Ich brauche Hilfe: Verstehe mich gar nicht mit meinem Vater und dessen Eltern.

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5 Antworten

Ok, das ist wirklich eine vertrakte Situation, aber nicht ganz ungewöhnlich wenn man in einem Mehrgenerationenhaus lebt. Wenn wir als Eltern mit euch pubertierenden Kindern unter einem Dach leben ist das ja schon als würde man im Minenfeld tanzen. Das wäre dann die Steigerung ;-)

Nun reden wir aber mal Klartext!

Grundsätzlich gibt es immer ein Verständigungsproblem zwischen den Generationen, egal ob zwischen uns Eltern und euch Kindern, oder zwischen Enkeln und Großeltern. Großeltern haben ganz andere Wertvorstellungen, sind es von Kindesbeinen an gewohnt sich in Hirachien einzugliedern und setzen dies manchmal, aber nicht immer zwingend, auch von euch Enkeln voraus. "Familie" hat überdies auch einen ganz anderen Stellenwert für sie. Ob deren veränderte Wertigkeit im sozialen Kontekt gut ist, das kann man dann ja mal an anderer Stelle diskutieren. Fest steht nur, das sie, aus alt hergebrachter Gewohnheit, gerne voraussetzen, das ihr als jüngste Generation "ein bewährtes Model" übernehmt. Da kann natürlich garnicht funktionieren!

Letztendlich ist es ein rein kommunikatives Problem. Dein Vater fühlt sich zudem, dank eines alten Musters, deinen Großeltern verpflichtet. Wenn er euch Kinder auf die gleiche Stufe stellt wie seine Eltern, heißt das aber beileibe nicht, das er euch/dich herabstuft. Im Grunde will er damit nur zum ausdruck bringen, das er tatsächlich keine Auseinandersetzungen will. Schade, aber das kann so natürlich nicht funktionieren. Er versteht eure/deine Signale nicht und ihr/du stehst seine nicht. Und was ich jetzt sage, das sage ich dir als Vater mit dem Hintergrund von 14 Jahren ehrenamtlicher Jugendarbeit (bin KEIN Pädagoge!), wir Väter sind harmoniesüchtig! Und, wir lieben reibungsfreie Systeme. Auch und gerade in der Familie. Ach ja, gäbe es doch eine funktionierende Paralellwelt! Auch unsere Generation war schon aufsässig, was wir aber gerne verdrängen. Und trotz diesen Wissens haben wir Probleme euch loszulassen, euch immer mehr Freiheiten zu gewähren, eure Ansichten vielleicht nicht zu übernehmen, aber wenigstens zu akzeptieren und euch am Ende in eur eigenes Leben zu entlassen. Warum? Das ist doch ganz einfach! Wir wissen um die Gefahren die euch da draussen erwarten. Und was das Ganze noch schlimmer macht, wir lieben euch. Ok, wir zeigen das viiiiel zu selten, aber es ist so!

Was ihr, dein Vater zunächst mit dir allein, braucht, ist Kommunikation ohne Zeitdruck. Einander zu verstehen ist alles andere als einfach (für beide Seiten), wenn man verschiedene Sprachen spricht. Da solltest du mal eine Gelegenheit abpassen, zum Beispiel eine gemeinsame Unternehmung, um mit ihm in Ruhe zu sprechen. Dabei ist wichtig, das du ihn auch darum bittest, dir seine Sichtweise der Dinge zu erklären. Ein Sprichwort sagt: "Keine Kommunikation ist der beste Weg aneinander vorbei zu reden!". Der regelmäßige Austausch ist wichtig, sowie ein maximum an Zeit dafür.

Eine Bitte noch; tu dir selbst, deinen Eltern und auch deinen Großeltern einen klitzekleinen Gefallen: Bleib wie du bist, denn so kennen und lieben sie dich. Das ist kein Freischein, sondern eine Sache an der man fortwährend hart arbeiten muss, die eigene Authensität!

"Toleranz und Akzeptanz werden in dem Augenblick zum Fluch, wenn Andere sie von mir einfordern. Aber ohne diese Eigenschaften würde ich heute hier nicht stehen." Winston Churchill 1941. Ein Mann der für seine Härte und Kompromislosigkeit in der Sache bekannt war, aber der auch um den bedeutenden Wert dieser Tugenden im menschlichen, wie auch politischen Miteinander wusste.

Hei, also dein vater setzt seine kinder und seine eltern auf eine selbe ebene!? Halo, seine kinder sollten ihm wichtiger sein als alles andere... Also, ich stehl meine Gfeühle in sollchen situationen immer ab, funktioniert ganz gut... Ich explodiere dann meistens nur, wenn man mir dann was vorwirft. Dann bin ich nicht mehr zu stoppen, ich denke so bist du auch. Einmal angefangen kann man nicht mehr aufhören... Aber versuch einfach dich nicht aufzuregen und wenn sie dich beleidigen komm mit dem vorwand "Ich dachte ihr seit gläubig, woher nehmt ihr euch dann das recht euer eigen fleisch und blut als Satanskind zu bezeichnen?" Versuchs einfach mal, geh auf die streitereien nicht ein... Grüße(:

Ich würde nicht gleich so weit gehen, dass du dich groß verändern solltest, klar daran zu arbeiten nicht direkt laut zu werden ist sicher eine gute Sache, das wirst du auch später im Job und weiteren Leben noch gut gebrauchen könne. Nicht ohne Grund gibt es nämlichen diesen griffigen Slogan ''wer schreit hat nie Recht''. Aber gegen Starrsinn an zu diskutieren, ist ungefähr so sinnvoll wie Sand in die Sahara zu schleppen. Du solltest also deine Einstellung etwas ändern, du musst nicht gleich die ganze Welt verbessern und ältere Leute, so lange sie sich nicht selbst schädigen, einfach ''machen'' lassen. Konzentriere dich auf deine Dinge, auch da werden sich wohl leider nicht alle Diskussionen vermeiden lassen und sehe über das andere großzügig hinweg. Ein Jahr noch, das schaffst du schon. In deinem Alter kannten meine Eltern und Großeltern noch nicht mal 10% meines Lebens (also im wesentlichen halt die schulischen Belange) und das war auch gut so. ;-)

ehrlich... da musst du wohl leider durch denn solche Menschen kenne ich selber endern sich nicht. gehe einfach keine Diskussionen mehr ein schlucke Kommentare auch wenn es schwer fällt runter lasse sie in dem glauben sie haben recht und denke dir deinen Teil es sei denn sie haben wirklich recht. was will man auch sonst machen ausser Arbeit suchen und ausziehen was aber mit 17 nicht einfach ist.

halte dich erstmal von deinen vater und deinen opa fern wenn ihr euch öfters in die haare kriegt.

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