Ich frage mich, ob ich Psychologie studieren soll, oder doch Philosophie?

10 Antworten

N´Abend. Ich habe Philo studiert und zu meiner Zeit (schon was her) war für Philo ein sog. "Voll-Abi" erforderlich. Damit war und ist Philo auch als "Voll-Studium" an den Unis, die das anbieten (bei mir war es Bochum) möglich. Mit Fach-Abi ging das nicht. Fach-Abis waren immer auf ein anwendungsorientiertes Studium ausgerichtet. Dagegen gabe es eben den rein akademischen Grad eines Studiums (z. B. Diplom / Magister). Entscheidend für die Zukunftsperspektiven wäre bei der Wahl eines rein akademischen Abschlusses (heute Master???) dann die Wahl der sog. "Nebenfächer". Über die heutigen Perspektiven eines Philosophen kannst du dich schon recht gut im Netz informieren. Allgemein scheinen sie heute deutlich besser zu sein als zu meiner Zeit. Selbst die Wirtschaft scheint erkannt zu haben was analytisch-systemisches Denken und definitionsgeschulte Auffassungsgabe für Vorteile hat. Mach dich da mal schlau. Mit Fach-Abi begegnet dir Philo i. d. R. eher als "Nebenfach", um in Ergänzung deines Hauptfaches, dir, da wo es ggf. gefordert ist, einen Nachweis zu den o. g. Fähigkeiten zu erbringen oder aber auch interdisziplinäres Lernen und Denken beizubringen und diese Befähigung nachzuweisen.

Grundsätzlich würde ich dir raten, inne zu halten und zu überlegen welche "Ebene" wissenschaftlichen Denkens und Arbeitens du anstrebst.

Philo macht da weiter wo andere Wissenschaften aufhören - es ist ein Meta-Wissenschaft, die sich deshalb sowohl mit der Qualität der Theoriebildungen in den Einzelwissenschaften als auch mit interdisziplinären, systemischen Zusammenhängen auseinander setzen kann und soll.

Dagegen wäre Psychologie, wie andere Wissenschaftssparten auch, eher, ihrer Fachbezogenheit entsprechend, der anwendungsorientierte Versuch, Theorien zu Ursachen und Zusammenhängen (in dem Fall menschlicher Verhaltensweisen) nach wissenschaftlichen Gütekriterien zu formulieren und zu debatieren. Nach diesen Parametern ergeben sich dann auch die praktischen beruflichen Anwendungsfelder. In diesem Zusammenhang im "Nebenfach" Philo zu belegen würde z. B. bedeuten, dass du dir eine (selbst-) kritische Reflektionsbasis zur Begründung und Kontrolle deiner beruflichen Handlungsweisen verschaffen möchtest. Dazu wäre z. B. der Bereich der Wissenschaftstheorie im Rahmen von Philo sehr geeignet. Denn:

Philosophie ist geeignet, die Begründungsgrundlagen psychologischer Erkenntnis- und Handlungssysteme kritisch zu analysieren - umgekehrt geht das nicht. ;-)

Gruß

Zum letzten Satz: Und trotzdem hat man mit Psychologe VIEL bessere Berufschancen. Und das nicht nur an Universitäten in der Forschung, sondern auch im praktischen Bereich.

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@Yoshi143

Tja, das ist dann eben die Entscheidung, die dir keiner abnehmen kann. Die Wahl kannst du in Awägung deiner eigenen Präferenzen nur selber treffen.

PS: Schau aber vorsichtshalber mal nach, ob du Psycho auch mit Fach-Abi im Voll-Studium machen kannst. Und schau auch nach ob du dich in den möglichen Anwendungsfeldern (von der Wirtschaft bis zur Selbstständigkeit) von deiner Einstellung, deinem Interesse und deinen Fähigkeiten wiederfindest. ;-)

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Studiere Psychologie!!!

Als selbständiger Psychotherapeut verdienst du gut, must nichts tun, und hast die Therapeutenkammer im Rücken, die dich aus jeder Zweckmühle befreit!

Du brauchst weder Abitur, noch Fachabitur, noch soziale Kompetenzen, noch Einfühlungsvermögen. Es sei denn Du willst mal in einer Klinik arbeiten, das ist etwas Anderes. Da sind die Anforderungen hoch.

Ansonsten brauchst Du nur etwas Sinn für Bürogestaltung und die Fähigkeit lange in einer Position zu verharren, sowie nett zu lächeln. Das war's!

Wenn ich mir meine letzten Psychotherapeuten so anschaue, frage ich mich ob man überhaupt ein Studium abschließen muss.....

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Man sollte niemals unbedingt das studieren, was man als Jugendlicher spannend findet, sondern das, was einen auch danach in der über 10 Mal so langen Zeit der beruflichen Tätigkeit interessieren würde.

Ich habe mich für Gedichte interessiert und daraufhin Germanistik studiert. Gelandet bin ich in der Werbung.

Wenn man Philosophie oder Psychologie studiert, kann es einem passieren, dass man sich danach in einem Taxi wiederfindet.

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Entscheidung zwischen 2 Studiengängen

Hallo, ich weiß, es gibt unzählige solcher Fragen, dennoch wende ich mich damit jetzt mal an eine Community. Ich stehe zwischen zwei Studiengängen, die beide sehr verschieden sind. Der eine ist Psychologie. Mich faszinieren wirklich viele Gebiete der Psychologie und ich möchte den Menschen aus der Richtung dieser Wissenschaft kennenlernen. Allerdings mag ich echt keine Biologie und ich habe gehört, die soll auch einen Teil davon ausmachen. Der andere Bereich ist die Physik. Ich mag es einfach, verschiedene physikalische Gegebenheiten zu untersuchen und zu berechnen. Aber ich könnte mir nicht vorstellen, danach in der Forschung tätig zu werden, da ich auch in meine jetzige Wohngegend nach dem Studium gern zurückkehren würde und hier einfach nichts "großes" wie z.B. eine Universität ist. Und naja, eigentlich sind es sogar 3 Studiengänge: die Psychologie, die Physik und ich könnte mir auch vorstellen, Physik auf Lehramt am Gymnasium zu studieren, weil ich echt total gern anderen etwas beibringe. Allerdings habe ich da den Zweifel, mit den ganzen Schülern tagtäglich einfach überfordert zu sein.

Jetzt meine Frage(n): Hat jemand einen Ratschlag, wie es mir leichter fällt, mich zu entscheiden? Es hilft mir auch, wenn ich ein paar (detailliertere) Einblicke in die 2 Richtungen bekommen würde. Welche beruflichen Tätigkeiten kann ich nach dem jeweiligen Studium ausüben? Ich war auch schon auf dem Arbeitsamt und bei einer Berufsberatung, aber die haben mir auch nichts genaueres erzählt, sondern mir nur einen gaaaanz groben Überblick gegeben. Vielen Dank für jede Hilfe.

Und bitte: nur ehrliche, helfende Antworten!

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Philosophie und Mathe studieren

Hallo, Ich stehe zur Zeit kurz vorm Abitur. Ich werde zwar mit Sicherheit noch nicht direkt danach studieren, hab aber auch noch keine genaue Vorstellung davon was ich später einmal studieren will. Mir wurde nun von einem Lehrer empfohlen mir zu überlegen ob ich nicht vieleicht z.B. Mathe in Verbindung mit Philosophie oder auch einem ähnlichen Fach wie Soziologie, Pädagogik oder Psychologie studieren wolle. Mathe und Philosophie wären von meinem Interessenstandpunkt praktisch perfekt, da mich beie Bereiche sehr interessieren, und ich mich auch außerhalb der Schule (zumindest mit Philosophie) bereits gerne auseinander gesetz habe. Ich hatte stets die Vorstellung das man mit einem Philosophie Studium praktisch nichts anfangen kann, mein Lehrer meinte aber durchaus überzeugend, dass einem, grade in Verbindung mit einem anderen Fach wie Mathe, eine Vielzahl von Berufsmöglichkeiten offen stehen, grade in beratenden Funktionen in Wirtschaft oder Wissenschaft, da man eine Grundausbildung für praktisch alles hat was denken erfordert.

Wollte mich hier mal erkundigen was andere die vieleicht Erfahrung mit einem ähnlichen Studium, oder Ahnung vom Arbeitsmarkt haben dazu meinen und wie man das genau studieren kann? (gleichzeitig, das eine nur als Nebenfach oder nacheinander?)

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