Ich brauche euren Rat bezüglich meiner Arbeit?

7 Antworten

Zu den Minusstunden:

ich habe auf meiner momentanen Arbeitsstelle ein arbeitszeitkonto mit ca 28 minusstuden, für die ich nichts kann da keine arbeit war?!

Wenn Du Minusstunden hast, weil der Arbeitgeber nicht genug Arbeit für Dich hatte, ist das sein Problem.

Es gehört, neben der Bezahlung des Entgelts, zu den arbeitsvertraglichen Hauptpflichten des Arbeitgebers, den Arbeitnehmer für die vertraglich vereinbarten Arbeitsstunden zu beschäftigen.

Beschäftigt der Arbeitgeber den Arbeitnehmer nämlich nicht ausreichend oder nicht wie vereinbart/angeordnet - gleichgültig, aus welchen Gründen (ob er nicht kann, wie wahrscheinlich in dem von Dir geschilderten Fall wegen zu wenig Arbeit, oder nicht will, spielt keine Rolle, und auf ein "Verschulden" seinerseits kommt es nicht an) -, fallen die Konsequenzen aus der Minderbeschäftigung ihm zur Last; es ist das Risiko des Arbeitgebers, das er nicht auf den Arbeitnehmer abwälzen darf!

Der Arbeitnehmer ist also trotzdem so zu bezahlen, als hätte er die vereinbarten, tatsächlich aber nicht gearbeiteten Stunden doch geleistet, und muss die Minusstunden auch nicht nacharbeiten oder mit seinen Ansprüchen (Entgelt, Urlaub usw.) verrechnen lassen.

Geregelt ist das im Bürgerliche Gesetzbuch BGB § 615 "Vergütung bei Annahmeverzug und bei Betriebsrisiko":

Kommt der Dienstberechtigte mit der Annahme der Dienste in Verzug, so kann der Verpflichtete für die infolge des Verzugs nicht geleisteten Dienste die vereinbarte Vergütung verlangen, ohne zur Nachleistung verpflichtet zu sein. [...] [Das gilt] entsprechend in den Fällen, in denen der Arbeitgeber das Risiko des Arbeitsausfalls trägt. [Anmerk.: Hervorhebung durch mich]

Aber:

Strenggenommen ist Voraussetzung (eigentlich), dass der Arbeitnehmer diesen Zustand (dass er nicht für die vereinbarte Zeit beschäftigt wird) nicht widerspruchs- oder kommentarlos hinnimmt, sondern seine Arbeitskraft auch anbietet!

Auch das ist gesetzlich festgelegt im BGB § 293 "Annahmeverzug" in Verbindung mit § 294 "Tatsächliches Angebot".

Du solltest also - möglichst - Deinem Arbeitgeber erklärt haben, dass Du mit der Nicht- oder Minderbeschäftigung nicht einverstanden bist (ob Deine Frage, nach weiterer Arbeit dafür ausreichend ist, kann ich nicht beurteilen); aber vielleicht ist ihm diese Voraussetzung auch nicht bekannt.

Diese Verpflichtung des Arbeitgebers würde nur dann nicht bestehen, wenn er durch ihre Erfüllung in seiner betrieblichen, wirtschaftlichen Existenz tatsächlich und konkret bedroht wäre (wogegen viele Arbeitgeber aber versichert sind) - wovon man hier aber wohl kaum ausgehen kann.

Zum Urlaubsanspruch:

Und ich habe 28 tage im jahr recht auf urlaub ( 2 tage pro Monat) kriege ich dies trotzdem ausgezahlt auch wenn ich in probezeit bin?

Bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses hast Du für jeden vollen Monat des Beschäftigungsverhältnisses (der Monat gilt hier als Zeiteinheit und muss nicht zwingend mit dem Kalendermonat identisch sein) Anspruch auf 1/12 des Jahresurlaubs.

Das bezieht sich zunächst nur auf den gesetzlichen Urlaubsanspruch von 24 Werktagen (entsprechend einer 6-Tage-Woche, 20 Arbeitstage entsprechend einer 5-Tage-Woche usw.). Ob der anteilige Anspruch auch für einen über den gesetzlichen Urlaub hinaus zusätzlich gewährten Urlaub gilt, hängt davon ab, ob dazu etwas - und wenn ja: was - vertraglich vereinbart wurde.

Dieser Anspruch hat nichts mit der Probezeit zu tun.

Erst dann, wenn Du länger als 6 Monate im Kalenderjahr im Betrieb gearbeitet hast, hast Du Anspruch auf den vollen Jahresurlaub (hier gilt für eventuell zusätzlich gewährten Urlaub entsprechend das oben Gesagte.

Wenn Du den Dir zustehenden Urlaub wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses aus (wirklich!) dringenden betrieblichen aus aus persönlichen (z.B. wegen Erkrankung) Gründen nicht nehmen kannst, muss er nach dem Bundesurlaubsgesetz BUrlG § 7 "Zeitpunkt, Übertragbarkeit und Abgeltung des Urlaubs" Abs. 4 ausgezahlt werden:

Kann der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden, so ist er abzugelten.

Ich kann dir hier nur Antworten zu Deinen arbeitsrechtlichen Fragen bezüglich Minusstunden und Urlaubsanspruch/-abgeltung geben.

Zu Deiner Frage nach den anzuratenden beruflichen Alternativen (ambulante Pflege - Intensivkrankenschwester - stellvertr. Stationsleitung) kann ich Dir leider nichts raten, da mir dazu die Kompetenz in diesen Berufen fehlt.

Die Minusstunden kannst du nur angerechnet bekommen, wenn ihr eine Gleitzeitregelung habt und du sozusagen auf eigene Verantwortung ins Minus gekommen bist. Da ihr aber vermutlich nach Dienstplan arbeitet, befindet sich dein Arbeitgeber, der ja für die Dienstplangestaltung zuständig ist, im sogenannten "Annahmeverzug", da er dich entsprechend deinem Arbeitsvertrag beschäftigen hätte müssen.

Bei einer Kündigung hast du für jeden vollen Monat deiner Beschäftigung Anspruch auf ein Zwölftel deines Jahresurlaubs. Urlaub, der nicht genommen wurde oder genommen werden konnte (aus welchen Gründen auch immer), muss abgegolten werden. Er darf auch nicht auf die Minusstunden angerechnet werden.

Für deine berufliche Entscheidung wünsche ich dir ein gutes Händchen. Als frische Krankenschwester gleich in die ambulante Pflege zu gehen, ist schon eine Hausnummer, da es dort ja kaum Rückbindung in ein Team gibt und du sofort ins kalte Wasser geworfen wirst.

Als Intensivschwester stehst du voll an der Front und musst sehr belastbar sein; allerdings ist dieser Job auch ziemlich edel und die Fachkräfte sind sehr begehrt.

Als stellvertretende Stationsleitung in einer Normalstation dürftest du in deinem Alter eher mit Autoritätsproblemen zu kämpfen haben, denn die meisten deiner "Untergebenen" sind älter als du.

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