Ich bin Zielstrebig, doch lernt man für eine bessere Zukunft, oder weil man muss?

3 Antworten

Also erstens, Mann muss lernen um eine bessere Zukunft zu haben. D.h dass beides wichtig ist. Zweitens, wenn es dir nicht spaß macht zu lernen dann heißt es oft dass du es (Thema-in einem beliebigen Fach) nicht kapiert hast, oder zumindest nicht so gut. Oder du hast es super kapiert aber trotzdem macht es dir kein spaß. Dann ist es was anderes. Nicht das ich wüsste.

Aber du darfst nie die Einstellung gegenüber dem Lernen und der Schule ändern. 

In der Schule lernst Du, weil Du musst. In der Freizeit lernst Du, weil Du willst. Das was in der Schule passiert, kann man auch nicht als Lernen bezeichnen; es ist eher Pauken und das Gepaukte wird schnell wieder vergessen. Man lernt nur Dinge, die für einen selbst von Bedeutung sind oder die einen interessieren. Überleg mal, was vom Schulstoff für Dich von Bedeutung ist oder was Dich, zum Zeitpunkt der Unterrichtsstunde wirklich interessiert. Wenn Du ehrlich bist, lernst Du nur für Zahlen. Nämlich für die Zahlen zwischen 1 und 6.

Der Spruch >für die Zukunft lernen< ist völliger Unsinn. Du besorgst Dir ja auch kein Rezept für einen Apfelkuchen, weil es sein könnte, dass Du in 20 Jahren vielleicht einen backen möchtest.

Richtiges Lernen, also selbstbestimmtes Lernen, funktioniert anders. Dazu muss Dich niemand in einen Klassenraum einsperren. Wenn Du irgendwann Lust hast einen Apfelkuchen zu backen, vielleicht deshalb, weil der, auf der letzten Geburtstagsfeier Deines Freundes, total lecker war und Du so etwas auch machen willst, dann bist Du in der Lage das Rezept zu besorgen. Du kannst Deinen Freund fragen, kannst im Internet suchen oder Deine Eltern fragen. Und dann wirst Du diesen Kuchen backen. Dazu musst Du nicht in einer Schule gewesen sein. Wenn Du jetzt erwiderst, dass Du aber in der Schule das Lesen gelernt hast, dann sage ich, dass Du auch außerhalb der Schule lesen gelernt hättest.

Moritz Neubronner war nicht mal bis zum Ende der 2. Klasse in der Schule. Dennoch hat er, als er im entsprechenden Alter war, wo andere die 8. Klasse beenden, ohne Schwierigkeiten den Hauptschulabschluss gemacht (siehe Video).

Du brauchst Deine Einstellung gegenüber der Schule nur insofern ändern, dass Du begreifst, dass sie Dich eigentlich am Lernen hindert. Egal welche Noten Du in der Schule bekommst, 90% des Schulwissens hast Du nach kurzer Zeit wieder vergessen. Das ist bewiesen. Dennoch müssen alle Kinder, jedes Jahr aufs Neue, diesen ganzen Plumperquatsch lernen.

Gruß Matti

http://www.youtube.com/watch?v=6jZ-pX1eg2Q

Wenn du dich jetzt anstrengst und das Pflichtprogramm gut hinter dich bringst, dann stehen deine Chancen besser später mal einen Beruf ergreifen zu können, der dir auch Spaß macht. Lästige Pflichten gibt es im Leben natürlich immer, da kommt man nicht drum rum.

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