Ich bin zu 80% Schwerbeschädigt und stehe unter besonderen Kündigungsschutz. Jetzt will mein Arbeitgeber seine Firma abmelden und mich kündigen. Darf er das?

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11 Antworten

Dein Arbeitgeber muss die Zustimmung des Integrationsamts einholen, dann kann er auch schwerbehinderte Arbeitnehmer kündigen.

Bei Betriebsschließungen wird er keine Probleme damit haben.

Wichtig ist aber, der AG muss auch bei einer Betriebsschließung die Kündigungsfrist des AN beachten.

Er kann jetzt z.B. nicht sagen: "Ich schließe den Betrieb zum 1. Januar" und die Kündigung auf den 31. Dezember datieren, wenn der AN eine Kündigungsfrist von z.B. sechs Monaten hat.

Der AG muss den AN bis zum Ende der Kündigungsfrist bezahlen, auch wenn er ihn nicht mehr beschäftigen kann. 

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Wenn dein Arbeitgeber den Geschäftsbetrieb einstellt, wird ihm wohl nichts anderes übrig bleiben, als dich zu entlassen.

Ja, in diesem Fall darf er das. Dagegen kannst du recht wenig machen.

Du kannst ja von deinem Arbeitgeber nicht verlangen, dass er seinen Betrieb nur deswegen weiterführt, damit du deinen Arbeitsplatz nicht verlierst.

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Ja, auch mit (hohem) GdB kann man gekündigt werden. Dass das nicht geht, ist ein weit verbreiteter Irrglaube.

Das Integrationsamt muss gehört werden, Fristen etc berücksichtigt.

Dass die Firma geschlossenw ird, ist ein sehr starker betrieblicher Grund.

Hast Du ne Rechtschutz.. oder bist in nem Sozialverband wie VDK.. Mitglied in einer gewerkschaft..

Vielleicht gibt es einen Interessen-Verband bei Deiner Krankheit, die Dir schon mal Rat geben können?

So was wie, wenn man das hat, DMSG= dtsch. MS-Gesellschaft.

ggf. kann auch mal eine Abfindung drin sein oder so. Deshalb ist fundierter rechtrat echt wichtig.

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Kommentar von SiViHa72
17.11.2016, 12:24

PS: sollte in Deinem Fall z.B. das Integrationsamt nicht gehört werden, kannst Du die Kündigung sofort anfechten!

Und.. wenn Du die K. schriftlich hast, dann so oder so auf jeden Fall schon mal beim Arbeitsamt melden!

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Wenn er die Zustimmung des zuständigen Amtes für Soziales und Versorgung dafür bekommt, darf er das.

Da die Firma schließt wird er die sicher auch bekommen.

Kündigungsschutz bedeutet nicht unkündbar.

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Soweit der Arbeitgeber nicht den Betrieb schließt, um gleich wieder einen neuen zu eröffnen, ist das OK.

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Bei Geschäftsaufgabe / Schliessung kannst auch Du nicht weiter angestellt bleiben.

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Wenn er die Firma doch anmeldet..! Wie soll er dich denn dann weiter beschäftigen wenn die Firma schließt!?

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Kommentar von klene88
17.11.2016, 12:19

*abmeldet

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Klar.

Wenn es die Firma nicht mehr gibt, wo willst du dann arbeiten?

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keine Firma   -   kein Arbeitsplatz

Was willst du dagegen machen?

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Nein, er muss die Firma ewig behalten auch wenn er Pleite ist.

Seine Erben müssen Die Firma dann mindestens 200 Jahre weiterbetreiben.

Wenn der Geschäftsbetrieb wegen Aufgabe desselbigen endet, ist vermutlich nichtmal eine Kündigung notwendig. Nur bei einer Personengesellschaft könnte der Chef noch haften.

Ergo: Klar kann man Firmen dicht machen. Wenn der Umsatz net reicht und jemand aufgibt, dann hilft kein Kündigungsschutz. Der hilft nur davor, dass er Dich kündigt und dann mit jemand anderem weitermacht!

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