Ich brauche ganz dringend Hilfe bei meinen Welpen?

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11 Antworten

Hallo,

mit ein wenig klarem Nachdenken, hättest du schon selbst auf die Ursache kommen können:

Du schreibst doch selbst, er wäre scheinbar beim "Züchter" (eher Vermehrer) nur drinnen gehalten worden. Armer kleiner Hund, denn so konnte er überhaupt nichts lernen und seine Umwelt erfahren.

Nun ist er seit 1 Woche bei euch - alles Vertraute ist weg - alles ist neu. Alles macht Angst. Und dann wird er auch noch mit der großen gefährlichen Umwelt konfrontiert - mit neuen Geräuschen, Lärm, Krach, Vogelzwitschern, Autos, Menschen, Bäumen, Straße, Pflaster, Feldweg und und und

Kannst du dir vorstellen, wie beängstigend das alles für den Kleinen sein muss? Und da erwartest du, dass er entspannt an der Leine läuft?

Das Leinentraining ist ein Erziehungskapitel für sich - das dauert Wochen bis Monate, bis ein Hund das richtig gelernt hat.

Und ja, wenn es nach Hause geht - dort, wo er sich wahrscheinlich halbwegs "geschützt" fühlt, dann läuft er - ist ja verständlich. Das würdest du auch machen in einer für dich beängstigenden Situation.

Du solltest dem Hund das alles noch gar nicht wirklich zumuten. Trag ihn zu einer Stelle - und zwar immer der gleichen - , wo er sich lösen kann und schnuppern kann und die unbekannte Umwelt auf sich wirken lassen kann. Den Rückweg kann er ja dann an der Leine laufen. Wenn du das einige Zeit so machst, dann wird er merken: Alles halb so schlimm. Dann wird er neugierig werden und von alleine die Umwelt erkunden und erfahren wollen.

ZEIT und GEDULD sind die Zauberworte, VERSTÄNDNIS und KONSEQUENZ dazu - und mit der Erziehung kann wenig schief gehen.

Gutes Gelingen

Daniela

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Hallo Theterrorkecks!

Bei Fragen zum Haustier ist es immer schwer, eine passende Lösung im Internet zu finden, da die Umstände einfach nicht genau beschrieben werden können. Jeder, der dir hier einen Ratschlag gibt - ich schließe mich selbst nicht aus - hat dich und deinen Hund nicht gesehen und kann nicht ausreichend beurteilen, worin das Problem liegt.

Wie viel Erfahrung hast du denn bereits mit Hunden? Ist es dein Ersthund? Wenn nicht, würde ich dir empfehlen, dir den Rat eines "Experten" geben zu lassen, der euch direkt besuchen kann, oder zu dem du fährst.

Ich kenne deinen Hund nicht und weiß nicht, wie gut oder schlecht er erzogen ist und es steht mir auch nicht frei, das zu beurteilen.

Aber mein Tipp: Beobachte deinen Hund beim nächsten Mal genau. Hat er wirklich Angst? Wenn ja, vor was? Bleibt er immer an der gleichen Stelle stehen? Reagiert er auch nicht auf Leckerlis, wenn du ihm vorher noch nichts gefüttert hast? Vielleicht handelt es sich ja nur um eine Kleinigkeit, vor der er sich fürchtet, eine Laterne, ein Bordstein, sowas eben.

Zur Beruhigung: Meine Hündin (jetzt 2 Jahre alt) war früher auch so eine Kandidatin, egal wo es hinging, irgendwann - sei es nach 5 oder nach 200 m - ist sie einfach stehen geblieben, hat sich hingelegt und keinen Millimeter mehr bewegt. Teilweise mitten auf die Straße, was weniger lustig war. Sie war auch kerngesund und hatte definitiv vor nichts Angst. Da wir von Beginn an eine Hundeschule besucht haben, wurde mir schon bald glaubhaft klargemacht: sie veräppelt mich. Sie hat einfach nur ausgetestet, wie gut sie ihren Kopf durchsetzen kann.

Inzwischen läuft sie mit mir überallhin - Kaufhäuser, Restaurants, Innenstadt.

Wichtig: Ich sage nicht, dass es bei euch das gleiche Problem ist, aber vielleicht, nur VIELLEICHT, hat dein Hund inzwischen gelernt "Cool, wenn ich die langweilige Strecke bis zum Feldweg nicht laufen will, muss ich mich nur hinlegen und Herrchen/Frauchen trägt mich!" So war es zumindest bei mir.

Welpenerziehung fordert viel Einsicht und Geduld, aber du musst auch streng sein, wenn es notwendig ist. DU entscheidest, wo du Gassi gehst, nicht ER.

Hol dir Tipps von Ratgebern und übe Leinenführigkeit mit deinem Hund, auch im Haus oder Garten. Geh mit ihm überall hin, z.B. in Restaurants, übe Fahrstuhlfahren und das "Komm her!"-Kommando (auch im Haus!). Wenn dein Hund sich an einer ungefährlichen Stelle grundlos hinlegt, zum Beispiel auf dem Feldweg, dreh dich ruhig um und geh oder lauf weg, sag dabei ein Kommando wie zum Beispiel "Tschüss!". Lerne deinen Hund kennen und ihm vertrauen! Im Normalfall sollte dein Hund dir früher oder später nachlaufen, dann kannst du ihn belohnen. Oder versuche, sobald du merkst, dass dein Hund sich hinlegen will, ihn auf dich aufmerksam zu machen (Spielzeug raus: "Schau mal!") und schnell die Richtung zu ändern, damit du spannend wirst und er das hinlegen "vergisst".

Wie bereits gesagt, kann ich nicht genau beurteilen, ob diese Tipps in eurer Situation hilfreich sind, aber ich wünsche euch nur das beste und viel Erfolg! Nicht aufgeben!

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Hi,

leider hat der Hund so die Prägung auf die Umwelt verpasst :( finde daher das die erste Wahl der Gang zum Hundetrainer ist, weil es für Hundeanfänger extrem schwierig ist,den Hund überall vernünftig ranzuführen. Wenn das nicht geht,aus welchen Grund auch immer, dann kaufe dir bitte Fachbücher zum Thema zB https://www.amazon.de/Welpen-brauchen-Prägungsspieltage-Ute-Narewski/dp/388627215X

Im Moment sperrt er sich, weil du ihn nicht lange hast und er zu dir noch kein ausreichendes Vertrauen hat und er draußen als gefährlich empfindet. Das wird nun sehr viel Arbeit und Nerven kosten, um den auf die richtige Spur zu bringen :\\\\ jeder Gassigang darf nun erstmal nur noch mit positives verbunden sein, jeder Zwischenfall kann euch zurückwerfen im Training :( nehme hier häufiger Strassenhunde auf, die ebenfalls erstmal an unsere Umwelt rangeführt werden müssen und das kann schonmal bis zu 1,5 Jahre dauern, bis ein Hund draussen sich wirklich wohl und sicher fühlt :( 

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Am Anfang funktioniert es nie 100%! Das ist normal. 

Mit unseren Bulldoggen (Frenchie und Old English) haben wir ca. 1 1/2 bis 2 Monate gebraucht, bis sie gut an der Leine liefen. 
Bulldoggen können sehr dickköpfig sein, und da musst du dich eben auch durchsetzen. Unsere ältere (Oeb) ist damals auch oft stehen geblieben und hat sich hingelegt/-gesetzt. Ich habe dann einfach die Leine fallen gelassen und bin einfach weiter gegangen. Wenn ich dann noch gepfiffen habe, kam sie sofort hinter her. Das konnte ich damals mit ihr gut machen, weil wir direkt am Wald gewohnt haben (ca. 10 Meter von der Haustür entfernt xD), jetzt wohnen wir leider eher städtlich, also konnten wir das mit der jüngeren nicht machen (wegen der Straße) Aber unsere kleine Französin hat sich meistens animieren lassen, wenn ich ein Stück gejoggt/gerannt bin. 

Seit wann hast du den kleinen denn?
Wir hatten unsere mit 2 einhalb und 3 Monaten bekommen, und haben sich auch schnell eingewöhnt... Aber deiner ist vielleicht einfach noch sehr änglich! War unsere kleine auch, aber am Anfang hab ich immer viel mit ihr geredet, dann hat sie sich an meiner Stimme orientiert und ist mitgekommen. Ich bin auch immer nur Stück für Stück ein bisschen mehr von unserem Haus weggegangen und habe nicht sofort einen richtigen Spaziergang gemacht. Das haben wir erst gemacht, als die Hunde uns schon vertraut haben und nciht mehr ängstlich waren.

Ich empfehle dir auf jeden Fall, ein Buch über Welpen-Erziehung zu lesen.

Selbst die "selbstverständlichsten" Dinge, wie an der Leine laufen, etc. müssen trainiert werden, ist nun mal so. Man kann auch nicht sofortigen Erfolg erwarten, das ist, denke ich, auch klar.

Ich klicker übrigens mit meinen Hunden... Probier das doch mal aus, eventuell klappt es so besser.

Am Ende möchte ich nochmal betonen, dass Bulldoggen sehr stur/dickköpfig sind bzw. sein können. Da musst du halt "stärker" sein!

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Hi.das ist doch normales verhalten.er muss seine Umwelt erstmal kennen lernen und dir vertrauen.das hatte unser bulli auch wenn wir mt ihm allein gegangen sind und meine knapp 4 1/2 monate alte Hündin auch. Geb ihm etwas zeit.das wird schon.

stell dir mal vor du hast deine Augen in 25 cm Höhe. Wie würdest du dich denn fühlen ?alles wirkt erstmal bedrohlich. Meine kl wollt gestern nicht an den gelben Sack Monstern an der Straße vorbei weil die vom Wind auch noch knisterten nach ankläffen und etwas zögern ging es weiter.meine kl hält sich gern an meine gr  die gibt ihr auch Sicherheit und zeigt ihr wie man sich verhalten sollte.

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Hallo, es ist ein Welpe ! Du erwartest einfach viel zu viel. Es ist im Vergleich wie ein Kleinkind! Dein Welpe muss lernen und lernen und lernen. Und das der Zwerg ganz nach bei Dir läuft... traurig, denn er hat Verlustangst, ganz einfach. Er ist dermassen überfordert, das er nun nicht mehr weiß wo vorn und hinten ist. 

Du musst behutsam und konsequent die Erziehung übernehmen. Und vor allem kann so ein kleiner Zwerg noch keine irre weite Strecke laufen.

Der kleine Kerl kennt weder die Strasse, noch die ganzen Gerüche dort, noch weiß er was Du von ihm willst. Und auch wenn er beim Züchter im Garten war, heißt das nicht, das er Deinen Garten und Wiese kennt! 

Also fang von vorne an und laufe mit ihm täglich ein kleines Stück weiter und nicht von Anfang an die ganze Strecke!

In kleinen, liebevollen und konsequenten Schritten bitte! Er ist noch ein Welpe!

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Lass ihn erstmal reifer werden, klar kannst du jetzt schon fleißig üben aber, das da draußen ist die große Welt, da gibt es bei jungen Hunden immer wieder irgendwas neues was zur Unsicherheit wird.
Meine ist jetzt 14 Monate alt ( deutscher Schäferhund ) sie hatte mit Ca 7 Monaten eine Phase wo sie mir beim spazieren gehen immer nur hintertrottelte, sprich sie ging fast bei Fuß nur ein Stück hinter mir und trat mir manchmal in die Versen.
Heute läuft sie mit dem großen vor mir bzw in unmittelbarer Nähe von mir.

Lass dem kleinen ein wenig Zeit

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Hi, hab Geduld, das Hündchen ist noch ein Baby. Er muss erst Vertrauen aufbauen und die größten Läufer vor dem Herren ist diese Rasse eh nicht. Habt ihr andere Hunde in der Nachbarschaft? bei denen könnte er sich Verhalten abgucken oder einiges lernen, was er  vom Mama nicht beigebracht bekommen hat.

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KawaiiBear 10.08.2016, 12:20

Dass Bulldoggen nicht viel laufen, ist Quatsch...Ich habe selbst zwei, eine Französische und eine Old English Bulldog. Beide haben super viel Power und einen hohen Bewegungsdrang. Zwar nicht so hoch wie z.B. ein Husky, aber Bulldoggen sind keine "Oma-Hunde." Ich mache jeden Tag mit ihnen echt lange Spaziergänge, bei denen sie auch richtig toben... Und wenn sie sich dann kurz ausgeruht haben, könnte es für sie nochmal genau so weiter gehen.

...Vielleicht liegt es auch daran, dass unsere keine Qualzuchten sind und ziemlich lange Nasen haben, aber dieses Klischee, dass Bullies nicht viel laufen können/wollen, ist trotzdem Unsinn. :)

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Also, erst einmal solltest Du Dir vor Augen halten, dass Du ein "Baby" an der Leine hast und aktuell ganz viel Geduld aufbringen musst!!!

Besorg Dir bitte gute Literatur zur Welpenerziehung. Das ist nämlich alles andere als eine leichte Aufgabe und offensichtlich hast Du Dich vor der Anschaffung des Hundes, absolut gar nicht darüber informiert, was da auf Dich/Euch zukommt!

Den Welpen darfst Du übrigens jetzt auch nie allein lassen. Es muss immer jemand da sein und das noch für einige Monate! Ist das nicht der Fall, wirst Du weitere Probleme mit dem Kleinen bekommen - ist leider so!

Hunde sind Lebewesen und keine Kuscheltiere. Sie haben Ansprüche und Mensch hat sich vor der Adoption eine Hundes darüber genau zu informieren!

Alles Gute wünsche ich Euch! Und wenn Du jetzt absehen kannst, dass Du weder ausreichend Zeit noch Geduld aufbringen kannst, such schnellstens ein Frauchen/Herrchen für den Kleinen, die Beides haben und gib den Hund wieder ab.

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Mayaa55 10.08.2016, 12:21

Ich gebe zu kein Profi in Hundeerziehung zu sein, aber ist es nicht eher kontraproduktiv, den Welpen überhaupt NIE alleine zu lassen in den ersten Monaten? Wird er dann später nicht ängstlich sobald er mal alleine ist?

Wir haben schon früh angefangen unseren Hund erst 10, dann 20, dann 30 Minuten, später eine und mehrere Stunden allein im Haus zu lassen und das hat sehr gut funktioniert.

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bastidunkel 10.08.2016, 13:08
@Mayaa55

Einen Welpen sollte man NIE alleine lassen. Der wäre bei seiner Mutter und dem Wurf ja auch ständig in Gesellschaft. Hunde sind Rudeltiere. Die müssen das Alleinsein erst lernen. Ich bestätige die Aussage von auchmama, dass du dich offensichtlich überhaupt nicht vor der Anschaffung des Hundes in irgend einer Form informiert hast.

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auchmama 10.08.2016, 13:43
@bastidunkel

Danke @bastidunkel!

@Mayaa55 - würdest Du ein Baby auch alleine lassen?

Hunde altern zwar etwas schnell als Menschen, aber trotzdem sind Lebewesen = Lebewesen und im zarten Alter lässt man weder das Eine noch das Andere alleine! Mit dem Üben kannst Du langsam anfangen, wenn der Hund mindestens 10 Monate alt ist! Alles andere kann zu erheblichen Problemen führen, weil er bereits zu früh sich selbst überlassen wurde und dadurch Angst entwickelt! Es muss doch erst einmal eine vertrauensvolle Bindung geschaffen werden und die entsteht ganz sicher nicht dadurch, dass ein Hundebaby allein ist.

Das kann man aber in jeder Hundelektüre nachlesen, die man sich VOR der Anschaffung eines Hundes zu Gemüte führen sollte! Alles andere ist für mein Verständnis schon Tierquälerei!

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Wie kam dein Hund denn vorher raus? Wurde er da auch schon ausgeführt?

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Der Hund hat einfach nur ANGST !!! Und wenn er merkt, dass es nach Hause geht, dann geht er natürlich zügig voran, so schnell, wie ihn seine kleinen Beinchen eben tragen. Da musst du jetzt mal dringend mit der Erziehung anfangen.Ich hoffe doch sehr, dass du dich darüber ausreichend informiert hast, bevor du dir einen Welpen angeschafft hast?????

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DreiBesen 10.08.2016, 12:55

Herrje, warum machst du denn hier so ein Fass auf? Die vielen Satzzeichen machen einem ja Angst.

Die Fragestellerin gibt sich doch offensichtlich Mühe, den Hund zu erziehen. Und ich traue ihr durchaus zu, dass sie sich vorher informiert hat, dennoch können Situationen auftreten, mit denen man sich noch nicht auseinandergesetzt hat.

Niemand kann auf Anhieb der perfekte Hundehalter sein, umso besser ist es doch, dass sie sich Hilfe holt.

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bastidunkel 10.08.2016, 13:09
@DreiBesen

Man informiert sich immer vorher und nicht, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. 

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DreiBesen 10.08.2016, 15:33
@bastidunkel

Was für ein Kind? Was für ein Brunnen? 

Sie hat den Hund erst seit einer Woche. Beim ersten Hund lernen beide noch; der Hund sowie der Besitzer.

Das ist wie beim ersten Baby; man kann sich vorher soviel belesen wie man will - wenn das Kind erstmal da ist, kann es zu Momenten kommen, von denen man gar nicht wusste, dass es diese gibt. Weil Hunde genau wie Menschen Individuen sind.

Und dann wächst man mit seinen Aufgaben und bekommt nach und nach ein Gefühl dafür, was richtig oder falsch ist.

Wenn sich junge Eltern Hilfe von Außen holen, werden sie doch auch nicht so selbstgerecht niedergemacht... Aber es ist beruhigend zu wissen, dass es noch total perfekte, fehlerlose Menschen auf diesem Planeten gibt.

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