Ich denke das meine Mutter Depressionen hat, was soll ich tun?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Hallo,

das ist wirklich eine schwere Situation, in der du da steckst. Ich würde dir ebenfalls nicht empfehlen, deine Mutter direkt darauf anzusprechen. Sollte sie wirklich Depressionen haben, dann wird sie sich das nicht direkt eingestehen und wird vermutlich sehr abwehrend reagieren. Deinen Vater würde ich jedoch ebenfalls nicht darauf ansprechen, eben aus den selbsten Gründen.

Hast du vielleicht Großeltern, zu denen sowohl du, als auch deine Eltern ein gutes Verhältnis haben? Kennst du gute Freundinnen deiner Mutter? Wenn ja, dann wende dich unbedingt an sie. Mit denen wird sie eher reden und die können ihr eventuell helfen, indem sie ihr einen Besuch beim Psychologen etc. ans Herz legen. Du selbst wirst da wenig ausrichten können. Erkläre ihnen deine Sorgen und bitte sie um Hilfe. Normalerweise wird das keiner ausschlagen.

Mir kommt es schon so vor, als würde dir etwas an deiner Mama liegen, eben weil du dir Sorgen um sie machst. Wenn du ihr wirklich etwas Gutes tun willst, dann schreibe ihr einen Brief, in dem steht, dass du sie wirklich gern hast und dass es dir leid tut, wenn sie das manchmal nicht merkt. Schreibe, dass du ihr dankbar bist und dass du sie lieb hast. Das mag jetzt vielleicht komisch für dich klingen weil sie manchmal so ungerecht ist, aber wenn sie wirklich Depressionen hat, dann kann sie nichts für ihr Verhalten. Und damit wirst du ihr ein Fünkchen Freude schenken. Das kann sehr wertvoll sein.

Ich hoffe wirklich, dass es deiner Mama bald besser geht und wünsche dir und ihr viel Kraft!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von liveyourlife02
19.01.2017, 20:17

Dankeschön, für deine Antwort

Ich habe zwar Kontakt zu meiner Oma (Mutter meine Mutter), allerdings nicht so tiefgründig, als das ich darüber mit ihr reden könnte. Andere Verwandten leben über Deutschland verteilt, habe keinen Kontakt zu ihnen. Zu dem Thema Freundinnen, kann ich nur sagen, dass sie so blöd wie es klingt, so viel ich weiß keine mehr hat. Die Leute, die mit meinen Eltern in Jugendzeiten befreundet waren/sind, hat meine Mutter "erfolgreich" von sich abgewehrt.

Das sie sich selbst nicht eingestehen wird das sie depressiv ist, habe ich auch schon überlegt.

Die Sache mit dem Brief...Vermutlich wäre das eine gute Idee...allerdings könnte ich das nicht. Also so persönlich werden und sowas wie Hab dich lieb schreiben, das sage ich ihr nicht mal, nicht seit ich Denken kann.

Ich versuche mal die Beziehung heute (wo sie anscheinend depressiv ist) und auch schon von früher zu erläutern. Wir leben zusammen, ich erledige Aufgaben die sie mir aufträgt, man sitzt gemeinsam am Tisch, man sagt Hallo wenn man nachHause kommt, ich frage sie bis wann ich raus darf.

Ungefähr in so weit beläuft sich unsere Beziehung zu einander, mit meinem Vater nicht anders. Eigene Gefühle, persönliche Gespräche gibt es nicht. Über mein "privates Leben" (sprich Freunde, Liebe, jugendliche Probleme) weiß sie nichts. Nicht das sie danach fragen würde und ich ihr die Antwort verweigere. Ich denke sie interessiert es nicht und daher hab ich es auch nie für nötig gehalten von mir aus etwas über mein "Leben" preis zu geben.

0

Die Situation ist wirklich schwierig und auch anstrengend für dich. Das Wichtigste wäre, wenn du mit deinem Vater darüber redest. Das was du wahrnimmst, dass du dir Sorgen um sie machst,....
Wenn das nicht möglich ist, schau einmal im internet, ob in deiner Gegend eine Beratungsstelle für Kinder von psychisch kranken Eltern gibt und einen Termin vereinbaren kannst. Wenn nicht, dann schau, ob es eine psychosoziale Beratungsstelle gibt (Angehörigenberatung) oder eine Angehörigengruppe f. psychisch Erkrankte (in Österreich: HPE). Auch kannst du dich an Krisentelefone wenden (Telefonseelsorge oder psychosoziale Beratung).
Alles Gute.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von liveyourlife02
19.01.2017, 20:20

Ich weiß nicht ob ich es fertig bringe über so etwas zu sprechen. Ich weiß auch nicht wieso, eigentlich bin ich eine sehr sprechfreudige, bestimmte Person wenn es darum geht zu "reden", aber über eine so persönliche Sache zu sprechen, scheint mir unüberwindbar.

0

Kapsel dich ab, soweit es geht. Du wirst da nix ändern können außer dich selbst damit zu belasten und daran kaputt zu gehen. Spreche aus eigener Erfahrung - denn am ende, bist DU, die böse.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von liveyourlife02
19.01.2017, 19:58

Ich versuche das ehrlich gesagt auch. Allerdings muss ich zum essen und schlafen anwesend sein, und diese Zeit belesatet mich sehr.

Von Wochenden ganz zu schweigen

0

Du kannst eigentlich nur mit deinem Vater über die Veränderungen reden, wenn du dir nicht zutraust deine Mutter in einer ruhigen Minute mal selbst auf ihr Verhalten an zu sprechen. Ansonsten bleibt nicht viel was übrig ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von liveyourlife02
19.01.2017, 19:57

zu meinem Vater habe ich auch überhaupt gar keine Bindung, und mit ihr sprechen kommt eigentlich nicht für mich inFrage

0

Was möchtest Du wissen?