Ich deutsch muss meine muslimische Freundin heiraten. Was tun?

24 Antworten

Erst einmal ruhig und cool bleiben !

Zu den Fakten:

Du bist 21 Jahre alt - deine Freundin 18 Jahre = beide sind volljährig = alles OK.

Da ihr beide dem deutschen Recht untersteht, seit ihr- jeder für sich - voll u. alleine Entscheidungsberechtigt. Dabei haben weder deine Eltern noch ihre Eltern auch nur einen Kommentar dazu abzugeben, der die leiseste rechtliche Auswirkung hätte !

Deine Freundin ist in einer muslimischen Familie hineingeboren, somit nach islamischer verdrehter Denkweise schon als Embryo >GLÄUBIGE MUSLIMIN< gewesen. Macht aber fast NIX !

Du bist christlich aufgewachsen und kannst ab 14 Jahren selber deine Religion wählen - somit Peanuts für dich - allein deine persönliche freie Entscheidung.

Bei deiner Freundin ist es so, das sie nach geltendem deutschen Recht auch selber ihre Religion FREI wählen kann und darf - SO WIE DU ! Dafür muß sie lediglich beim Protest der Eltern in Kauf nehmen, das die Eltern und ihre restliche Familie komplett mit ihr brechen könnten. ( liegt ganz daran, wie Gläubig ihre Sippe ist, und wie weit menschliche Bindungen dort einen nennenswerten realen Wert haben ./. Islam )

Fazit:

Ihr beiden als Paar müßt euch entscheiden, ob ihr eine wirkliche Beziehung wollt. Auch müßt ihr euch entscheiden, wie diese Beziehung zwischen euch aussehen soll. Von Seiten der Eltern hat hier keiner ein Recht, euch Vorschriften zu machen. Lediglich fiese erbärmliche Erpressungen könnten kommen und zur Folge haben, das ihr keine familiäre Rückendeckung hättet und somit auf euch allein gestellt wäret.

Habt ihr beiden euch FÜR eine Beziehung entschieden, dann sagt es den Eltern - beiderseits. Dazu gehört dann auch, das ihr der Familie deutlich und ebenso unmissverständlich klar macht, was IHR wollt, und wo ihr ggf. bereit seid, deren WÜNSCHE - und wie weit - zu berücksichtigen oder evtl. später zu überdenken.

Ein >zum Islam konvertieren<, nur weil der Möchtegern-Macho-Schwierig-Vater es verlangt - FAHRKARTE, geh zum Pluto oder troll dich ALTER !

Spätere Kinder MÜSSEN Moslems werden, FAHRKARTE OPA verpiß dich, geh selber beten oder geh sterben damit du was Sinnvolles machst. So siehst du deine eventuellen Enkelkinder NIE - nicht mal aus größter Entfernung !

Wenn du als künftiger Ehemann nicht den ARSCH in der Hose hast, dem evtl. zukünftigen Schwiegervater wirklich deutlich aber respektvoll die Stirn zu bieten, WIE SOLL ER DICH DANN >ALS MANN SEINER TOCHTER < FÜR VOLL NEHMEN ?

Nur für dich: Besser er nimmt dich für VOLL und wünscht dich gleichzeitig in >seine< Hölle, als das er dich als Waschlappen sieht. DANN bist du seiner Meinung nach nicht würdig, auf seine Tochter aufzupassen und für sie zu sorgen !

JETZT kommt die Frage, wie weit deine Freundin / Partnerin zu dir / zu EUCH steht. Ist sie bereit für eine gemeinsame Zukunft mit ihrer Familie - dem gesamten Elternhaus...und Geschwistern ggf. mehr - völlig zu brechen und darauf zu hoffen, das die Vernunft den religiös bedingten Wahn doch noch kuriert oder heilt ?

Wenn IHR BEIDEN euch da einig seit, dann prüft eure Beziehung für euch, prüft eine gemeinsame finanzielle Basis incl. Wohnung und Lebenshaltungskosten per eigenem Konto und Lohn, verlobt euch um ihren Eltern ein deutliches Zeichen des guten Willens zu geben, und macht EUER DING ! Fragt durchaus mal um Rat, aber nehmt KEINE Befehle an - NIE ! !

Kann einer von euch beiden diesen harten Fahrplan nicht wirklich umsetzen, fühlt sich dabei von seinem Partner erpresst oder genötigt, dann vergeßt es - bleibt >gute Freunde< und sucht einen jeweils "geeigneten, zur Not gekauften" Partner.

Beziehungen / Ehen - egal in welcher Zusammensetzung - zu einem Menschen mit muslimischem Glauben sind für sog. UNGLÄUBIGE wie ein Leben mit bildlicher Kalaschnikow unterm Arm und dabei rund um die Uhr ständig so wachsam wie RAMBO in seinen besten Spielfilmen.

Sorry, das ich es so deutlich sage, aber eine so fromme muslimische Familie hat immer wenigstens einen Typen / Tyrannen dabei, der fast oder genau so fanatisch ist, wie allgemein mordende Terroristen. Anfangs mag es oft noch gehen, aber es kommt die Situation, wo er/sie mit ihrem fanatischen Glaubens-Gedöns über dich/euch kommen, wie eine Wolfs-Meute.

Das muß euch beiden klar sein - heißt ihr müßt einkalkulieren, das es ein evtl. langer Kampf bis zu einer internen Anerkennung wird, weil in der islamischen Welt gänzlich andere menschliche Werte und Moralvorstellungen herrschen, die wir Europäer schon im Mittelalter abgelegt haben.

Gerade junge Menschen müssen auf diese Gefahren und Bedrohungen hinwiesen werden, um nicht später vor einem blutigen Scherbenhaufen zu stehen, der oftmals unbeschreiblich und teils abscheulich ist.

Ehrenmorde an Töchtern und/oder Schwestern sind auch hier in Europa oder sonst wo auf der Welt in muslimischen Familien keine Seltenheit, Kinder in ein islamisches Land zu entführen da oft ein beliebtes und "ehrenwertes" Druckmittel, dazu Gewaltbereitschaft und Drohungen ungekanntem Ausmaßes von fanatischen Glaubensverfechtern bei denen die Religion über ALLEM steht.

SCHADE, aber das ist eine >lebendige Seite< des ach so friedlichen Islams. Es wird dort mit meist ungeahnt HARTEN BANDAGEN gekämpft, aber hat man die Schale geknackt, findet man meist einen weichen Kern - die positive Seite eben !

Ich wünsche euch viel Kraft, viel gegenseitiger Zuneigung und Liebe für einander und ein entsprechend dickes Fell, um diesen Klein-Krieg durchzustehen. Wie lange er dauert, wird die Zeit zeigen. Manchmal sind es nur Tage oder Wochen, manchmal bis zum Friedhof. Schafft man es aber, Einigkeit rein zu bringen, dann hat man einen Zusammenhalt, der fast immer UNBESCHREIBLICH GUT IST.

Wenn ihr aber Zweifel oder Angst habt, laßt es bleiben und geht getrennte Wege ! Im Islam gibt es keine HALBEN SACHEN !!

Ich glaube, die Definition des Wortes "Beziehung" ist hier das Problem.

Denn entweder ist man zusammen oder nicht und wenn man zusammen, also ein Paar, ist, spricht eigentlich nichts gegen eine Heirat. Diese Sichtweise teile ich tatsächlich, auch wenn ich mit dem Islam nichts zu tun habe.

Du selbst sagst, dass ihr "zusammen" seid, aber es scheint doch eher eine Kennenlernphase zu sein oder so etwas wie Freundschaft Plus, bevor du dich später noch genauer festlegst und ihr dann "so richtig" zusammen seid. Merkst du schon, worauf ich hinaus will?

Nun hat es sich in unserer modernen Welt nun einmal so entwickelt, dass wir mit Beziehungen anders umgehen, als es die meisten Menschen mit muslimischem Glauben gewohnt sind und da prallen die Kulturen nun einmal aufeinander.

Ganz verhindern lässt sich das leider nicht. Aber eventuell kannst du dich mit deiner Freundin beraten und ihr überlegt noch einmal, inwiefern ihr zwei denn nun überhaupt zusammen seid, bevor ihr mit ihren Eltern darüber redet und auch so mit ihnen redet, dass sie die Art eurer "Beziehung" besser verstehen können.

Eventuell könntet ihr die Situation so noch einmal entschärfen.

Auf jeden Fall halte ich es schon für wichtig, dass du dich nich vor ihren Eltern versteckst.

Damit könnte das Problem vorläufig umgangen werden, aber nicht gelöst.

Eine Lösung wird es vielleicht auch nie geben. Es kann durchaus passieren, dass ihre Eltern immer auf eine Hochzeit bestehen und darauf, dass du konvertierst.

Hier kann man nur mit Geduld agieren. Mit viel Geduld.

Viel Glück!

Ich glaube, die Definition des Wortes "Beziehung" ist hier das Problem.
Du selbst sagst, dass ihr "zusammen" seid, aber es scheint doch eher eine Kennenlernphase zu sein oder so etwas wie Freundschaft Plus, bevor du dich später noch genauer festlegst und ihr dann "so richtig" zusammen seid.

Ich glaube, auch bei dir ist die Definition des Wortes "Beziehung" das Problem. Mit einer Beziehung hat man bereits eine Festlegung getroffen - insbesondere, weil in unserer Kultur Beziehungen in der Regel monogamer Natur sind. Mit einer Hochzeit wird diese Festlegung nur gegenüber des Staats öffentlich gemacht und diverse Regelungen und Gesetze kommen auf einen zu.

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@Kevidiffel

Der Punkt meiner kompletten Argumentation war die Tatsache, dass eine Beziehung eben nicht gleich einer Beziehung ist. Die Eltern der muslimischen Dame verstehen darunter auf jeden Fall schon einmal etwas komplett anderes und da hier extra betont wurde, dass beide sich noch nicht besonders gut kennen, zumindest nicht gut genug für eine Ehe, kann 100%ig davon ausgegangen werden, dass die beiden, in einigen Details zumindest, auch etwas unterschiedliches darunter verstehen.

Es gibt eben mehr als die eine Liebesbeziehung aus den Märchen. Dating, Casual Dating, Freundschaft + und Freundschaft ++ und unzählige Zwischenformen von Was-auch-immer. Es gibt Beziehungen, die durch Liebe beginnen und es Beziehung, in denen sich Liebe erst entwickelt. Da Darisimon98 sich bezüglich der Zukunft der Beziehung unsicher ist, schätze ich, dass ihre Beziehung irgendwie in diese Kategorie fallen sollte. Wer weiß.

Die eine groß besprochene Festlegung, von der du sprichst, die gibt es bei den meisten einfach schon mal gar nicht. Man einigt sich meistens auf ein grobes Konzept, das von beiden unterschiedlich interpretiert wird. Die zahlreichen Liebesprobleme allein hier auf gutefrage.net beweisen das eindeutig. Und Verwandten und auch Freunden sehen alles noch einmal ganz anders, von Außenstehenden wie uns ganz zu schweigen.

Tatsächlich ging es mi in erster Linie darum, den beiden eine andere Sichtweise der Problematik aufzuzeigen.

Und ja, deshalb wage ich es, die Folgen der Ehe (Regelungen und Gesetze) hier herauszuhalten. Denn es geht im Grunde darum, dass die Eltern die "Art" der Beziehung als oberflächlich und schlecht ansehen und diese Sichtweise kulturell geprägt ist. Die Problematik mit der Religion kommt noch erschwerend hinzu.

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Ihr beide seid zwar volljährig, aber noch nicht erwachsen.

Der unterschiedliche Kulturhintergrund führt zu Problemen.

Zunächst solltest Du für Dich selbst und anschließend mit ihr klären, wie Eure Beziehung künftig aussehen soll.

Ob Du grundsätzlich heiraten willst, ob Kinder für Euch beide ein Thema sind, und wie ihr Euch beide die nächsten Jahre miteinander vorstellt.

Auf keinen Fall solltest Du so tun, als ob. Denn das wäre eine Verstellung, die Dich unglaubwürdig macht.

Vielleicht sprichst Du mit Deinem Therapeuten über die Forderungen, die Dir gestellt werden und Du überlegst, was für Dich nicht verhandelbar ist und wo Du bereit bist, Deiner Freundin entgegen zu kommen.

Ihr habt eine Chance, wenn Ihr beide Euch weiterentwickelt und als selbstbestimmte Menschen handelt. Aber dafür braucht es Zeit. Und nicht alle Probleme sind lösbar.

Giwalato

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