Ich bin jung und brauch das Geld - woher weiß ich, wie ich alleine am besten mit meinem Geld umgehe (langer Text)?

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7 Antworten

Das ist keine Finanzfrage sondern eine Frage der Lebensplanung. 

Und da gibt es kein Richtung und Falsch sondern nur Ideen.

Erstens ist es gut zu wissen was man will - also hier z.B. "ich möchte sparen für meine Zukunft"

Zweitens ist es (jedenfalls nach meiner Erfahrung) gut nicht alle Eier in einen Korb zu legen.

Also hier ist mein Rat:

Ein Korb ist Deine Ausbildung. Dazu können auch Dinge gehören die vielleicht nicht direkt angeboten werden sondern die Du selber als Zusatz machst. Also als Beispiel wenn Du Kunst studierst wenn Du eine eigenfinanzierte Reise nach Italien machst und dort Kunstwerke studierst und vielleicht ein paar Monate als Gasthörer dort lernst. Oder wenn Du Betriebswirtschaft studierst eben irgendwas in der Ferne (oder Nähe) außerhalb des Lehrplanes machst wie direkt in einer Firma einen Ferienjob annehmen, in USA studieren oder was auch immer. Also für diese Dinge könntest Du einen Teil oder mehr des Gesparten verwenden.

Ein Korb ist Deine Zukunft. Hierzu gehören Dinge wie Partnerschaft , Sicherheit und Lebensunterhalt.
Du kannst also z.B. Geld für die Partnerschaft verwenden ( z.B. Gemeinsamkeiten ausleben um festzustellen ob es der Richtige ist). Oder eben einfach Geld sparen um auf die Zwischenfälle des Lebens gewappnet zu sein (dafür empfehle ich einfach ein Tagesgeldkonto oder Sparkonto - Du solltest erst mal mindestens 10.000 Euro zusammen haben ehe Du über Alternativen nachdenkst - weil Dein Zeithorizont deutlich kleiner als 5 Jahre ist).

Und dann wäre noch Lebensunterhalt. Derzeit lebst Du bei Deinen Eltern und es ist fein. Das kann sich ändern wenn Du älter bist und dann brauchst Du Geld für eine eigene Wohnung usw. Oder aber Du hast Deinen Lebenspartner gefunden und willst mit ihm (oder ihr) zusammen ziehen. Auch dafür ist ein Vorrat an Euros hilfreich.

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Deine guten Vorsätze in allen Ehren, aber bei dem geringen Einkommen würde ich Investment-Ambitionen vorläufig hintan stellen. Deine Priorität muss in dieser Phase darin bestehen, möglichst schnell Fähigkeiten und Kenntnisse zu erwerben, die du zu Geld machen kannst, und zwar zu deutlich mehr Geld als 450 Flocken im Monat.

Sollte der Job dein Studium verlängern, dann überleg' dir gut, ob es wirklich klug ist, ihn zu machen, oder ob es nicht auch ohne geht. Gegenüber umtriebigen Haupt- oder Realschülern, die mit 16 direkt in die Lehre gegangen sind, bist du am Ende des Studiums mit 24 eh schon gut und gerne 75.000 Euro und fünf Jahre Berufserfahrung hintendran.

Wenn du was investieren willst, dann in dieser Phase eher in Dinge oder Projekte, welche deinen Horizont erweitern, dir zusätzliche Kenntnisse, Erfahrungen und Beziehungen bescheren. Dazu können Reisen und Auslandsaufenthalte ebenso zählen wie Sprachkurse, Orchester oder Sport und dergleichen. Für eine tolle Reise kann man ja auch mal ein halbes Jahr auf Fast Food und dergleichen verzichten. Auch ein ganzes Jahr, wenn einem das ermöglicht, eine gescheite Kamera mitzunehmen.

Lektüre-Empfehlung: die ersten beiden Bücher von diesem Knaben.

Weiteres Futter zum Nachdenken:

https://www.fool.de/

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Woher Du das weißt? Wenn Du ein gutes Gefühl dabei hast, wie Du mit Deinem Geld umgehst.

Auch wenn die meisten Anderen etwas anderes behaupten: Sparen macht Sinn! Es schafft Sicherheit und Dir gibt es ein gutes Gefühl. Vor allem, wenn man ein Ziel vor Augen hat. Es ist großartig zu wissen, dass man sich etwas leisten kann - sich tatsächlich etwas zu leisten gibt einem zwar auch ein gutes Gefühl, welches dann aber schnell wieder verfliegt...

Wenn Du sparst solltest Du darauf achten, dass Du dafür keine Verträge eingehst. Diese kosten Dich Geld, machen nur Versicherer reich und Dich machen sie unflexibel. Für den Anfang sind ein Sparbuch oder Tagesgeldkonto genau das Richtige. Wenn Du planen solltest, z.B. eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen, dann kannst Du auch einen Riester-Bausparvertrag abschließen (übrigens die einzige sinnvolle Riester-Altersvorsorge). Dafür musst Du zwar eine Abschlussgebühr von 1% der Bausparsumme bezahlen (bei einem Bausparvertrag über 10000€ sind das 100€), bekommst aber bei einer eigenen Sparleistung von jährlich 62€ einen Zuschuss über 154€ vom Staat und im ersten Jahr sogar noch 200€ extra. Das lohnt sich zumindest während des Studiums mit einem 450€-Job. Von anderen Investitionen würde ich vorerst die Finger lassen. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite, desto Höher das Risiko eines Verlustes.

Und bitte lass Dich nicht auf irgendwelche Finanzberater oder Versicherungsvertreter ein. Die möchten auch von irgendetwas leben. Versichert bist Du zudem über Deine Eltern.

Spare nicht Dein gesamtes Geld. Gehe auch mal aus und pflege Kontakte - Kontakte wirst Du Dein gesamtes Leben brauchen :-)

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Kommentar von grubenschmalz
14.03.2016, 21:47

Riester-BSV das einzige sinnvolle Riester-Modell?

So pauschal absoluter Quatsch.

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Sparen kann man nicht früh genug.

Ich kann dir mal schildern wie ich es mache (ich bin 18, männlich, und Schüler der 11. Klase):

Ich habe unter der Woche Schule bis nachmittags, danach mache ich weiter Arbeiten für die Schule. Am Wochenende arbeite ich in einer Bar. Samstags und Sonntags. Eine Freundin habe ich nicht, daher habe ich extra Zeit am WE und viel feiern gehe ich auch nicht. D.h. ich habe das WE komplett zum arbeiten frei. Durch den vollen Wochenplan habe ich auch keine Zeit, das Geld auszugeben. Damit das Geld auch nicht auf meinem Konto bleibt, um da verzinst zu werden, habe ich vor letzten Monat, bin im Dezember 18 geworden, eine Bausparversicherung abgeschlossen. In diese zahle ich 200€ von meinem 450€ Verdienst rein. In diese Versicherung kannst du immer reinzahlen wann du willst. Die genauen Grenzen kenne ich nicht. Aber es geht. Und du als Student der eh nicht viel ausgibt könntest das acuh machen. Die restlichen 250€ spare ich für ein kleines Auto. Man kann nie früh genug investieren. Ich habe das Glück, dass meine Eltern bei meiner Geburt eine Lebensversicherung abgeschlossen haben, die mit 18 ausgezahlt werden sollte. Diese haben wir aber verlängert, was sich dann neben der Bausparversicherung anspart.

Also den Job solltest du behalten. Meiner Meinung nach sollte man immer einen Nebenjob haben, auch wenn man schon voll im Berufsleben ist. Es seidenn man hat eine Frau und 3 Kinder, dann nicht ;)

Hoffe konnte dir helfen und wünsche dir viel Erfolg :D

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nach dem Studium wäre ein Startkapital ja optimal, damit man sich ein eigenes Leben aufbaut.



Wozu? Du verdienst dann Geld. Das reicht immer noch aus. 


 ich ein Studium habe, was sehr breit gefächert ist.

Was heißt das konkret? Du hast ein Studium ergriffen wo die Arbeitsplatzchancen sehr gering sind?

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Kommentar von ZwanzigerJahre
14.03.2016, 18:12

"Wozu Startkapital?" Die Frage ist nicht Dein ernst, oder? Um sich die erste eigene Wohnung einzurichten, Mietkaution zu zahlen, usw. Wie der Name schon sagt: Startkapital!

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Mach Dir das Leben nicht so schwer.  Du brauchst Bücher, Du möchtest auch mal ausgehen und Sparen ist im Moment nicht der Renner. Ich hatte nach dem Studium keinen Cent  und habe heute ein eigenes Haus.

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Kommentar von Skinman
13.03.2016, 19:53

Und legst dich die nächsten 30 Jahre dafür krumm, wonach es dann nicht mal mehr die Hälfte wert sein wird.

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Kommentar von Akka2323
13.03.2016, 19:59

Es ist abbezahlt und ich lebe nicht schlecht, kann mich nicht beklagen.

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Ach ja, und wenn du schon selbst diese Frage in Anlehnung an eine bekannte Pörno-Serie formulierst -

es steht dir natürlich auch jederzeit frei, sexuelle Gefälligkeiten feilzubieten.

http://www.gesext.de/

Da machst du die 450 Euro am Tag und nicht im Monat.

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