Ich bin unentschlossen und weiß nicht, an was ich glaube. Bin ich Agnostiker, Christ oder was ist mein Glaube?

...komplette Frage anzeigen

17 Antworten

Hallo,

also erstmal, dass böse Menschen bestraft werden, ist laut Bibel nicht so. Es ist so: vor dem Sündenfall haben die Menschen (in dem Fall Adam und Eva) ein superschönes Leben bei Gott gehabt. Danach haben die Menschen getrennt von Gott gelebt. Durch alle möglichen Gesetze, die seit Jesus auf der Welt war, von ihm aufgehoben wurden, haben die Menschen versucht, Gott näher zu kommen. So richtig ging das aber erst durch Jesus, der quasi eine Brücke von Gott zu den Menschen ist, damit die Menschen durch ihn die Verbindung zu Gott bekommen. Es wird keiner, der böse Dinge tut, von Gott direkt bestraft. Jeder wählt das, was er möchte. Wenn man im irdischen Leben nichts mit Gott zu tun haben will, drängt er sich einem nicht auf und man verbringt dann eben auch das ewige Leben nach dem Tod getrennt von Gott (was bestimmt alles andere als schön ist). Wenn man im irdischen Leben einen Draht zu Gott hat und sozusagen zu ihm gehört, dann verbringt man auch das Leben nach dem Tod bei ihm, was sicherlich das Beste ist, was einem passieren kann.

Viele Leute haben durch Kirche und Eltern ein ungünstiges Gottesbild bekommen. Ich übrigens auch. Inzwischen hat sich mein Gottesbild aber gründlich gewandelt. Glaube an Gott und Jesus bedeutet für mich Freiheit von Zwängen, Ängsten etc, weil ich meine Sorgen an Gott abgeben kann. Er ist ein liebender Gott, der den Menschen Freiheit lässt. Er ist kein strafender Gott.

Viel gebracht hat es mir, in einer Landeskirchlichen Gemeinschaft die Gottesdienste zu besuchen. Dort geht es lockerer und lebendiger zu als in der normalen Landeskirche. Dort sind normalerweise Gemeindemitglieder, die viel Positives mit Gott erfahren haben und mit denen man auch sehr gut darüber reden kann. Auch viele evangelisch-freikirchliche Gemeinden sind sehr ansprechend.

Man kann übrigens mit Gott reden, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Man muss dabei keine Hände falten o.Ä. Einfach in Gedanken (oder auch laut) mit ihm reden. Man kann ihm alles sagen, auch die Zweifel, die man hat, die Probleme, auch die Wut die man hat und die Schwierigkeiten, an ihn zu glauben. Das alles kann man ihm sagen. Und er antwortet oft durch das Gefühl, dass er einem eingibt, durch das, was man liest, durch das, was einem andere Menschen sagen oder Gutes tun etc.

Einfach ausprobieren kann nicht schaden. Der Buddhismus hat sicherlich gute und hilfreiche Weisheiten, aber Buddha ist niemand, der uns Menschen erschaffen hat und der uns bedingungslos liebt. Gott ist aber so einer. Man sollte auf keinen Fall Kirche mit Gott gleichsetzen. Kirche ist eine Institution, die aus lauter Menschen besteht. Spiegelt also oft nicht wieder, wie Gott ist.

Frag' ruhig, wenn Du noch mehr wissen willst!

Liebe Grüße von

Lorinaja

DrDollar 26.09.2015, 22:03

Danke! :)

0

In meiner Jugend stießen mich viele Dinge in der Glaubensgemeinschaft in welche ich hinein geboren wurde massivst ab. Ich wurde katholisch erzogen. Und ich ging auf ein katholisches Mädchengymnasium. Mit meiner Vertrauenslehrerin hatte ich manches Gespräch über mein Verhältnis zu Glauben und so fort. Sie riet mir damals: 

Wenn Du erwachsen bist trete aus der Institution aus. Ansonsten lasse Dir einfach Zeit. Und folge Deiner inneren Stimme. 

Tatsächlich hatte sie mir einen sehr guten Rat gegeben. Sobald ich konnte bin ich aus der Institution ausgetreten. Was mich heute, Jahrzehnte später, absolut nicht daran hindert viele Veränderungen dieser Institution und ihre Verantwortlichen mit Hochachtung und Respekt wahrzunehmen. Deshalb trete ich aber noch lange nicht wieder ein. Da ich aber ausgetreten bin fällt es mir bedeutend leichter die Vorgänge zu verfolgen, darüber nachzudenken, mich dazu und zu vielen weiteren Themen zu belesen die mit Glauben zu tun haben. Auf diese Weise habe ich mir ein wenig Wissen über verschiedene Religionen angeeignet. 

Den Buddhismus möchte ich nicht als Religion bezeichnen denn das ist er tatsächlich grundsätzlich nicht. Wer aber nur glücklich sein kann indem er dem Buddhismus religiöse Züge anhaftet der möge so glücklich sein. Denn wesentlicher Grundsatz des Buddhismus ist, dass alle Wesen glücklich sein können. Einige Angebote des Buddhismus nutze ich im Alltag wie bestimmte Atemtechniken welche sich im Verlauf der Zeit dort eingebürgert haben oder bestimmte körperliche Übungen die mir gut tun. Ich kenne manchen Ursprung, weiß dass die Atemtechniken z.B. Urvölkern abgekupfert wurden bzw. deren Magiern. 

Du bist noch jung. Du bist so wie Du bist einmalig. Deine Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. Nehme Dir also alle Zeit die Du brauchst. 

Vor einem aber hüte Dich Dein ganzes Leben lang: 

Dich selbst in irgendwelche Schablonen pressen zu wollen. 

Denn da passt kein Mensch hinein. Leben sprengt von Natur aus jede Schablone. Also tue Dir selbst den Gefallen und höre auf zu überlegen in welche Du denn nun wohl passen magst. 

Und eine Anstrengung sei Dir wert: 

Bildung. 

Du findest online sehr viele kostenlose Informationen. Wenn Du mal das Suchwort 

bibel 

in die Suchmaske eingibst wirst Du leicht feststellen können dass es sehr viele verschiedene Ausgaben gibt. Ich empfehle gerne als Hilfe die "Bibel in gerechter Sprache" zu nutzen. Das Lesen der Überlieferungen alleine hat mir absolut nicht ausgereicht. Ich habe mich noch intensiv mit Geschichte befasst bzw. befasse mich weiter damit. So habe ich ein besseres Verständnis für manche Überlieferung finden können. Ich habe gelernt dass manche Ansicht von Menschen gemacht ist und andere in jeder Bibel, in jeder Überlieferung zu finden ist. 

Heute bin ich fest davon überzeugt dass unser aller Schöpfergeist den Verstand aller Wesen auf dieser Erde übersteigt. In Seiner Absolutheit ist es möglich jedes einzelne Lebewesen so wie es ist anzunehmen so lange es nicht willentlich diese Annahme ablehnt. Denn Alles auf Erden wurde Dadurch geschaffen, kann Dadurch sein. 

DrDollar 28.09.2015, 17:52

Danke :)

0

Du hast doch noch zeit, sei dir erstmal richtig im klaren, was du überhaupt sein willst, weil das is eine Entscheidung für dein leben, und wenn du jetzt sagst, das deine Eltern Christen sind und du dann evt. zum Buddhismus wechseln möchtest, dann solltest du erstmal mit deinen Eltern darüber reden, was das heißt usw., an was du glauben möchtest, und das sie auf dich Rücksicht nehmen sollten, ich würde das erstmal mit ihnen klären Un dann eine Entscheidung wählen, und nicht irgendjemanden im Internet nach einer Meinung fragen, was er meint, was du machen bzw. werden solltest. Denk nochmal genau drüber nach und entscheide dich dann für eine Lösung.

DrDollar 26.09.2015, 21:28

Danke! Meine Eltern wissen schon, dass ich eventuell Buddhist werden will, aber ich glaube, sie würden das akzeptieren! :)

In meiner Familie sind nicht besonders viele gläubig. ^^

0

Ich beschreibe einfach mal, warum ich an den Gott glaube, der sich uns m. E. in der Bibel offenbart und gebe anschließend ein paar Tipps, wie du Gott finden (Jeremia 29,13: "Wer suchet, der findet"...) bzw. den Glauben an Gott stärken kannst.

Ich bin davon überzeugt, dass die Bibel Gottes Wort ist (vgl. 2. Tim. 3,16). Dafür gibt es viele Gründe, z. B. ihre Argumentation, ihre Logik und ihr Aufbau, die Einzigartigkeite ihrer Entstehung und Überlieferung, der Bereich "erfüllte Prophetie" usw..

Wenn die Bibel recht hat...
- gibt es einen Gott
- hat unser Leben einen wirklichen Sinn und eine Zukunft
- kennt und liebt dieser Gott jeden einzelnen und nimmt Anteil an unserem Leben
- trennt uns Sünde (unser Egoismus und seine Folgen) von Gott
- bleibt diese Trennung auch über den Tod hinaus bestehen, wenn wir nie bewusst auf die Seite Gottes treten
- gibt es weder eine Wiederverkörperung (Reinkarnation) noch Höherentwicklung noch Selbsterlösung
- sind Himmel und Hölle Realitäten
- gibt es nur einen Weg, mit Gott versöhnt zu werden
- können wir über unsere Zugehörigkeit zu Gott eine klare persönliche Gewissheit erlangen.

Gott ist geduldig und freundlich zu uns, aber er ist auch gerecht und heilig. Er hat uns als Geschöpfe geschaffen, die sich frei entscheiden können. Wir sind weder Roboter noch Marionetten noch Tiere, die ihren Instinkten folgen müssen. Mit der Freiheit haben wir auch die Verantwortung. Gott liebt uns (obwohl es keiner von uns verdient hat), aber er zwingt sich uns nicht auf. Wir können unser Leben selbst bestimmen, für Gegenwart und Zukunft. Gott möchte uns ein sinnvolles Leben und eine herrliche Zukunft schenken, - aber wir müssen sein Geschenk auch ergreifen.


Die Bibel beschreibt im 1. Buch Mose, dass die ersten Menschen am Anfang im Garten Eden in quasi paradiesischen Zuständen gelebt haben. Sie hatten aber schon die Freiheit, die wir heute auch haben: Mit oder ohne Gott leben zu wollen. Irgendwann haben sie sich dazu entschieden, ihr eigenes Ding zu machen und ohne Gott leben zu wollen (bzw. sie wollten sein wie Gott). Auch wenn das nicht ganz einfach zu verstehen ist und durchaus viele Fragen bleiben, aber alles Negative und Böse wie Tod, Krankheit, Schmerz, Leid usw. war das Ergebnis dieser Entscheidung und gewollten Trennung von Gott.

Trotzdem hat Gott die Menschen nicht verlassen, obwohl das vielleicht verdient gewesen wäre. Er hat einen Rettungsanker ausgeworfen, dass sie Menschen, die an ihn glauben, wieder zu ihm finden können. Dafür ist Jesus Christus am Kreuz gestorben, dass die, die an ihn glauben und um Vergebung ihrer Sünden bitten, erlöst werden und das ewige Leben geschenkt bekommen. Wenn man überlegt, dass das Leben nach dem Tod ewig und für immer dauert, sind vielleicht die negativen Dinge, die wir hier erleben, nicht mehr ganz so schlimm (wenn natürlich noch schlimm genug). Aber auch hier zwingt Gott wieder niemanden: Jeder kann entscheiden, ob er nach dem Tod bei Gott sein möchte oder nicht...

Was du machen kannst, um den Glauben an den Gott zu finden bzw. zu stärken:

- In der Bibel lesen. Am Anfang vielleicht eines der 4 Evangelien des Neuen Testaments und danach den Römerbrief.
- Bibelstellen aufschreiben, die dich besonders ansprechen. Christliche Literatur zur Bibel lesen oder Predigten hören.
- Im Internet gibt es eine große Auswahl, z. B. bei Sermon-online.
- Mit anderen Christen über den Glauben sprechen.
- Eine christliche Kirche/ Gemeinde besuchen, die eine bibeltreue (auf die Bibel ausgerichtete) Verkündigung hat und in der es dir gefällt und du dich wohlfühlst.
- Gott im Gebet deine Gedanken mitteilen, ihm alles anvertrauen und mit ihm wie mit einem Freund und Vater sprechen. Du kannst ihn fragen, dass er dir helfen soll, ihn zu finden, sein Wort (die Bibel) zu verstehen und seinen Willen für dein Leben herauszufinden und zu leben.
DrDollar 30.09.2015, 20:36

Danke! :)

1

Wer sagt denn dass du überhaupt was sein musst. Wenn du so unentschlossen bist, lass das Leben doch erstmal auf dich zukommen. Irgendwann findet sich deine Glaubensrichtung schon von alleine. Erzwingen kannst du den Glauben jedenfalls nicht. Und vllt merkst du ja, dass die Religion keine grosse Rolle in deinem Leben spielt und du selbst gut zurecht kommst. Wer weiss. Alles kommt mit der Zeit.

DrDollar 26.09.2015, 23:37

Danke! :)

0

Was, oder woran, du glauben willst/sollst bleibt dir überlassen, denn du weißt das am Besten, sobald dein Durcheinandersein eine neue Ordnung für sich gefunden hat. Wer von uns hat keine Schwächen? Hauptsache du bist der Mensch, der nur du sein kannst, mit allem was dazugehört...damit kannst du nichts verkehrt machen. Nimm dir Zeit für die richtigen Entscheidungen. Nur wenn du dich verleugnest und aufgibst, kann etwas verschwinden ...nämlich du. In diesem Sinne ...dir viel Glück für alles Weitere♡

DrDollar 26.09.2015, 21:47

Danke! :)

1

Der christliche Glaube ist vielen eine Hilfe. Ich habe auch Sachen erlebt, die mich glauben lassen. Im Internet gibt es viele Gründe, um an das Christentum zu glauben. Wenn du Sorgen hast, kannst du sie Gott erzählen, er sorgt für dich.

DrDollar 26.09.2015, 22:31

Danke! :)

0
helfatia 28.09.2015, 09:31

Oder du packst die Probleme selber am Ar*** und regelst dein Leben, als jemanden deine Probleme anzuvertrauen und auf Hilfe zu hoffen der Möglicherweise reine Fiktion ist.
Ich wurde Christlich erzogen, aber seit ich mein verstand einsetze und selber über mein Leben verfüge und nicht auf göttliche Hilfe hoffe und seit ich selber Verantwortung über misslungenes übernehme anstelle einem "Belzebuben" die Schuld zu geben, bin ich sehr erfolgreich und glücklich mit meinem Leben.

0

An was du Glauben willst liegt schlussendlich nur an Deiner überzeugung und deinem Gewissen, NIEMAND kann dir sagen an wen oder was du glauben sollst und wie du das tum solst. 

Es gient aber übrigens auch die Möglichkeit an nichts zu glauben. Du musst nicht irgend einer Religion beitreten du kannst auch einfach dein leben selbst in di hand nehmen und nach deinem gewissen entscheiden und auf dich selber vertrauen.

Oder du kannst dir auch dein Eigener glauben schaffen. Vieleicht glaubst du ja an Gott oder weiss Ich was, abet nicht an die Bibel, dann kannst du ja auch deine Eigene Glaubensübezeugung haben und nach der Leben

DrDollar 27.09.2015, 11:19

Danke! :)

0

Eine solche Frage kann man nicht in einem Internetforum beantwortet bekommen. Du musst die schon die Mühe machen, die Pro- und Contra-Argumente gründlich zu prüfen. Lies die Bibel wenigsten ein paar Stunden lang (oder den Koran oder andere "heilige" Schriften) und frage Dich, ob Dich das überzeugt. Lies auch mal ein religionskritisches Buch. Derzeit am beliebtesten ist Richard Dawkins "Der Gotteswahn". Ein Klassiker ist Karlheinz Deschners "Und abermals Krähte der Hahn". Gibt's beides in jeder tauglichen Bücherei.

DrDollar 26.09.2015, 21:31

Danke! :)

0

Also als praktizierende Buddhistin muss ich doch auch mal eine Lanze für "meinen Glauben" brechen ;)

Einer meiner Vorredner hatte schon angedeutet, dass Buddhismus nicht wirklich eine Religion ist. Naja, das stimmt insofern, als dass der Buddha selbst sagte, dass er nicht als Führer wahrgenommen werden möchte. Er wollte nicht verherrlicht werden und vor allem wollte er nicht, dass seine Schüler ihm blind folgen. Der Buddha hat für sich (!!) einen Weg aus dem leidbehafteten Dasein gefunden. Diesen Weg hat er seinen Schülern dargelegt und sie gleichzeitig immer wieder ermuntert selbst auf die Suche zu gehen und selbst zu erkennen, was es mit unserer Welt und mit uns selbst in ihr auf sich hat.

Eines meiner Lieblingszitate von ihm lautet: "Erkenner bin ich selbst. Wem sollt ich folgen?"

Ich persönlich fühle mich in dieser Religion so wohl, weil sie mir einerseits die Freiheit gibt und mich sogar explizit ermutigt diese Welt zu entdecken, und zwar im buchstäblichen Sinn, nämlich aufzudecken, was das Leben und die Welt im innersten zusammenhält - das ist die philosophische Seite des Buddhismus.

Andererseits gibt sie mir aber auch ganz konkrete Handlungmöglichkeiten in Form des Edlen Achtfachen Pfades vor. Er ist für mich eine Art Anleitung, um zu diesem wirklichen Erkennen der Welt zu gelangen. Die acht Stufen wirken am Anfang vielleicht etwas überfordernd, denn sie enthalten auch Übungsregeln zur Versenkung, also zur Mediation. Spätestens da wird es sehr spirituell und ich habe lange gebraucht, um diese Punkte wirklich zu verstehen. Aber hey, der Achtfache Pfad hält auch ganz alltagstaugliche Dinge bereit wie die Aufforderung zur Rechten Rede, also ehrlich zu sein und nur das zu sagen, was man auch so meint.

Um herauszufinden, ob der Buddhismus etwas für dich sein könnte, kannst du dir ja mal die Pancasila, die Fünf Silas, ansehen. Jeder angehende Buddhist "verpflichtet" sich, sich an diese fünf Übungsregeln zu halten. "Verpflichtet" in Anführungsstrichen, da alle -wirklich alle- Regeln als Übungsregeln verstanden werden. Lies dir die Silas durch und entscheide selbst wie weit du dich an sie halten willst oder kannst.

Die oberste Regel des Abstehens Leben zu nehmen zum Beispiel; bedeutet sie für dich keinen anderen Menschen zu töten, oder sollen auch Tiere verschont werden? Nur die Nutztiere, so dass du vielleicht auf Fleisch verzichtest oder schaffst du es sogar Mücken und Spinnen am Leben zu lassen?

Wie streng du die Regeln auslegst, liegt ganz in deinem Ermessen und sollte sich an dem orientieren, was du für dich für machbar hältst.

Buddhismus versteht sich als Religion mit steigendem Schwierigkeitsgrad. Wenn du bereit bist, darfst du dich selbst aufleveln ;)

Wichtig zu wissen ist nur, dass es hier niemanden gibt, der für dich denkt oder irgendetwas für dich tut. Du allein bist im Buddhismus für deinen Weg verantwortlich.

Wenn du also bereit bist, selbstverantwortlich nach dem Grund des Seins zu forschen und die daraus folgenden Konsequenzen zu tragen bereit bist, dann erwartet dich ein langer Weg voller großer Erkenntnisse und ... ja, Glück! ;)

Ehi passiko, mein Freund, und mögest du glücklich sein.

DrDollar 28.09.2015, 17:55

Danke! :)

0

Hallo werter DrDollar!

Lass mich raten, du bist ein Jugendlicher. In dem Alter, wo man all die Sprüche nicht so einfach wegschieben kann, weil sie eingeimpft wurden.

Irgendwann bist du aber ein Mann. Vielleicht eher, als du dich wirklich erwachsen fühlst. Vielleicht schaffst du es, bevor du richtig alt bist. Ich arbeite daran. Habe es aber bislang nicht geschafft. Obwohl meine Kinder wohl eher im Alter deiner Eltern sind.

Was will ich damit sagen? Und ja, ich habe das irgendwo geklaut, weiß nicht mal wo, und wahrscheinlich nicht mal ganz richtig:
Höre auf die, die die Wahrheit suchen, aber nie auf die, die sie gefunden haben.

Es kommt nicht darauf an, wo du bist, was du weißt, oder wohin du willst. Horche auf dich. Darin schlummern die Antworten, und du musst nicht laut sein, um das zu erwecken. Im Gegenteil solltest du leise sein, um auf dich zu hören.

Das mag sich erst mal fernöstlich weise anhören, aber es ist auf meinem Mist gewachsen, wie man so sagt. Der Buddhismus ist keine Antwort, auch wenn er sehr gute Techniken hat. Und das ist nicht nur technisch gemeint.

Sei ein Mensch, denn das bist und bleibst du, egal was Religionen - vielmehr Menschen - dir einreden wollen. Jeder Mensch hat positive und negative Eigenschaften, Licht- und Schattenseiten.

Gut und Böse sollte man das niemals nennen. Naja, manchen wünsche ich schon die Pest an den Hals, aber eher unbekannten ....

Das zu sehen, was die Menschen zusammenbringt, und es zu fördern und zu fordern, das braucht halt sehr viel Zeit. Soviel, dass ich im Alter deiner Großeltern es so langsam erst begreife.

Du darfst dich niemals ändern, denn du bist so, wie du bist. Der, der du bist. Aber du kannst dich entwickeln, wachsen, ohne je ein anderer zu werden. Denn das liegt in der Natur des Menschen, dass er denken kann. Und das kann er, und nach meiner Meinung ganz ohne Gott. Zumindest können und tun das die Menschen, die mich umgeben. Und die habe ich nicht ganz zufällig ausgewählt.

Auch ohne die Hoffnung auf ein Paradies, ein nächstes Leben oder Nirvana kann man mit dem Leben zufrieden sein. Es sind nicht die großen Dinge.
Eine Hoffnung, dass die Kinder bei meinem Begräbnis weinen, dass sie von mir erzählen, und dass meine Enkel von ihren netten Tagen beim Opa erzählen. Dabei warte ich noch auf Enkel.

Verspechen kann dir jeder sehr viel mehr, aber erfüllend genug ist das, was ich jetzt schon habe. Viel Gutes, und Freude auf mehr.

Was willst du mehr? GyntHerr

DrDollar 27.09.2015, 11:20

Danke! :)

Ja, ich bin ein Jugendlicher! ^_^

0

Man kann sich nicht raussuchen woran man glaubt, du kannst kein Buddhist werden wenn du immer noch an Jesus glaubst. Aber du kannst auch kein Christ sein, wenn du nicht an Jesus glaubst.

Natürlich werden die Ungerechten bestraft, aber die Strafe ist meiner Überzeugung nach nicht endlos, aber zu dem Thema wurde hier an anderer Stelle schon genug geschrieben.

DrDollar 26.09.2015, 22:20

Danke! :)

0

Ah und noch etwas. Das mit der Hölle ist im Christentum eigentlich etwas anders. Die Geschichte wäre folgendermassen: 

Luzifer der Engel, war nicht so ganz mit Gott einverstanden, desshaöb wollte er ihn stürzen. Das gieng schief und er wurde vom Himmel verbannt. Danach bildete Lutifer sein eigenes Reich dieses ist unter derm Namen die Hölle bekannt. In dem Reich nimmt er all diejenigen auf die Gott nicht im Himmel will. Ich also keine bestrafung sonder eher ein Zufluchtsorts für die Verstossenen. Die Geschichte mit der Bestraffung kam erst als die Kirche irgendwie ihre macht ausbreiten wollte. 

Nur so um Missverständnis zu vermeiden: ich bin keine Satanistin ich bin Atheistin. Das was ich geschrieben habe ist einfach das was ich aus den nicht Kannonisierten aber bestätigten Schriften erfuhr als ich mich mit Religionen etwas Tieferen beschäftigt. Also bitte keine Hasskomentare von irgendwelchen streng Gläubigen, denn dass was ich hir schreibe ist nich an was ich glaube sondern was das Christentum faktisch wirklich lehrt.

DrDollar 27.09.2015, 11:19

Danke! :)

0
helmutwk 28.09.2015, 07:59

Luzifer der Engel, war nicht so ganz mit Gott einverstanden, desshaöb wollte er ihn stürzen. Das gieng schief und er wurde vom Himmel verbannt. Danach bildete Lutifer sein eigenes Reich dieses ist unter derm Namen die Hölle bekannt.

Das klingt jetzt aber mehr nach Milton als nach Bibel.

Laut Bibel wurde Satan (der Ankläger) aus dem Himmel verbannt, weil er immer Gottes Volk angeklagt hat (Of 12). Dass es die Hölle schon jetzt gibt, kann ich in der Bibel nicht finden, dafür aber, dass sie dazu da sein wird, den Teufel zu bestrafen - und alle, die ihm folgen.

Die Geschichte mit der Bestraffung kam erst als die Kirche irgendwie ihre macht ausbreiten wollte.

Nö, die gab es schon im Judentum zur Zeit Jesu. Also bevor es irgendeine Kirche gab. "Als die Kirche ihre Macht ausbreiten wollte" kam auf, dass die Hölle der Wohnort von Satan ist und nicht der Ort, wo er bestraft wird. Aber ich bezweifle, dass das mehr als ein zufälliges zeitliches Zusammentreffen war. Die Realität ist eben komplizierter als die meisten einfachen Erklärungen, die im Netz umherschwirren.

0
helmutwk 28.09.2015, 08:04

das was ich aus den nicht Kannonisierten aber bestätigten Schriften erfuhr

Was bitte sind das für Schriften? Wer hat die "bestätigt", und warum?

0
helfatia 28.09.2015, 09:24

Allso mit Schriften meine ich alle Christlichen Geschichten die von Predigern, Lehrer, etc... geschrieben und gelernt wurde bevor der Bibelkanon das erste mal zusammen gestellt wurde.

Für die nicht so ganz Geschichtsfesten Christen hier. Alle Bücher des neuen Testaments wurden 45-90 Jahre nach Christi verfasst, die die nun in der Bibel stehen sind nur einige von vielen die in dieser Zeit geschrieben wurden. Erst rund 100-150 Jahre nach Christi wurde ein "Komitee" einberufen welches dann den Bibelkanon zusammen stellte. Sprich sie entscheiden welche der Geschichte zusammen mit dem Alten Testament in die Bibel kommen sollten.

Sprich das was im neuen Testament heute steht ist nur ein Bruchteil der Christlichen Überbrinungen. Den Rest habe ich hier als "Schriften" betitelt. In jenen die es eben nicht in die Bibel schafften sind auch die Geschichten über Luzifer zu finden. Natürlich wurden diese nicht in die Bibel integriert, es ist um einiges einfacher seine Untergebenen im Zaum zu halten wenn sie glauben, dass sie für die Ewigkeit im Feuer leiden wenn sie gegen die Regeln verstossen.  

Es gibt noch mehr interessante Historischen Fakten über die Bibel. Wenn es dich interessiert kann ich noch einiges erklären.

0
helmutwk 28.09.2015, 11:26
@helfatia

Allso mit Schriften meine ich alle Christlichen Geschichten die von Predigern, Lehrer, etc... geschrieben und gelernt wurde bevor der Bibelkanon das erste mal zusammen gestellt wurde.

Tja, die Aussage ist mehr als schwammig.

Der Erste, der einen christlichen Bibelkanon aufstellte, war Markion, um 150. Das erste Konzil, das den Bibelkanon für die (katholische) Kirche verbindlich festlegte, was das Konzil von Trient (1545-63). Was heißt jetzt "der Bibelkanon das erste mal zusammen gestellt"?

Alle Bücher des neuen Testaments wurden 45-90 Jahre nach Christi verfasst, die die nun in der Bibel stehen sind nur einige von vielen die in dieser Zeit geschrieben wurden.

Fakt ist, dass keine anderen christlichen Bücher aus dieser Zeit bekannt sind. Das älteste bekannte außerbiblische, christliche Dokument ist der Clemensbrief (um 100). Da Datierungen auch schon mal umstritten sind, könnte er als eine Schrift angesehen werden, die gleichzeitig mit den zuletzt verfassten Büchern des NTs entstand.

Es wird angenommen, dass es eine schriftliche "Logienquelle" (meist Q genannt) gab, aber das könnte auch eine verfestigte mündliche Tradition gewesen sein (diese Hypothese würde die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Mt und Lk besser erklären als eine schriftliche Quelle). Ja, und das wars denn auch, alles andere ist später. Oder reine Spekulation bzw. höchstwahrscheinlich (wenn nicht nachweislich) falsche Behauptung.

Erst rund 100-150 Jahre nach Christi wurde ein "Komitee" einberufen welches dann den Bibelkanon zusammen stellte.

Dieses "Komitee"hat es nicht gegeben. Markion war ein falscher Lehrer, seinem Kanon (Lk und 10 Paulusbriefe) wurde allgemein widersprochen: die Christen waren sich einig, dass der Kanon des NTs 4 Evangelien umfasst (sie wurden auch ungefähr in dieser Zeit in der "Evangelienharmonie" des Tatian zu einem Text zudammengefasst), alle 14 Briefe in der Sammlung der Paulusbriefe, die Apostelgeschichte sowie weitere Bücher. Über die "weiteren Bücher" wurde weiter diskutiert, auch wurde von Einigen der Hebräerbrief angezweifelt, weil er zwar zur Sammlung der Paulusbriefe gehört, aber nicht von Paulus geschrieben ist. Im 4. Jh. schlief die Diskussion ein, weil sich inzwischen alle einig waren. Nur ein "Komitee" hat es da erst auf dem Konzil von Trient gegeben. ;)

Sprich das was im neuen Testament heute steht ist nur ein Bruchteil der Christlichen Überbrinungen.

Allerdings stammen alle anderen "Überbringungen" aus einer späteren Zeit.

Es gibt noch mehr interessante Historischen Fakten über die Bibel

Stimmt. Was das angeht, kann ich dir gerne Nachhilfe erteilen. Ich hab mich nämlich mit dem Thema durchaus beschäftigt und merke daher, dass du da ziemlich schlecht informiert bist. Das Internet ist nicht die beste Quelle für so was.

0
helfatia 28.09.2015, 09:26

Ach und im Judentum gab es nicht der gleichen wie die Hölle. Weil Juden keine Vorstellung vom Leben nach dem Tode haben. Sie warten auf die Wiederauferstehung, aber über was danach kommt wird nicht philosophiert.

0
helmutwk 28.09.2015, 11:41
@helfatia

Ach und im Judentum gab es nicht der gleichen wie die Hölle.

Oh doch. Wenn du Englisch kannst, empfehle ich dir, in der Jewish Encyclopedia den Artikel "Gehenna" durchzulesen.

http://www.jewishencyclopedia.com/articles/6558-gehenna

Die Parallelen sind so stark, dass in diesem Artikel die Gehenna meist einfach als "Hölle" (hell) bezeichnet wird.

Dass es in vielen Richtungen des modernen Judentums keine Hölle gibt, ist mir bekannt. Ich habe mich aber auf das Judentum zur Zeit Jesu bezogen.

0
helfatia 29.09.2015, 08:08

Gut spreche ich fliessend Englisch ;)

Gut wenn man nur den Artikel liest könnte man es durchaus als eine Frühe Vorstellung der Hölle ansehen. Allerdings ist das eine Intepretationsweisse, doch wenn uns die Juden etwas gelernt haben dann dass man den Talmund nicht so einfach interpretieren kann, man muss meist tiefer graben.
So im Talmund selbst kommt das wort Hölle nicht vor, das wurde vom Autor hier geschickt eingefügt.

Gehenna war ein Tal welches die stämme von Juda und Benjamin trente. Im Tal befant sich eine Grabstette und es wurden Okulte Opfergaben getätigt.
Wenn man als Sünder vom stamme Juda vertrieben/ verbant wurde gab es nur die Möglichkeit über Gehenna zu flüchten. Da dies meist den Tod bedeutete und auch viele Geopferte Leichen unbedeckt in der Schlucht lagen hiess es " Sünder gehen nach Gehenna wo dann das Feuer Gottes (also einfach die Sonne weil es dort sehr Karg wahr) auf Ihre Häupter niederbrennt"
Mann kann es eben so Interpretiere das man für den Tod und nicht nach dem Tod dort hin gelangt.  Klar das Christentum hat sich später von der Idee eines Heissen Ortes zur Bestrafung der Sünder inspirieren lassen, aber die effektive Vorstellung von Himmel und Hölle nach dem Tod für die Ewigkeit kam erst sehr spät.  Es gibt ein Grund warum die Juden heute diese Vorstellung ablehnen, und zwar genau aus dem Grund der Interpretation in Zusammenhang mit geschichtlichem Hintergrund.  Glaub mir meine Dozentin ist Religiös aber sie selbst hat gesagt das wenn man das Christentum studiert stellt mann fest das vieles in der Bibel und im allgemeinen Christlichen Glauben  nich Göttlich sondern historisch, taktisch inspiriert ist, ebenso die Hölle.

0
helmutwk 01.10.2015, 04:56
@helfatia

So im Talmund selbst kommt das wort Hölle nicht vor

Du bist witzig. Mit dem deutschen Wort Hölle wird das griechische Wort gehenna wiedergegeben.

Gehenna war ein Tal welches die stämme von Juda und Benjamin trente.

Stimmt nicht ganz. Dieses Tal wird ja im AT des öfteren erwähnt, und da es von jedem Buch des ATs eine griechische Übersetzung gibt, kann mensch auch schauen, was da in den griechischen Übersetzungen der LXX steht. An keiner Stelle steht dort gehenna, sondern nur ähnlich klingende Bezeichnungen. Gehenna war schon zur zeit Jesu nicht mehr das tal Hinnim (auch wenn das Wort etymologisch daher kommt).

Da dies meist den Tod bedeutete und auch viele Geopferte Leichen unbedeckt in der Schlucht lagen hiess es " Sünder gehen nach Gehenna wo dann das Feuer Gottes (also einfach die Sonne weil es dort sehr Karg wahr) auf Ihre Häupter niederbrennt"

Ich weiß ja nicht, wer sich das ausgedacht hat, aber diese Erklärung ist Unsinn. Der Bedeutungswandel von "Tal Hinnom" (gej hinnom) zu "Gehenna" wurde durch Jesaja ausgelöst:

Jes 66,23 Jeden Neumond und Sabbat werden die Bewohner der ganzen Erde zu meinem Heiligtum kommen und sich vor mir, dem Herrn, niederwerfen.

24 Danach werden sie vor die Stadt hinausgehen und voller Abscheu die Leichen der Menschen betrachten, die sich gegen mich aufgelehnt hatten. Deren Qual nimmt kein Ende, sie brennen in ewigem Feuer.

Dass mit "vor der Stadt" das Tal Hinnom gemeint ist, wurde u.a. aus Jer 7,32.33 geschlossen.

aber die effektive Vorstellung von Himmel und Hölle nach dem Tod für die Ewigkeit kam erst sehr spät

Ich weiß ja nicht, was du mit "sehr spät" meinst. Jedenfalls hat schon Jesus von der Hölle (gehenna) gesprochen, deren Qual nicht endet und deren Feuer nicht ausgeht. Und in der Offenbarung findest du ewige Qual für den Teufel in Of 20,10. Da helfen auch alle "äonischen" Auslegungskünste nicht mehr.

Das auch Theologen oft lieber ihre eigene Lieblingsmeinung vertreten als sich an die Fakten zu halten, habe ich schon früh erfahren, als ich im Religionsunterricht die Bibel besser kannte als der Pfarrer, der den Unterricht machte.

0
helfatia 01.10.2015, 10:58

Lies es navh im Internet. Was ich schrieb stimmt. Das einzige was du machst ist mit Übersetzungen zu spielen. Das beeindruckt mich nicht im geringsten...

1. Ist es schwer aus zu machen ob du wirklich die Bibel besser kanntest als dein Pfarrer oder ob du einfach andere Intepretationen daraus zogst.

2. Meine Lehrerin wahr nicht nur Pfarrer, sie studierte Das Judentum, Christentum, den Islam und Zen Budissmus. Sie hat einen segrschönen Überblick über alle 3 Bücher und den Geschichtlichen Hintergrund. Ich denke Sie wird wohl etwas mehr ahnung s du haben.
Schon nur als Pfarrerstochter...  Und da ich ihre Aussagen selber kontroliert habe habe ich kein Schlechtes Gewissen ihre Aussage wiederzugeben.

0
helmutwk 01.10.2015, 11:56
@helfatia

Ist es schwer aus zu machen ob du wirklich die Bibel besser kanntest als dein Pfarrer oder ob du einfach andere Intepretationen daraus zogst.

In dem Fall schon. Der hat behauptet, das leere Grab (Jesu) würde in Mk nicht erwähnt, bzw. nach meinem ersten Protest: nur im "längeren Markusschluss" (der nicht ursprünglich ist). Aber es wird schon davor erwähnt. Da muss nichts interpretiert werden, das ist so.

War übrigens nur der erste Fall, da ich auch mal eine theologische Dissertation einer Ausländerin sprachlich betreut habe, habe ich eine Zeit lang relativ viel theologische Fachliteratur gelesen. Seitdem hab ich vor Theologen nur wenig Respekt ...

Das einzige was du machst ist mit Übersetzungen zu spielen.

Inwiefern? Das im NT gehenna mit "Hölle" übersetzt wird, ist keine Erfindung von mir, dass in der LXX Tal Hinnom nie als "gehenna" wiedergegeben wird, kannst du ja selber nachprüfen, wenn du mir nicht glaubst.

0
helfatia 01.10.2015, 11:00

Aber egal ich könnte dir die ganze Bibel auseinander nehmen aber ich habe einfavh keine Nerven mehr mit Religiousen schriftlich zu Diskutieren...

0
helmutwk 01.10.2015, 12:09
@helfatia

Aber egal ich könnte dir die ganze Bibel auseinander nehmen

... und ich dir die ganze Bibelkritik ;)

Ich habe auf Fakten verwiesen, du auf die Autorität einer Dozentin, die u.a. Zen-Buddhismus "studiert" hat.

0
helfatia 03.10.2015, 22:59

Du bringst aber nur "Fakten" von Christlichen Seiten. Die sind nicht Wissenschaftlich sondern wollen nur Ohr Standpunkt vertreten. Wissenschaftler dagegen haben ein Interesse auf die suche nach Wahrheit... Die Vertreten nicht das eine oder das andere, die wollen wissen wie es wirklich ist oder wahr...  

0
helmutwk 04.10.2015, 10:57
@helfatia

Du bringst aber nur "Fakten" von Christlichen Seiten.

Die Jewish Encyclopedia ist kein christliches Werk, sondern eine wissenschaftliche Enzylklopädie (etwas älter und deshalb "gemeinfrei" im Netz zu finden). Wie gehenna in der LXX übersetzt ist, hab ich von überhaupt keiner Seite, das habe ich selber in der LXX nachgeschaut. Ich wüsste jetzt gar nicht, auf welche christliche Seite ich verwiesen haben sollte.

Aber vielleicht ist ja für dich schon alles "christlich", was für einen christlichen Standpunkt spricht? D.h. etwas ist für dich nur dann "neutral", wenn es deinen Standpunkt bestätigt?

0

Du solltest mal die Bibel lesen (neues Testament) Dort siehst du wie Gott ist was er von uns verlangt, was er von uns denkt und vor allem was wir ihm Wert sind. Du hast Gott falsch verstanden.... vielleicht hat es dir auch die Kirche so übermittelt keine Ahnung... Auf jeden Fall würde ich dir anraten zu suchen... und vor allem den Christlichen glauben besser kennen zu lernen in dem du eben die Bibel kennen lernst. Denn du kennst sie nicht... dass kann ich schon anhand deiner Frage erkennen. 

Du bist weder Christ noch sonst was, meiner Meinung nach bist du einfach noch auf der suche. Ich hoffe du wirst fündig =) 

LG 

DrDollar 26.09.2015, 22:19

Danke! :)

1

In der Hölle werden nicht "die Bösen Menschen bestraft ".

Dort ist der Platz der ewigen Gottesferne ,welche Gott bewusst ablehnen .

Kein Mensch wird einfach so in die Hölle geworfen ,man soll die Biblischen Bilder nicht wortwörtlich nehmen,der Mensch ist aber, da er ein sinnen Wesen ist ,auf Bilder angewiesen . 

Das ist der Unterschied zwischen Islamischem und christlichen Schrift -Verständnis .Welches immer mehr in einen Topf geworfen wird ,leider .

Das Christentum meint dass der Mensch seinem Gewissen folgen soll .Das wird ihn sicher leiten .Das Gewissen ist die Stimme Gottes in dir ,und Gott ruft jeden Menschen an wir wir glauben . Denn du bist als ein Ganzes Prinzip das du verkörperst : Geist -Vernunft und Leib als ganzes zur Auferstehung bei Gott berufen ,ob du das nun glaubst oder nicht .

Nach christlichem Glauben bist du als Individuum von  Gott gewollt und sollst mittels deiner Gottesebenbildlichkeit die da ist : Geist ,Ewig und Frei ,Gott erkennen und ihm Folgen .

Der Buddhismus auch der Hindu,  geht wie du schon erfasst hast von Emanation aus ...sein Ziel ist es, sich aus dem Samsara, wohin er durch das Karma Prinzip geworfen wird ,sich zu befreien und danach zu Verlöschen .Sich im Sunnjata aufzulösen im Grossen Urgrund allen seins .Es ist als eine Weg der Selbsterlösung aus dem irdischen Dasein .welches im Grunde keinen Sinn ergibt .

Währen der Christ von einem Tranzendeten Schöpfer und der diesem Gegenüber stehenden Schöpfung ausgeht .Es ist also ein Du möglich wie du selber schon sagtest .

Dieser Schöpfer hat sich in drei Existenzweisen in der Welt gezeigt  oder offenbart.

1.Schöpfer = Vater  2. Erlöser =Jesus Christus. Heiliger Geist = Wirker und ,Vollender    

Das Zeugnis dieser Selbstoffenbarung Gottes, in dieser Welt, ist die Bibel .Dieses  sich zeigen Gottes in der WElt ist in der linearen Zeitlinie konkret  geworden : 

Angefangen bei Noach ...danach Abraham ca 1800 Vor Christus..Jakob  .... .  . .Schritt für Schritt  bis zu Mose ca 1200 V.Chr... dann über die Propheten hin zu  Jesus   Christus .. in dessen Person dann  diese Selbstoffenbarung Gottes gipfelt .

Das  ist also greifbar und kein ernsthafter Mensch wird die Historizität des Jesus  von Nazaret leugnen wollen .

Einzige Jesus Christus, das ist dann der Umstand des Glaubens : 

Glauben heisst im Theologischen   Kontext : 

Ich halte für wahr, was ich mit irdischen Augen nicht sehen kann und vertraue mich diesem Gott ganz und gar an .

  • Alles steht und fällt wie du die die frage für dich beantwortest : 


Wer ist Jesus Christus für dich ??  


DrDollar 26.09.2015, 22:37

Hm... das ist schwer zu beantworten...

Als Kind habe ich Jesus bewundert. Ich habe damals zu meiner Religionslehrerin gesagt: Ich bin ein großer Jesus-Fan, woraufhin sie lachend erwiderte "Ich bin auch ein Jesus-Fan".

Ich empfand ihn als eine Art Vorbild! :)

Aber wie genau ich heute von ihm denke...hm...das weiß ich leider nicht so genau....

0

Du musst nicht einer Religion angehören um zu Glauben! Du sollst einfach glauben was du willst. Ich selbst glaube an gar nichts.

Mein Religionslehrer hat selbst immer gesagt, es ist egal welchem Glauben man angehört, oder ob man überhaupt einem angehört, glauben kann man auch ohne Religion.

Soll heißen: Du brauchst dich auf nichts fixieren.

DrDollar 26.09.2015, 21:22

Danke, aber ich weiß trotzdem nicht, ob ich daran z.b glauben soll, dass man nach seinem Tod in den Himmel oder in die Hölle kommt, oder dass man wiedergeboren wird! :/

0
Missingo1996 26.09.2015, 21:26
@DrDollar

Das kann dir niemand sagen. Ich persönlich finde es idiotisch (nicht böse gemeint, ist meine Einstellung) Zeit für solche Gedanken zu verschwenden. Mach dir lieber Gedanken darüber was jetzt ist, was du machen willst und was dir gerade Spaß macht! Ist viel erfüllender, und solche Gedanken über Himmel und Hölle werden dich nur immer weiter Richtung Depressionen bringen, weil du es nie wissen wirst.

1
DrDollar 26.09.2015, 21:26
@Missingo1996

Hm... naja vielleicht hast du Recht... Danke für deine Antwort! :)

0
Missingo1996 26.09.2015, 21:28
@DrDollar

Ganz früher hab ich mir das auch mal ähnlich gedacht, aber ich mache jetzt nur mehr Sachen die mir Spaß machen und was ich will! Andere Dinge jucken mich kein bisschen mehr. Desweiteren kannst du dir denn Kirchenbeitrag ersparen ;)

0
Waldfrosch4 26.09.2015, 22:35
@DrDollar

Du plagst dich mit den Existenziellen Fragen die jeden tiefgründigen Menschen quälen .

Glauben fällt nicht vom Himmel ,es ist eine Entscheidung die du triffst ein freier Willens Akt den man tut .und selbst danach muss dieser  stetig erneuert werden .

Gott gibt Gnade dazu ! 

0
Missingo1996 27.09.2015, 00:35

Gott gibt Gnade? Welche Gnade? Ich sehe nirgends eine. Wenn es einen gibt, dann sind wir ihm total egal.

1

Ich weiß heute nicht genau, an was ich glauben soll.

Hast Du Dir denn schonmal die Frage gestellt, warum Du überhaupt an irgendwas glauben solltest (im religiösen Sinne)?

DrDollar 28.09.2015, 17:59

Ich weiß eben nicht genau, ob ich überhaupt glaube, oder nicht. Früher war ich überzeugter Christ. Ich hatte das Gefühl, dass ich mich immer an Gott wenden konnte und er mir hilft, wobei ich wie geschrieben auf der anderen Seite Angst vor solch einem mächtigem Wesen hatte ^^

Ich weiß nicht genau, es war damals einfach beruhigend und auch tröstend....

0
666Phoenix 28.09.2015, 18:33
@DrDollar

DrDollar

Was heißt denn "überzeugter" Christ? Hat Dich jemand rational überzeugt von diesen Märchen in der Bibel? Oder hattest Du den inneren Wunsch/Drang, an Gott zu glauben? Wie hat er Dir denn "geholfen"? Hat "er" eigentlich nicht genug Unfug und Unsinn in der Welt verursacht oder aber zumindest freundlich grinsend zugelassen, um noch an ihn glauben zu können? Wo war er denn, als der Holocaust entfesselt wurde, als Hiroshima in Asche gelegt wurde, als grausame Epidemien die Welt heimsuchten, als der kleine Junge hier nebenan unter einen LKW geriet und jämmerlich verreckte, als sich seine treuesten Diener (sprich Kirchenfürsten) an Kindern vergriffen, sich millionenschwere Residenzen bauten, Kriegsgerät segneten, einem AH zujubelten.....

Angst braucht man allerdings vor Märchenfiguren nicht zu haben! Es gibt diese nämlich nicht!

1
DrDollar 28.09.2015, 21:42
@666Phoenix

Hm... ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, denn das ist lange her...

Ich habe fest an Gott und die Bibel geglaubt und ich wurde jetzt nicht "gezwungen". Wobei ich es als Kind offen gesagt schon nervig empfand, dass man uns immer gezwungen hat, auch Samstags (glaube ich?) immer zu den Vorbereitungen zur Kommunion zu gehen, aber es kann sein, dass es auch Donnerstags war...ach egal! ^^

Zumindest habe ich als Kind fest daran geglaubt, aber heute...naja...

0
666Phoenix 29.09.2015, 13:03
@DrDollar

ich wurde jetzt nicht "gezwungen"

"Zwang" ist nicht immer körperlich spürbar! Und Du schreibst selber, dass Du doch gezwungen wurdest! So läuft das heute. Weitere Beispiele sind z. B. die Darstellung des Gekreuzigten in manchen Regionen an jeder Weggabelung - oder Kommentare kirchlicher Ordensträger in diversen Medien (in denen i. d. R. Beiträge anderer Religionen strikt vermieden werden) - oder die Schwindelei von den sog. "christlichen Werten" oder der Nonsens der "christlich-abendländischen Kultur", uvam.

Wichtig ist, niemals das Hirn abzuschalten!

0

Was möchtest Du wissen?