Ich brauche euren Rat! Ich weiss nicht ob ich aus dem Religions-Unterricht/oder sogar aus der Kirche austreten soll?! Könnt ihr mir helfen?

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14 Antworten

Religionsunterricht:

Wenn Du mindestens 14 Jahre alt bist, dann kannst Du selbst entscheiden, an welchem Religionsunterricht Du teilnehmen möchtest: Evangelischer Religionsunterricht, Ethik, Muslimischer Religionsunterricht, Katholischer Religionsunterricht. Es hängt natürlich davon ab, was genau an Deiner Schule angeboten wird. Du musst auch nicht unbedingt in den Religionsunterricht Deiner eigenen Religion gehen. Du kannst z.B. auch als Katholik in den Ethikunterricht gehen, als Konfessionsloser oder Moslem in den evangelischen Religionsunterricht. Das hängt ganz davon ab, was Du interessant findest. Gerade das Fremde kann ja reizvoll sein...


Kirchenmitgliedschaft:

Falls Du getauft bist gehörst Du zu irgendeiner Kirche. Aus christlich-theologischer Sicht kommst Du aus der Nummer auch niemals wieder raus. Du kannst Dich nur innerlich von der Kirche abwenden und das durch den formalen öffentlich-rechtlichen Austritt verdeutlichen. Falls Du kein eigenes Einkommen (so ca. ab 1000€ im Monat) hast, macht das für Dich erst mal keinen Unterschied, da Du dann ohnehin keine Körperschaftssteuer entrichten musst. Von daher kannst Du Dir ruhig Zeit lassen, um Dein Verhältnis zum Glauben und zu Deiner Kirche zu klären.

Falls Du mal nach deiner standesamtlichen Trauung auch noch eine kirchliche Trauung oder Partnerschaftssegnung möchtest, fällt das natürlich aus, wenn Du ausgetreten bist. Ein öffentlich-rechtlicher Kirchenaustritt zieht normalerweise auch als "Tatstrafe" die Exkommunikation nach sich - also Du dürftest (außer bei Todesgefahr) nicht mehr an der Heiligen Kommunion teilnehmen - aber daran würdest Du ja vermutlich auch kein Interesse haben. Auch eine Beerdigung im kirchlichen Ritus fällt dann aus - weil die Kirchen ja dann davon ausgehen, dass dies ohnehin gegen deinen Willen wäre. Falls Du mal für die Diakonie oder Caritas arbeiten möchtest. hast Du dann natürlich auch schlechte Karten.

Dennoch kannst Du später auch wieder eintreten. Gott vergibt jedem reumütigem Sünder. Hehe.

Hallo NoelFormer,

ganz offensichtlich bist Du mit Deiner Kirche nicht zufrieden. Ich weiß zwar nicht, welcher Kirche Du angehörst, doch ist es leider so, dass viele Kirchen, die sich zwar christlich nennen, nicht das wahre Christentum praktizieren. Was aber macht  den christlichen Glauben tatsächlich aus?

Nun, das, was die Bibel über den echten christlichen Glauben lehrt, ist vielfältig und umfangreich, was allerdings nicht heißen soll, dass ein Christ unbedingt eine große Anzahl von Regeln zu beachten hätte. Wenn man verstehen will, was einen Christen wirklich ausmacht, dann kommt man nicht umhin, sich mit dem zu beschäftigen, was Jesus hierüber sagte. Um die Antwort nicht zu lange werden zu lassen, möchte ich hier jedoch nur einige wesentliche Punkte herausgreifen. Das wohl herausragendste Erkennungsmerkmal für einen Christen ist zweifellos die Liebe. Jesus brachte das mit den deutlichen Worten zum Ausdruck: "Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt" (Johannes 13:35). Diese Art von Liebe auszuleben schließt natürlich vieles ein.

Wie weit diese Liebe geht und wie umfassend sie sein sollte, bracht Jesus einmal wie folgt zum Ausdruck: "Dies ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe.  Niemand hat größere Liebe als die, dass einer seine Seele zugunsten seiner Freunde hingebe" (Johannes 15:12,13). Jesus hatte seinen Jüngern vorgelebt, was wahre Liebe bedeutet, ja dass sie sogar einschließen muss, für seine Brüder zu sterben. Wenn jemandes Liebe also so groß ist, für seinen Glaubensbruder zu sterben, ist er dann nicht auch zu allem anderen bereit?

Liebe darf sich nicht allein in Worten oder in Mitleid erschöpfen. Sie zeigt sich vor allem durch selbstlose Taten. Die Bibel sagt: "Wer immer aber die Mittel dieser Welt zum Lebensunterhalt hat und seinen Bruder Not leiden sieht und dennoch die Tür seiner [Gefühle] innigen Erbarmens vor ihm verschließt, wie bleibt da die Liebe Gottes in ihm? Kindlein, lasst uns lieben, nicht mit Worten noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit" (1. Johannes 3:17,18). Wie dieser Text zeigt, ist die Liebe zu Gott unabdingbar mit der Liebe zu den Menschen verknüpft. Wenn also jemand behauptet, er liebe Gott und Jesus Christus, und es fehlt ihm an echter Nächstenliebe, dann sind seine Reden in Wirklichkeit hohl und leer. Demnach steht und fällt alles mit tätiger Liebe.

Außer den Liebe gibt es noch etwas, was jemanden als echten Christen kennzeichnet. Dazu möchte ich noch einmal eine wichtige Aussage Jesu zitieren, der zu seinen Jüngern sagte: "Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete" (Johannes 15:14). Ein wesentlicher Punkt ist, wie gerade besprochen, die Liebe zum Nächsten und seinen Brüdern. Doch Jesus misst jemanden, der sein Nachfolger zu sein behauptet auch daran, ob er sich auch an alle anderen Gebote hält. Eines dieser wichtigen Gebote ist das, was Jesus kurz vor seiner Himmelfahrt seinen Jüngern als eine Art Vermächtnis hinterließ, als er ihnen gebot: "Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe" (Matthäus 28:19,20).

Das christlichste am Christentum ist demnach das Verkünden des Evangeliums (oder der "guten Botschaft"). Das Predigen und Lehren war auch im Leben Jesu sehr wichtig, denn er predigte unermüdlich landauf und landab Gottes Königreich, ja selbst in den schwersten und letzten Stunden seines irdischen Lebens. Wenn jemand ein echter Nachfolger Jesu sein möchte, dann gehört auch die Verkündigung des Wortes Gottes dazu. Eifriges Predigen und Lehren ist demnach untrennbar mit dem Christentum verbunden.

Als letzten Punkt möchte ich das erwähnen, was eigentlich alles andere, auch die bereits erwähnten Dinge mit einschließt. Als man Jesus einmal fragte, welches das wichtigste Gebot im Gesetz sei, nannte er das erstes Gebot, nämlich Gott mit ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzem Sinn und ganzer Kraft zu lieben (siehe Matthäus 22:37,38). Somit ist die bedingungslose Liebe zu Gott, die Hingabe an ihn, das, was alles andere noch überragt. Gott zu lieben schließt ein, sich an alle seine Gebote zu halten, die in seinem geschriebenen Wort, der Bibel, niedergelegt sind. Tut das jemand nicht oder ist sehr nachlässig damit, dann straft ihn seine Behauptung, Christ zu sein, Lügen.

Wie Du also siehst, schließt Christ zu sein, vieles mit ein. Dabei bin ich noch nicht einmal auf die Glaubensinhalte und Lehren wahren Christentums eingegangen. Mir ging es hier nur darum, die wichtigsten Handlungsweisen eines Christen aufzuzeigen: Liebe zu Gott, zu seinem Sohn und dem Nächsten. Um auch all die anderen Merkmale eines echten Christen zu entwickeln, kommt man nicht umhin, sich eingehend mit Gottes Wort zu beschäftigen. Dadurch erfährt man, welche Erwartungen Gott und Christus an einen stellen, und man erlangt im Laufe der Zeit die Motivation, entsprechend zu leben und zu handeln.

Stellt man also fest, dass die eigene Kirche sich nicht an die Prizipien echten christlichen Glaubens hält, ist es wohl an der Zeit, ihr den Rücken zu kehren und sich auf die Suche nach den Menschen zu begeben, die nicht nur dem Namen nach Christen sind, sondern das Christentum, so wie oben beschrieben, tatsächlich ausleben.

LG Philipp

Das musst ganz alleine du entscheiden! Also wenn du natürlich nicht mehr glaubst, kannst du dir überlegen, ob du den unterricht wechselst, ethik ist ein super fach von dem du auch fürs leben profitieren wirst, aber keine dafür garantierte eins als note mehr, dazu ist ein kirchenaustritt nicht notwendig, falls du dir überlegst, wenn du arbeitest denen etwas geld zu geben für ihre wohltätigen organisationen und dich veruntreuungsgeschichten nicht interessieren, dann kannst du in der kirche bleiben, wenn du denen nix abgeben willst, was dir keiner übel nehmen wird/sollte, dann kannst du da auch austreten! Wenn du immernoch glaubst, dann musst du dir halt überlegen, ob du dazu ne kirche brauchst, ich denke nicht, auf der anderen seite triffst du dort aber auch gleichgesinnte und bekommst ja auch oft ein aktivitätenangebot, du musst dir auch überlegen, ob du den reli unterricht brauchst um einen glauben auszuleben, ich persönlich denke, dass man das nicht unbedingt braucht, die bibel kann man auch so in seiner freizeit lesen! Ich selbst bin jüdisch und habe schon immer ethik gehabt, hatte zwar zwischendurch mal ein halbes jahr evangelischen religionsunterricht, weil der ethik unterricht erst später organisiert wurde, gefallen hat mir reli aber garnicht, ethik hingegen war ein super fach, welches mir immer viel spaß gemacht hatte und wo man einfach diskutieren konnte und nicht immer nur etwas vorgelegt bekam! Letztenendes musst du für dich entscheiden ob du das so machst oder nicht! Lg

nun ja, dass kommt natürlich auch auf deine Beweggründe an, warum du austreten willst? 

Wenn du nicht an Gott glaubst dann würde es Sinn machen dass du da austrittst denn es bringt dir dann ja nichts. Anderseits finde ich, dass du dadurch ja nichts verlierst wenn du den Religionsunterricht weiter besuchst. 

Beim Kirchaustritt würdest du vielleicht nicht mehr kirchlich heiraten können. Aber das wäre ja eh sinnlos wenn du gar nicht an Gott glaubst. 

Fazit: Kichaustritt liegt in deiner Entscheidung, Reli; sehe ich als Bestandteil des Schulstoffes und sollte m.M.n auch von nichtgläubigen besucht werden solange es zum Unterricht gehört. 

LG 

du kannst nicht aus einer organisation austreten in die du nie eingetreten bist!

solange du niemals einen beitrag bezahlt hast und du in der ersten haushaltliste die du SELBST ausfüllst (!!!) OB (ohne bekenntnis) einträgst gibt es keinen vertrag dem zu folge du mitglied bist!

was den unterricht betrifft bedarf es der unterschrift eines vormundes sofern du nicht mündig bist.

danhof 04.08.2017, 08:05

Wenn du als Baby getauft wurdest, bist du dann nicht automatisch Mitglied der Kirche?

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kleinkirmit 04.08.2017, 14:31
@danhof

nein - der taufpate hat sich verbürgt dass ich mal eines werde ... und an genau den können sie sich wenden wenn ich es nicht werde ... als bürge und zahler!

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Ich weiß nicht genau, warum Du das überlegst. Das wäre vielleicht wichtig zu wissen.

Mich interessiert der Religionsunterricht. Ich möchte den Religionsunterricht also nicht verlassen. Ich bin Christ, mir ist mein Glaube sehr wichtig. Von daher möchte ich auch nicht aus der Kirche austreten.

Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott gibt,
dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

Ich würde aus der Kirche austreten. Beim Unterricht kannst Du ja diesen als Plattform nutzen um anderen dabei helfen nicht erst einzutreten.

Kirche = Glauben so denken zumindest viele. Aber du kannst an das Glauben an was du willst & da braucht es keine Einrichtungen. Dann müsste es eine Einrichtung sein, die auch Moral einhalten und so weiter

Na, das ist doch deine Entscheidung.

Aus der Kirche austreten kann man, aus dem Religionsunterricht bin ich nicht sicher....

Blumina14 03.08.2017, 20:54

wenn die Eltern /Mutter//Vater damit nicht einverstanden sind das man am Unterricht teilnehmt dann ist man daraus ausgeschlossen ist bei mir auch so beim Reli unterricht

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Jap, wenn du nicht an den Müll glaubst, gibts ja keinen Sinn dafür Geld und Zeit zu verschwenden

Das wäre evtl. ratsam (2.Kor.11,14; Offb.17,1-14).

Unseres ewigen Gottes Weg ist besser (Joh.14,6)...

Würde ich nicht

Wenn deine Eltern damit nicht einverstanden sind das du am Religions Unterricht teilnimmst dann bist aus dem Religions Unterricht ausgeschlossen (ist bei mir auch so xD)

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