Ich finde es schade, dass ich gerade fleißig dabei bin mir Fremdsprachen beizubringen, aber gleichzeitig in einem Zeitalter zu leben, wo man das Gefühl hat,?

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17 Antworten

Hallo,

im Allgemeinen ist mir um den Beruf des Übersetzers nicht bange. Immerhin versucht man schon lange vergeblich einen Blechtrottel dafür zu entwickeln und das wird wohl auch noch lange so bleiben. Wenn es überhaupt je gelingen wird.

Und aktuell erlebe ich gerade am Flughafen München wieder, wie wichtig Fremdsprachenkenntnisse

- vor allem aber Kenntnisse in Englisch, das heute als Weltsprache Nr. 1:



Landessprache in Großbritannien, Irland, den USA, Kanada, Australien,
Neuseeland und Südafrika, Zweit- und Amtssprache in weiten Teilen
Asiens und Afrikas und Verkehrssprache in immer mehr Ländern der Welt ist,



mit dem man fast weltweit kommunizieren (Reisen, Urlaub) kann,



das weltweit die Sprache der Technologie, Wissenschaft, Medizin, Politik und Diplomatie, Wirtschaft, Konferenz- und Verhandlungssprache ist.



(Quelle: nibis.de/nli1/gohrgs/rrl/rrlengl_go.pdf) -



mit der fortschreitender Globalisierung auch oder gerade heute (noch) sind.



Der beste Übersetzer ist immer noch der aus Fleisch und Blut - also
der Mensch - denn der Babelfisch (engl. Babel Fish), das fiktive
Lebewesen aus dem Roman Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams,
das man sich ins Ohr einführt und dem Träger ein Verständnis aller
gesprochenen Sprachen ermöglicht, ist noch nicht entdeckt und/oder
erfunden.



Und der populäre Internet-Übersetzungsdienst Babel Fish, der nach
diesem Vorbild benannt wurde, reicht - wie andere online Übersetzer –
bei weitem nicht an sein Vorbild heran.



Es gibt keine guten online Text- bzw. Satz-Übersetzer, Text- bzw.
Satz-Übersetzer-Apps, Text- bzw. Satz-Übersetzer-Programme usw., weil:



- Sprache lebendig ist und sich ändert



- die meisten Wörter mehr als eine Bedeutung haben



- Wörter je nach Kontext unterschiedliche Bedeutungen haben.



- maschinelle Übersetzer i.d.R. die am häufigsten vorkommende Übersetzung eines Wortes verwenden



- maschinelle Übersetzer nicht zwischen den Zeilen lesen können



- maschinelle Übersetzer weder die Grammatik



- noch die unterschiedliche Satzstellung im Deutschen und in der Fremdsprache berücksichtigen.



Deshalb können maschinelle Übersetzungen höchstens als Gerüst für
eine Übersetzung dienen und müssen immer sorgfältig nachgebessert
werden.



Meist geht es schneller, Übersetzungen gleich mit Hilfe eines guten Wörterbuches (Langenscheidt, Pons, Collins, etc.) oder mit online-Wörterbüchern (pons.com, dict.cc, leo.org, etc.) selbst zu machen. Das setzt aber natürlich ein gewisses Maß an Grundkenntnissen in der jeweiligen Sprache voraus.



:-) AstridDerPu



PS: Einzelne Wörter übersetzt Google zwar i.d.R. richtig, Da aber
Wörter je nach Kontext eine unterschiedliche Bedeutung haben, ist es
sinnvoller ein gutes (online) Wörterbuch , z.B. pons.com zu benutzen.



Der Google Übelsetzer erkennt z.B. nicht, ob er eine
Speisekarte, einen Krankenbericht oder ein Horoskop übersetzt und wie
dann Krebs richtig zu übersetzen ist.



Deshalb muss aber auch ein Wörterbuch mit Sinn und Verstand benutzt
werden. Das heißt, man muss die Einträge bis zum Ende durchlesen und
dabei auf Anmerkungen wie GASTR, MED, ASTROL usw., angegebene Präpositionen, Wortart usw. achten und möglichen Querverweisen folgen.



Schöne Beispiele, die der Google Übel trottel verzapft hat:



Treten Sie doch bitte ein. - If you but please a.



Immer rein in die gute Stube. - Always clean in the parlor.



Essen Hunde gern Würstchen? - Eating Dogs like sausages.



Du hättest mich ruhig mitnehmen können. - You could take me calm.



Eminem was a raquet type. (Eminem war ein Schlägertyp).



Gives it this car also in another outleading? (Gibt es dieses Auto auch in einer anderen Ausführung)



Der Vatikan schickte einen Vertreter zu den Verhandlungen - The Vatican sent a travelling salesman to the negotiations.



Passierte Tomaten - happened tomatoes



I miss you = je mademoiselle vous.



"Das ist mir wurst" - "The sausage is me." (Google- Übel setzers)



"I do not care this." (Promt)



Ich komm grad nicht drauf.

Im Juni gab es diese Übersetzung



I do not come on it degree.



heute sagt er



I'll degree not on it.



Reife Leistung.



Aber wie fein G-Tr. zu differenzieren weiß:



grad bin ich selber drauf gekommen = degree I myself am come on it



Grad bin ich selber drauf gekommen = Grade I myself am come on it.



Bin ich stolz, dass ich da selber von allein draufgekommen bin!



Am I that I am there myself draufgekommen by itself proud .



Koschutnig



Und nun statt ugs. selber ein Standard selbst:



Bin ich stolz, dass ich da selbst von allein draufgekommen bin.



Am I that I am there it got even by themselves proud



Ein Online-Übersetzungsprogramm hat mir eine Passage aus einer Belehrung über die Rechte eines Beschuldigten "übersetzt":

- abgerufen von der Polizei Offizier Wangenabstrich, Gele ist es
wichtig, und es gibt keine Bedenken, dass ausländische Trauer des
Verdächtigen gesundheitlichen oder anderen Personen (Kunst . 74 §2 des
Kodex)
- "Kunst" war unser §, abgekürzt "art." und § war der Absatz, der engl "para" abgekürzt wird!


Danke Bswss , earnest , Pangaea , languagewizard, Koschutnig und latricolore.

Danke!

Ich hätte mir fast in die Hose ... vor lachen.

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Nein, das GEgenteil ist richtig. Leute, die keine gängige Fremdsprache beherrschen, haben immer weniger Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Allerdings rede ich von "beherrschen", nicht von "radebrechen."

Darum schüttel ich manchmal den Kopf, wenn hier steht: ich möchte Koreanisch oder Urdu lernen."  DAs ist ja nett, aber diese Leute sollten doch erst mal Englisch oder Spanisch sehr gut lernen. Wenn dann steht: "ich kann bereits Englisch, Französisch, Spanisch und Russisch, was soll ich jetzt für eine Sprache lernen" denke ich nicht: "Wow, ein Sprachgenie", sondern ich denke dann: "Sollen wir mal einen Test machen, wie gut dein Englisch, Spanisch, Russisch wirklich ist?"

Man kann kein English, wenn man fragen kann: "Vat cost sis DVD?"

Dieses Gefühl ist nicht berechtigt. Wie kommst du auf die Idee, dass immer weniger wert auf Fremdsprachenkenntnisse gelegt wird? Zumindest Englisch wird in vielen Berufen neben der fachlichen Qualifikation stillschweigend vorausgesetzt.

Ein Kommunikator wie in Raumschiff Enterprise, der Gesprochenes automatisch in die eigene Sprache umwandelt, ist auch noch in weiter Ferne. :-))

Übersetzungsmaschinen wie Google-Translate liefern immer noch ziemlichen Schrott ab, so dass man sicher noch lange auf Übersetzer aus Fleisch und Blut angewiesen sein wird. 

 

Ich warte immer noch auf den Babelfisch... Dabei kommt es mir natürlich in erster Linie auf das glitschige Gefühl im Ohr an!

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Lass dich nicht beirren!Vertrau nicht auf dein Gefühl - lern einfach weiter!  Du ahnst nicht, in welch abstrusen Situationen du Sprachkenntnisse für alle vorteilhaft einsetzen kannst! Mit Sprachen kannst du Grenzen überwinden und dich frei fühlen!

 Bei nur geringem Kenntnisstand  kannst du sie als 'door opener' nehmen  - bei einem Tibet-Urlaub wird niemand ernsthaft erwarten, dass du die komplette Sprache beherrschst. Eine Cousine  nimmt sogar ein paar Privatstunden, bevor sie in ein Land reist, dessen Sprache sie nicht kann, und hat damit wunderbare Erfahrungen gemacht.

Sprachen geben einem selbst auch viel: z.B. Vergleichsmöglichkeiten zur eigenen Sprache (wenn man sprachlich interessiert ist), bessere Ausdrucksmöglichkeiten durch größeren Wortschatz, kleine Tests (ob dein Gegenüber dich versteht und auf welcher Stufe er geistig ist), usw. .

In der Praxis bleibt dir keine Zeit, mit Übersetzungsprogrammen herumzuhantieren - schließlich musst du oft schnell etwas verstehen, um richtig reagieren können. Z.B. Verkehrsschilder lesen und richtig interpretieren, wenn du im Ausland unterwegs bist. 

Und stell dir mal vor, du würdest beruflich mit anderssprachigen Gesprächspartnern zu tun haben - es wäre doch unangemessen, dafür immer eine Sekretärin herbeiholen zu müssen! Außerdem werden  Sprachenkenntnisse für Stellen ab einem bestimmten Niveau auch ohne speziellen Hinweis vorausgesetzt - Stichwort 'Allgemeinbildung'.

Beruflich kannst du Sprachen auch nutzen und hast - nach einem abgeschlossenen Hochschulstudium - sehr gute Möglichkeiten auf internationaler Ebene. Es muss ja nicht gleich beim EU-Sprachendienst sein: http://beruf-mit-fremdsprache.de/mitarbeiter-eu-sprachendienst/.... - aber wenn doch, dann kannst du im Idealfall Beamter auf Lebenszeit werden! Vergleich diese Möglichkeiten mal mit deiner Frage - da sagst du nichts mehr, oder?

Alles Gute wünscht eine begeisterte Sprachlerin.

NEIN, Dein "Gefühl" ist auf gar keinen Fall berechtigt. Genau wie adabei bin ich der Auffassung, dass - trotz gewisser Verbesserungen in letzter Zeit - die Online-Übersetzungsmaschinen meistens nur Unsinn oder unfreiwillig Komisches produzieren.

Davon abgesehen kannst Du in einem anderen Land auch keine vernünftige Unterhaltung führen, wenn Du ständig Deinen Translator verwenden musst.

Bei der Kommunikation läuft so viel auf anderen Ebenen ab, was ein Programm bzw. Computer gar nicht erfassen kann, dass zumindest ein guter Übersetzer aus Fleisch und Blut wohl nie ganz überflüssig werden wird. 

Kein Computer der Welt wird einen sarkastischen Unterton oder ein übermäßiges Lob als das krasse Gegenteil, was es in manchen Kulturen darstellt, rauslesen können.

Eine Sprache zu sprechen bzw. zu beherrschen ist auch nicht gleichbedeutend mit "Übersetzer sein (können)". Wie gesagt, für eine gute Übersetzung musst du sowohl Quell- als auch Zielsprache auf einwandfreiem Niveau beherrschen - dazu zählt auch die Kenntnis des Kulturraums und seinen mannigfaltigen Eigenheiten. 

Insofern: Nein, ich teile deine Einschätzung nicht. 

Hast du dir mal angesehen wie diese Programme die anderen Sprachen ins Deutsche übersetzen? Die sind noch lange nicht soweit, dass man sagen kann, dass Fremdsprachenkenntnisse überflüssig sind.

Gleiches gilt für andere Sprachen. Außerdem ist es doch viel besser mit jemandem reden zu können und ihm nicht nur das Übersetzungsprogramm unter die Nase zu halten.

Im Gegenteil: Sprachkenntnisse werden im Zeitalter der Globalisierung immer wichtiger. Je perfekter in Wort und Schrift, desto besser.

Die besten Übersetzungstechnologien helfen dir in persönlichen Gesprächen und bei mündlichen Verhandlungen überhaupt nicht.

Übersetzungsprogramme sind folglich nur für Schriftliches verwendbar, jedoch nicht für Mündliches. Außerdem sind sie zumindest im Augenblick noch so schlecht und fehlerhaft, dass man sie nicht benutzen sollte.

Sprachen lernen wird nie überflüssig sein.

Die Übersetzungstechnologie wird niemals imstande sein, ein persönliches Gespräch wirklich adäquat zu übersetzen.

Selbst wenn der Googleübersetzer besser wird.

Nein. Auch wenn der Google Übersetzer mittlerweile einfache Sätze meist korrekt übersetzt, ist für eine normale Konversation immer noch ein Mensch notwendig. Sprache ist so komplex, kontextabhängig und emotionsbeladen, dass eine Maschine nie so gut sein wird wie ein Mensch, der Sprache und Kultur eines Landes versteht.

Außerdem wäre es sehr armselig, für jede Unterhaltung ein Gerät benutzen zu müssen...


Wenn du mit einfachen Sätzen meinst: "Die Maus ist grau" - dann hast du sicher recht.

Aber so ziemlich alles, was darüber hinausgeht, wird "übersetzt" zur Lachnummer, to a laugh number.

;-)

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@earnest

Da hast Du natürlich recht. Ich war halt beim Sprachunterricht für Flüchtlinge ganz froh, dass z.B. das Wort "Sprachunterricht" und der Satz "Bitte den Buchstaben einfügen" durch den Übersetzer auf Farsi richtig wiedergegeben wurde. Dafür taugt der Googleübersetzer halt. Aber eben nur dafür.

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Ich finde die Übersetzungsprogramme zwar oft sehr hilfreich, aber ein wirkliches Gespräch kann man damit doch nicht führen!

Fremdsprachen sind immer ein Gewinn!!! Mein Sohn wächst mit drei Sprachen (Spanisch, Deutsch, Englisch) auf und ich bin unglaublich glücklich, dass ich ihm das mitgeben kann für die Zukunft!

Wenn du gerne lernst, dann mach auf jedenfall weiter!!!!

Nein, wer Fremdsprachen kann ist immer im Vorteil

Ich bin der Meinung es ist nicht berechtigt.
Wenn ich mich mit jemandem in einer Fremdsprache unterhalte, ist es immer noch besser wenn es von Mensch zu Mensch abläuft als von Handy zu Handy.

Nein!

Mit jemandem zu reden kann Dir kein Übersetzer abnehmen.

Ich selber wohne in Dänemark. Könnte ich kein Dänisch hätte ich meine Arbeit nicht.

Jeden Tag lernt man neue Worte dazu.

Mario

Es ist nicht berechtigt. Zum Sprechen brauchst du dennoch das Wissen.

Wenn du, was die angeblich "neuen Übersetzungstechnologien" für Schriftliches betrifft, mit "bald" einen Zeitraum von vielleicht 50 Jahren meinst, dann könntest du in DIESEM Punkt möglicherweise recht haben.

Ansonsten: Auch die besten Maschinenprogramme werden wohl auch dann Schwierigkeiten mit dem individuell gesprochenen Wort haben.

Für die zwischenmenschliche interkulturelle Kommunikation werden Fremdsprachenkenntnisse aber IMMER von Vorteil sein.

Ach so, jag doch bitte mal meine Antwort durch den Google-"Übersetzer".

Chase it through. Das wird bestimmt lustig.

Gruß, earnest

Done. Und das Ergebnis ist fehlerhaft, aber dennoch erschreckend gut. Hunt nevertheless times times!

"

If you think about the alleged "new translation technologies" for writing, with "soon" a period of perhaps 50 years, then you may be right in this point.

Otherwise: Even the best machine programs will probably also have difficulties with the individual spoken word.

However, foreign language skills will ALWAY be beneficial for interpersonal intercultural communication.

Oh so, hunt nevertheless times times my answer by the Google "translator".
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@rlstevenson

Für mich eher erschreckend als gut, insbesondere was den Anfang und den Schluss betrifft.

Wenn's kompliziert wird, versagt das Programm. Wenn's umgangssprachlich wird: dito.

Wenn man aber keine Ansprüche stellt...

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@earnest

Der zweite und dritte Satz sind bis auf always, was aber als Tippfehler gelten könnte, aber tadellos. Das sind 50 % Erfolgsquote. Wenn ich da an früher denke...

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@rlstevenson

Jetzt enttäuschst du mich aber: Die beiden Sätze sind keineswegs "tadellos".

(Und die "interpersonal intercultural communication" ist ja nun wahrlich kein Kunststück.)

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@rlstevenson

Das Problem ist aber, dass man bei solchen Quoten (sind 50% eine Erfolgsquote?? Ich denke gerade daran, ob man sich bei einem Chirurgen mit 50% Erfolgsquote operieren lassen würde...) eigentlich die Ergebnisse eines solchen Übersetzerprogramms beurteilen können müsste. Wenn man das aber kann, braucht man das Übersetzerprogramm nicht. 

Und wenn man sich dann noch vorstellt, dass die Rechtschreibung und Grammatik der Originalsprache von jemandem, der das nicht beurteilen kann, auf GF-Niveau ist, wie hoch ist wohl dann die Erfolgsquote, dass das herauskommt, was gemeint ist?

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Das wird seit einige Jahrzehnte gesagt, und wir müssen noch Sprachen lernen.

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