Ich brauche keine Steuern zu zahlen?

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9 Antworten

Wenn dein z.v.E unter dem Grundfreibetrag liegt, dann wird keine Einkommensteuer festgesetzt. Ich würde lieber eine Menge an Steuern zahlen..dann hätte ich nämlich auch die entsprechenden Vermögenswerte..;-)

Was von der Steuer "absetzen" geht natürlich auch nur, wenn du auch wirklich Steuern bezahlt hast..da du im anderen Fall gar keine Steuern gezahlt hast und deine Belastung -> 0 ist.

kevin1905 18.01.2017, 15:13

Ich mag meinen 42% Steuersatz, hoffe alsbald auf 45% zu kommen. =)

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-Stimmt es das Steuern erst ab dem Grundbetrag von 8300€ Fällig sind?

Der Grundfreibetrag in 2017 beträgt für Singles 8.820,- € bezogen auf das zu versteuernde Einkommen.

Was ja dann bedeutet das jeder der unter 8300€ im Jahr verdient, keine Steuern zu zahlen hat?

Abgesehen von der falschen Zahl ist die Aussage richtig bezogen auf die Einkommensteuer. Umsatzsteuer zahlst du trotzdem bei jedem Einkauf.

-Was kann ich alles von den Steuern absetzen?

Werbungskosten (§ 9 EStG), Sonderausgaben (§ 10, 10a EStG), außergewöhnliche Belastungen (§§ 33, 33a EStG) und ein paar andere Dinge.

-Was ist noch zu beachten?

Es gibt 7 Einkunftsarten. Für 6,5 davon gibt es keinen Quellensteuerabzug, so dass für diese stets eine Einkommensteuererklärung verpflichtend abzugeben wäre.

Ja, das stimmt, wobei die Summe nicht mehr aktuell ist. Es sind jetzt um die EUR 8.500, google mal nach "Existenzminimum 2017". 

Von der Steuer absetzen kannst du vor allem die Krankenversicherung, außerdem alles, was du zur Berufsausübung brauchst, also z.B. Arbeitskleitung, die Fahrkarte zur Arbeit, etc. 

Kauf dir mal "1000 ganz legale Steuertricks" (das rote, es gibt das Buch auch noch in gelb), da wird das alles im Detail erklärt. Es liest sich ganz witzig. Du kannst ja alles, was auf dich zutrifft, einmal durchlesen und später bei Bedarf nachschlagen.

Nutzer00 18.01.2017, 13:22

sagen wir ich zahle seit 1 Jahr ganz normal meine Steuern inkl. Krankenversicherung. Komme jedoch nicht über 8.500€. Kann ich dann die Krankenversicherungsteuer zurückanfordern? 

Und bezieht sich die 8.500€ auf Brutto/Netto?

Danke für deine letzte Antwort

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kevin1905 18.01.2017, 15:14
@Nutzer00

Beiträge zur Krankenversicherung sind keine Steuern, sondern Sozialversicherungsbeiträge, für die gibt es die Gegenleistung Versicherungsschutz. Sie werden NICHT erstattet.

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Hardware02 18.01.2017, 15:26
@Nutzer00

Die Summe von EUR 8.500 ist netto. Brutto darf man ungefähr EUR 12.000 verdienen. 

Ja, es sieht genau so aus, wie du es schreibst. Du zahlst zuerst einmal deine Steuern. Dann machst du die Steuererklärung, und das Finanzamt stellt fest, dass du zu viel Steuern gezahlt hast, weil du ja mit deinem Einkommen unter dem Existenzminimum liegst. Du bekommst dann die Steuern zurückerstattet.

Natürlich bekommst du nicht die Krankenversicherungsbeträge zurückerstattet.

Mein Vater hat es mir früher einmal so erklärt: Wenn man etwas von der Steuer absetzt, dann ist es so, als hätte man um so viel weniger verdient. Wenn deine Krankenversicherung also z.B. EUR 200 im Monat kostet, dann ist es so, als hättest du jeden Monat um EUR 200 weniger verdient. Nach dieser Summe werden dann deine Steuern berechnet. 

Ich liebe die Steuererklärung bislang noch, denn bis jetzt habe ich immer was zurückbekommen :-) Aber dieses Jahr erwischt es mich, da muss ich nachzahlen. Na, egal. Erst im Herbst.

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Der Grundfreibetrag 2017 beträgt 8.820 € - das ist aber das zu versteuernde Einkommen (zvE) = alle Einkünfte ./. aller steuerlich absetzbarer Beträge

Das entspricht ca. 12.000 € Bruttolohn im Jahr

Auf Werbungskosten ist schon jemand eingegangen, wobei bei Arbeitnehmern automatisch 1.000 € ohne Nachweise berücksichtigt werden - nur wenn insgesamt die Werbungskosten den Betrag überschreiten, hat man zusätzlich eine Steuerentlastung.

Ich glaube Du meinst, was man ansetzen kann, um unter die Grenze von 8.300 Euro zu kommen. Das kommt auf die Einkunftsart an. Bist Du irgendwo angestellt, hast Du Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit. Davon kannst Du Werbungskosten absetzen. 1.000 Euro werden immer berückischtigt (Arbeitnehmer-pauschalbetrag). Das heißt, Du kannst also schonmal 9.300 Euro brutto verdienen. Wenn Du mehr als 1.000 Euro Werbungskosten hast, kannst Du auch diese ansetzen. Dazu gehören zum Beispiel Fahrtkosten, Bewerbungskosten, Fachliteratur...also alles, was mit Deinem Job im Zusammenhang steht. Ich hoffe, ich konnte Dir helfen.

Nutzer00 18.01.2017, 12:53

muss ich z.b. bei gekauften arbeitsklamotten den kassenbon aufbewahren? oder auch bewerbungsfotos?

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Psypert 18.01.2017, 12:56
@Nutzer00

Das würde ich tun, diesen jedoch nur bei Aufforderung vorzeigen. Arbeitsklamotten müssen übrigens wirklich Arbeitsklamotten sein. Anzüge oder so für die Arbeit, die man auch privat tragen kann, werden nicht anerkannt. Bei Bewerbungskosten kann man auch einfach mal 100 Euro oder so pauschal ansetzen. Wird meist anerkannt.

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Leniiii96 hat recht. Herangezogen wird hierbei das ,,zu versteuernde Einkommen".

Annahme.. du bist Angestellter und hast sonst keine Einkünfte... du hast ein Jahresbrutto von 12.000 € und hast Werbungskosten von 1.000 €

Die Einkünfte aus Nichtselbstständiger Tätigkeit sind 11.000 €... da es keine weiteren Einkünfte gibt, sind bilden sie die ,,Summe der Einkünfte".

Steuermindernd werden 2.700 € als Sonderausgaben abgezogen für Kranken-, Pflege-, Renten,- Unfall- und Arbeitslosenversicherung.

Übrig bleibt das ,,zu versteuernde Einkommen" von 8.300 €

Die Steuer die darauf erhoben wird beträgt: 0,00 €

Die über das Jahr einbehaltende Lohnsteuer (nebst Zuschlagsteuern) wird, sofern etwas einbehalten wurde, komplett durch einreichen der Steuererklärung erstattet. 

 

kevin1905 18.01.2017, 15:15

Unfallversicherung nicht, die fließt beim Arbeitgeber als Betriebsausgabe ab. Der Arbeitnehmer ist daran nicht beteiligt.

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MickyFinn 18.01.2017, 16:06
@kevin1905

Ja... ich dachte das eher an eine private Unfallvers.. hätte auch Kfz-Haftpfl. ansagen können ;)

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kevin1905 19.01.2017, 14:28
@MickyFinn

Dürfte auch nichts bringen, da bei den meisten Menschen die ArbN-Beiträge zur KV > 1.900,- € sein dürften.

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MickyFinn 19.01.2017, 14:38
@kevin1905

Haha.. ich wusste dass das von dir kommt.. ich wollte es ursprünglich ergänzen ;)

Naja.. bei meinem Beispiel ging ich von einem Brutto von 12.000 € aus, denke damit sind die Beiträge zur KV < 1900 €.

Das wiederum würde bedeuten das die pvt.-Unfall, Haftpflicht nur bis zur Deckelung von 1900 € reicht. Hmm... dann hat der AN eben hohe außergewöhnliche Belastungen, die sich steuermindernd ausgewirkt haben.. dann passts wieder mit den SA von 2.700 € ;)

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Kauf dir für schmales Geld ein Steuererklärungsprogramm (z.B. t@x2017, 13 Euro) und erstelle dir deine eigene Steuererklärung. Alles was abgesetzt werden kann, wird da leichtverständlich abgefragt.

Wenn du über 801€ an Kapitalerträgen hast zB Aktiengewinne, Dividenden werden die mit 25℅ besteuert

MickyFinn 18.01.2017, 12:15

... oder es wird der persönliche Steuersatz angewendet, wenn dieser niedriger als 25 % ist.

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Hardware02 18.01.2017, 13:01

Was nicht die Frage war und ohnehin unvollständig ist. (Siehe Antwort von MickyFinn).

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Von Steuern, die nicht bezahlt zu werden brauchen, kann man nichts "absetzen".

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