Ich bin in der 9. Klasse, habe jetzt schon angst vor abi?

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5 Antworten

Wir hatten damals richtige gute Lehrer, die immer wieder betont haben - allerdings erst ein paar Monate bis Wochen vor dem Abi! - dass das Abi auch nur eine Klausur/ mündliche Prüfung ist, die keinen Stoff enthält, den man nicht durchgenommen hätte. Viele machen sich das nicht klar und glauben, jetzt plötzlich "alles" wissen zu müssen.

Du musst keine Ordner auswendig lernen!

Es gibt für jedes Fach Vorbereitungsbücher (z.B. Pocket-Teacher Abi + Fach), die meist doch recht schmal sind. Deine Schulbücher sind meist auch recht schmal, und du musst selten ein ganzes Schulbuch komplett auswendig können.

Ich würde mal einen Termin mit dem Lieblingslehrer machen (also fragen, ob er mal nach der Schule Zeit hätte für ein Gespräch) und deine Sorgen erzählen. Der Lieblingslehrer soll dir dann bitte Tipps geben und erzählen, wie Abivorbereitung und -prüfungen in seinem Fach ablaufen, wie umfangreich man lernen muss, wann die meisten Schüler anfangen, zu lernen usw. Ich kenne Leute, die das Abi geschafft haben, nachdem sie genau einen Tag für ein Fach gelernt haben, das aber 8 Stunden am Stück und einige von denen haben eine 1 geschrieben.

Was du jetzt machen kannst: Grundlagen lernen und Lücken füllen. Aber langsam. Gehe mal deine ganzen Fächer durch und schaue - evtl. auch wieder mit Hilfe der Fachlehrer - wo noch Verständnislücken bestehen und was genau du dir noch mal anschauen solltest. Das könntest du dann jeden Tag eine halbe Stunde (insgesamt, nicht pro Fach!) machen und die Fächer dabei rotieren. Auch hierzu gibt es ja viele Lernhilfen (Bücher mit Zusammenfassungen und kurzen Erklärungen), die man meist in der Stadt- oder Schulbücherei findet.

Wenn du die Grundlagen kannst, kannst du auch problemlos weiterlernen und verstehst die Themen der Oberstufe. 

Wichtig fürs Abi ist auch noch Routine, also lohnt es sich, Aufgabentypen, mit denen man Schwierigkeiten hat, immer wieder zu üben. Hier könntest du auch mit den Grundlagen anfangen, dir Übungsbücher holen oder Online nach Übungsseiten suchen und pro Tag eine Aufgabe üben. Das kann eine ganz kleine sein (Verben konjugieren in Französisch oder Nomen etc. deklinieren in Latein etc.).

Ganz wichtig fürs Abi ist aber, dass du es schaffst, dich auf den Stoff zu konzentrieren und damit auch, dass du es schaffst, zu Hause abzuschalten. Falls ihr Platz im Haus habt, könntest du deine Eltern fragen, ob du deine Schulsachen für einige Zeit außerhalb deines Zimmers unterbringen kannst (im Arbeitszimmer, Wohnzimmer etc.) und nur zum Lernen ins Zimmer holen kannst. So siehst du sie nicht vor dem Einschlafen ständig. Alternativ: Lerne in der Stadtbücherei (dort sind auch die ganzen Lernhilfen vorhanden). Erlaube dir, in deinem Zimmer abzuschalten und dich zu entspannen. Befasse dich mit deinen Hobbys, erhole dich vom Lernen. Denke nicht den ganzen Tag ans Lernen.

Du kannst auch deine Eltern nach Nachhilfe fragen, wobei der Schwerpunkt dann auf der Lernorganisation und dem Überblick über den Stoff sowie der Aufarbeitung von Lücken und dem Üben liegen sollte (also nicht darauf, aktuelle Hausaufgaben zu machen etc.). Nachhilfe wäre eine Möglichkeit, organisiert und strukturiert zu lernen (bzw. genau dies zu erlernen) und einen Lernplan zu erstellen mit Inhalten UND Zeiten, die dann auch nicht überschritten werden sollten.

Mache dir klar, dass im Abi nie "alles gefragt" werden kann - das ist nicht "Wer wird Millionär"! Da wird nur das abgefragt, was in dem Fach überhaupt drankommen kann (also nicht völlig überraschende Themen) und nur in der Form, die man vorher bis zum Erbrechen geübt hat!

Auf youtube gibt es Videos mit Entspannungsmusik. Vielleicht könntest du so ein Video immer vor dem Einschlafen hören, so dass du an etwas anderes denkst als an Schule/ Abi.

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Kommentar von Tasha
04.02.2017, 09:13

PS

Ich war auf einer Realschule und dann auf einem Fachgymnasium. Bei der Infoveranstaltung fürs Fachgymnasium wurde uns gesagt, wird hätten ca. 8 Stunden Schule pro Tag und müssten zu Hause noch mal ca. jeden Tag 8 Stunden lernen. Man ging also ins FG mit der Idee, nur noch zu lernen. Tatsächlich brauchte man zwar etwas mehr Zeit für die Hausaufgaben und musste etwas mehr üben als in der Realschule, aber weit entfernt von 8 Stunden am Tag!

Selbst die meisten Studenten lernen ja nicht jeden Tag 8 Stunden zu Hause, oft noch nicht mal zwei! ;-)

Oft wird einem nur Angst gemacht oder man soll motiviert werden, sich reinzuhängen. Wenn die Situation dann da ist, ist man meist überrascht, wie viel schwieriger man sie sich vorgestellt hatte!

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Als jemand, der letztes Jahr erst Abi gemacht hat, sag ich dir: mach dir keinen Kopf. Die Lehrer erzählen eh nur Sch.... und jagen einem Angst ein, damit man "motivierter" ist. Aber das ist alles totaler schwachsinn... Ab der Oberstufe werden die Lehrer netter und lockerer, sie (die meisten) behandeln einen dann endlich mal wie einen normalen Menschen und man kann einfach auf einer ganz anderen Ebene mit ihnen klarkommen. Das mit den Ordnern stimmt auch nicht. Du kannst dir natürlich alles was du jemals aufschreibst in einen Ordner heften, aber damit lernen kann man auch nicht (meine Meinung) Der Lernstoff wird nicht mehr oder schwerer als voher auch, der einzige Unterschied ist, dass eben zwei Schuljahre auf einem Zeugnis zusammen gefasst werden. Ich persönlich fand die Oberstufe viel entspannter als die unteren Klassen und meine Freunde und alle die das durch hatten, sehen dass genauso. Geb nicht viel auf das, was die Lehrer jetzt sagen oder was man von außen sieht, das ist Quatsch...
Wähl einfach die Fächer, die dir liegen und spaß machen und dann geht das von alleine (bzw genau so wie jetzt auch).
Dass du Angst hast, nie wieder Freizeit zu haben, kann ich nachvollziehen aber auch da gilt: wenn du einen Beruf/Studium wählst, das dir Spaß macht, dann musst du dir keine Gedanken mehr um sowas machen. Ich arbeite jetzt auch 8 Stunden am Tag und mir geht es wesentlich besser als zur Schulzeit. Das einzige, was ich vermisse sind die Ferien...

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Hey :)

Ich hatte auch etwas Angst vor dem Abitur. Mittlerweile bin ich aber schon fertig und im Studium.
Aus Erfahrung kann ich sagen, dass Abitur wirklich nicht so schlimm ist wie man denkt, genauso wenig die Oberstufe. Natürlich muss man mitlernen, aber Freizeit hatte ich genügend :)
Wenn du während den zwei Jahren in der Oberstufe immer gut mitlernst ( auch das ist absolut machbar ), dann hast du beim Abi selber keinen Stress.
Mach dir selber keinen Druck, du packst das mit links, auch wenn du dir das im Moment vielleicht noch nicht vorstellen kannst! Denk daran, wie viele mit Abitur rumlaufen, die sind sicherlich nicht schlauer als du es bist, und trotzdem haben sie es geschafft :-)
Außerdem ist es halb so wild, wenn mal eine Klausur daneben geht, das wirkt sich kaum auf den Gesamtschnitt aus ( in Bayern jedenfalls ).

Ich hoffe ich konnte dir helfen! :-)

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Ich glaub du solltest dir nicht so viel Druck machen. Ich bin auch in der 9 Klasse und mache nächstes Jahr meinen Realschulabschluss und ich habe auch schon etwas Schiss und da ich danach weiter machen will, denke ich auch oft an das Abitur und überlege ob ich das überhaupt schaffe, ich habe jetzt im Zeugnis einen Schnitt von 1,4 gehabt und komme trotzdem oft ins Grübeln. Ich denke das ist normal und jeder hat iwi Selbstzweifel, aber du solltest dich nicht unterkriegen lassen, du hast noch eine Weile Zeit. Das wirst du schon alles schaffen, viel Erfolg

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Die Freiheit fängt nur bei dir selbst (innerlich ) an ,

Entscheide für dich einfach, dass dir das ganze was andere Leute sagen egal ist und schwupps schon bist den ganzen Stress los.

Hab ich auch so gemacht. Ich hab sogar einen draufgelegt und mir war nicht nur egal was andere sagen, sondern mir wars auch selbst egal.

Heute bin ich arbeitslos :) und auch zufrieden damit. Man muss sich nicht so viel Stress selbst aufbürden.

Nur du selbst kannst diesen "Stress" loswerden.

Lern einfach soviel wie es DIR passt.

Geb nichts drauf was andere sagen sondern nur was DU DIR SELBST sagst.

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