Ich bin unterhaltspflichtig für ein Kind. Wenn der Selbstbehalt reduziert wird wegen neuer Ehe muss man dann mehr zahlen oder ist das nur im Mangelfall wichtig?

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2 Antworten

Der Selbstbehalt ist nur im Mangelfall, also wenn weniger als der Mindestunterhalt gezahlt wird, relevant. Bei einer neuen Ehe kann sich der Unterhalt auch reduzieren. Dann nämlich wenn mehr als der Mindestunterhalt gezahlt wurde, und der Ehepartner kein oder nur geringes Einkommen hat.

Zwar steht der Ehegatte im Rang nach den Kind, aber beim Bedarfskontrollbetrag und der Zahl der Unterhaltsberechtigten zählt er mit. Der Bedarfskontrollbetrag "ersetz" bei den höheren Einkommensgruppen sozusagen den Selbstbehalt. Würde der Bedarfskontrollbetrag unterschritten, dann wird in den Einkommensgruppen nach unten gegangen und zwar so lange, bis der Bedarfskontrollbetrag nicht unterschritten wird, oder man beim Mindestunterhalt angekommen ist.

Das ist nur im Mangelfall wichtig.

Zahlst Du den Mindestunterhalt, dann geht es rein nach Deiner Gehaltshöhe, der Selbstbehalt ist da eh schnuppe.

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