Ich bin traurig wegen etwas, das vor 70 Jahren passiert ist... Was ist los mit mir?

...komplette Frage anzeigen

12 Antworten

Ich werde auch oftmals grundlos traurig, aber wegen D-Day... Denk mal an die Millionen Juden, an die grausamen Verbrechen die die Menschheit schon vollbracht hat! Der Mensch ist ein Monster, in gewisser weise grausam aber auch bemitleidenswert und einfühlsam! Wozu der Mensch im allgemeinen fähig ist wenn es darauf ankommt stimmt mich traurig!

Eine Erklärung kenne Ich nicht unbedingt aber wir können froh sein das es Menschen wie dich gibt die da so mitfühlen. Es war damals eben auch wichtig Nazi-Deutschland zu vernichten...Man wusste ja das viele Soldaten sterben werden aber man musste dieses Risiko eben eingehen. Es war halt wichtig

Die Berichte, die Gedenkfeier und alles was Du über den D-Day schon wusstest haben Dich tief berührt. Ich habe die nicht gesehen, aber ich hätte mit Sicherheit auch geweint. So etwas ist einfach bewegend, wenn man Empathie besitzt. Und Du bildest Dir das ja nicht ein, es _war_ ja furchtbar schrecklich. Und ich bin sicher, wenn Du auf solche geschichtlichen Ereignisse in der Vergangenheit so betroffen reagierst, wirst Du sicher im Falle des Falles alles tun was in Deiner Macht steht, und etwas ähnliches zu verhindern. Ich finde das positiv und sehr menschlich. Es stimmt alles mit Dir, macht Dir da mal keine Sorgen. Schönen Urlaub :-)

es hört sich gut an, dass es Menschen gibt, denen die Ereignisse von vor 70 Jahren und sicher auch die 5 Jahre davor ( der Weltkrieg begann bereits 1939) nicht gleichgültig sind.

Sich schuldig zu fühlen ist aber nicht die richtige Reaktion. Ist es nicht besser wütend zu sein, wenn man sieht, dass auch heute wieder (oder noch) Krieg als Mittel zur Konfliktlösung angedacht wird?

Selbst mit diesem historischen Tag wird in unseren Medien wieder Politik gemacht. Die Landung der amerikanischen Truppen vor 70 Jahren kam zu einem Zeitpunkt als der Krieg doch bereits entschieden war. Im Fernsehen habe ich davon nichts gehört. Die Sowjetunion hatte ein Jahr vor Kriegsende Millionen Tote zu beklagen. Der Berichterstattung (mit Bildern und Kommentaren zu Merkel, Obama, Putin ) über die Veranstaltungen in Frankreich hätte ich fast entnommen, dass Russland den Krieg begonnen hat. Genau solche Berichte führen zu einer Polarisation der Menschen und, wenn aggressive Politiker wieder mal das Sagen erlangen und so eine Stimmung nutzen, dann ....

Wenn du also etwas tun willst, dann glaube nicht ( so wie viele Deutsche während der Nazi-Herrschaft) alles, was so gesagt wird.

Denke selbst und tritt gegen alles auf, was schon in Ansatz an Feindschaft zwischen Menschen unterschiedlicher Sprache, Hautfarbe, Religion ... erinnert.

Ich finde das echt verdammt respektvoll von dir, dass du an die Soldaten denkst und um sie trauerst. Dir ist bewusst wie schlimm das alles war/ist und das die Leute extrem gelitten haben. Nicht jeder ist so respektvoll!! Aber, du kannst es leider nicht ändern. Die Soldaten früher haben große Klasse geleistet. Dafür sollten wir dankbar sein, vor Freude weinen weil sie so großes vollführt haben, aber nicht weinen weil sie sterben mussten.

Das ist nichts Außergewöhnliches.

Du zeigst Gefühle, nichts, wofür man sich schämen müßte.

In mir steigt immer eine unbändige Wut auf, wenn ich irgendwie mit den Taten des "böhmischen Gefreiten" und seinen Lakaien konfrontiert werde. Sei es durchs Fernsehen, Bücher oder Zeitungsarikel. Ebenso durch die Aussagen von Holocaustleugnern, ect.

Natürlich kann man sich mit solchen Dingen auseinander setzen und darüber traurig sein. Es ist schön das du an die Toten gedenkst. Trotzdem bringt es nicht wegen solchen Sachen seinem eigenem Leben zu schaden. Leb dein Leben. Ich meine Immer, dass man aus der Geschichte lernt und somit aufpasst das so etwas nie wieder passiert.

Hallo, ja da sind schreckliche Dinge passiert, aber mach dir eines klar, die Soldaten wurden nicht geschickt um irgendjemanden zu befreien damit er in Frieden leben kann, sondern man wollte die Russen aus Europa fernhalten und die deutschen Technologien wie Raketen und Düsenflugzeuge erbeuten. Kriege werden nicht aus humanitären Gründen geführt sondern aus strategischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Ein schönes Beispiel sind da aktuell die Amerikaner, die nur da eingreifen wo es sich für sie lohnt (Erdöl, seltene Erden .....)

sunnysun23 13.06.2014, 15:05

Hi, das siehst du leider nicht ganz richtig. Der Hauptgrund weshalb die Alliierten in Europa invasierten, war die Angst davor, dass sich der Nationalsozialismus auf der ganzen Welt ausbreiten würde. Als schließlich schon die Hälfte Europas besetzt war und die deutschen Truppen immer Näher an Großbritannien heranrückten, wurde es ernst. Auch die Befreiung der Konzentrationslager nach Kriegsende und die Versorgung dieser Menschen durch die Alliierten, spricht sehr für die humanitäre Seite dieses Krieges. Zudem waren es nicht unbedingt die Amerikaner, denen es um die Rohstoffe und das materielle Gut ging (vielleicht höchstens NACH dem Krieg), sondern die Russen, die nach dem zweiten Weltkrieg Deutschland ausbeuteten, während die Amerikaner damit beschäftigt waren Europa und Deutschland wieder aufzubauen und die Menschen mit Nahrung und Medizin zu versorgen (-> Marshallplan). Und die Angst davor, dass Russland Europa einnehmen würde, kam erst nach dem Krieg (siehe Kalter Krieg, Wettrüsten usw...). Das Deutschland, das wir heute kennen, hätte es ohne die Hilfe der Amerikaner damals, nie gegeben. Aber trotzdem danke für die Antwort :)

0
Militaerarchiv 13.06.2014, 17:19
@sunnysun23

Hallo, die Westmächte haben die Invasion Mitte 1944 gestartet, da war der Krieg im Osten schon verloren. Die Hälfte Europas war schon 1941 besetzt und GB bedroht. Nein, die hatten Angst vor dem Kommunismus. Auch der Wiederaufbau und die Wiederbewaffnung gab es aus diesem Grund. Aber ich gebe dir recht das natürlich auch ein humanitärerer Aspekt dabei war.

1

Mir gehts genauso so.. Und das ist gut so.

Schuldig fühlen musst du dich aber nicht, die meisten Deutschen waren Opfer, nicht Täter. Mein Onkel war18, als er von dem Regime in eine sinnlosen Krieg gejagt wurde und in Frankreich ums Leben gekommen ist. Das hat meine Großvater zu einem gebrochene Mann gemacht. (Das und der Mord an Kameraden, die im KZ ermordet sind, wei lsie politisch auf der "Falschen" Seite standen.

Wenn du so empfindest, ist das eine gute Sache! Das bedeutet, das du Mitgefühl hat, und das du, auch an anderer Stelle, im täglichen "Krieg" Dinge überdenkst, bevor du handelst.

Menschen wie dich (und mich) braucht diese Gesellschaft

Rücksichtslose Idioten und Befehlsempfänger hats genug.

Sehe es doch ma so: Die vielen Mensche sind damals nicht gestorben damit du nun Trübsal bläst :-)

Genieße die freie Welt, die wir dank der vielen Opfer genießen können, und sei auf der Hut, damit solche Opfer nicht wieder erbracht werden müssen.

MaxHeadroom1 08.07.2014, 01:29

Ich weiß im Augenblick nicht, wie man das noch besser formulieren könnte!

0

Die meisten soldaten wollten garnicht für den Frieden kämpfen. Sie wurden von ihrem land dazu gezwungen.

Wie wäre es damit?

Was möchtest Du wissen?