Ich bin Vermieter. Kann ich einen Mietvertrag nach 14 Tagen annullieren?

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4 Antworten

Annulieren ist der falsche Begriff, du kannst den Vertrag wegen arglistiger Täuschung und Entfall der Geschäftsgrundlage anfechten und damit für Anfang an nichtig erklären.

Und mündliche Erklärungen wie Rückschein-Einschrieben, die untergegangen oder annahmeverweigert sein können, beweisen keine Kenntis der M über deine Anfechtung :-O

Dieser Anfechtungsgrund setzt natürlich voraus, dass die Angaben in der Selbstauskunft bewußt wahrheitswidrig gemacht wurden, obwohl nach bestehenden Schuldverhältnissen gefragt würde.

Einen Ratenzahlungsvertrag über 10.- EUR/Monat muss andernfalls niemand offenbaren, auch zur Abgabe einer schufa-Auskunft ist niemand verpflichtbar es sei denn, er hätte sie zugesichert.

Fragt sich nur am Rande, warum man ohne zeitnahes Vorliegen dieser wesentlichen Unterlagen sich diesem Interessenten überhaupt noch zuwendet, gar einen Mietvertrag mit ihm unterschreibt, ohne sie bekommen zu haben :-(

Im Fall einer tatsächlichen Täuschung stellt man folgendes Schreiben entweder als Einwurf(!)-Einschreiben oder offen persönlich übergeben / in den Briefkasten geworfen zu. Eine Kopie des Schreibens trägt auf der Rückseite dann folgenden Zeugen-Vermerk: "Ich bestätige, dass das Originalschreiben mit eigenhändiger Unterschrift gemäß umseitiger Ablichtung am [Datum] gegen [Uhr] dem Empfänger persönlich übergeben wurde / im Briefkasten mit der Bezeichnung [Name Empfängers] eingeworfen wurde [Name des Zeugen]" und lässt sich diese Zugangsbestätigung vom Zeugen unterschreiben.

"... hiermit fechte ich die auf Abschluss eines Mietvertrages vom 26.06.2016 gerichtete Willenserklärung gem. §§ 119 ff. BGB an.

Tatsächlich ist die erteilte Selbstauskunft falsch abgegeben, da abzutragenden Schulden arglistig verschwiegen wurden.

Diese Anfechtung führt gem. § 142 I BGB zur Nichtigkeit des geschlossenen Mietvertrages ex tunc, gleich so, als ob er nie geschlossen wäre.

Sie sind ausdrücklich aufgefordert, den unwirksamen Vertrags innerhalb von 5 Tagen ab dokumentiertem Zugang dieses Schreibens hier zurückzugeben und von jedweden darüberhinausgehenden Mitteilungen in dieser Angelegenehit Abstand zu nehmen.

Nach fristlosem Fristablauf müssen sie mit Klage auf Herausgabe rechnen, diessen Anwalts- und Gerichtskosten aus Rechtsgrund Verzugsschaden Ihnen zufallen würden."

Viel Erfolg.

G imager761




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Darauf hinweisen, dass Du den Mietvertrag annuliert hast. Immerhin wurden falsche Angaben gemacht, das ist ein trifftiger Grund, einen Mietvertrag zu annullieren / fristlos zu kündigen.

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Also weil jemand etwas mit 10 Euro im Monat abbezahlt deshalb nicht zu vermieten fände ich übertrieben. Aber da falsche Angaben gemacht wurden würde ich den nochmal einen Brief schicken. Schlüssel einfach nicht aushändigen und wenn nötig einen Anwalt einschalten

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wenn es im Mietvertrag steht, mit der Selbstauskunft, dann ja, weil der Vertrag nicht eingehalten wurde, und nachträglich Erhebliche Bedenke, der Zahlungskräftigkeit aufweist  

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