Ich bin unentschlossen und weiß nicht, an was ich glaube. Bin ich Agnostiker, Christ oder was ist mein Glaube?

17 Antworten

Ich beschreibe einfach mal, warum ich an den Gott glaube, der sich uns m. E. in der Bibel offenbart und gebe anschließend ein paar Tipps, wie du Gott finden (Jeremia 29,13: "Wer suchet, der findet"...) bzw. den Glauben an Gott stärken kannst.

Ich bin davon überzeugt, dass die Bibel Gottes Wort ist (vgl. 2. Tim. 3,16). Dafür gibt es viele Gründe, z. B. ihre Argumentation, ihre Logik und ihr Aufbau, die Einzigartigkeite ihrer Entstehung und Überlieferung, der Bereich "erfüllte Prophetie" usw..

Wenn die Bibel recht hat...
- gibt es einen Gott
- hat unser Leben einen wirklichen Sinn und eine Zukunft
- kennt und liebt dieser Gott jeden einzelnen und nimmt Anteil an unserem Leben
- trennt uns Sünde (unser Egoismus und seine Folgen) von Gott
- bleibt diese Trennung auch über den Tod hinaus bestehen, wenn wir nie bewusst auf die Seite Gottes treten
- gibt es weder eine Wiederverkörperung (Reinkarnation) noch Höherentwicklung noch Selbsterlösung
- sind Himmel und Hölle Realitäten
- gibt es nur einen Weg, mit Gott versöhnt zu werden
- können wir über unsere Zugehörigkeit zu Gott eine klare persönliche Gewissheit erlangen.

Gott ist geduldig und freundlich zu uns, aber er ist auch gerecht und heilig. Er hat uns als Geschöpfe geschaffen, die sich frei entscheiden können. Wir sind weder Roboter noch Marionetten noch Tiere, die ihren Instinkten folgen müssen. Mit der Freiheit haben wir auch die Verantwortung. Gott liebt uns (obwohl es keiner von uns verdient hat), aber er zwingt sich uns nicht auf. Wir können unser Leben selbst bestimmen, für Gegenwart und Zukunft. Gott möchte uns ein sinnvolles Leben und eine herrliche Zukunft schenken, - aber wir müssen sein Geschenk auch ergreifen.


Die Bibel beschreibt im 1. Buch Mose, dass die ersten Menschen am Anfang im Garten Eden in quasi paradiesischen Zuständen gelebt haben. Sie hatten aber schon die Freiheit, die wir heute auch haben: Mit oder ohne Gott leben zu wollen. Irgendwann haben sie sich dazu entschieden, ihr eigenes Ding zu machen und ohne Gott leben zu wollen (bzw. sie wollten sein wie Gott). Auch wenn das nicht ganz einfach zu verstehen ist und durchaus viele Fragen bleiben, aber alles Negative und Böse wie Tod, Krankheit, Schmerz, Leid usw. war das Ergebnis dieser Entscheidung und gewollten Trennung von Gott.

Trotzdem hat Gott die Menschen nicht verlassen, obwohl das vielleicht verdient gewesen wäre. Er hat einen Rettungsanker ausgeworfen, dass sie Menschen, die an ihn glauben, wieder zu ihm finden können. Dafür ist Jesus Christus am Kreuz gestorben, dass die, die an ihn glauben und um Vergebung ihrer Sünden bitten, erlöst werden und das ewige Leben geschenkt bekommen. Wenn man überlegt, dass das Leben nach dem Tod ewig und für immer dauert, sind vielleicht die negativen Dinge, die wir hier erleben, nicht mehr ganz so schlimm (wenn natürlich noch schlimm genug). Aber auch hier zwingt Gott wieder niemanden: Jeder kann entscheiden, ob er nach dem Tod bei Gott sein möchte oder nicht...

Was du machen kannst, um den Glauben an den Gott zu finden bzw. zu stärken:

- In der Bibel lesen. Am Anfang vielleicht eines der 4 Evangelien des Neuen Testaments und danach den Römerbrief.
- Bibelstellen aufschreiben, die dich besonders ansprechen. Christliche Literatur zur Bibel lesen oder Predigten hören.
- Im Internet gibt es eine große Auswahl, z. B. bei Sermon-online.
- Mit anderen Christen über den Glauben sprechen.
- Eine christliche Kirche/ Gemeinde besuchen, die eine bibeltreue (auf die Bibel ausgerichtete) Verkündigung hat und in der es dir gefällt und du dich wohlfühlst.
- Gott im Gebet deine Gedanken mitteilen, ihm alles anvertrauen und mit ihm wie mit einem Freund und Vater sprechen. Du kannst ihn fragen, dass er dir helfen soll, ihn zu finden, sein Wort (die Bibel) zu verstehen und seinen Willen für dein Leben herauszufinden und zu leben.

Danke! :)

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Hallo,

also erstmal, dass böse Menschen bestraft werden, ist laut Bibel nicht so. Es ist so: vor dem Sündenfall haben die Menschen (in dem Fall Adam und Eva) ein superschönes Leben bei Gott gehabt. Danach haben die Menschen getrennt von Gott gelebt. Durch alle möglichen Gesetze, die seit Jesus auf der Welt war, von ihm aufgehoben wurden, haben die Menschen versucht, Gott näher zu kommen. So richtig ging das aber erst durch Jesus, der quasi eine Brücke von Gott zu den Menschen ist, damit die Menschen durch ihn die Verbindung zu Gott bekommen. Es wird keiner, der böse Dinge tut, von Gott direkt bestraft. Jeder wählt das, was er möchte. Wenn man im irdischen Leben nichts mit Gott zu tun haben will, drängt er sich einem nicht auf und man verbringt dann eben auch das ewige Leben nach dem Tod getrennt von Gott (was bestimmt alles andere als schön ist). Wenn man im irdischen Leben einen Draht zu Gott hat und sozusagen zu ihm gehört, dann verbringt man auch das Leben nach dem Tod bei ihm, was sicherlich das Beste ist, was einem passieren kann.

Viele Leute haben durch Kirche und Eltern ein ungünstiges Gottesbild bekommen. Ich übrigens auch. Inzwischen hat sich mein Gottesbild aber gründlich gewandelt. Glaube an Gott und Jesus bedeutet für mich Freiheit von Zwängen, Ängsten etc, weil ich meine Sorgen an Gott abgeben kann. Er ist ein liebender Gott, der den Menschen Freiheit lässt. Er ist kein strafender Gott.

Viel gebracht hat es mir, in einer Landeskirchlichen Gemeinschaft die Gottesdienste zu besuchen. Dort geht es lockerer und lebendiger zu als in der normalen Landeskirche. Dort sind normalerweise Gemeindemitglieder, die viel Positives mit Gott erfahren haben und mit denen man auch sehr gut darüber reden kann. Auch viele evangelisch-freikirchliche Gemeinden sind sehr ansprechend.

Man kann übrigens mit Gott reden, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Man muss dabei keine Hände falten o.Ä. Einfach in Gedanken (oder auch laut) mit ihm reden. Man kann ihm alles sagen, auch die Zweifel, die man hat, die Probleme, auch die Wut die man hat und die Schwierigkeiten, an ihn zu glauben. Das alles kann man ihm sagen. Und er antwortet oft durch das Gefühl, dass er einem eingibt, durch das, was man liest, durch das, was einem andere Menschen sagen oder Gutes tun etc.

Einfach ausprobieren kann nicht schaden. Der Buddhismus hat sicherlich gute und hilfreiche Weisheiten, aber Buddha ist niemand, der uns Menschen erschaffen hat und der uns bedingungslos liebt. Gott ist aber so einer. Man sollte auf keinen Fall Kirche mit Gott gleichsetzen. Kirche ist eine Institution, die aus lauter Menschen besteht. Spiegelt also oft nicht wieder, wie Gott ist.

Frag' ruhig, wenn Du noch mehr wissen willst!

Liebe Grüße von

Lorinaja

Danke! :)

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In meiner Jugend stießen mich viele Dinge in der Glaubensgemeinschaft in welche ich hinein geboren wurde massivst ab. Ich wurde katholisch erzogen. Und ich ging auf ein katholisches Mädchengymnasium. Mit meiner Vertrauenslehrerin hatte ich manches Gespräch über mein Verhältnis zu Glauben und so fort. Sie riet mir damals: 

Wenn Du erwachsen bist trete aus der Institution aus. Ansonsten lasse Dir einfach Zeit. Und folge Deiner inneren Stimme. 

Tatsächlich hatte sie mir einen sehr guten Rat gegeben. Sobald ich konnte bin ich aus der Institution ausgetreten. Was mich heute, Jahrzehnte später, absolut nicht daran hindert viele Veränderungen dieser Institution und ihre Verantwortlichen mit Hochachtung und Respekt wahrzunehmen. Deshalb trete ich aber noch lange nicht wieder ein. Da ich aber ausgetreten bin fällt es mir bedeutend leichter die Vorgänge zu verfolgen, darüber nachzudenken, mich dazu und zu vielen weiteren Themen zu belesen die mit Glauben zu tun haben. Auf diese Weise habe ich mir ein wenig Wissen über verschiedene Religionen angeeignet. 

Den Buddhismus möchte ich nicht als Religion bezeichnen denn das ist er tatsächlich grundsätzlich nicht. Wer aber nur glücklich sein kann indem er dem Buddhismus religiöse Züge anhaftet der möge so glücklich sein. Denn wesentlicher Grundsatz des Buddhismus ist, dass alle Wesen glücklich sein können. Einige Angebote des Buddhismus nutze ich im Alltag wie bestimmte Atemtechniken welche sich im Verlauf der Zeit dort eingebürgert haben oder bestimmte körperliche Übungen die mir gut tun. Ich kenne manchen Ursprung, weiß dass die Atemtechniken z.B. Urvölkern abgekupfert wurden bzw. deren Magiern. 

Du bist noch jung. Du bist so wie Du bist einmalig. Deine Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. Nehme Dir also alle Zeit die Du brauchst. 

Vor einem aber hüte Dich Dein ganzes Leben lang: 

Dich selbst in irgendwelche Schablonen pressen zu wollen. 

Denn da passt kein Mensch hinein. Leben sprengt von Natur aus jede Schablone. Also tue Dir selbst den Gefallen und höre auf zu überlegen in welche Du denn nun wohl passen magst. 

Und eine Anstrengung sei Dir wert: 

Bildung. 

Du findest online sehr viele kostenlose Informationen. Wenn Du mal das Suchwort 

bibel 

in die Suchmaske eingibst wirst Du leicht feststellen können dass es sehr viele verschiedene Ausgaben gibt. Ich empfehle gerne als Hilfe die "Bibel in gerechter Sprache" zu nutzen. Das Lesen der Überlieferungen alleine hat mir absolut nicht ausgereicht. Ich habe mich noch intensiv mit Geschichte befasst bzw. befasse mich weiter damit. So habe ich ein besseres Verständnis für manche Überlieferung finden können. Ich habe gelernt dass manche Ansicht von Menschen gemacht ist und andere in jeder Bibel, in jeder Überlieferung zu finden ist. 

Heute bin ich fest davon überzeugt dass unser aller Schöpfergeist den Verstand aller Wesen auf dieser Erde übersteigt. In Seiner Absolutheit ist es möglich jedes einzelne Lebewesen so wie es ist anzunehmen so lange es nicht willentlich diese Annahme ablehnt. Denn Alles auf Erden wurde Dadurch geschaffen, kann Dadurch sein. 

Danke :)

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