Ich denke die ganze Zeit an essen?

9 Antworten

Hallo,

also erstmal Glückwunsch das du deine Krankheit schon so gut erfolgreich bekämpft hast, das schaffen nicht viele. :)

Nun zu deinem Problem, was eigentlich keines ist: Es ist erstmal völlig normal, dass du dich momentan noch so sehr mit dem Essen beschäftigst: Dieses Thema hat durch deine Krankheit große Teile deines Lebens bestimmt und von jetzt auf gleich fällt es nicht leicht das "loszulassen". Im Gegenteil, es ist doch ein gutes Zeichen das dir da Essen wieder Spaß macht.Vermutlich macht es dir Angst und es wirkt unkontrollierbar, dass du das essen wieder gerne magst. Aber das ist nicht schlimmes, sondern völlig okay. Am besten gehst du mit den Gedanken um, in dem du sie einfach erstmal so akzeptierst und dich dann bis zu der Mahlzeit ablenkst wenn du solche Gedanken hast. Das normalisiert sich wieder und irgendwann wirst du erstaunt feststellen das sich das problem von selber gelöst hat und du nicht mehr so viel ans essen denkst, denn wenn du weiter regelmäßig isst, wird es wieder für dich so normal sein wie es ja eigentlich auch ist.

Was das Gefühl der Einsamkeit angeht; Es ist gut möglich, dass deine Sehnsucht nach einer Beziehung durch das dauernde denken an das Essen von dir kompensiert wird. Ich würde dir empfehlen, deine Aufmerksamkeit auf andere Dinge zu richten, zum Beispiel ein Hobby oder ähnliches. Wenn es dir wieder etwas besser geht und du gedanklich wieder "stabiler" ist, ergibt sich früher oder später von selber etwas, weil du dann auch einfach offen für jemanden bist. Versuche dich mal selber zu fragen, wieso es für dich ein Problem ist keine Beziehung zu haben.. ich meine,was genau fehlt dir, was du glaubst in einer Beziehung zu finden? Da ist auch nicht immer alles einfach, auch wenn es so aussieht. Glücklich sein fängt bei dir selber an, deine Beziehung kann das Glück dann nur verkomplementieren. Ich wage mich sogar weit genug vorzutasten um zu behaupten, dass du dich nicht einsam fühlst weil du es wirklich bist, sondern weil du glaubst, dass es so wäre. Versuche erstmal dir klar zu werden, was dich unabhängig von anderen glücklich macht und gib dir die Zeit wieder völlig gesund zu werden.

 Das Leben wird dann auch nicht immer super leicht sein, aber wesentlich leichter und freier als es dir vermutlich jetzt gerade erscheint.

Ich wünsche dir viel Erfolg und das du dir die Zeit gibst, die es eben braucht

Ich denke, du hast die  richtige Antwort schon gefunden. Eigentlich verspürst du keinen wirklichen Hunger, ist eher ein Ausgleich, weil sonst nichts da ist. (Klingt komisch, mir ist keine bessere  Formulierung eingefallen) Versuche mal, ein neues Hobby oder eine andere Beschäftigung zu finden, gehe in einen Verein, dort kannst du auch leichter Freunde finden. 

Denn wenn du ständig ans Essen denken musst, aber nichts essen kannst/willst, ist das belastend!

Viel Glück dabei :-)

Ich würde sagen, es kann auf jeden Fall sein, dass du so gern isst, aus "Ersatzhandlung". Aber wichtig ist auch, finde ich, dass du dich nicht zu sehr hineinsteigerst, dass das Essen nur ein Ersatz für etwas anderes ist. Denn damit verbindest du das Essen wieder mit etwas schlechtem und es vergeht dir möglicherweise wieder die Lust am Essen.

Freue dich zunächst einmal, dass du wieder Appetit hast und essen willst! Das ist ein großer Fortschritt. Das kannst du ersteinmal so hinnehmen und stolz auf dich sein. Ich würde auch mit Genuss essen, aber genieße einfach mal nur in dem Moment des Essens und denke nicht schon wieder an das Nächste. Nehme bewusst wahr, was du isst, wie das schmeckt. Und versuche auch, bewusst wahrzunehmen, wenn du satt bist, damit du einfach wieder ein gesundes Verhältnis zum Essen bekommst.

Dann zu deinen psychischen Problemen: Ich glaube, dass Körper und Geist auf jeden Fall verbunden sind, und wenn es dir schlecht geht, wirkt sich das auch auf das Essverhalten aus. Umgekehrt geht es aber denke ich auch: Wenn du gute Sachen ist, wirkt sich das auf deinen Körper und auch Geist aus. Wenn es dich interessiert, schau doch mal das Video: Vegan Power girl - "meine Esstörung und wie ich sie geheilt habe". Ist nur ein Vorschlag und ich weiß nicht, ob du mit der Einstellung was anfangen kannst.

Und versuche, mehr dich selbst zu finden. Ich glaube jeder hat schlechte Erfahrungen gemacht in seinem Leben, der eine mehr, der Andere weniger. Aber so wie es ist - so ist es jetzt. Und auch dass du keinen Freund hast - so ist es im Moment. Versuche, das einfach mal hinzunehmen, ohne dich dafür zu verurteilen. Ich glaube, je mehr man sich selbst mag, umso unabhängiger und freier ist man von Anderen Menschen, damit auch von Beziehungen. Du erhoffst dir wahrscheinlich, von deinem Partner Liebe, Geborgenheit,...zu bekommen, was alles wunderschön ist, und natürlich auch, wenn man es teilen kann (so stelle ich mir es zumindest vor, hatte nämlich auch noch keinen Freund). Aber versuche, diese Gefühle mehr in dir zu finden, als sie von anderen Personen zu bekommen versuchen. ich versuche das auch, weil es glaube ich zu einem viel glücklicheren Leben führt. Alles Gute! :)

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