Ich brauche Beistand in den bislang bittersten Stunden meines noch jungen Lebens. Könnt ihr mir vielleicht helfen, sodass ich die Nacht halbwegs ertrage?

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13 Antworten

Hey,

das tut mir leid für dich. Aber du brauchst dich nicht schämen, die Telefonseelsorge überstrapaziert zu haben. Die sind ausgebildet und dafür da, Menschen in Not zuzuhören.

Wirklich helfen kann ich dir auch nicht, nur viel Kraft wünschen. Hast du denn vielleicht einen guten Freund oder Freundin, mit dem/der du darüber reden kannst?

Ansonsten könnte dir vielleicht auch ein Psychologe helfen, aber das weiß ich nicht.

Kannst du dich vielleicht irgendwie ablenken (Fernsehen oder so), um dich zu beruhigen und vielleicht doch noch etwas schlafen zu können?

Naja, wünsche dir alles erdenklich Gute, auch wenn ich dir leider nicht wirklich helfen kann. Im Zweifel, wende dich wirklich an einen Experten.

Grüße,
Anna

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Kommentar von antimatter1
28.08.2015, 04:07

Vielen Dank, es hilft allein schon deine Anteilnahme. Morgen wende ich mich an die Psychologin im Krankenhaus. Einen derartig guten Freund/Freundin, mit der/dem ich darüber reden könnte, habe ich nicht, ein bisschen lustig sein hier und dort, mehr ist da nicht. Fernsehen regt mich zur Zeit nur auf, aber ich merke, dass mir das Schreiben gut tut. Es beruhigt mich schon einigermaßen.

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Hmm ich weiss zwar nicht genau was vorgefallen ist, aber ich fühle mit dir, tut mir wirklich sehr Leid für dich bzw mir tun eigtl alle Leid, die sowas durchleben müssen. Musste so einen Schicksalsschlag vor 9 Jahren erleben und es macht mich immer noch sehr traurig wenn ich daran denke. Mir sieht man es vlleicht nicht an, da ich äußerlich evtl stark wirke durch den ganzen Bodybuildingkram... Aber mit sowas komme ich in keinster Weise klar. Was mich aber beruhigt ist nunmal der Glaube an Gott und das die Lieben, die von uns gingen, an einem besseren Ort sind.. Das was man wirklich tun kann, ist das Beste aus seinem Leben zu machen, bin selbat danach durch unzählige Tiefen gegangen und habe mich letzendlich nicht ganz unterkriegen lassen, ich glaube diejenige Person wäre inzw auch stolz auf mich und das macht die Sache wiederum irgendwie erträglicher.

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Kommentar von antimatter1
28.08.2015, 05:12

Vielen Dank für deine Antwort. Du hast mich ein wenig aufgebaut und gänzlich darauf verzichtet, meine missliche Lage klein zureden, so wie es der ein oder andere hier getan hat. Danke nochmals.

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Kommentar von Jox91
28.08.2015, 05:22

Jeder der die Sache klein redet, hat noch keine Person verloren die ihm nahe steht... Das ist eins der Probleme der Menschheit, nicht wirklich eine Ahnung haben, aber Hauptsache mitreden... Damals war ich noch in der 6. Klasse... Als 2er Schüler( war nie sonderlich fleissig) habe ichs nach dem Vorfall geschafft meine Noten nichtmal innerhalb eines Jahres so zu verschlechtern, dass ich sitzen geblieben bin und mit Schule gings danach nimmer "normal" weiter, erst jetzt mit 24 scheint es so, das ich mein Leben in den Griff bekommen und einen guten Job gefunden habe, ich weiss von daher sehr gut wie es ist, aber dennoch rate ich dir LASS DICH NICHT runterkriegen und ich hoffe für dich, dass du nicht so viel Zeit brauchst wie ich um es zu verarbeiten

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Kommentar von Jox91
28.08.2015, 05:24

Es waren nicht 9 sondern sogar 11 Jahre her seitdem

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Dein Schicksal ist kein Einzelfall. Und es kommt hinzu, dass es eine große Frage dessen ist, wie ein Mensch mit Verlusten umgeht, welche jenseitsvorstellungen er teilt und wie er generell psychisch gestrickt ist. Trotz der Tatsache, dass du angibst, dass das schreiben und das öffnen dir hilft, gibst du recht wenig von dir preis und artikulierst dich viel in rätseln und Metaphern. Genau einsehen, was alles vorgefallen ist, kann man also nicht anhand deines Textes. Wenn es dir mit dem erlebten schlecht geht, ist das wenden an Fachpersonal sehr sinnvoll. Allerdings sollte man mit den richtigen Erwartungen dort hingehen. Die Menschen da machen nichts ungeschehen und nehmen nicht den Schmerz und die Trauer. Sie helfen nur dabei , sich selbst in der Situation anders einzuordnen und sich eventuell in Sachen schuld etc etwas distanzieren zu können. Verlust und Schmerz muss jeder mensch selbst verarbeiten und verkraften. Irgendwann trifft es genau genommen jeden. Den einen auf angenehmeren wegen, den anderen auf einem härteren. Wie man es angeht ist dann die Frage, was man für ein Mensch ist, wie man alles an sich heran lässt und wie schnell man bereit ist, zu verarbeiten. Meine halbschwester hat vor einem halben Jahr (sie war 10 Jahre alt) ihren Vater nach langem Kampf gegen den Krebs verloren. Das hat für sie angst ohne ende bedeutet. Jeden Tag die angst, ihn morgen nicht mehr zu haben. Sie hat stark gelitten. Aber eben leise. Leise, tapfer und introvertiert. Als ich mit ihr darüber sprach, bekam ich eine Antwort, die sich auch andere mal zu Herzen nehmen sollten: 'ja ich bin traurig, dass mein Papa nicht mehr da ist. Aber woanders auf der Welt gibt es Krieg und Kinder verhungern. Den Menschen geht es viel schlechter als mir und uns hier. Daran denk ich, wenn ich mal sehr traurig bin, dann geht es wieder.' Man sollte wirklich mal das gesamte betrachten und dann entdeckt man meist die eigentliche schwere des Problems.

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Da es scheinbar um den Tod un den Verlust von Menschen geht, die dir viel bedeutet haben, glaube ich dir, dass dir diese Zeit sicher schwer fällt, aber es wird nicht immer so sein, es werden Leute aus deinem Leben gehen, aber auch weider neue dazukommen, das ist, so hart es auch klingen mag, der Kreislauf des Lebens.

Ich war mit 7, kann auch 8 gewesen sein, auch Zeuge eines Todesfalles einer Person, die mir sehr viel bedeutet hat. Ich denke bis heute manchmal dran und werde das in meinen Lebtagen nie vergessen, aber zugegeben gehöre ich auch zu den menschen, die auch andere, nicht schönere Erfahrungen gemacht haben.

Ich kann dir da nur den Tipp geben stark zu sein, immer nach vorne zu sehen, nie zurück, auch wenn es schwer klingt. Nimm die Finger weg vom Alk, den der ändert auch nichts, und las dir von den leuten helfen, die noch um dich herum sind!

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Das tut mir wirklich extrem leid. Aber weißt du was mein Vater immer gesagt hat: "Und wenn das Leben dich mit aller Kraft nach unten zieht, und du komplett am Boden bist. Dann wird es bald umso mehr nach oben gehen". Aber wenn du das alles nicht verkraftet suche Bitte einen Psychologen. ich wünsche dir alles gute für die Zukunft, und du packst das ♡ :)

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Du musst es so sehen, es wird nicht das letzte Tief in deinem Leben sein. Blick immer nach vorne und schließe keine kurzen Entschlüsse z.B dass du dich betrinkst oder andere Drogen nimmst oder dir weh tust bzw. rizt.

Bei mir helfen immer onlinespiele um mich abzulenken und man wird vielleicht dadurch auch ein bisschen süchtig. Ich weiß zwar nicht wie alt du bist aber probier es einfach mal mit dem Spiel: Wurzelimperium :) Ist zwar nicht so spannend aber eigentlich ganz interessant.

Ich wünsche dir alles gute für die Zukunft und mach es gut :)

MfG Chris

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Kommentar von antimatter1
28.08.2015, 04:22

es wird nicht das letzte Tief in deinem Leben sein

das ist mir durchaus bewusst, aber die Intensität all jener Tiefs, die zukünftig noch kommen werden, die kann nicht mehr viel stärker ausfallen.

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Gerne hätte ich noch etwas mehr Zeichen zur Verfügung gehabt. Ich möchte noch ein wenig schreiben, ich schäme mich ohnehin schon dafür. Ich habe mich so sehr bei der Telefonseelsorge ausgelassen, dass ich mich schäme und das ich den Eindruck hatte, dass ich sanft aber doch "abgewürgt" wurde. Das betrübt mich noch mehr. Und wie gesagt waren diese Leute am Telefon, denen ich meine Leidensgeschichte detaillierter auf den Hals drückte, zeitweise selbst sprachlos.

In ein paar Stunden wenn die Sonne scheint, einerseits gut, andererseits fühle ich mich veräppelt, dann wende ich mich an die Seelsorge des Krankenhauses. Die Schwestern haben mir das ohnehin dringend empfohlen. Bis dahin brauche ich eure Hilfe.

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Kommentar von Paguangare
28.08.2015, 06:14

Ein Gespräch mit der  Krankenhausseelsorge ist bestimmt eine gute Idee. Das ist auch viel persönlicher als hier mit Leuten, die deinen Fall gar nicht kennen.

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Ich komme mir gerade wie in der Bücherei vor, man schnappt sich ein interessantes Buch aus dem Regal, blättert es durch und findet dann eine derartige Textpassage --> ok das nehme ich heute mit.

Ich vermisse den eigentlichen Punkt, es fehlt hier etwas deshalb kann ich dir nur diesen Rat geben. Dein Problem scheint dich intensivst zu beschäftigen und du willst es endlich auflösen. Dies kann man durch pers. Gespräche wesentlich besser wie im Internet.

In Österreich gibt es dazu Frauen,- und Männerzentren wo man hingehen kann um mit jemandem zu reden und welche dir durch die guten Kontakte in alle Richtungen helfen können die Probleme besser zu verarbeiten bzw. dich an geeignetere kostenlose Stellen weiter vermitteln.

In Deutschland gibt es sicher auch derartige Einrichtungen?

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Kommentar von antimatter1
28.08.2015, 14:47

Ich musste eine Person, die mir nahe steht, reanimieren und jetzt bange ich um ihr Leben. Als ob das nicht genug wäre, so war das nicht der einzige derartige Fall zu einer Zeit, in der es mir ohnehin nicht gut ging.

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soweit ich es verstanden habe, gab es todesfälle die dir sehr nahe gehen in einer phase in der es dir ohnehin schlecht geht.

Ich kann dir nur eines mit auf den Weg geben: Jede Phase deines Lebens ist eine Erfahrung die dich für die Zukunft stärkt und du wirst eines Tages auf diese Tage zurückblicken und dir selbst sagen können, dass du stark geblieben bist und nicht aufgegeben hast. Jeder hat irgendwann mal diese Tage, die einfach schrecklich erscheinen, aber glaub mir. Es folgen bessere Tage. Bitte betrink dich nicht, sondern akzeptiere erstmal die Lage. So wie sie ist. Das Verarbeiten wird einige Zeit brauchen aber bitte denke IMMER in jeder Lebenslage da dran, wie wertvoll dein Leben ist und mach immer das beste aus jedem Tag. Sei optimistisch, sei positiv. Die Zukunft hält viel Gutes für dich bereit mein Freund

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Kommentar von antimatter1
28.08.2015, 04:04

Ja, ich musste schon viele Todesfälle von Angehörigen verkraften, 2 davon habe ich direkt miterlebt und einer - einer kommt möglicherweise noch, so schwer es mir fällt dies in Worte zu fassen. Das ist jedoch nur ein Teil dessen, was mir schwer zu schaffen macht.

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Hallo 

In dieser Krisensituation musst du stark bleiben! Egal was kommt, am Ende wird alles gut. Bitte gehe zum Psychater, der dir helfen kann, falls sich dein Zustand noch verschlimmert. Ich wünsche dem verunglückten Menschen alles Gute und möchte, dass er wieder gesund wird. Das Leben spielt oft mit uns, ja leider... Trotz allem versuch so stark zu bleiben, wie du kannst. Ich wünsche dir alles Gute und immer daran denken, positiv zu denken!

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Du schreibst sehr ausführlich und zudem völlig fehlerfrei. Aber man erfährt nicht wirklich, was konkret los ist.

Irgendjemanden musstest du reanimieren und derjenige ist jetzt im Krankenhaus und du befürchtest, dass er/sie sterben wird. Außerdem hast du negative Gefühle gegen dich selbst (Schuldgefühle).

Aber die Geschichte bleibt sehr unkonkret. Man weiß nicht, um welchen Menschen es geht, warum du dich jetzt schuldig fühlst etc.

Es ist also sehr schwer, dir direkt auf diesem Wege zu helfen. Und die Telefonseelsorge hast du auch schon konsultiert. Du hast bestimmt Bedarf, dich noch mit jemandem auszusprechen, wobei aber der Weg über Gutefrage.net nicht der geeignete ist.

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Kommentar von 1qayxqayx
28.08.2015, 08:37

"Völlig fehlerfrei" stimmt nicht so ganz. Ich halte mir etwas vom Leibe, aber ich esse einen Laib Brot. :-)

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Also die Telefonseelsorge, sollte sich nie überstrapaziert fühlen, wozu ist die denn da ?

Irgendwann wird der Schlaf einfach  da sein , wenn Dein Körper und Deine Seele es brauchen.

Todesfälle habe ich auch erlebt, Urgrossvater, Urgrossmütter, Klassenkamerad am Bahnübergang, der Mann einer Nachbarin Autounfall mit 29 und sie hat jetzt alleine ein Kind ohne Vater und heult jeden Tag fürchterlich.

Du schreibst sehr korrekt, also wir  hätten gedacht, dass Du älter bist.

Wie kann man Dir denn helfen, ausser, dass man es gelesen hat, und Du uns sehr leid tust ?

Also nicht bloß so Mitleid, sondern wir fragen uns wirklich, wie schlimm es Dir ergeht ?

Gibt es keine realen Menschen, wo Dir helfen können, oder Deinen Schmerz teilen ?

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Kommentar von antimatter1
05.09.2015, 16:20

Danke noch für die nachträgliche Antwort, obwohl sie jetzt nicht mehr unbedingt notwendig gewesen wäre. Die aktuelle Geschichte ist gerade noch einmal gut ausgegangen. Die fürchterlichen Bilder und Gedanken wirken zwar trotzdem noch ein wenig nach, aber langsam geht es wieder. Reale Menschen gab es glücklicherweise.

Eine Frage noch:

Du schreibst sehr korrekt, also wir hätten gedacht, dass Du älter bist.

Woher weißt du über mein Alter Bescheid, darüber habe ich ja nichts geschrieben, oder etwa doch? Der aller Jüngste bin ich nicht mehr, aber doch noch jung.

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Du schreibst echt richtig gut.Ich weiss es passt echt nicht dazu.Aber was für ein Talent ist das bitte.

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Kommentar von antimatter1
28.08.2015, 04:39

Du hat zwar schon recht, dass es nicht dazu passt, aber weiß du was: Du hast mir zumindest etwas Positives gesagt, hast mich von einer anderen Seite aus ein klein wenig gestärkt und das freut mich. Vielen Dank

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Kommentar von pinetreeglance
28.08.2015, 04:49

Das freut mich! Gerngeschehen! Wenn du mal ein Buch odersowas schreibst sag mir bitte unbedingt Bescheid,liebes! :)

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Kommentar von pinetreeglance
28.08.2015, 12:16

Nein,nicht wirklich feminim,ich hatte echt Mitleid mit dir und ich glaube nicht nur ich.Man wollte dich einfach aus dem Computer herauszerren,dir eine heisse Schokolade mit einer warmen Decke geben und es dir gut gehen lassen.Deswegen dieses liebes.Du könntest wirklich Massen bewegen und Aufstände arangieren.Wörter sind echt starke Waffen!
Ich habe schon verstanden dass du männlich bist.
Ich habe echt Gänsehaut bekommen,du kannst die Umgebung und deine Situation echt gut schildern.Mach doch mal eine Kurzgeschichte zum Ausprobieren z.B aus der Sicht eines grausamen Gefängnisinsassen,eines Serienmörders.Ich finde du würdest das wirklich top machen!

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