Ich bin schon ein guter Schachspieler, möchte aber noch besser werden und die Frage lautet:Wie werde ich im Schach richtig gut? Bücher und Zeit sind vorhanden?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Üben, üben, üben

Aus Büchern Kombinationen nachspielen, Stellungen wiedererkennen.

Schach ist Sport. Trainieren. Immer wieder.

Im Schachklub mit anderen messen.

Hallo, zuerst ist es wichtig zu wissen, was als gut definiert wird (wertzahl), dann könnte ich genauere Tipps geben. Ansonsten ist es wichtig *täglich* taktikaufgabrn zu machen (min.5). Ansonsten ist es Wertzahlabhängig

Danke für Ihr Antwort. Ich bin bei ELO 2100 und hätte gern 2400.

Mir ist klar, dass dieses Ziel unrealistisch ist, aber nur so, wenn man etwas Großes anstrebt bekomme ich Lust etwas zu bewegen, ansonsten macht sich Letargie breit. 5 Minuten Taktik? Nicht Ihr Ernst! Wer gut werden will muss mehr machen. Seit meinem 13.Lebensjahr löse ich permanent Kombinationsaufgaben. Taktik Matt in 7 - kein Ding, meine Begabung ist das intuitive angreifen und das positionelle Opfer. Soeben verfasste ich einen Kommentar, in dem ich Bücher  vorstellte. Ich möchte zwei besonders herausstellen: 'Schachstrategie der Weltklasse' (Kaufeld, Kern), ein außergewöhnliches Buch über Ulf Andersson, der einfache Positionen und Endspiele nahezu perfekt spielt. Ein anderes ist: 'Pump up your rating' von Axel Smith, ein IM, der innerhalb weniger Jahre seine ELO von 2093 auf 2400 gesteigert hat. Dieses Buch lese ich gerade, bin aber der Meinung, das es mir nicht, wie erhofft sehr hilft, weil jeder Mensch anders ist und jeder einen andere Vorgehensweise braucht. Soweit für heute......M.Sponheim

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Kommt drauf an was Sie unter richtig gut verstehen. Die richtig guten Spieler spielen bestimmt auch seid 20 Jahren oder mehr hochgerechnet mehrere Stunden am Tag.

Auch glaube das Bücher nicht wirklich ihr Geld wert sind, selber denken und spielen. Taktikaufgaben sind auch sehr wichtig.

Hallo Herr Fassbinder und Herr Matthes, ich hätte meiner Frage mehr Informationen beifügen müssen. Ich spiele seit 40 Jahren und jetzt in der 3.höchsten Klasse. Analysen mit Computerengines mache ich seit 17 Jahren, ich habe gut 6 verschiedene Eröffnungsrepertoires, allerdings werden nur 2 angewendet (Spiel auf Angriff und Spiel auf Vereinfachung). In meinen Regalen stehen gut 600 Schachbücher, eines besser, als das andere. In Planung ist das eigene Spiel besser zu analysieren und danach die Hilfe von GMs in Anspruch zu nehmen. Letzte Aktion war alle meine Blitz- und Schnellpartien zu einer ca. 9000 Partien großen Datenbank zusammenzufassen, sie soll mir helfen verschiedene Eröffnungen in größerer Präzision zu spielen, dabei sollen typische Manöver herausgefunden werden. Ziel ist grössere Genauigkeit im Mittelspiel. Größter Erfolg ist im Augenblick die Analyse einer neuartigen Eröffnung mit Computerhilfe. Leider, obwohl ich gut 75% gewinne, Tendenz stark steigend, verhilft es meinem Spiel nicht zu mehr Tiefe, allerdings hält es mein Denken flexibel. Haupterfolg ist es, mich aus negativer Stellung, die in der neuen Eröffnung oft vorkommen durch genaues Spielen herauszuarbeiten. Ich finde spannend, dass es viele seltene Eröffnungen gibt, die sehr gut spielbar sind. Meinen Schülern bringe ich vor allem die technische Seite des Schachs bei, dabei kommt die einfache Taktik nicht zu kurz. Derzeit versuche ich meine Eröffnungen wieder dynamischer zu spielen. Mir geht es hier nicht um einfache Antworten, ich denke eher, es geht um Feinheiten der Stellungsbewertung, um raffinierte Übergänge in komplizierte Endspiele, korrekte Bewertung von Kompensationsstellungen (z.B. wann ist ein Qualitätsopfer korrekt?) und Einbau von Eröffnungsneuerungen. Allerdings werden meine Partien auch veröffentlicht, wie alle Oberligapartien. Falls ich merken sollte, dass ich nicht weiter komme werde ich meine schachlichen Aktivitäten drosseln, da ich noch andere Talente und zwar auf künstlerischem Gebiet, habe. Das Forschen nach neuen Tiefen geht weiter, aber warum können andere was, was ich nicht kann? In letzter Zeit haben mir Vereinswechsel für meine Spielstärke sehr geholfen, obwohl die Integration in neue Gruppen mich emotional stark fordert und stresst, ich musste das allerdings machen, da meine alten Vereine durch Mitgliederaustritte  geschwächt abgestiegen sind, zuvor habe ich mit anderen für deren Aufstieg gesorgt. Vielleicht hätte ich die Anfrage eher auf 'Schachfeld' posten sollen. Ich denke, es gibt nur spezialisierte Lösungen, also Stiluntersuchungen, in dem Profis klar legen, welche Themen noch zu bearbeiten sind, aber bis dahin möchte ich die technischen Themen bearbeiten und mich besser auf Gegner vorbereiten, da habe ich noch Schwächen (künstlerisch interessierte Personen lassen sich auch mal gerne treiben).

Ich danke allen die sich die Zeit genommen haben das alles zu lesen. Die Antwort und Analysen könnte man wohl in ein Buch pressen. Ich bin mir allerdings sehr sicher, dass es viele Interessierte gibt, die gerne genauer informiert sein möchte. Auf der Forumsseite 'Schachfeld' gibt viele Einträge und noch mehr ellenlange Antworten auf diese Thematik. Viele Grüße aus NRW - Sponi

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@sponim

Naja ich habe ungefähr so 60 Bücher angeschaut und eines schlechter als das andere. Die alten Bücher 50 Jahre alt oder mehr waren ok, die neuen waren meiner Meinung Grottenschlecht.

Ich finde Schachfeld auch echt mies, wo einer um Hilfe gefragt hat wie man besser wird und er gleich überall zugemüllt wurde das er dieses oder jedes Buch kaufen muß.

Verstehe jetzt nicht was das für ein Eröffnungsrepertoire ist das auf Vereinfachung baut, das müssen Sie mir jetzt ein bisschen genauer erläutern. Das kann doch sicher kein Selbstzweck.

Oder der geniale hochgelobte Watson wenn er erzählt das weiß in spanisch Raumvorteil hat und deswegen besseres Spiel hat. Was ist denn das für eine Abzocke, dafür brauche ich bestimmt nicht sein Buch. Wenn ich sein Buch dafür bräuchte dann würde mir das alleine auch nicht helfen.

Ich denke fast alle Schachbücher sind abzocke und alle GMs sollten sich schämen so ein Müll zu bewerben nur weil das Kollegen sind und die dadurch auch selbst profitieren. Wahrscheinlich ist es Gottes Strafe das die so wenig verdienen, weil die mit skrupelosen Bewerbung von Müll Geld verdienen. Das ist verdammt Seelenlos. 

Und mal erhlich wenn Sie 600 Bücher haben und fragen wie man in Schach richtig gut wird... das sollte eigentlich Bände sprechen.

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Ich danke Ihnen, daß Sie mir geantwortet haben. Ich habe in der Tat nicht alle Bücher gelesen, es gibt aber einige, die sind sehr bemerkenswert, zum Beispiel: The Grandmaster Battle Manual, Kotronias erzählt aus seinem Profi-Leben und warum einige GMs erfolgreicher sind, als andere. Ich versuche einige Tipps umzusetzen und spiele auf Vereinfachung und auf Endspiel gegen Bessere. Das kann man kritisieren, aber ich habe damit auch Erfolg. Wie ich bereits schrieb versuche ich wieder dynamischer zu spielen, weil das meinem Naturell am nächsten kommt. Ein anderer Guter ist Mark Dworetski. Er schrieb über viele strategische und praktische Themen. Bisher hatte ich wegen beruflichen Problemen nicht die Zeit alles zu lesen, aber es gibt einige Bücher, deren Anschaffung sich lohnen! Bisher habe ich viel gespielt und meine Eröffnungen trainiert, aber jetzt möchte ich mehr über Feinheiten im Mittelspiel wissen. Ich denke ich habe schon viel geschafft, jetzt wird nur noch an einigen 'Kanten gefeilt'.

Richtig gut werde ich in meinem Alter sowieso nicht mehr, das Gehirn ist nicht mehr so ausbaufähig, wie bei einem jungen Menschen. Ich bin trotzdem froh das Hobby 'Schach' zu haben.

Tschüs, M.Sponheim

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@sponim

Dan müssen Sie aber verdammt gut im Endspiel sein.  Sie haben recht richtig gut wird man im Alter nicht mehr. Ich werde jedes mal depressiv wenn ich das höre, das ist mit fast allen interessanten Sachen so...

Das ist echt zum Mäuse melken.

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Am besten auch kein Online-Schach.

Ich freue mich schon auf eure gewohnt hilfreichen Antworten
Gruß rofl07

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