenn er erst einmal auszieht und nicht darauf angewiesen ist, mit dem Vater unter einem Dach auszukommen. Hier ist also noch eine Menge an Ablösung zu bewältigen. Vielleicht hilft es ihm, wenn er sich klar macht, dass der Vater doch sicherlich schon ahnt, was den Sohn so umtreibt. Vielleicht erhält er ja auch Rückhalt von Mutter und Geschwistern. Deine Aufgabe könnte es sein, Deinem Freund praktisch beim Auszug und theoretisch beim Reflektieren zu helfen. Und zu Dir selbst: Du bist ja nur deshalb so wütend, weil die Feiertage vor der Tür stehen. Vielleicht könntest Du die Zeit ohne Deinen Freund dazu nutzen, mal bei Deiner eigenen Familie anzuklopfen. Eine funktionierende Partnerschaft hängt auch stark damit zusammen, wie gut jeder Partner noch in sein eigenes soziales Netz eingebunden ist, damit er nicht abhängig wird vom anderen.

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Kommentar von DasRentier
03.12.2013, 11:00

[...] praktisch beim Auszug [...] zu helfen. [...]

Das kann ich eben nicht, weil er in Köln lebt während ich hier in Hamburg sitze. Und wütend bin ich auch nicht, nur traurig und verletzt. Das mit Weihnachten konnte ich kurzfristig klären. Hab jetzt zwei Leute, mit denen ich die Tage verbringen kann. Und bei meiner eigenen Familie anklopfen kann ich vergessen, dort ist zu viel vorgefallen.

Ansonsten stimme ich dir in allem zu, was du sagst.

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ein outing ist immer ein problem, insbesondere wenn man ein schwieriges verhaeltnis zu einem elternteil hat. trotzdem muss er mit 28 seinen weg gehen, selbst dann, wenn er dafuer mit seinem vater brechen sollte.

ihr werdet vermutlich schon oft darueber gesprochen haben, aber vielleicht kannst du ihm noch einmal sagen, dass DU seine zukunft bist und nicht sein vater. und mit 28 noch zu hause zu wohnen ist natuerlich an sich schon ein problem.

versuch, ihm klarzumachen, dass abnabelung notwendig ist, sonst wird er nie erwachsen. es hat sicher einen gewissen charme, wenn jemand kindlich ist, aber er ist damit kein partner auf augenhoehe und auch das musst du ihm klar machen. man kann gemeinsam wachsen, gemeinsam probleme bewaeltigen und sich eine zukunft aufbauen, aber dazu muss man auch einiges hinter sich lassen, risiken eingehen und auch niederlagen einstecken. das gehoert zum leben dazu und das geht jedem so, unabhaengig davon, ob er schwul ist oder nicht.

mein freund ist sehr behuetet aufgewachsen und sein schwulsein war lange jahre ein problem in der familie. er hat einiges durchgemacht, einige zeit den kontakt fast ganz abreissen lassen und als er schliesslich mit sich selbst im reinen war und seinen "platz" gefunden hatte, hat er sich wieder annaehern koennen. dadurch, dass er heute ganz selbstverstaendlich schwul ist und das ohne affektiertheit, ohne damit hausieren zu gehen, aber auch ohne es zu verstecken, ist es normalitaet geworden. damit koennen seine eltern umgehen und sie lieben ihn ja auch.

bitte ihn, es einfach zu riskieren. das sollte ihm eure beziehung wert sein.

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Kommentar von DasRentier
02.12.2013, 13:29

Natürlich könnte ich ihm sagen, ich sei seine Zukunft. Aber warum tue ich es nicht?

Weil ich mir nicht anmaßen kann, über seine Zukunft zu entscheiden. Das muss er ganz allein tun, denn schließlich ist er alt genug dafür. Es ist sein Leben, und ich bin offen dafür, dass er es mit mir gemeinsam gestaltet - und ich würde mich mehr als darüber freuen. Aber ich akzeptiere auch, wenn er bemerkt, dass ich gar keinen Platz darin finde. Denn diesen Anspruch habe ich gar nicht.

Und eben weil ich ihn liebe, möchte ich, dass er selbst entscheidet, damit er glücklich sein kann. Das liegt mir am Herzen.

Ich habe ihm all diese Dinge wie Abnabelung schon deutlich gemacht, allerdings ist das seine Sache. Ich kann ihm diese Entscheidung wirklich nicht abnehmen. Ausführende Gewalt diesbezüglich ist einzig er.

Mir fällt auch auf, dass du oft "du musst" sagst. Versteh mich bitte nicht falsch, ich teile teils deine Ansichten und bin dankbar für jede Antwort. Aber diese Du-Botschaften beeindrucken mich nicht. Wer lässt sich schon gerne was vorschreiben? ;)

mein freund ist sehr behuetet aufgewachsen und sein schwulsein war lange jahre ein problem in der familie.

Und genau das ist exakt das Problem bei meinem Noch-Freund. Er ist noch sehr unreif und unerfahren. Das erschwert die Sache natürlich.

...als er schliesslich mit sich selbst im reinen war und seinen "platz" gefunden hatte, hat er sich wieder annaehern koennen. dadurch, dass er heute ganz selbstverstaendlich schwul ist und das ohne affektiertheit, ohne damit hausieren zu gehen, aber auch ohne es zu verstecken, ist es normalitaet geworden. damit koennen seine eltern umgehen und sie lieben ihn ja auch.

Genau das ist ein wichtiger Abschnitt. Das habe ich auch versucht, ihm deutlich zu machen. Aber auch da zeigte sich, dass er es selbst machen muss. Ich habe nicht die Macht, ihn dazu zu zwingen. Er muss es selbst merken. Und obwohl seine Mutter und Geschwister jetzt stärker hinter ihm stehen als sonst, was er auch sagt, sieht er das nicht. Und darüber hatte ich mich lange aufgeregt. Aber das tu ich nicht mehr. Ich gebe uns beiden jetzt etwas Zeit und beobachte aus der Ferne.

Ich werde ihn bitten, es zu riskieren, wenn ich ihn nochmal anne Strippe habe, was in einer Woche etwa der Fall sein wird.

Lieben Dank :*

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Wow, von der Fülle an Antworten bin ich schonmal beeindruckt. Das zeigt, dass es sich um ein recht häufiges Problem handelt.. Ich schließe mich den Vorrednern an. Offenes Gespräch zum Problem und dann Fakten schaffen.

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Kommentar von DasRentier
08.02.2016, 11:34

Vielen lieben Dank für deine Antwort :)

Dir ist sicher schon aufgefallen, dass die hier von mir gestellte Frage bereits zweieinhalb Jahre alt ist.

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Wenn er die Familie immer vorne an stellt, wird sich das auch in Zukunft nicht ändern. In dem Alter sollte er sich doch abgenabelt haben. Warum hat er nur so eine panische Angst vor seinem Vater? Er sollte jetzt endlich Nägel mit Köpfen machen, sich eine Wohnung suchen und sein eigenes Leben leben und nicht immer vor dem Vater kuschen. Das würde ich an deiner Stelle sagen und dass er sich das überlegen sollte, andernfalls siehst du für die Zukunft der Beziehung keine Chance. Ich wünsche eine schöne Adventszeit, trotz des Kummers.

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Kommentar von DasRentier
02.12.2013, 10:25

Danke dir.

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Er ist 28 Jahre alt, lebt bei seinen Eltern und bekommt es nicht hin, offen mit seiner Familie zu reden? Duu? Ganz Ehrlich, ich glaube der Mann hat größere Probleme als die Beziehung.

Ich habe nichts gegen Menschen die Sensibel sind oder irgendwelche "Macken" haben. Aber meinst du nicht, das Er etwas mehr Eier haben sollte? Ich mein, ich bin 10 Jahre Jünger als er und hab meine ex-Fernbeziehung einfach mit nachhause genommen und meiner Familie gezeigt, obwohl ich nicht sonderlich gut mit meiner Familie klarkomme. Jetzt sag nicht, das ich so "super offen" bin, ich war "damals" depressiv und hab ziemlich gelitten, dazu finde ich es "normal" so offen zu sein. Solche großen Ängste die er hat, müssen doch irgendwo herkommen.

Liebt er dich vielleicht einfach nur, weil du im Prinzip die einzige bist, die so "zu Ihm geht" bzw. Ihm liebe schenkt?

Jetzt zu dir. Vielleicht solltest du einfach mal Allgemein dein Freundeskreis erweitern bzw. etwas mehr aufbauen? Es gibt nicht nur eine Person in Köln, sondern viele Personen überall.

Ich an deiner Stelle würde ein "Cut" dazwischen hauen und zwar ein komplettes. Würde mit niemanden so eine Fernbeziehung wollen, der solche Charakterschwächen hat. Wenn man Persönlich vorort ist, kein Problem, dann kann man ja noch was bewirken. Aber als Fernbeziehung, ne lass mal stecken. Ich weiß das Ich nicht du bin und das ich oft "seltsame" Ansichten haben.

Aber du solltest deinen Freund mal irgendwie großziehen.

Dir noch ein schönen Start in die Woche.

Gruß, Nazuga

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Kommentar von DasRentier
02.12.2013, 10:47

Hallo Nazuga,

ich habe das Gefühl dass du das richtig verstanden hast. Irgendwie fühlt es sich so an. Denn ich habe mich und ihn in vielem wieder erkannt.

Ich denke auch, dass es vielleicht ganz gut wäre, einen Cut zu vollführen. Aber ich denke auch, dass ich im Moment noch nicht bereit für eine Trennung bin.

Trotz der Härte in der du dich ausdrückst muss ich dir aber von meinem Gefühl her recht geben. Deine Eindrücke und Erlebnisse sprechen mich an.

Mal sehen, ob ich davon etwas für mich nutzen kann. Danke dir :)

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Du schreibst leider nicht wie alt ihr seid. Ich vermute,dass er noch sehr jung ist. Nach meinem Dafürhalten KANN er sich noch gar nicht von seinen Eltern lösen. Die Gründe (autoritärer Vater?, katholisch?, noch sehr jung?) kannst du dir selber vielleicht am besten erklären. Eine Trennung ist immer schmerzlich, bringt aber auch Neues, daher verabschiede dich lieber. Vielleicht kannst du Weihnachten etwas anderes machen. Es gibt bestimmt "Wochenendangebote" bzw." Feiertagsangebote" über das was du gern machst. Dann bist du raus und hast Ablenkung. Diese Fernbeziehung ist es doch Quälerei für dich. Ist sie das wert? Alles Gute.

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Kommentar von DasRentier
02.12.2013, 10:24

"Du schreibst leider nicht wie alt ihr seid."

Vs.

"Er ist 28 und ich bin 30."

Man sollte schon auch alles lesen...

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Das ist keine einfache Situation, vor allem da keiner von uns hier die Familie deines Freundes kennt und so die Gesamtsituation nicht wirklich beurteilen kann. Ich hatte selber über Jahre hinweg eine Fernbeziehung und weiß wie stressig sowas sein kann. Du solltest dir die Frage stellen ob du dir das ganze wirklich antun willst. In den meisten Fällen geht das nämlich nach hinten los.

Das du dich dabei nicht gut fühlst kann ich dir nachfühlen. Als ich meine Beziehung beendet hatte gings mir auch nicht gut. Allerdings hab ich sehr schnell gemerkt das es besser war. Wie sieht denn eure Lebensplanung aus? Habt ihr die berufliche Möglichkeit zusammenzuziehen wenn ihr das machen wolltet?

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Kommentar von DasRentier
02.12.2013, 11:38

Also unsere Planung sah zunächst so aus, als dass er ne gemeinsame Wohnung findet und ich dann quasi zu ihm nach Köln ziehe.

Er arbeitet als Krankenpfleger und macht noch was Kreatives nebenher. Er ist sehr behütet aufgewachsen, daher wohl noch diese Unreife seinerseits, womit ich ja umgehen könnte, wäre er auch bereit, dazu zu lernen. Aber im Moment ist er das aus bestimmten Gründen nicht.

Ich würde schon auch arbeiten gehen, um die gemeinsame Wohnung mit zu finanzieren, keine Frage. Das ist das geringste Problem. Aber ich habe so dass Gefühl, dass er sich nicht wirklich bemüht. Dass es anstrengend ist, kann ich verstehen. Aber er stellt auch seltsame Ansprüche und ist auch ziemlich unflexibel. Ich kann ja verstehen, dass er nur das Beste für uns beide möchte, aber ich habe ihm auch gesagt, dass eine kleine Wohnung auch erstmal reicht, Hauptsache wir leben zusammen und können uns frei entfalten.

Aber im Moment kommt es bei ihm warum auch immer nicht an. Und ich muss gestehen, dass ich mich jetzt im Moment was besser fühle, wo ich nicht daran denken muss, mit ihm zusammen zu sein. Seltsam ...

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hey, du hast aber ganz schönen liebeskummer... fühl dich gedrückt! eine fernbeziehung zu führen ist zwar schwer, aber möglich ;) ...aber einen partner zu haben, der nicht zu einem steht, ist sehr sehr schwierig. wenn dein freund wirklich voll und ganz zu dir stehen würde, würde er dich zumindest nach köln holen. da müsstest du ja nicht mit bei ihm zuhause verbleiben, ihr hättet aber die möglichkeit euch stundenweise zu sehen.

frage ihn doch einfach mal, was er davon hält, wenn du nach köln über die feiertage kommst. der vater wird sich ja wohl nicht abends mit seinem sohn in den kneipen rumtreiben ;).... dann könntet ihr auch mal die zeit nutzen, um euch auszusprechen... das ist bei euch nämlich bitter nötig... liebe grüße

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Kommentar von DasRentier
02.12.2013, 17:55

Danke aber stundenweise geht schlecht, Geld für ein Hotel habe ich nicht. Aber sonst ist deine Idee nicht schlecht, muss ich zugeben.

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Vielleicht solltest Du mal prüfen, was Dich bewogen hat, überhaupt eine Fernbeziehung mit einem Mann einzugehen, der sich offensichtlich nicht in dem von Dir gewünschten Umfang Dir widmen kann.

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Kommentar von DasRentier
03.12.2013, 15:24

Naja, hellsehen konnte ich damals ja noch nicht (bis heute), also ist dein Post hier in meinen Augen wenig hilfreich...

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Du fühlst dich betrogen ...und einsam weil du die kommenden Tag fürchtest alleine zu verbringen . Das ist Verständlich

Im Grunde ist das Problem doch hier ,dass ihr eine Beziehung lebt die euch wo möglich selbst belastet ,nicht das ich hier urteilen will ,ich habe Verständnis ,ich selbst habe auch viele Kämpfe mit mir austragen müssen im Leben .

Wir alle habe in der einen oder anderen Richtung mit Neigungen zu kämpfen .

Eine Beziehung zu führen ist immer schwierig ,es braucht Rücksicht und echtes Interesse . Auch sollte eine Beziehung auf einem richtigen Fundament stehen um Stürme überstehen zu können, die unweigerlich immer mal kommen im Leben .

Welches Fundament hat eure Beziehung ?

wo es mich doch eigentlich nichts angeht und bräuchte

Ihr führt eine Beziehung ....wieso geht dich das nichts an ?

http://www.zacchaeus.ca/AboutZacchaeus.html

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Kommentar von DasRentier
02.12.2013, 17:52

Lies mal bitte richtig. Sein Problem, seine Ängste, die ihn daran hindern, sich zu outen, gehen mich nichts an. Natürlich unterstütze ich ihn in allem, so weit ich es kann. Aber DAS kann ich ihm beim besten Willen nicht abnehmen.

Er ist erwachsen und sollte somit Verantwortung für sich selbst übernehmen. Ich bin nicht seine Nanny. Wenn er echtes Interesse an dieser Beziehung hat, dann weiß er schon, was zu tun ist. Ich vertraue ihm. Ich wünsche mir, dass er endlich lernt, Entscheidungen zu treffen, wie er sie treffen möchte - auch wenn das bedeutet, dass wir uns trennen.

Beziehung ungleich Abhängigkeit ;)

Deshalb geht es mich nichts an^^ Was ich für Vorarbeit geleistet habe in all der Zeit, weißt du nicht und wie gesagt - bevor ich ihn zu etwas zwinge, das er nicht möchte, gebe ich uns beiden lieber etwas Zeit.

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Blinder Glaube schadet fast immer. Die Beziehungspause ist völlig ok, dass wird er mit seinen 28 Jahren!!! auch kapieren. Aber das sein Vater Fragen stellt, wenn er Weihnachten njcht zu Hause sein sollte, müsste er aushalten können. So gro´ß sollte die Liebe zu dem Freund schon sein.

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Kommentar von DasRentier
02.12.2013, 10:29

Das "Lustige" ist ja, wenn ich ihm versuche, genau das zu erklären, wird er sauer und wirft mir vor, ich würde ihm unterstellen, dass er mich nicht liebt und bla.

Aber du hast schon Recht.

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Ich vergaß zu erwähnen, dass das Pendeln dadurch auch erschwert wird; ich kann nie nach Köln für ein paar Tage und mir mal die Stadt ansehen, weil er immer Angst hat, sein Papa könnte was mitbekommen. Wenn, dann kommt er immer nach Hamburg, was mich langsam anödet.

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Kommentar von insalata2
02.12.2013, 10:14

Hamburg ist zwar größer als Köln, aber Köln hat wohl inzwischen auch eine Million Einwohner. Da müsste ein Treffen in der Stadt, auch für n mehrere Tage doch ,möglich sein,

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Ihr seid in einer echten Liebesprüfung.

Und da muss was her, was mit Prüfungen schon immer verbunden war: Ein Prüfungstermin. Gib ihm eine eindeutige Deadline [oder vielleicht "Daddyline" ;-)], bis der er sein Familienthema mit seinem Vater gelöst haben muss.

Danach könnt ihr vielleicht wieder etwas näher rücken.

Und dann käme die ganz große Prüfung: Vielleicht bis zu einem Jahr Frist: Seine Wohnsituation lösen oder zumindest die Offenheit mit der Örtlichkeit verbinden und ihn in seiner Familie besuchen.

Macht Etappen daraus.

Liebe ist öfters eine Herausforderung. Dass du dabei derzeit der Taktgeber bist, ist gar nicht so schlecht. Aber das Fernziel soll sein, dass ihr euch irgendwann einmal auf Augenhöhe begegnen könnt, was euren gesellschaftlichen Umgang mit dem Thema betrifft. Davon seid ihr offensichtlich noch recht weit entfernt.

Hab weiterhin etwas Geduld. Für die Liebe lohnt es sich etwas zu kämpfen.

Viel Glück, viel Erfolg, viel Ausdauer und - viel Liebe!

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Kommentar von DasRentier
02.12.2013, 17:47

Danke dir für deine Antwort. Ich habe heute auch den Gedanken gehabt "Es ist eine Prüfung". Und das Wort "Daddyline" muss ich mir merken :,D

Dass ich ihn in seiner Familie besuchen kann glaube ich geht wirklich erst, wenn er sich geoutet hat. Aber das muss er alleine machen.

Danke dir jedenfalls für deine Worte. Ich denke, damit kann ich arbeiten :)

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Wow klingt für mich als wäre der Typ ein Kleinkind anstatt 28.... was willst du mit so einen?

Ne Beziehungspause ist doch oft der Anfang vom Ende... weil entweder sich nicht eingestanden werden kann, dass es keinen Zweck hat oder einer der Partner zu feige ist richtig Schluss zu machen!

Es kann doch nicht dein Lebenziel sein auf einen Kerl zu warten, der sich wie ein Kind benimmt und nicht weiss was er will!

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Kommentar von DasRentier
02.12.2013, 10:27

Deine Worte klingen hart. Ich habe es deswegen auf eine Pause hinausgeschoben zunächst, weil ich noch starke Gefühle für ihn habe. Aber ich weiß nicht, wie lange noch. Sollte es irgendwann nicht mehr reichen, werde ich sicher Schluss machen. Aber bis dahin möchte ich ihm die Gelegenheit geben, reinen tisch zu machen und für sich seine Probleme zu lösen und in den Griff zu kriegen - weil ich ihn liebe.

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Was los ist.....das nennt sich Liebeskummer. Und dass du Weihnachten alleine verbringen musst, während er bei seiner Familie ist, dafür kann er auch nichts. Ebenso wenig, dass du keinen Kontakt zu deiner Familie hast. Du kannst ihn nicht dazu zwingen, Weihnachten zu dir zu fahren. Auch kannst du ihn nicht zwingen, sich seinem Vater gegenüber zu outen.

Du badest nicht seine Probleme aus, du hast selber welche. Es geht einzig um dich, dass du Weihnachten nicht alleine verbringen willst. Es geht hier nur um dich. Denke darüber nach.

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Kommentar von DasRentier
02.12.2013, 10:23

Da hast du was missverstanden. Ich möchte ihn zu nichts zwingen. Und gerade weil es um mich geht, brauche ich eine Pause. Ich leide, natürlich ist es rein mein ding. Aber ich sehe nicht ein, weshalb ich mich dazu nötigen sollte, weiter zu leiden, nur weil er Angst hat, sich zu outen. Verstehst du was ich meine?

Wenn nicht, antworte mir bitte nicht. Mir geht es so schon beschissen genug. Danke.

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Kommentar von Nirakeni
02.12.2013, 10:26

SO schätze ich die Userin nicht ein. Aber jeder hat eben seine eigene Meinung.....

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